Rechtsprechung
   OLG Jena, 08.12.2008 - 9 U 431/08   

Volltextveröffentlichungen (5)

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  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Vergabe - Primärrechtsschutz unterhalb der Schwellenwerte

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

    Unterschwellenentscheidung

Kurzfassungen/Presse

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Bieterrechtsschutz auch unterhalb der Schwellenwerte! (IBR 2009, 101)

Sonstiges (2)

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des OLG Jena v. 8.12.2008 - 9 U 431/08 (Bieterrechtsschutz auch unterhalb der Schwellenwerte)" von RAin Dr. Susanne Mertens, LL.M., original erschienen in: IBR 2009, 101.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des OLG Thüringen vom 8.12.2008, Az.: 9 U 431/08 (Primärrechtsschutz unterhalb der Schwellenwerte; Antrag auf einstweilige Verfügung; Architektenwettbewerb nach GRW)" von RA Dr. Christian Braun, FAVerwR, original erschienen in: VergabeR 2009, 528 - 530.

Verfahrensgang

  • LG Meiningen, 23.04.2008 - 3 O 1370/07
  • OLG Jena, 08.12.2008 - 9 U 431/08

Zeitschriftenfundstellen

  • NZBau 2009, 208 (Ls.)
  • BauR 2009, 1023
  • IBR 2009, 101
  • VergabeR 2009, 524



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Wird zitiert von ... (8)  

  • OLG Düsseldorf, 13.01.2010 - 27 U 1/09  

    Vergabe - Rechtsschutz unterhalb Schwellenwerte: Nicht nur bei Willkürverstößen!

    Demgegenüber werden in Teilen der Rechtsprechung unterlegenen Bietern auch weitergehende Unterlassungsansprüche zuerkannt (vgl. OLG Jena VergabeR 2009, 524: § 241 Abs. 2, § 311 Abs. 2, § 280 Abs. 1 i.V.m. § 249 Abs. 1 S. 1 BGB; vgl. auch LG Frankfurt NZBau 2008, 599 = VergabeR 2008, 513: § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit dem Gleichbehandlungs- und Transparenzgebot - dazu Generalanwalt beim EuGH, Schlussanträge vom 27.10.2009 - C-91/08).
  • LG Arnsberg, 10.08.2012 - 2 O 383/12  
    Im Rahmen eines solchen vorvertraglichen Schuldverhältnisses besteht bei Verletzungen von Nebenpflichten auch grundsätzlich die Möglichkeit eines Unterlassungsanspruches, soweit die Verletzungshandlung oder der pflichtwidrig geschaffene Zustand noch andauert (vgl. BGH NJW 1995, 12840LG Düsseldorf VergabeR 2010, 531; OLG Jena VergabeR 2009, 524).

    Ein Unterlassungsanspruch kann sich ergeben, wenn sich der (öffentliche) Auftraggeber der Einhaltung bestimmter Verfahrensgrundsätze unterworfen hat, er diese Grundsätze verletzt hat und bei Einhaltung der Verfahrensgrundsätze der klagende Teilnehmer eine echte Chance auf Erhalt des Auftrages gehabt hätte (vgl. OLG Jena VergabeR 2009, 524).

    Der Bieter ist in der Regel in seinem Vertrauen auf ein vergaberechtskonformes Verfahren geschützt, soweit sich der Auftraggeber den Grundsätzen unterworfen hat (vgl. OLG Jena VergabeR 2009, 524).

  • OLG Schleswig, 09.04.2010 - 1 U 27/10  

    Vergabe - Kein subjektives Recht auf Unterlassen der Fortsetzung des Verfahrens?

    In der bisherigen Rechtsprechung und Literatur ist die Frage, ob und ggf. unter welchen Voraussetzungen im Unterschwellenbereich Primärrechtsschutz erlangt werden kann, umstritten (u.a. dafür: OLG Düsseldorf, Urteil vom 13. Januar 2010, 27 U 1/09, IBR 2010, 160; OLG Jena, Urteil vom 8. Dezember 2008, 9 U 431/08, VergabeR 2009, 524; OLG Brandenburg, Beschluss vom 17. Dezember 2007, 13 W 79/07, VergabeR 2008, 294; LG Frankfurt/M, Beschluss vom 28. Januar 2008, 2-4 O 201/06, NZBau 2008, 599; offen gelassen: OLG Naumburg, Beschluss vom 29. April 2008, 1 W 14/08, OLGR 2008, 957; OLG Brandenburg, Urteil vom 29. Mai 2008, 12 U 235/07; OLG Dresden, Beschluss vom 25. April 2006, 20 U 467/06, VergabeR 2006, 774).

    Das erkennende Gericht neigt dazu, der Rechtsprechung des OLG Jena (Urteil vom 8. Dezember 2008, a.a.O. [bei Juris Tz. 34]) zu folgen.

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  • OLG Stuttgart, 19.05.2011 - 2 U 36/11  

    Vergabe - Vergabestelle bestimmt, was sie möchte!

    OLG Düsseldorf NZBau 2010, 531 [juris Tz. 32 f] - dort gemäß §§ 241 Abs. 2, 311 Abs. 2 BGB; ferner Senat VergabeR 2011, 236 [juris Tz. 40 f]; vormals Senat NZBau 2002, 395; Thüringer OLG VergabeR 2009, 524 [juris Tz. 30 und 34] - auch aus §§ 311 Abs. 2, 241, 280 BGB; Schleswig-Holsteinisches OLG U. v. 09.04.2010 - 1 U 27/10 [juris Tz. 47], dort wohl gemäß § 241 Abs. 1, § 280 Abs. 1 BGB; letztlich offen gelassen; OLG Hamm VergabeR 2008, 682 [juris Tz. 22 und 24]; Brandenburgisches OLG VergabeR 2008, 294 [juris Tz. 7]; ferner Wagner in Langen/Bunte, Kommentar zum deutschen und europäischen KartellR, GWB, 11. Aufl. [2011], § 100, 2 f; Otting in Bechtold, GWB, 6. Aufl. [2010], § 100, 7 f; Dreher in Immenga/Mestmäcker, GWB, 4. Aufl. [2007], Vor §§ 97 f, 50 f; Bungenberg in Loewenheim/Meessen/Riesenkampff, KartellR, Bd. 2, GWB [2006], vor §§ 97 f, 30 f; Itzel MDR 2011, 517, 519; Braun NZBau 2008, 160).

    Unterschiedlich wird auch gesehen, welcher Prüfungsmaßstab bei unterschwelliger Vergabe für die gerichtliche Kontrollmöglichkeit angelegt wird (vorsätzlich rechtsbrechend, in unredlicher Absicht oder willkürlich geschehen: Senat NZBau 2002, 395; vgl. aber Senat VergabeR 2011, 236 [1 B 2 a und b) bb)]; vorsätzlich rechtswidrig, in unredlicher Absicht oder offenkundig ohne sachlichen Grund: OLG Hamm VergabeR 2008, 682 [juris Tz. 24 und 25]; ebenso Thüringer OLG VergabeR 2009, 524 [juris Tz. 31 und 32]; objektiver Vergabeverstoß: OLG Düsseldorf NZBau 2010, 328 [juris Tz. 34]; Brandenburgisches OLG VergabeR 2008, 294 [juris Tz. 7 und 13]; im Ansatz wohl ebenso: Schleswig-Holsteinisches OLG a.a.O.).

  • OLG Brandenburg, 24.04.2012 - 6 W 149/11  

    Vergabe - Grundstücksverkauf als Unterschwellenwertvergabeverfahren?

    Die rechtlichen Einzelheiten eines solchen gesetzlich nicht explizit geregelten Primärrechtsschutzes sind umstritten (s. hierzu OLG Düsseldorf, NZBau 2010, 531; Thüringer OLG, VergabeR 2009, 524; Brandenburgisches Oberlandesgericht, VergabeR 2008, 294).
  • OLG Stuttgart, 09.08.2010 - 2 W 37/10  

    Vergabe - Primärrechtsschutz vor Zivilgerichten: Was darf verlangt werden?

    Die in der Rechtsordnung den übergangenen Konkurrenten eingeräumten Möglichkeiten des Rechtsschutzes gegen Entscheidungen über die Vergabe öffentlicher Aufträge mit Auftragssumme unterhalb des Beschwerdewertes (angedeutet von BVerfGE a.a.O. [Tz. 72, 81 und 85]; vgl. hierzu auch Otting in Bechtold, GWB, 5. Aufl. [2008], § 100, 5 f; Dreher in Immenga/Mestmäcker, GWB, 4. Aufl. [2007], Vor §§ 97, 52 und 53; Bungenberg in Loewenheim/Meessen/Riesenkampff, KartellR, Bd. 2, GWB [2006], Vor §§ 97, 34 und § 100, 15 und 16) genügten den Anforderungen des Justizgewährungsanspruchs (vgl. auch zum Rechtsweg nicht zu den Verwaltungs-, sondern den Zivilgerichten: BVerwG NJW 2007, 2275, 2276; Brandenburgisches OLG, VergabeR 2008, 294 [juris Tz. 2]; Thüringer OLG, VergabeR 2009, 524 [juris Tz. 18 und 28]; Otting a.a.O. 7; Dreher a.a.O. 53; Heuvels in Loewenheim/Meessen/Riesenkampff a.a.O. § 102, 17 bis 19).
  • OLG Saarbrücken, 13.06.2012 - 1 U 357/11  

    Vergabe - VOB/A-Verstoß im Unterschwellenbereich: Zuschlag kann gestoppt werden!

    In analoger Anwendung von § 1004 Abs. 1 BGB steht ihm bereits auf der Primärrechtsebene ein Anspruch auf Unterlassung der Zuschlagserteilung an einen Mitbieter zu, wenn die entsprechenden Voraussetzungen der vorgenannten Normen vorliegen (vgl. auch OLG Düsseldorf, Urteil vom 13. Januar 2010 - 27 U 1/09 -, juris, Absatz-Nr. 28 ff. mwN auch zu Gegenansichten; Thüringer Oberlandesgericht, Urteil vom 8. Dezember 2008 - 9 U 431/08 -, juris, Absatz-Nr. 34; für die "grundsätzliche" Gewährung von Primärrechtsschutz auch Frenz, in: Willenbruch/Wieddekind, Vergaberecht, 2. Aufl. 2011, § 97 GWB Rn. 161; zum Stand der Rechtsprechung auch Summa, in: jurisPK-VergR, 3. Aufl. 2011, Vertiefungshinweis 1 zu § 100 GWB, Rn. 15 ff.).
  • LG Saarbrücken, 20.10.2009 - 4 O 450/09  

    Vergabe - Angebotsverstoß durch Beifügung eigener AGB?

    Die Kammer schließt sich der Auffassung des OLG Jena, IBR 2009, 101 und des Brandenburgischen Oberlandesgerichts, IBR 2008, 106 — je zitiert nach juris — an, dass vor Zuschlagserteilung unterhalb der Schwellenwerte Rechtsschutz vor den Zivilgerichten gewährt werden kann, wenn im Rahmen des Vergabeverfahrens gegen Grundsätze des Vergabeverfahrens verstoßen wird.
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