Rechtsprechung
| OVG Niedersachsen, 23.03.2009 - 9 LC 257/07 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
Rückwirkende Bemessung von Fremdenverkehrsbeiträgen; Einnahmen des vorvergangenen Jahres; Beschränkung der Beitragserhebung; Teile des Gemeindegebiets
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
Rückwirkende Bemessung von Fremdenverkehrsbeiträgen; Einnahmen des vorvergangenen Jahres; Beschränkung der Beitragserhebung; Teile des Gemeindegebiets
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
GG Art. 3 Abs. 1; NKAG § 2; NKAG § 9
Rückwirkende Bemessung von Fremdenverkehrsbeiträgen nach den Einnahmen des vorvergangenen Jahres. Beschränkung der Beitragserhebung auf Teile des anerkannten Gemeindegebiets: Beitragsmaßstab, Einnahmen - umsatzsteuerbereinigt -; Beitragssatz; Bwin: Sportwette; Fremdenverkehrsbeitrag; Gleichheitsgrundsatz; Mindestgewinnsatz; Rückwirkung; Typisierungsbefugnis; Vorteil, wirtschaftlicher; Vorteilssatz - Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Rückwirkende Bemessung von Fremdenverkehrsbeiträgen nach den Einnahmen des vorvergangenen Jahres. Beschränkung der Beitragserhebung auf Teile des anerkannten Gemeindegebiets
Verfahrensgang
- VG Oldenburg, 27.03.2007 - 2 A 1052/05
- OVG Niedersachsen, 23.03.2009 - 9 LC 257/07
- BVerwG, 15.07.2009 - 9 B 70.09
Zeitschriftenfundstellen
- DVBl 2009, 732
Wird zitiert von ... (3)
- VG Arnsberg, 07.09.2009 - 13 K 2166/08 vgl. OVG Schleswig, Urteile vom 17. März 2008 - 2 LB 40/07 -, NordÖR 2008, 281 ff.; vom 23. August 2000, a.a.O.; vom 22. Dezember 1999 - 2 L 134/98 -, ZKF 2000, 89 f.; und vom 4. Oktober 1995, a.a.O., S. 40; OVG Lüneburg, Urteil vom 23. März 2009 - 9 LC 257/07 -, KStZ 2009, 111, und vom 13. November 1990 - 9 K 11/89 -, NVwZ-RR 1992, 41, 42; VGH Baden-Württemberg, Urteile vom 15. Januar 2009 - 2 S 875/08 -, a.a.O., S. 118; und vom 6. November 2008, a.a.O.; vom 25. August 2003, a.a.O., S. 1404; sowie vom 6. Februar 1987 - 14 S 2497/85 -, ZKF 1987, 204, 205; OVG Sachsen, Urteil vom 29. Januar 2003 - 5 D 11/01 -, SächsVBl.
So die ständige und gefestigte Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte, siehe z.B.: VGH Baden-Württemberg, Urteile vom 15. Januar 2009 - 2 S 875/08 -, a.a.O., S. 118; und vom 6. November 2008, a.a.O.; vom 25. August 2003 - 2 S 2192/02 -, NVwZ 2003, 1403, 1405; OVG Schleswig, Urteile vom 17. März 2008, a.a.O.; vom 23. August 2000 - 2 L 226/98 -, NordÖR 2001, 221; und vom 4. Oktober 1995 - 2 L 220/95 -, ZKF 1997, 40; OVG Lüneburg, Urteil vom 23. März 2009, a.a.O., S. 112; Beschluss vom 11. September 2007, a.a.O.; sowie Urteil vom 13. November 1990 - 9 K 11/89 -, a.a.O., S. 43; OVG Sachsen, Urteil vom 29. Januar 2003, a.a.O.; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 10. Juli 1978, a.a.O., S. 112.
Ein Verstoß gegen den abgabenrechtlichen Grundsatz der Typengerechtigkeit, vgl. hierzu näher: OVG Lüneburg, Urteil vom 23. März 2009, a.a.O., S. 112 f., läge aber nur dann vor, wenn mehr als 10 % der von der typisierenden Regelung (hier: Vorteilssatz für Ärzte in Höhe von 10 %) nicht mehr dem "Typ" entsprächen und die Mehrbelastung der von der Pauschalierung nachteilig Betroffenen gering ist.
- VG Oldenburg, 08.11.2012 - 2 A 1862/11
Fremdenverkehrsbeitrag
In einem Urteil vom 23. März 2009, Az. 9 LC 257/07, habe das OVG Lüneburg die Satzung der Beklagten vom 16. Dezember 2003 mit den damaligen Beschränkungen auf die Ortsteile Carolinensiel und Altfunnixsiel zwar als rechtmäßig angesehen.Dieser Maßstab ist zulässig (Nds. OVG, Urteil vom 23. März 2009 - 9 LC 257/07 - juris, mit Veröffentlichungshinweis u.a. auf KStZ 2009, 111, zur gleichlautenden Regelung in der Satzung der Beklagten in der Fassung der 1. bis 3. Änderungssatzung).
Im Unterschied zu der Satzung, die dem Urteil des Nds. Oberverwaltungsgerichts vom 23. März 2009 - 9 LC 257/07 - zu Grunde lag, hat die Beklagte nunmehr, in Nachvollzug der am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Fassung von § 9 Abs. 4 NKAG, die Beitragspflicht auf das gesamte Stadtgebiet ausgedehnt und in vier Vorteilszonen unterteilt.
- VG Oldenburg, 31.05.2012 - 2 A 3280/10
Fremdenverkehrsbeitrag
Auch bei der weiteren vom Kläger insofern aufgeworfenen Frage, wie Personen und Unternehmen zu behandeln seien, die mehrere beitragspflichtige Tätigkeiten ausübten, handelt es um eine Rechtsfrage, die keiner satzungsrechtlichen Regelung bedarf (vgl hierzu Nds. OVG, Urteil vom 23. März 2009 - 9 LC 257/07 - juris, mit Veröffentlichungshinweis u.a. auf KStZ 2009, 111).Dies bereits deshalb, weil insofern keine systematische Einordnung möglich ist, sondern Einschätzungen nach der jeweiligen Situation des Einzelfalles erfolgen, was dem Vorgehen der Rechtsprechung entspricht (vgl. Nds. OVG, Urteil vom 23. März 2009 - 9 LC 257/07 - juris, mit Veröffentlichungshinweis u.a. auf KStZ 2009, S.111).
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