Weitere Entscheidung unten: BFH, 15.02.2000

Rechtsprechung
   BFH, 19.01.2000 - I R 117/97   

Volltextveröffentlichungen (4)

Sonstiges (2)

  • nwb.de (Verfahrensmitteilung)

    AStG § 10 Abs 5, DBA-Irland Art 22 Abs 2a, AO 1977 § 42
    Außensteuerrecht; Basisgesellschaft; Gestaltungsmißbrauch; Mißbrauch; Schachtelbeteiligung; Zwischengesellschaft

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Zulässigkeit deutscher Abwehrgesetze gegenüber den Nutzern des irischen Niedrigsteuersystems" von RA Dr. Jens Hoffmann, original erschienen in: IWB 2007, 365 - 376.

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • BFH/NV 2000, 824



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Wird zitiert von ... (16)  

  • BFH, 25.02.2004 - I R 42/02  

    BFH hat seine bisherige Rechtsprechung zu den "Dublin Docks-Fällen" nochmals

    Die nicht nur vorüber gehend angelegte Beteiligung einer inländischen Kapitalgesellschaft an einer Kapitalgesellschaft im niedrig besteuerten Ausland innerhalb der Europäischen Gemeinschaft (hier: an einer gemeinschaftsrechtlich geförderten sog. IFSC-Gesellschaft in den irischen Dublin Docks) ist jedenfalls nicht deshalb missbräuchlich i.S. des § 42 Abs. 1 AO 1977, weil die Abwicklung der Wertpapiergeschäfte im Ausland durch eine Managementgesellschaft erfolgt (Bestätigung der Senatsurteile vom 19. Januar 2000 I R 94/97, BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und I R 117/97, BFH/NV 2000, 824).

    Einkünfte aus Dividenden werden nach Art. XXII Abs. 2 Buchst. a DBA-Irland auch dann von der deutschen Steuer freigestellt, wenn die Dividenden von einer irischen "Unlimited Company having a share capital" ausgeschüttet werden (Abweichung von den Senatsurteilen in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und in BFH/NV 2000, 824, und vom BMF-Schreiben vom 30. Juli 1999, BStBl I 1999, 698).

    Bei den irischen Anlagegesellschaften handelte es sich nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) um Kapitalanlagegesellschaften mit Sitz und Ort der Geschäftsleitung im International Finance and Service Centre (IFSC) in Dublin ("Dublin Docks"), gleichermaßen solchen wie jene Beteiligungsgesellschaften, über die der Senat in seinen Urteilen vom 19. Januar 2000 I R 94/97 (BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222) und I R 117/97 (BFH/NV 2000, 824) zu entscheiden hatte.

    Das FG folgte den Grundsätzen der Senatsurteile in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222 und in BFH/NV 2000, 824: Es ging davon aus, dass die Einschaltung der C und der W nicht gestaltungsmissbräuchlich sei.

    Auf dieser Grundlage ist das FG der bisherigen Rechtsprechung des Senats zur Einschaltung sog. Dublin-Docks-Gesellschaften in den Urteilen in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222 und in BFH/NV 2000, 824 gefolgt.

    Der Senat hat sich mit ihnen bereits auseinander gesetzt, so dass es, um Wiederholungen zu vermeiden, im Wesentlichen genügt, auf die zitierten Urteile in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222 und in BFH/NV 2000, 824 zu verweisen.

    Vor diesem Hintergrund können die Sachverhalte, die den Urteilen in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222 und in BFH/NV 2000, 824 zugrunde lagen, und der Sachverhalt, über den im Streitfall zu entscheiden ist, nicht unterschiedlich beurteilt werden.

    Da sich die Vorinstanz in vollem Umfang den Senatsurteilen in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222 und in BFH/NV 2000, 824 angeschlossen und der Klägerin das Schachtelprivileg des Art. XXII Abs. 2 Satz 1 Buchst. a Doppelbuchst.

  • FG Baden-Württemberg, 28.06.2001 - 6 K 490/97  

    Steuerliche Behandlung irischer Kapitalanlagegesellschaften weiter strittig

    Aufgrund dieser Umstände entwickelten sowohl die Banken des ... als auch andere Bankengruppen das hier streitige Kapitalanlagemodell, über das der Bundesfinanzhof (BFH) bereits durch zwei Urteile (Irland I und Irland II) vom 19.01.2000 I R 94/97 (BFHE 191, 257 , BStBl II 2001, 222) und I R 117/97 (BFH/NV 2000, 824 ) entschied.

    Durch Schriftsatz vom 13.11.2000, auf den Bezug genommen wird, wies die Klin darauf hin, dass das hier streitige Modell mit dem vom BFH in den Urteilen vom 19.01.2000 I R 94/97 und I R 117/97 a.a.O. entschiedenen Modell übereinstimme und die vom BFH wiedergegebenen Entscheidungsgründe deshalb in gleicher Weise gelten.

    Dies hatte der BFH in den zitierten Urteilen vom 19.01.2000 I R 94/97 und I R 117/97 a.a.O. ausdrücklich verneint.

    Der Bundesfinanzhof hat zur Einschaltung irischer Kapitalanlagegesellschaften in seinen Urteilen vom 19.1.2000 I R 94/97 BStBl II 2001, 222 und I R 117/97 IStR 2000, 192 ff verneint, dass die Voraussetzungen des § 42 AO vorliegen und hierzu folgende Rechtsgrundsätze aufgestellt:.

    und PLC., nicht aber bei der Limited Partnership (abgekürzt: Ltd.), auch nicht bei der Unlimited Company, unabhängig davon, dass letztere als inländische juristische Person i. S. von § 1 Abs. 1 KStG zu qualifizieren und dementsprechend zu besteuern ist (vgl. BFH-Urteil vom 24. Oktober 1984 I R 228/81, nicht veröffentlicht; Rosenthal in Debatin/Wassermeyer, a.a.O., Vor Art. 1 Irland Rz. 17; Beckmann, daselbst, Vor Art. 1 Großbritannien Rz. 11; FinMin Mecklenburg-Vorpommern, Erlass vom 9. August 1995, Recht der Internationalen Wirtschaft - RIW- 1995, 961; Oberfinanzdirektion Koblenz, Verfügung vom 8. August 1997, RIW 1997, 1066; Zum Vorstehenden BFH-Urteile vom 19. Januar 2000 I R 94/97 BStBl II 2001, 222 mit Nichtanwendungserlaß vom 19.3.2001, BStBl I 2001, 243 und I R 117/97 IStR 2000, 182 ff, HFR 2000, 553).

    Der BFH kannte in der Entscheidung I R 117/97 a.a.O. die abweichende Auffassung von Häuselmann in IStR 2000, 8, legt jedoch die englische Originalfassung seiner Auslegung zugrunde.

    Der BFH hat im Urteil I R 117/97 a.a.O. als Indiz darauf abgestellt, dass nur solche Kapitalgesellschaften begünstigt sind, die die 1%igen Verkehrssteuern zahlen.

    Nach den Grundsätzen des BFH im Urteil I R 117/97 a.a.O. spricht dies ebenfalls dafür, dass die Schachtelbegünstigung im Streitfall nicht zu gewähren ist.

    Die Revision war nicht zuzulassen, da die Rechtsfragen sämtlich vom BFH mit den Entscheidungen I R 117/97 a.a.O. und I R 94/97 a.a.O. sowie bezüglich der Frage des Vertrauensschutzes durch die übrigen, zitierten Entscheidungen des BFH entschieden sind, so dass eine grundsätzliche Bedeutung nach Auffassung des Senats nicht vorliegt und der Senat nicht von einer Entscheidung des BFH abweicht.

  • BFH, 20.03.2002 - I R 63/99  

    Zum Verhältnis der Hinzurechnungsbesteuerung nach § 7 AStG zu 42 AO

    b) Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung (vgl. Senatsurteile vom 29. Januar 1975 I R 135/70, BFHE 115, 107, BStBl II 1975, 553; vom 5. März 1986 I R 201/82, BFHE 146, 158, BStBl II 1986, 496; vom 10. Juni 1992 I R 105/89, BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029; vom 23. Oktober 1992 I R 40/89, BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026; vom 19. Januar 2000 I R 94/97, BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und I R 117/97, BFH/ NV 2000, 824; BFH-Urteile vom 29. Juli 1976 VIII R 142/73, BFHE 120, 116, BStBl II 1977, 263; vom 9. Dezember 1980 VIII R 11/77, BFHE 132, 198, BStBl II 1981, 339) erfüllt die Zwischenschaltung von Basisgesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft im niedrig besteuernden Ausland den Tatbestand des Rechtsmissbrauchs, wenn für ihre Zwischenschaltung wirtschaftliche oder sonst beachtliche Gründe fehlen.

    Entscheidend ist vielmehr, dass die A sowohl in eigenem Namen als auch für eigene Rechnung handelte, auch dann, wenn sie sich dabei dritter und entsprechend versierter Fachkräfte gegen Leistung entsprechender (angemessener) Entgelte bediente, die jedoch nicht der Klägerin zugerechnet werden können (vgl. auch Senatsurteile in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und in BFH/ NV 2000, 824, jeweils unter II. 1. c aa der Entscheidungsgründe).

    Um § 42 AO 1977 daneben anwenden zu können, müssen deshalb weitere Umstände hinzutreten, die die Gestaltung als missbräuchlich kennzeichnen, was namentlich bei Einschaltung bloßer Briefkastenfirmen der Fall ist (vgl. Senatsurteile in BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029, in BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026, in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und in BFH/ NV 2000, 824).

    Der spezielleren Vorschrift kommt hiernach im Hinblick auf die allgemeine Regelung eine Abschirmwirkung zu (Senatsurteile in BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029, in BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026, in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und in BFH/ NV 2000, 824; vom 17. Mai 2000 I R 19/98, BFHE 192, 282, BStBl II 2000, 619).

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Rechtsprechung
   BFH, 15.02.2000 - V B 152/99   

Volltextveröffentlichungen (4)

Zeitschriftenfundstellen

  • BFH/NV 2000, 824



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Wird zitiert von ... (8)  

  • BFH, 04.12.2000 - V B 15/00  

    GmbH-GF nicht selbständig tätig

    Abgesehen davon rechtfertigt eine (behauptete) Abweichung eines FG-Urteils von einer Entscheidung des EuGH keine Zulassung der Revision nach § 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO (vgl. BFH-Beschluss vom 15. Februar 2000 V B 152/99, BFH/NV 2000, 824).
  • BFH, 10.03.2006 - V B 81/05  

    Vorsteuer - grundsätzliche Bedeutung

    Die Klägerin meint, das angegriffene Urteil verstoße gegen die bisherige Rechtsprechung des BFH, hat aber nicht --wie für die Darlegung einer Divergenz erforderlich-- einander widersprechende Rechtssätze aus einem BFH-Urteil und der Vorentscheidung gegenübergestellt (vgl. dazu BFH-Beschlüsse vom 15. Februar 2000 V B 152/99, BFH/NV 2000, 824; vom 27. Juni 2003 V B 75/02, BFH/NV 2003, 1590, unter II. 2. b).
  • BFH, 06.06.2001 - V B 158/00  
    a) Eine Abweichung von einer Entscheidung des EuGH rechtfertigt keine Zulassung der Revision nach § 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO a.F.; insoweit käme allenfalls eine Zulassung wegen grundsätzlicher Bedeutung in Betracht (vgl. BFH-Beschluss vom 15. Februar 2000 V B 152/99, BFH/NV 2000, 824).
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  • BFH, 18.09.2001 - V B 205/00  

    Nachzahlungszinsen; sog. Null-Situation

    Daraus folgt, dass die Verzinsung in Fällen der vorliegenden Art nicht sachlich unbillig ist (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 15. Februar 2000 V B 152/99, BFH/NV 2000, 824, m.w.N.).
  • BFH, 25.09.2000 - V B 11/00  

    Grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache; Zuordnung eines Leistungsbezugs zum

    Insoweit käme allenfalls eine Zulassung wegen grundsätzlicher Bedeutung in Betracht (vgl. BFH-Beschlüsse vom 28. April 1999 V B 129/98, BFH/NV 1999, 1390; vom 15. Februar 2000 V B 152/99, BFH/NV 2000, 824).
  • FG Münster, 17.01.2002 - 5 K 2743/01  

    Kein Erlassanspruch bei unberechtigt geltend gemachter Vorsteuer

    Da Zinsen gem. § 233 a AO nicht den Charakter von USt haben, liegt ohnehin kein Wertungswiderspruch zum EG-Recht vor, vgl. BFH in BFH/NV 2000, 824.
  • BFH, 06.06.2001 - V B 159/00  
    a) Eine Abweichung von einer Entscheidung des EuGH rechtfertigt keine Zulassung der Revision nach § 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO a.F.; insoweit käme allenfalls eine Zulassung wegen grundsätzlicher Bedeutung in Betracht (vgl. BFH-Beschluss vom 15. Februar 2000 V B 152/99, BFH/NV 2000, 824).
  • BFH, 18.09.2001 - V B 205/01  
    Daraus folgt, dass die Verzinsung in Fällen der vorliegenden Art nicht sachlich unbillig ist (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 15. Februar 2000 V B 152/99, BFH/NV 2000, 824 , m.w.N.).
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