Rechtsprechung
   VGH Baden-Württemberg, 12.08.1997 - A 14 S 444/96   

Volltextveröffentlichungen (2)

  • Landesrecht Baden-Württemberg

    Art 16a Abs 1 GG, § 51 Abs 1 AuslG 1990
    Jugoslawien: zur Rückkehrgefährdung für Kosovo-Albaner, die im Ausland Asyl beantragt haben

  • VD-BW Rechts- und Vorschriftendienst(Abodienst, kostenloser Testzugang, Einzelerwerb möglich, Leitsatz frei) (Volltext und Leitsatz)

    Bundesrepublik Jugoslawien; Kosovo-Albaner; Rückkehrsicherheit

Verfahrensgang

  • VG Sigmaringen, 26.04.1995 - A 8 K 20458/94
  • VGH Baden-Württemberg, 12.08.1997 - A 14 S 444/96

Zeitschriftenfundstellen

  • VBlBW 1997, 327 (Ls.)



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Wird zitiert von ... (9)  

  • VGH Hessen, 03.02.1999 - 7 UE 655/97  

    Rücknahmefiktion für Asylantrag bei Reise in den Verfolgerstaat - Geltung im

    Auch die in neueren Erkenntnisquellen zur Rückkehrgefährdung aufgeführten diesbezüglichen Fälle (114., Abschn. II.7; 144.; 164.; 171., S. 2 ff.) lassen eine staatlich zu verantwortende Änderung der geübten Praxis in quantitativer oder qualitativer Hinsicht seit der vorläufigen Anwendung des Rückführungs- und Rückübernahmeabkommens nicht erkennen (Hess. VGH, B. v. 15.12.1997 - 7 UE 2249/97.A - S. 22 ff.; VGH Baden-Württemberg, U. v. 12.08.1997 - A 14 S 444/96 - S. 13 f.).

    Meist lässt sich darüber hinaus die asylrechtlich gebotene Gerichtetheit nicht feststellen, weil zum einen die näheren Umstände - insbesondere der Anlass für die jeweils ergriffene Maßnahme - und die persönlichen Verhältnisse des betreffenden Rückkehrers (wie z.B. dessen kriminelles oder exilpolitisches Vorverhalten) nicht mitgeteilt werden (VGH Baden-Württemberg, U. v. 12.08.1997 - 14 S 444/96 - S. 14; Nds. OVG, U. v. 22.10.1998 - 12 L 1448/98 - S. 82) und zum anderen Grenzbeamte auf Devisen und Sachen auch bei Touristen und Geschäftsreisenden ungeachtet deren Volkszugehörigkeit teils unter Berufung auf Zoll- und/oder Importbestimmungen zugreifen (174.; 175.; 189., S. 14; 231., S. 18 f.; vgl. dazu auch Nds. OVG, U. v. 23.05.1996 - 12 L 3389/95 - S. 17).

    Danach erfüllt die Art und Weise, in der seitens des jugoslawischen Staates mit Rückkehrern umgegangen wird (vgl. oben 1.1.1.8.), von vornherein nicht die vorbezeichneten Voraussetzungen eines Abschiebungshindernisses nach § 53 Abs. 4 AuslG i.V.m. Art. 3 EMRK in Bezug auf den Kläger (vgl. VGH Baden-Württemberg, U. v. 12.08.1997 - A 14 S 444/96 - S. 14).

  • VGH Hessen, 02.03.1998 - 7 UE 868/96  

    Keine Gruppenverfolgung der Kosovo-Albaner in der serbischen Provinz Kosovo;

    Nur in wenigen Einzelfällen kommt es anläßlich der obengenannten Maßnahmen bei der Einreise oder bei der späteren Meldung in der Zielgemeinde zu längerfristigen Festnahmen oder zu körperlichen Mißhandlungen (152.; 154.; 157.; 167.; 175.; 181.; 189., S. 14; 190.); auch die in neueren Erkenntnisquellen zur Rückkehrgefährdung aufgeführten diesbezüglichen Fälle (114., Abschn. II.7; 144.; 164.; 171., S. 2 ff.) lassen eine staatlich zu verantwortende Änderung der geübten Praxis in quantitativer oder qualitativer Hinsicht seit der vorläufigen Anwendung des Rückführungs- und Rückübernahmeabkommens nicht erkennen (Hess. VGH, B. v. 15.12.1997 - 7 UE 2249/97.A - S. 22 ff.; VGH Baden-Württemberg, U. v. 12.08.1997 - A 14 S 444/96 - S. 13 f.).

    Meist läßt sich darüber hinaus die asylrechtlich gebotene Gerichtetheit nicht feststellen, weil zum einen die näheren Umstände - insbesondere der Anlaß für die jeweils ergriffene Maßnahme - und die persönlichen Verhältnisse des betreffenden Rückkehrers - wie z.B. dessen kriminelles oder exilpolitisches Vorverhalten - nicht mitgeteilt werden (VGH Baden-Württemberg, U. v. 12.08.1997 - 14 S 444/96 - S. 14) und zum anderen Grenzbeamte auf Devisen und Sachen auch bei Touristen und Geschäftsreisenden ungeachtet deren Volkszugehörigkeit teils unter Berufung auf Zoll- und/oder Importbestimmungen zugreifen (174.; 175.; 189., S. 14; vgl. dazu auch Nds. OVG, U. v. 23.05.1996 - 12 L 3389/95 - S. 17).

  • VGH Baden-Württemberg, 11.11.1997 - A 14 S 412/97  

    Ablehnung eines Asylantrages als offensichtlich unbegründet durch das Bundesamt -

    Denn wenngleich es der Senat als geklärt ansieht, daß albanische Volkszugehörige bei einer Rückkehr in den Kosovo nicht allein wegen eines vorangehenden Auslandsaufenthalts oder wegen der Stellung eines Asylantrags in der Bundesrepublik mit politischer Verfolgung zu rechnen haben (Urteile des Senats vom 15.04.1997 - A 14 S 3518/94 - und vom 12.08.1997 - A 14 S 444/96) und nach Erlaß des am 18.06.1996 verkündeten Amnestiegesetzes dasselbe auch für Personen gilt, die sich, wie der Kläger, der Verpflichtung zur Teilnahme am Wehrdienst durch ihre Flucht ins Ausland entzogen haben (Urteil des Senats vom 15.04.1997 - A 14 S 3518/96), ist eine politische Verfolgung in Einzelfällen nach den zum Gegenstand des Verfahrens gemachten Erkenntnissen nicht mit der notwendigen Sicherheit auszuschließen.

    Daß in bestimmten serbisch-nationalistischen Kreisen Stimmung gegen Rückkehrer gemacht wird, begründet nicht die Feststellung einer als Verfolgung einzustufenden allgemeinen Praxis der Behörden oder einer entsprechenden Verfolgungswahrscheinlichkeit (so zuletzt Senatsurteil vom 15.04.1997 - A 14 S 3518/96 - und vom 12.08.1997 - A 14 S 444/96).

mehr
  • VGH Baden-Württemberg, 04.12.1998 - A 14 S 495/98  

    Jugoslawien: Gruppenverfolgung der Kosovo-Albaner verneint; keine extreme

    Diese Einschätzung entsprach bislang der ständigen Rechtsprechung des Senats (vgl. zuletzt U.v. 18.06.1996 - A 14 S 531/96, U.v. 12.08.1997 - A 14 S 444/96), die in Übereinstimmung mit der übrigen obergerichtlichen Rechtsprechung stand.
  • VGH Hessen, 03.03.1998 - 7 UE 869/96  

    Echtheitsüberprüfung ausländischer Gerichtsurteile im Asylverfahren; Jugoslawien:

    Danach erfüllt die Art und Weise, in der seitens des jugoslawischen Staates mit Rückkehrern umgegangen wird (vgl. den Grundsatzbeschluß des Senats vom 02.03.1998 - 7 UE 868/96 - unter 1.1.1.8.), von vornherein nicht die vorbezeichneten Voraussetzungen eines Abschiebungshindernisses nach § 53 Abs. 4 AuslG i.V.m. Art. 3 EMRK in bezug auf die Kläger (vgl. VGH Baden-Württemberg, U. v. 12.08.1997 - A 14 S 444/96 - S. 14).
  • OVG Rheinland-Pfalz, 25.03.1998 - 12 A 10367/95  
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  • VGH Baden-Württemberg, 14.01.1999 - A 14 S 2237/98  

    Jugoslawien: keine Gruppenverfolgung der Kosovo-Albaner; Abschiebungshindernis

    Diese Einschätzung entsprach bislang der ständigen Rechtsprechung des Senats (vgl. zuletzt U.v. 18.06.1996 - A 14 S 531/96, U.v. 12.08.1997 - A 14 S 444/96), die in Übereinstimmung mit der übrigen obergerichtlichen Rechtsprechung stand.
  • OVG Niedersachsen, 13.11.1997 - 12 L 3959/97  

    Begriff des Asylfolgeantrags;; Asylfolgeantrag; Durchentscheiden;

    In dieser Beurteilung sieht sich der Berichterstatter, ohne daß die Entscheidung gestützt wäre, durch die entsprechende Beurteilung in der Rechtsprechung des VGH Baden-Württemberg (Urt. v. 15.4.1997 - A 14 S 3518/96 - Urt. v. 12.8.1997 - A 14 S 444/96 -) sowie durch die entsprechende Bewertung in der Rechtsprechung des 12. Senats des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts, anderer Senate des erkennenden Gerichtes und weiterer Oberverwaltungsgerichte bestätigt (s. - über die Nachweise in dem Urteil vom 28.9.1995 - 12 L 2034/95 - hinaus - aus jüngster Zeit etwa BayVGH, Urt. v. 23.7.1996 - 24 BA 94.31056 - OVG NW, Urt. v. 20.8.1996 - 14 A 1731/94.A - und Urt. v. 26.9.1996 - 13 A 3255/94.A - Thüringisches OVG, Urt. v. 11.9.1996 - 3 KO 273/96 - OVG Mecklenburg-Vorpommern, Urt. v. 25.8.1996 - 3 L 87/95 -).
  • VGH Baden-Württemberg, 04.02.1999 - A 14 S 2276/98  

    Verneinung eines Abschiebungshindernisses für Kosovo-Albaner im wehrfähigen Alter

    Nach der bisher ständigen Rechtsprechung des Senats (Urt. v. 12.8.1997 - A 14 S 444/96; Urt. v. 15.4.1997 - A 14 S 3518/96; ebenso OVG NW, Urt. v. 16.4.1997 - 14 A 2800/94; Beschl. v. 20.8.1997 - 13 A 3167/97; Urt. v. 10.12.1997 - 14 A 2826/94) gab weder eine bestehende Wehrpflicht noch die Herkunft aus einem bestimmten Gebietsteil des Kosovo hinreichende Anhaltspunkte für die Annahme, daß Rückkehrer in das Heimatland der Gefahr einer menschenrechtswidrigen, den Abschiebungsschutz nach § 53 Abs. 6 Satz 1 AuslG vermittelnden Behandlung ausgesetzt wären.
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