Rechtsprechung
   BAG, 17.03.2010 - 5 AZR 168/09   

Volltextveröffentlichungen (6)

mehr
  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Gleichbehandlung anwendbar bei genereller Entgelterhöhung durch betriebliche Einheitsregelung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Grundsatz der arbeitsrechtlichen Gleichbehandlung bei der Arbeitsvergütung; Begünstigung von mit einer davor liegenden Verschlechterung der Arbeitsbedingungen einverstandenen Arbeitnehmergruppen und Maßregelverbot; Überkompensierung; Anspruchsumfang benachteiligter Arbeitnehmer

  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Entgelterhöhung zum Ausgleich bestehender Gehaltsunterschiede

Kurzfassungen/Presse (3)

  • Betriebs-Berater (Kurzinformation)

    Gleichbehandlung bei Entgelterhöhung - Maßregelungsverbot

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Gleichbehandlung bei Gehaltserhöhungen

  • lto.de (Kurzinformation)

    Unterschiedliche Leistungsgewährung von Arbeitnehmergruppen muss sachgerecht erfolgen

Sonstiges

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BAG vom 17.03.2010, Az.: 5 AZR 168/09 (Mögliche Ungleichbehandlung bei Entgelterhöhung)" von RA/FAArbR Verena Kappel, original erschienen in: AuA 2011, 185 - 185.

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • NZA 2010, 696
  • BB 2010, 1736
  • DB 2010, 1187
  • AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 211



Kontextvorschau:





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (29)  

  • BAG, 13.04.2011 - 10 AZR 88/10  

    Gleichbehandlung - Sonderzahlung - Ausgleich für Mehrarbeit

    Trotz des Vorrangs der Vertragsfreiheit ist der Gleichbehandlungsgrundsatz auch bei der Zahlung der Arbeitsvergütung anwendbar, wenn diese durch eine betriebliche Einheitsregelung generell angehoben wird oder der Arbeitgeber die Leistung nach einem erkennbaren und generalisierenden Prinzip gewährt, indem er Voraussetzungen oder Zwecke festlegt (BAG 17. März 2010 - 5 AZR 168/09 - Rn. 14, AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 211 = EzA BGB 2002 § 242 Gleichbehandlung Nr. 22; 15. Juli 2009 - 5 AZR 486/08 - Rn. 11, AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 209 = EzA BGB 2002 § 242 Gleichbehandlung Nr. 20; 14. März 2007 - 5 AZR 420/06 - Rn. 19, BAGE 122, 1).

    Die Zweckbestimmung einer Leistung ergibt sich dabei vorrangig aus den tatsächlichen und rechtlichen Voraussetzungen, von deren Vorliegen und Erfüllung die Leistung abhängig gemacht wird (BAG 17. März 2010 - 5 AZR 168/09 - Rn. 15, AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 211 = EzA BGB 2002 § 242 Gleichbehandlung Nr. 22; 5. August 2009 - 10 AZR 666/08 - Rn. 10, AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 208 = EzA BGB 2002 § 612a Nr. 6; 15. Juli 2009 - 5 AZR 486/08 - Rn. 12, AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 209 = EzA BGB 2002 § 242 Gleichbehandlung Nr. 20; 1. April 2009 - 10 AZR 353/08 - Rn. 14, aaO).

    Die Gruppenbildung muss stets im Sinne materieller Gerechtigkeit sachgerecht sein (vgl. BAG 17. März 2010 - 5 AZR 168/09 - Rn. 16, aaO; 15. Juli 2009 - 5 AZR 486/08 - Rn. 13, aaO).

    Der benachteiligte Arbeitnehmer hat Anspruch auf die vorenthaltene Leistung (BAG 17. März 2010 - 5 AZR 168/09 - Rn. 17, aaO; 15. Juni 2009 - 5 AZR 486/08 - Rn. 14, aaO).

    aa) Das Vorenthalten einer Gehaltserhöhung oder einer Sonderzahlung gegenüber einer anderen Arbeitnehmergruppe kann zwar sachlich begründet sein, wenn mit der Leistung unterschiedliche Arbeitsbedingungen zwischen verschiedenen Gruppen von Arbeitnehmern ausgeglichen werden sollen (BAG 17. März 2010 - 5 AZR 168/09 - Rn. 21 ff., AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 211 = EzA BGB 2002 § 242 Gleichbehandlung Nr. 22; 1. April 2009 - 10 AZR 353/08 - Rn. 18, AP BGB § 611 Gratifikation Nr. 284; 14. März 2007 - 5 AZR 420/06 - Rn. 27, BAGE 122, 1).

    Richtiger Vergleichsmaßstab ist vorliegend die Stundenvergütung, weil ein Abstellen auf das Jahres-, Monats- oder Wochenentgelt unberücksichtigt lässt, dass Mitarbeiter mit einer Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zwar ein höheres Entgelt erzielen, dies aber nur auf der Leistung zusätzlicher Arbeitsstunden beruht (vgl. BAG 17. März 2010 - 5 AZR 168/09 - Rn. 23, aaO).

    Nach ständiger Rechtsprechung liegt eine Benachteiligung nicht nur dann vor, wenn der Arbeitnehmer eine Einbuße erleidet, sondern auch dann, wenn ihm Vorteile vorenthalten werden, die der Arbeitgeber Arbeitnehmern gewährt, falls diese Rechte nicht ausüben (BAG 17. März 2010 - 5 AZR 168/09 - Rn. 28, AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 211 = EzA BGB 2002 § 242 Gleichbehandlung Nr. 22; 14. März 2007 - 5 AZR 420/06 - Rn. 34, BAGE 122, 1).

    Es reicht nicht aus, dass die Rechtsausübung nur den äußeren Anlass für die Maßnahme bietet (BAG 17. März 2010 - 5 AZR 168/09 - Rn. 28, aaO; 15. Juli 2009 - 5 AZR 486/08 - Rn. 22, AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 209 = EzA BGB 2002 § 242 Gleichbehandlung Nr. 20).

  • LAG Düsseldorf, 24.09.2010 - 10 Sa 488/10  

    Sachgerechte Ungleichbehandlung bei Ablehnung einer Vertragsänderung durch

    Im Bereich der Arbeitsvergütung ist er trotz des Vorrangs der Vertragsfreiheit anwendbar, wenn Arbeitsentgelte durch eine betriebliche Einheitsregelung generell angehoben werden und der Arbeitgeber die Leistungen nach einem bestimmten erkennbaren und generalisierenden Prinzip gewährt, indem er bestimmte Voraussetzungen oder Zwecke festlegt (BAG vom 17.03.2010 - 5 AZR 168/09, Rn. 14 unter Hinweis auf: BAG vom 15.07.2009 - 5 AZR 486/08 , Rn. 11; BAG vom 14.03.2007 - 5 AZR 420/06, Rn. 19; BAG vom 31.08.2005 - 5 AZR 517/04, allesamt vollständig dokumentiert bei juris).

    Die Zweckbestimmung ergibt sich vorrangig aus den tatsächlichen und rechtlichen Voraussetzungen, von deren Vorliegen und Erfüllung die Leistung abhängig gemacht wird (BAG vom 17.03.2010 - 5 AZR 168/09, Rn. 15 unter Hinweis auf: BAG vom 15.07.2009 - 5 AZR 486/08 , Rn. 12; BAG vom 01.04.2009 - 10 AZR 353/08 - Rn. 14; BAG vom 28.03.2007 - 10 AZR 261/06 - Rn. 14, allesamt vollständig dokumentiert bei juris).

    Die unterschiedliche Leistungsgewährung muss stets im Sinne materieller Gerechtigkeit sachgerecht sein (BAG vom 17.03.2010 - 5 AZR 168/09, Rn. 16 unter Hinweis auf: BAG vom 15.07.2009 - 5 AZR 486/08 , Rn. 13; BAG vom 14.03.2007 - 5 AZR 420/06, Rn. 26, allesamt vollständig dokumentiert bei juris).

    wenn sich seine Situation gegenüber dem bisherigen Zustand verschlechtert, sondern auch dann, wenn ihm Vorteile vorenthalten werden, welche der Arbeitgeber anderen Arbeitnehmern gewährt, wenn diese entsprechende Rechte nicht ausgeübt haben (BAG vom 17.03.2010 - 5 AZR 168/09, Rn. 16 unter Hinweis auf: BAG vom 15.07.2009 - 5 AZR 486/08 , Rn. 22; BAG vom 14.03.2007 - 5 AZR 420/06, Rn. 34; BAG vom 12.06.2002 - 10 AZR 340/01; BAG vom 23.02.2000 - 10 AZR 1/99, allesamt vollständig dokumentiert bei juris).

  • BAG, 21.09.2011 - 7 AZR 150/10  

    Befristung und Maßregelungsverbot

    Eine Benachteiligung iSv. § 612a BGB kann aber auch darin bestehen, dass dem Arbeitnehmer Vorteile vorenthalten werden, die der Arbeitgeber anderen Arbeitnehmern gewährt, die entsprechende Rechte nicht ausgeübt haben (vgl. für die st. Rspr. BAG 14. Februar 2007 - 7 AZR 95/06 - Rn. 21 mwN, BAGE 121, 247; siehe auch 17. März 2010 - 5 AZR 168/09 - Rn. 28, AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 211 = EzA BGB 2002 § 242 Gleichbehandlung Nr. 22; 18. September 2007 - 3 AZR 639/06 - Rn. 27, BAGE 124, 71; 31. Mai 2005 - 1 AZR 254/04 - zu II 2 c bb der Gründe, BAGE 115, 68).

    Es reicht nicht aus, dass die Rechtsausübung nur den äußeren Anlass für die Maßnahme bietet (vgl. etwa BAG 17. März 2010 - 5 AZR 168/09 - Rn. 28, AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 211 = EzA BGB 2002 § 242 Gleichbehandlung Nr. 22; 18. September 2007 - 3 AZR 639/06 - Rn. 27, BAGE 124, 71; 14. Februar 2007 - 7 AZR 95/06 - Rn. 22 mwN, BAGE 121, 247; 6. November 2003 - 2 AZR 690/02 - zu B II 2 a der Gründe mwN, BAGE 108, 269).

    (e) Ob § 612a BGB für die vorenthaltene Leistung unmittelbar anspruchsbegründende Wirkung zukommt oder ein Primäranspruch lediglich iVm. dem arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz in Betracht kommt, ist noch nicht abschließend geklärt (offengelassen zB von BAG 17. März 2010 - 5 AZR 168/09 - Rn. 27, AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 211 = EzA BGB 2002 § 242 Gleichbehandlung Nr. 22; 15. Februar 2005 - 9 AZR 116/04 - zu B II 2 a der Gründe mwN zu der Kontroverse, BAGE 113, 327; für eine anspruchsbegründende Wirkung in dem Sinn, dass der Arbeitnehmer so zu stellen ist, als wäre die verbotene Maßregelung nicht erfolgt, bspw.

mehr
  • LAG Düsseldorf, 12.04.2012 - 11 Sa 1362/11  

    Gleichbehandlungsgrundsatz, Altersdiskriminierung

    Trotz des Vorrangs der Vertragsfreiheit ist der Gleichbehandlungsgrundsatz auch bei der Zahlung der Arbeitsvergütung anwendbar, wenn diese durch eine betriebliche Einheitsregelung generell angehoben wird oder der Arbeitgeber die Leistung nach einem erkennbaren und generalisierenden Prinzip gewährt, indem er Voraussetzungen oder Zwecke festlegt (st. Rspr., z. B. BAG 17.03.2010 - 5 AZR 168/09 - Rz. 14 EzA § 242 BGB 2002 Gleichbehandlung Nr. 22; BAG 13.04.2011 - 10 AZR 88/10 - Rz. 12 EzA § 242 BGB 2002 Gleichbehandlung Nr. 25).

    Die Zweckbestimmung einer Leistung ergibt sich dabei vorrangig aus den tatsächlichen und rechtlichen Voraussetzungen, von deren Vorliegen und Erfüllung die Leistung abhängig gemacht wird (st. Rspr., z. B. BAG 17.03.2010 - 5 AZR 168/09 - Rz. 15 EzA § 242 BGB 2002 Gleichbehandlung Nr. 22; BAG 13.04.2011 - 10 AZR 88/10 - Rz. 13 EzA § 242 BGB 2002 Gleichbehandlung Nr. 25 m. w. N.).

    Die Gruppenbildung muss stets im Sinne materieller Gerechtigkeit sachgerecht sein (BAG 17.03.2010 - 5 AZR 168/09 - Rz. 16 a. a. O.; BAG 13.04.2011 - 10 AZR 88/10 - Rz. 13 a. a. O.).

    Der benachteiligte Arbeitnehmer hat Anspruch auf die vorenthaltene Leistung (st. Rspr., z. B. BAG 17.03.2010 - 5 AZR 168/09 - Rz. 17 a. a. O.; BAG 13.04.2011 - 10 AZR 88/10 - Rz. 14 a. a. O.).

  • BAG, 06.07.2011 - 4 AZR 596/09  

    Tarifanwendung und Gleichbehandlungsgrundsatz

    Dabei verbietet der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz nicht nur die willkürliche Schlechterstellung einzelner Arbeitnehmer innerhalb einer Gruppe, sondern auch eine sachfremde Gruppenbildung (17. März 2010 - 5 AZR 168/09 - Rn. 15 mwN, AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 211 = EzA BGB 2002 § 242 Gleichbehandlung Nr. 22; 14. März 2007 - 5 AZR 420/06 - Rn. 19 mwN, BAGE 122, 1).

    Arbeitnehmer werden dann nicht sachfremd benachteiligt, wenn sich nach dem Zweck der Leistung Gründe ergeben, die es unter Berücksichtigung aller Umstände rechtfertigen, diesen Arbeitnehmern die den anderen Arbeitnehmern gewährte Leistung vorzuenthalten (BAG 16. Juni 2010 - 4 AZR 928/08 - Rn. 30 mwN, NZA-RR 2011, 45; 17. März 2010 - 5 AZR 168/09 - mwN, aaO).

    Soweit die Unterscheidungsmerkmale nicht ohne weiteres erkennbar sind und der Arbeitgeber die Differenzierungsgesichtspunkte nicht darlegt oder die unterschiedliche Behandlung nach dem Zweck der Leistung nicht gerechtfertigt ist, kann die benachteiligte Arbeitnehmergruppe verlangen, nach Maßgabe der begünstigten Arbeitnehmergruppe behandelt zu werden (BAG 17. März 2010 - 5 AZR 168/09 - Rn. 16, 17 mwN, aaO; 14. März 2007 - 5 AZR 420/06 - mwN, aaO).

  • BAG, 21.09.2011 - 5 AZR 520/10  

    Gleichbehandlung bei Entgelterhöhung - Vertragserfüllung

    Im Bereich der Arbeitsvergütung ist er trotz des Vorrangs der Vertragsfreiheit anwendbar, wenn Arbeitsentgelte durch eine betriebliche Einheitsregelung generell angehoben werden und der Arbeitgeber die Leistungen nach einem bestimmten erkennbaren und generalisierenden Prinzip gewährt, indem der Arbeitgeber bestimmte Voraussetzungen oder Zwecke festlegt (BAG 17. März 2010 - 5 AZR 168/09 - Rn. 14 mwN, AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 211 = EzA BGB 2002 § 242 Gleichbehandlung Nr. 22).

    Es reicht nicht aus, dass die Rechtsausübung nur den äußeren Anlass für die Maßnahme bildet (BAG 17. März 2010 - 5 AZR 168/09 - Rn. 28 mwN, AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 211 = EzA BGB 2002 § 242 Gleichbehandlung Nr. 22).

  • BAG, 23.03.2011 - 10 AZR 701/09  

    Tarifvertrag für die Nahverkehrsbetriebe in Bayern - persönliche

    Zu Recht hat das Landesarbeitsgericht hierin aber keine sachfremde Gruppenbildung und willkürliche Schlechterstellung des Klägers gesehen (zu den Voraussetzungen eines Anspruchs wegen Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes, vgl. bspw. BAG 29. September 2010 - 10 AZR 630/09 - Rn. 31; 17. März 2010 - 5 AZR 168/09 - Rn. 14, AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 211 = EzA BGB 2002 § 242 Gleichbehandlung Nr. 22).
  • ArbG Celle, 08.06.2011 - 2 Ca 133/11  

    Zahlungsklagen

    Der Zahlungszweck erfasst in diesem Fall nicht nur die Kompensation vergangener Verluste, sondern zumindest auch die Vergütung der aktuellen Arbeitsleistung, die jedoch von der nicht verzichtenden Arbeitnehmergruppe in gleicher Menge und Qualität erbracht wird (anders als im Falle BAG 17.03.2010 - 5 AZR 168/09, wo der Arbeitgeber nur die Gehälter derjenigen Arbeitnehmer erhöht hatte, die ihre Arbeitszeit in der Vergangenheit ohne Lohnausgleich auf 40 Stunden ausgedehnt hatten).

    Sie hält die Ungleichbehandlung für sachlich gerechtfertigt unter Rekurs auf das Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 17.03.2010 zum Aktenzeichen 5 AZR 168/09.

    Die Gruppenbildung ist nur dann gerechtfertigt, wenn die Unterscheidung einem legitimen Zweck dient und zur Erreichung dieses Zweckes erforderlich und angemessen ist (vgl. die von Beklagtenseite herangezogene Entscheidung des BAG vom 17.03.2010 - 5 AZR 168/09 mit zahlreichen weiteren Rechtsprechungsnachweisen).

    d) Als Rechtsfolge bei einer schlich nicht gerechtfertigten Gleichbehandlung kann die benachteiligte Arbeitnehmergruppe verlangen, nach Maßgabe der begünstigten Arbeitnehmergruppe behandelt zu werden, der benachteiligte Arbeitnehmer hat Anspruch auf die vorenthaltene Leistung (BAG 17.03.2010, aaO).

  • BAG, 27.07.2010 - 1 AZR 874/08  

    Betriebsvereinbarung - Auslegung - Gleichbehandlung

    Die unterschiedliche Leistungsgewährung muss stets im Sinne materieller Gerechtigkeit sachgerecht sein (BAG 17. März 2010 - 5 AZR 168/09 - Rn. 15 f. mwN, AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 211).

    Der benachteiligte Arbeitnehmer hat Anspruch auf die vorenthaltene Leistung (BAG 17. März 2010 - 5 AZR 168/09 - Rn. 17 mwN, AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 211).

  • BAG, 23.02.2011 - 5 AZR 84/10  

    Gleichbehandlung bei Entgelterhöhung - keine Präklusion mit

    Hebt der Arbeitgeber durch eine betriebliche Einheitsregelung Arbeitsentgelte generell an, schließt aber eine Gruppe von Arbeitnehmern von der Entgelterhöhung aus, hat er nach ständiger Rechtsprechung des Senats die Gründe für die Differenzierung zwischen der begünstigten Gruppe und den benachteiligten Arbeitnehmern offenzulegen und so substantiiert darzutun, dass die Beurteilung möglich ist, ob die Gruppenbildung sachlichen Kriterien entspricht, sie also einem legitimen Zweck dient und zur Erreichung dieses Zwecks erforderlich und angemessen ist (vgl. zuletzt BAG 17. März 2010 - 5 AZR 168/09 - Rn. 14 ff. mwN, AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 211 = EzA BGB 2002 § 242 Gleichbehandlung Nr. 22).

    Die unterschiedliche Leistungsgewährung bei der generellen Anhebung von Arbeitsentgelten durch eine betriebliche Einheitsregelung muss stets im Sinne materieller Gerechtigkeit sachgerecht sein (BAG 17. März 2010 - 5 AZR 168/09 - Rn. 16 mwN, AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 211 = EzA BGB 2002 § 242 Gleichbehandlung Nr. 22), der Gleichbehandlungsgrundsatz dient damit der Gewährung materieller Gerechtigkeit.

  • BAG, 09.06.2010 - 5 AZR 696/09  

    Kleine dynamische Bezugnahmeklausel - Tarifsukzession - ergänzende

  • BAG, 29.09.2010 - 10 AZR 630/09  

    Tarifauslegung - tarifliche Jahresarbeitszeit - Arbeitsverhältnis mit dem

  • BAG, 23.02.2011 - 5 AZR 82/10  

    Gleichbehandlung bei Entgelterhöhung - keine Präklusion mit

  • BAG, 23.02.2011 - 5 AZR 83/10  

    Gleichbehandlung bei Entgelterhöhung - keine Präklusion mit

  • BAG, 16.02.2012 - 8 AZR 242/11  

    Schadensersatz - variable Entgeltbestandteile - Veränderungen im Betriebssystem

  • BAG, 09.06.2010 - 5 AZR 384/09  

    Kleine dynamische Bezugnahmeklausel - Tarifsukzession - ergänzende

  • BAG, 28.06.2011 - 3 AZR 448/09  

    Betriebliche Altersversorgung - Gleichbehandlung

  • LAG Köln, 21.09.2011 - 3 Sa 186/11  

    Verrechnung von Dienstaltersgeschenk und kollektiver Erfolgsbeteiligung;

  • BAG, 29.06.2011 - 5 AZR 135/09  

    Kleine dynamische Bezugnahmeklausel - Tarifsukzession - ergänzende

  • BAG, 29.06.2011 - 5 AZR 186/10  

    Kleine dynamische Bezugnahmeklausel - Tarifsukzession - ergänzende

  • BAG, 29.06.2011 - 5 AZR 651/09  

    Kleine dynamische Bezugnahmeklausel - Tarifsukzession - ergänzende

  • BAG, 16.02.2012 - 8 AZR 97/11  

    Schadensersatz - variable Entgeltbestandteile - Veränderungen im Betriebssystem

  • BAG, 14.12.2011 - 5 AZR 675/10  

    Gleichbehandlung bei Entgelterhöhung - Vertragserfüllung - Maßregelungsverbot -

  • BAG, 27.06.2012 - 5 AZR 317/11  

    Auflösung des ERA-Anpassungsfonds - Gleichbehandlungsgrundsatz

  • LAG Hamm, 13.01.2012 - 10 Sa 1225/11  

    Arbeitsentgelt; Anspruch auf Nachtschichtzulage

  • LAG Rheinland-Pfalz, 01.07.2010 - 10 Sa 92/10  

    Chefarztvergütung in evangelischem Krankenhaus; unbegründete Vergütungsklage

  • ArbG Köln, 28.06.2011 - 14 Ca 9350/10  
  • LAG Hamm, 30.05.2012 - 5 Sa 1507/11  

    Keine Unmöglichkeit der Rückgabe von Vorgriffsstunden bei

  • LAG Niedersachsen, 19.05.2011 - 16 Sa 439/10  

    Tarifliche Verlängerung der vertraglichen Arbeitszeit im Wachdienst der

Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht