Rechtsprechung
| BSG, 16.09.2004 - B 3 KR 19/03 R |
Volltextveröffentlichungen (6)
- lexetius.com
Krankenversicherung - Erstattungsanspruch - Versicherter - Hilfsmittel - schwenkbarer Autositz - Behinderungsausgleich - Grundbedürfnis - Mobilität - Sicherung des Erfolgs der Krankenbehandlung - Fahrkostenerstattung - Erforderlichkeit - Krankentransport
- Sozialgerichtsbarkeit.de
Krankenversicherung
- REHADAT Informationssystem (Volltext/Leitsatz/Kurzinformation)
Krankenversicherung - Erstattungsanspruch - schwenkbarer Autositz - Krankentransport
- Sozialmedizinische Informationsdatenbank für Deutschland (Kurzinformation und Volltext)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Kostenerstattungsanspruch wegen einer zu Unrecht verweigerten Sachleistung, Bezahlung von Krankenfahrten
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Kurzfassungen/Presse (3)
- aok-business.de (Kurzinformation)
Krankenversicherung: Schwenkbarer Autositz billiger als Transporte
- NWB SteuerXpert START (Leitsatz)
- arag.de (Kurzinformation)
Mobilität für Pflegebedürftige
Verfahrensgang
- SG Duisburg, 11.04.2001 - S 9 KR 28/02
- SG Duisburg, 31.10.2002 - S 9 KR 28/02
- LSG Nordrhein-Westfalen, 11.09.2003 - L 5 KR 234/02
- BSG, 16.09.2004 - B 3 KR 19/03 R
Zeitschriftenfundstellen
- BSGE 93, 176
Wird zitiert von ... (92)
- BSG, 19.04.2007 - B 3 KR 9/06 R
Krankenversicherung - Hilfsmittel - Erschließen eines körperlichen Freiraums - …
Die durch ein Hilfsmittel der GKV gewährleistete Erschließung eines gewissen körperlichen Freiraums im Nahbereich der Wohnung ermöglicht es regelmäßig auch, bei Krankheit oder Behinderung Ärzte und Therapeuten aufzusuchen (Abgrenzung zu BSG vom 16.09.2004 - B 3 KR 19/03 R = BSGE 93, 176 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 7).Etwas anderes ergebe sich auch nicht unter Berücksichtigung der Entscheidung des Bundessozialgerichts (BSG) vom 16. September 2004 (B 3 KR 19/03 R), in der das Aufsuchen von Ärzten und Therapeuten als elementares Grundbedürfnis einer Wachkomapatientin anerkannt worden sei und dies zur Zubilligung eines schwenkbaren Autositzes im Rahmen der GKV-Hilfsmittelversorgung geführt habe.
Alternative SGB V, der auf die Sicherung eines Erfolgs der Krankenbehandlung abstellt, bedarf deshalb einer Einschränkung: Es muss mit dem Hilfsmittel ein therapeutischer Erfolg angestrebt werden; er muss allerdings nicht bereits vorliegen und nur noch zu sichern sein (BSGE 93, 176 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 7 jeweils RdNr 11).
Nach stRspr (vgl BSGE 93, 176 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 7 jeweils RdNr 12 und BSGE 91, 60, 63 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 3 RdNr 10 mwN;… vgl auch Höfler, aaO, § 33 SGB V RdNr 11 ff mzwN aus der Rspr) gehören zu den Grundbedürfnissen des täglichen Lebens das Gehen, Stehen, Greifen, Sehen, Hören, Nahrungsaufnehmen, Ausscheiden, (elementare) Körperpflegen, selbstständige Wohnen sowie Erschließen eines gewissen körperlichen und geistigen Freiraums.
Denn die notwendige medizinische Versorgung ist schon grundlegende Voraussetzung, um die elementaren Bedürfnisse des täglichen Lebens befriedigen zu können (BSGE 93, 176 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 7 jeweils RdNr 12).
Auch dies steht hier im Vordergrund, auch wenn das Hilfsmittel überwiegend dazu dienen soll, Ärzte und Therapeuten aufzusuchen und an einer Selbsthilfegruppe teilnehmen zu können (vgl zu dieser Differenzierung schon BSGE 93, 176 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 7 jeweils RdNr 13).
Der behinderungsgerechte Pkw-Umbau ermöglichte es ihr unter Hilfestellung des Vaters, das Fahrzeug zu besteigen und dort sicher transportiert zu werden (BSGE 93, 176 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 7 jeweils RdNr 14).
- BSG, 17.12.2009 - B 3 KR 20/08 R
Krankenkasse darf Hörgeschädigte nicht auf Versorgung mit unzureichenden …
Zu diesen allgemeinen Grundbedürfnissen des täglichen Lebens gehören nach ständiger Rechtsprechung des BSG das Gehen, Stehen, Sitzen, Liegen, Greifen, Sehen, Hören, Nahrungsaufnehmen, Ausscheiden, die elementare Körperpflege, das selbstständige Wohnen sowie das Erschließen eines gewissen körperlichen und geistigen Freiraums (BSGE 93, 176, 180 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 7;… BSGE 91, 60, 63 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 3;… BSG SozR 3-3300 § 14 Nr. 14; stRspr).Dies rechtfertigt die Leistungsbegrenzung in der GKV auf solche Hilfsmittel, mit denen die Auswirkungen der Behinderung im gesamten täglichen Leben beseitigt oder gemildert werden können und die damit ein Grundbedürfnis des täglichen Lebens betreffen (stRspr; vgl zuletzt BSGE 93, 176 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 7 jeweils RdNr 12 - schwenkbarer Autositz bei Wachkomaversorgung;… BSGE 91, 60 RdNr 9 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 3 RdNr 10 - Rollstuhl-Ladeboy;… BSG SozR 3-2500 § 33 Nr. 31 S 185 - Rollstuhl-Bike;… BSG SozR 3-2500 § 33 Nr. 32 S 191 - Therapie-Tandem [jeweils mwN]).
- BSG, 25.06.2009 - B 3 KR 2/08 R
Entscheidung des Revisionsgerichts trotz verfahrensfehlerhafter …
Nach ständiger Rechtsprechung gehören zu den allgemeinen Grundbedürfnissen des täglichen Lebens das Gehen, Stehen, Sitzen, Liegen, Greifen, Sehen, Hören, Nahrungsaufnehmen, Ausscheiden, die elementare Körperpflege, das selbstständige Wohnen sowie das Erschließen eines gewissen körperlichen und geistigen Freiraums (BSGE 93, 176, 180 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 7;… BSGE 91, 60, 63 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 3;… BSG SozR 3-3300 § 14 Nr. 14; stRspr).Soweit überhaupt die Frage eines größeren Radius über das zu Fuß Erreichbare hinaus aufgeworfen worden ist, sind schon immer zusätzliche qualitative Momente verlangt worden (vgl BSGE 93, 176, 180 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 7 - Erreichbarkeit ambulanter medizinischer Versorgung für Wachkomapatientin;… BSG SozR 3-2500 § 33 Nr. 27 - Rollstuhl-Bike für Jugendliche;… BSG SozR 3-2500 § 33 Nr. 46 - behindertengerechtes Dreirad;… BSG SozR 2200 § 182b Nr. 13 - Faltrollstuhl).
- BSG, 25.06.2009 - B 3 KR 4/08 R
Krankenversicherung - Kostenübernahme eines GPS-Systems für blinde und …
Demgemäß ist ein Hilfsmittel zum Ausgleich von direkten oder indirekten Folgen einer Behinderung - mittelbarer Behinderungsausgleich - nur "erforderlich" iS von § 33 Abs. 1 Satz 1 SGB V, wenn es die Auswirkungen der Behinderung im gesamten täglichen Leben beseitigt oder mildert und damit ein Grundbedürfnis des täglichen Lebens betrifft (stRspr; vgl zuletzt BSGE 93, 176 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 7 jeweils RdNr 12 - schwenkbarer Autositz bei Wachkomaversorgung;… BSGE 91, 60 RdNr 9 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 3 RdNr 10 - RollstuhlLadeboy;… BSG SozR 3-2500 § 33 Nr. 31 S 185 - Rollstuhl-Bike;… BSG SozR 3-2500 § 33 Nr. 32 S 191 - Therapie-Tandem - jeweils mwN).Ausnahmen hiervon hat der Senat nur bei besonderen zusätzlichen Merkmalen gemacht - etwa im Hinblick auf die besonderen Entwicklungsanforderungen von Kindern und Jugendlichen (…vgl zB BSG SozR 3-2500 § 33 Nr. 46 S 259 mwN - behindertengerechtes Dreirad für Kinder) oder unter besonderen Umständen im Rahmen der medizinischen Versorgung (vgl BSGE 93, 176 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 7, jeweils RdNr 13 - schwenkbarer Autositz bei Wachkomaversorgung;… vgl auch Senatsurteil vom 20.11.2008 - B 3 KN 4/07 KR R -, zur Veröffentlichung in BSGE und SozR 4 vorgesehen [Urteilsabdruck RdNr 16] - Kraftknoten).
- BSG, 20.11.2008 - B 3 KN 4/07 KR R
Krankenversicherung - Kostenübernahme für ein Rollstuhlrückhaltesystem
Beim Ausgleich direkter oder indirekter Folgen einer Behinderung ist ein Hilfsmittel daher nur "erforderlich" iS von § 33 Abs. 1 Satz 1 SGB V, wenn es die Auswirkungen der Behinderung im gesamten täglichen Leben beseitigt oder mildert und damit ein Grundbedürfnis des täglichen Lebens betrifft (stRspr, vgl zuletzt BSGE 93, 176 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 7, jeweils RdNr 12 - schwenkbarer Autositz bei Wachkomaversorgung;… BSGE 91, 60 RdNr 9 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 3 RdNr 10 - RollstuhlLadeboy;… BSG SozR 3-2500 § 33 Nr. 31 S 185 - Rollstuhl-Bike;… BSG SozR 3-2500 § 33 Nr. 32 S 191 - Therapie-Tandem).Anders kann es sich dann verhalten, wenn die Krankenbehandlung besondere Anforderungen stellt und dem ausnahmsweise durch einen PKW-Transport Rechnung zu tragen ist (vgl BSGE 93, 176 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 7, jeweils RdNr 13 - schwenkbarer Autositz bei Wachkomaversorgung).
Denn die notwendige medizinische Versorgung ist grundlegende Voraussetzung, um die elementaren Bedürfnisse des täglichen Lebens befriedigen zu können (BSGE 93, 176 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 7, jeweils RdNr 12 - schwenkbarer Autositz bei Wachkomaversorgung).
- BSG, 20.11.2008 - B 3 KR 6/08 R
Krankenversicherung - Kostenübernahme für ein Rollstuhlrückhaltesystem
Beim Ausgleich direkter oder indirekter Folgen einer Behinderung ist ein Hilfsmittel daher nur "erforderlich" iS von § 33 Abs. 1 Satz 1 SGB V, wenn es die Auswirkungen der Behinderung im gesamten täglichen Leben beseitigt oder mildert und damit ein Grundbedürfnis des täglichen Lebens betrifft (stRspr, vgl zuletzt BSGE 93, 176 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 7, jeweils RdNr 12 - schwenkbarer Autositz bei Wachkomaversorgung;… BSGE 91, 60 RdNr 9 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 3 RdNr 10 - Rollstuhl-Ladeboy;… BSG SozR 3-2500 § 33 Nr. 31 S 185 - Rollstuhl-Bike;… BSG SozR 3-2500 § 33 Nr. 32 S 191 - Therapie-Tandem).Anders kann es sich dann verhalten, wenn die Krankenbehandlung besondere Anforderungen stellt und dem ausnahmsweise durch einen PKW-Transport Rechnung zu tragen ist (vgl BSGE 93, 176 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 7, jeweils RdNr 13 - schwenkbarer Autositz bei Wachkomaversorgung).
Denn die notwendige medizinische Versorgung ist grundlegende Voraussetzung, um die elementaren Bedürfnisse des täglichen Lebens befriedigen zu können (BSGE 93, 176 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 7, jeweils RdNr 12 - schwenkbarer Autositz bei Wachkomaversorgung).
- LSG Nordrhein-Westfalen, 22.02.2006 - L 11 (2) KR 107/05
Krankenversicherung
Nach der jüngsten Rechtsprechung des BSG (Urteile vom 16.09.2004, Az.: B 3 KR 19/03 R und B 3 KR 15/04 R) zähle die Möglichkeit, bei Krankheit oder Behinderung Ärzte und Therapeuten aufzusuchen zu den Grundbedürfnissen, denn die notwendige medizinische Versorgung sei grundlegende Voraussetzung, um die elementaren Bedürfnisse des täglichen Lebens befriedigen zu können.Ähnlich wie die in der Entscheidung des BSG vom 16.09.2004 (Az.: B 3 KR 19/03 R) klagende Versicherte sei der Kläger auf Grund seiner körperlichen Ausfälle aus eigenem Vermögen nicht mehr in der Lage, sich einen eigenen körperlichen Freiraum zu verschaffen, sodass die Fortbewegung nahezu ausschließlich dem Besuch bei Ärzten und Therapeuten dienen solle.
Dies sei dem Kläger anders als der Wachkomapatientin in der Entscheidung des BSG vom 16.09.2004 (Az.: B 3 KR 19/03 R) möglich.
Eine abweichende Beurteilung ergibt sich nach Auffassung des Senats auch nicht aus der Entscheidung des BSG vom 16.09.2004 (Az.: B 3 KR 19/03 R), in der das Aufsuchen von Ärzten und Therapeuten im Fall einer Wachkomapatientin als elementares Grundbedürfnis entscheidungserherbliche Bedeutung erlangt hat für die Zuerkennung eines schwenkbaren Autositzes im Rahmen der Hilfsmittelversorgung.
Insoweit geht es bereits um die Frage eines Behinderungsausgleichs, der von der dritten Alternative des § 33 Abs. 1 Satz 1 SGB V erfasst wird (BSG vom 16.09.2004, Az.: B 3 KR 19/03 R).
- BSG, 12.08.2009 - B 3 KR 11/08 R
Krankenversicherung - kein Anspruch auf Ausstattung einer …
Rechtsgrundlage des nunmehr allein streitigen Anspruchs auf Kostenerstattung ist § 13 Abs. 3 Satz 1 SGB V. Danach gilt: "Konnte die Krankenkasse eine unaufschiebbare Leistung nicht rechtzeitig erbringen oder hat sie eine Leistung zu Unrecht abgelehnt und sind dadurch Versicherten für die selbstbeschaffte Leistung Kosten entstanden, sind diese von der Krankenkasse in der entstandenen Höhe zu erstatten, soweit die Leistung notwendig war." Dabei ist es nach dem Gesetz unerheblich, ob die Aufwendungen vom Versicherten selbst oder von einem Angehörigen im Rahmen der Familienfürsorge getragen worden sind (BSGE 93, 176, 178 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 7).Nach ständiger Rechtsprechung gehören zu den allgemeinen Grundbedürfnissen des täglichen Lebens das Gehen, Stehen, Sitzen, Liegen, Greifen, Sehen, Hören, Nahrungsaufnehmen, Ausscheiden, die elementare Körperpflege, das selbstständige Wohnen sowie das Erschließen eines gewissen körperlichen und geistigen Freiraums (BSGE 93, 176, 180 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 7;… BSGE 91, 60, 63 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 3;… BSG SozR 3-3300 § 14 Nr. 14; stRspr).
Soweit überhaupt die Frage eines größeren Radius über das zu Fuß Erreichbare hinaus aufgeworfen worden ist, sind schon immer zusätzliche qualitative Momente verlangt worden (vgl BSGE 93, 176, 180 = SozR 4-2500 § 33 Nr. 7 zur Erreichbarkeit ambulanter medizinischer Versorgung für zu Hause gepflegte Wachkomapatientin).
- SG Regensburg, 14.07.2010 - S 2 KR 241/09
Krankenversicherung - Hilfsmittel - Leistungspflicht der Krankenkasse für die …
Dementsprechend habe das BSG im Verfahren B 3 KR 19/03 R im Falle einer Wachkomapatientin auch die Übernahme der Kosten für einen schwenkbaren Autositz bejaht, da nur so ein weitgehender Behinderungsausgleich hinsichtlich der Befriedigung eines körperlichen Freiraums gegeben gewesen sei.Soweit überhaupt die Frage eines größeren Radius über das zu Fuß Erreichbare hinaus aufgeworfen ist, sind schon immer zusätzliche qualitative Momente verlangt worden (BSG vom 25.06.2009, AZ. B 3 KR 2/08 R m.w.N; BSG SozR 4-2500 § 33 Nr. 7;… BSG SozR 3-2500 § 33 Nr. 27;… BSG SozR 3-2500 § 33 Nr. 46;… BSG SozR 2200 § 182b Nr. 13).
In diesem Zusammenhang hat das Bundessozialgericht bei einer Wachkomapatienten (BSG vom 16.09.2004, Aktenzeichen B 3 KR 19/03 R) die Versorgung mit einem schwenkbaren Autositz zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung bejaht, da die im vorliegenden Fall Versicherte als Wachkomapatientin mit multiplen Behinderungen einen eigenen körperlichen Freiraum überhaupt nicht mehr wahrnehmen konnte und die Fortbewegung ausschließlich dem Besuch bei Ärzten und Therapeuten dienen sollte.
Auch wenn das Bundessozialgesicht in vielen Entscheidungen das Argument der ersparten Aufwendungen nicht hat durchgreifen lassen, so hat es mit der Entscheidung vom 16.09.2004, B 3 KR 19/03 R im Fall der Wachkomapatienten unter Rn. 22 darauf hingewiesen, dass ein Pkw-Schwenksitz gegenüber einem professionellen Krankentransport ein kostengünstigeres Hilfsmittel darstellt.
In dieser Entscheidung war für das Gericht ausschlaggebend, dass beim Kläger als zusätzliches qualitatives Element vorlag, dass er sich unter der Woche in einem Internat befand, so dass ihm ein direkter Kontakt zu seinen Eltern in diesem Zeitraum verwehrt war, es dem Senat jedoch im höchsten Maße sinnvoll und notwendig erschien, einem zum Zeitpunkt des Erwerbs des Hilfsmittel neunjährigen Jungen einen Kontakt zu den Eltern zu ermöglichen, wobei dieser Kontakt genau wie der Arztbesuch in der Entscheidung des BSG mit dem Aktenzeichen B 3 KR 19/03 R in den Bereich der Grundbedürfnisse falle.
- SG Dresden, 31.05.2005 - S 25 KR 247/03 Auch die neuere Rechtsprechung des BSG ändere an die-ser Einschätzung nichts, weil im vorliegenden Fall die Krankenbehandlung des Klägers nicht in dem Maße wie bei der Versicherten in dem Verfahren des BSG mit dem Az. B 3 KR 19/03 R im Vordergrund stehe.
Dazu zählt nach der neusten Rechtsprechung des BSG, Urteil vom 16.09.2004, Az. B 3 KR 19/03 R, aber auch das Bedürfnis, bei Krankheit oder Behinde-rung Ärzte und Therapeuten aufzusuchen, weil die notwendige medizinische Versorgung grundlegende Voraussetzung ist, um die elementaren Bedürfnisse des täglichen Lebens befriedigen zu können.
Das BSG hat in seinem Urteil vom 16.09.2004, Az. B 3 KR 19/03 R, unter Bezug auf vor-herige Rechtsprechung des 8. Senats des BSG, festgestellt, dass ein schwenkbarer Autositz grundsätzlich als Hilfsmittel geeignet sein kann, weil er behinderungsbedingte Beeinträchtigungen eines Versicherten ausgleichen kann.
Dem Urteil vom 16.09.2004, Az. B 3 KR 19/03 R, kann das Erfordernis einer Intensivbehandlung nicht entnommen werden.
Zwar hat das BSG in seinem Urteil vom 16.09.2004, Az. B 3 KR 19/03 R, betont, dass die dortige Versicherte als Wachkomapatientin den Schwenksitz nur noch für den Transport zu Ärzten oder zu Therapien benötige.
- LSG Niedersachsen-Bremen, 24.08.2005 - L 4 KR 124/02
Krankenversicherung - Hilfsmittel - Kind - PKW-Kassettenlift - Transport von …
- BSG, 12.08.2009 - B 3 KR 8/08 R
Krankenversicherung - Versorgung eines gehunfähigen Versicherten mit …
- BSG, 29.04.2010 - B 3 KR 5/09 R
Krankenversicherung - schwerhöriger Versicherter - Anspruch auf Versorgung mit …
- BSG, 16.09.2004 - B 3 KR 15/04 R
Krankenversicherung - Erstattungsanspruch - Hilfsmittel - Behinderungsausgleich - …
- BSG, 03.08.2006 - B 3 KR 25/05 R
Krankenversicherung - Hilfsmittel
- BSG, 12.06.2008 - B 3 P 6/07 R
Deckenlifter keine Maßnahme zur Verbesserung des individuellen Wohnumfelds
- LSG Sachsen, 05.04.2006 - L 1 KR 79/05
- LSG Sachsen, 17.10.2007 - L 1 KR 18/06
- BSG, 25.06.2009 - B 3 KR 10/08 R
Krankenversicherung - Hilfsmittel - keine Übernahme der Mehrkosten einer …
- BSG, 20.11.2008 - B 3 KR 16/08 R
Krankenversicherung - Kostenübernahme für ein Rollstuhlrückhaltesystem
- BSG, 07.10.2010 - B 3 KR 5/10 R
Krankenversicherung - Kostenerstattung - Hilfsmittelversorgung - Notwendigkeit …
- BSG, 07.10.2010 - B 3 KR 13/09 R
Krankenversicherung - Hilfsmittel - keine Leistungspflicht der Krankenkassen für …
- BSG, 25.06.2009 - B 3 KR 19/08 R
Versorgung mit Badeprothesen
- BSG, 24.05.2006 - B 3 KR 16/05 R
Krankenversicherung - Ausstattung mit Liegedreirad anstelle eines …
- BSG, 12.08.2009 - B 3 P 4/08 R
Anspruch auf Einbau einer Deckenliftanlage als wohnumfeldverbessernde Maßnahme in …
- BSG, 24.05.2006 - B 3 KR 12/05 R
Krankenversicherung - Hilfsmittel - Ausstattung einer blinden und gehbehinderten …
- BSG, 17.06.2008 - B 1 KR 24/07 R
Krankenversicherung - Kostenerstattungsanspruch bei Maßnahmen zur künstlichen …
- LSG Rheinland-Pfalz, 03.04.2008 - L 5 KR 115/06
Anspruch eines behinderten Menschen auf eine mobile Rampe zur Teilhabe am …
- BSG, 10.11.2005 - B 3 KR 31/04 R
Krankenversicherung - Kostenübernahme - Reha-Kinderwagen - Kind mit …
- LSG Nordrhein-Westfalen, 14.06.2007 - L 2 KN 209/05
Krankenversicherung
- LSG Sachsen-Anhalt, 24.02.2010 - L 10 KR 47/07
- BSG, 02.02.2012 - B 8 SO 9/10 R
Sozialhilfe - Eingliederungshilfe - Übernahme der Kosten für den …
- LSG Baden-Württemberg, 26.09.2012 - L 2 SO 1378/11
- LSG Sachsen, 13.08.2009 - L 1 KR 41/09
Anspruch auf Hilfsmittelversorgung durch die gesetzliche Krankenversicherung; …
- BSG, 18.05.2011 - B 3 KR 7/10 R
Krankenversicherung - Versorgung von Erwachsenen mit Rollstuhl-Bike - …
- BSG, 18.05.2011 - B 3 KR 12/10 R
Anspruch auf Versorgung mit einem Rollstuhl-Bike aus der gesetzlichen …
- BSG, 11.11.2004 - B 9 V 3/03 R
Sachleistung - Kostenerstattung - Maß des Notwendigen - Wirtschaftlichkeitsgebot …
- BSG, 18.05.2011 - B 3 KR 10/10 R
Krankenkasse muss keinen Sportrollstuhl bezahlen // BSG weist zwölfjährigen …
- LSG Rheinland-Pfalz, 21.02.2008 - L 5 KR 129/07
Körperbehinderte Schüler haben Anspruch auf Zubehör für Rollstuhl
- LSG Schleswig-Holstein, 31.08.2005 - L 5 KR 73/03
Krankenversicherung - Hilfsmittel - schwenkbarer Autositz - Erforderlichkeit im …
- LSG Niedersachsen-Bremen, 25.02.2009 - L 1 KR 201/07
Krankenversicherung - Vorliegen einer an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit - …
- LSG Sachsen, 21.09.2011 - L 1 KR 226/10
Krankenversicherung - Erschließung eines körperlichen und geistigen Freiraums; …
- LSG Sachsen, 06.12.2012 - L 1 KR 189/10
- LSG Schleswig-Holstein, 31.08.2005 - L 5 KR 73/04
- BSG, 22.05.2009 - B 3 KR 54/08 B
Anspruch auf Hilfsmittelversorgung aus der gesetzlichen Krankenversicherung; …
- LSG Nordrhein-Westfalen, 22.02.2010 - L 20 SO 75/07
Sozialhilfe
- LSG Thüringen, 26.06.2012 - L 6 KR 616/08
- LSG Baden-Württemberg, 20.04.2006 - L 5 KR 512/06
Krankenversicherung - Notwendigkeit eines Hilfsmittels bei Erweiterung der …
- LSG Niedersachsen-Bremen, 25.02.2009 - L 1 KR 151/08
Krankenversicherung - Kostenübernahme - Gehörlosennotrufanlage
- LSG Nordrhein-Westfalen, 29.08.2012 - L 1 KR 616/11
Krankenversicherung
- VGH Baden-Württemberg, 28.02.2011 - 2 S 2806/10
Beihilfefähigkeit des behindertengerechten Umbaus eines Kraftfahrzeuges
- LSG Nordrhein-Westfalen, 15.09.2005 - L 16 KR 77/05
Krankenversicherung
- LSG Rheinland-Pfalz, 19.08.2005 - L 1 KR 42/04
Rollstuhlrückhaltesystem, Kraftknoten als Hilfsmittel der gesetzlichen …
- BSG, 27.07.2006 - B 3 KR 11/06 B
Kostenübernahme der Krankenversicherung für ein Therapie-Tandem
- LSG Rheinland-Pfalz, 20.10.2005 - L 5 KR 189/04
Anspruch auf Ausstattung mit einer Lifterwaage als Hilfsmittel aus der …
- BSG, 11.01.2006 - B 3 KR 44/05 B
Faltrollstuhl mit Elektrohilfsantrieb als Hilfsmittel der gesetzlichen …
- LSG Nordrhein-Westfalen, 08.03.2007 - L 16 KR 204/06
Krankenversicherung
- LSG Nordrhein-Westfalen, 17.03.2005 - L 16 KR 99/04
Katheterisierung im Kindergarten Kassenleistung
- LSG Nordrhein-Westfalen, 28.04.2005 - L 5 KR 228/03
Anspruch gegen die Krankenkasse auf Erstattung der Kosten einer täglichen …
- LSG Berlin-Brandenburg, 22.05.2008 - L 15 B 242/07
Grundsicherung; Schwerbehinderte; Hörgerät; Verpflichtung der beigeladenen …
- LSG Bayern, 09.10.2008 - L 4 KR 466/07
- LSG Baden-Württemberg, 24.08.2010 - L 11 KR 3089/09
Krankenversicherung - Hilfsmittel - Versorgung mit einem …
- LSG Nordrhein-Westfalen, 15.06.2005 - L 5 KR 141/04
Krankenversicherung
- LSG Bayern, 09.11.2006 - L 4 KR 249/05
- LSG Bayern, 09.01.2007 - L 5 KR 41/06
- SG Düsseldorf, 02.10.2008 - S 8 KR 142/05
Versorgung mit einem Therapierad als Hilfsmittel der gesetzlichen …
- LSG Berlin-Brandenburg, 18.02.2010 - L 9 KR 54/06
Hilfsmittelverzeichnis; Hilfsmittel; IMEG-Patienten-Monitor; Prozessstandschaft
- BSG, 04.08.2011 - B 3 KR 7/11 B
- LSG Nordrhein-Westfalen, 28.04.2005 - L 5 KR 105/04
Krankenversicherung
- LSG Bayern, 06.12.2005 - L 11 B 642/05
Vorläufige Gewährung eines behindertengerechten Autokindersitzes im Verfahren des …
- BSG, 20.12.2005 - B 3 KR 42/05 B
Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung im sozialgerichtlichen Verfahren
- LSG Baden-Württemberg, 02.11.2010 - L 11 KR 4896/10
Krankenversicherung - Kostenübernahme eines Multifunktionsrollstuhls für …
- LSG Sachsen, 16.05.2007 - L 1 KR 1/03
- BSG, 24.04.2008 - B 3 KR 24/07 B
Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenversicherung für eine Rauchmeldeanlage
- LSG Sachsen, 11.05.2011 - L 1 KR 8/11
- LSG Schleswig-Holstein, 15.12.2011 - L 5 KR 31/10
- LSG Baden-Württemberg, 10.05.2012 - L 11 KR 804/11
Krankenversicherung - Versorgung mit einem Blindenführhund
- LSG Sachsen, 16.03.2006 - L 1 B 210/05
- SG Hamburg, 31.03.2006 - S 28 KR 137/06
Schwerwiegende Erkrankung im Sinne von Off-Label-Use in der Krankenversicherung, …
- SG Karlsruhe, 08.08.2007 - S 5 KR 5364/06
Krankenversicherung - Doppelversorgung mit einem Therapiestuhl wegen …
- LSG Nordrhein-Westfalen, 24.03.2011 - L 5 KR 37/11
Krankenversicherung
- LSG Schleswig-Holstein, 12.05.2011 - L 5 KR 44/10
- SG Frankfurt/Main, 14.12.2009 - S 25 KR 479/08
Anspruch auf Versorgung mit einer myoelektrischen Armprothese mit i-Limb-Hand
- SG Aachen, 19.06.2010 - S 13 KR 23/10
Krankenversicherung
- LSG Baden-Württemberg, 20.04.2006 - L 5 KR 512/05
- SG Würzburg, 26.02.2008 - S 4 KR 136/07
- SG Potsdam, 18.08.2010 - S 3 KR 123/10
Hörgeräte; Festbetrag; Einstweiliger Rechtsschutz
- SG Duisburg, 25.03.2011 - S 9 KR 201/09
Krankenversicherung
- SG Detmold, 28.09.2011 - S 5 KR 614/10
Krankenversicherung
- SG Oldenburg, 21.03.2012 - S 61 KR 6/12
Krankenversicherung - Anspruch auf Hörgeräteversorgung - bestmögliche Angleichung …
- SG Oldenburg, 04.07.2012 - S 61 KR 221/10
Krankenversicherung - Erfüllung von Sachleistungsansprüchen - Auswahlermessen - …
- SG Halle, 03.05.2007 - S 17 KR 341/06
