Rechtsprechung
   BFH, 22.01.1981 - IV R 107/77   

Volltextveröffentlichungen (3)

Kurzfassungen/Presse

  • NWB SteuerXpert START (Leitsatz)

    EStG § 4 Abs. 1
    Ein GmbH-Anteil gehört nicht zum Betriebsvermögen eines Steuerberaters, wenn der Betrieb der GmbH der steuerberatenden Tätigkeit wesensfremd ist

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 133, 168
  • NJW 1981, 2488
  • ZIP 1981, 907
  • BStBl II 1981, 564



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Wird zitiert von ... (39)  

  • FG Baden-Württemberg, 29.01.2008 - 4 K 281/04  

    Zur Frage des Betriebsausgabenabzugs, wenn ein Rechtsanwalt aus einer zugunsten

    Dies ist bei Zahlungen aufgrund einer Beteiligung oder einer Bürgschaft des Mitunternehmers dann der Fall, wenn es sich bei der Beteiligung bzw. der Bürgschaft um Sonderbetriebsvermögen des Steuerpflichtigen handelt (vgl. BFH-Urteil vom 22. Januar 1981 IV R 107/77, BStBl II 1981, 564).

    Beteiligungen von Freiberuflern an Gesellschaften gehören grundsätzlich nur unter der Voraussetzung zum - notwendigen oder gewillkürten - Betriebsvermögen, dass der Betrieb der Gesellschaft der betreffenden Tätigkeit des Freiberuflers nicht wesensfremd ist (für Beteiligungen an Kapitalgesellschaften: vgl. BFH-Urteile vom 11. März 1976 IV R 185/71, BStBl II 1976, 380;vom 23. November 1978 IV R 146/75, BStBl II 1979, 109 undvom 22. Januar 1981 IV R 107/77, BStBl II 1981, 564; vgl. auch BFH-Urteil vom 9. Oktober 1986 IV R 57/83, BFH/NV 1987, 708).

    Denn bei der Ausübung eines freien Berufs stehen grundsätzlich die eigene Arbeitskraft des Steuerpflichtigen sowie der Einsatz seines geistigen Vermögens und der durch eine qualifizierte Ausbildung erworbenen Kenntnisse im Vordergrund (vgl. BFH-Urteile vom 28. Januar 1960 IV 109/59 U, BStBl III 1960, 172; vom 9. September 1965 IV 245/63, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung - HFR - 1966, 73; vom 11. Januar 1966 I 53/63, BStBl III 1966, 218;vom 22. Januar 1981 IV R 107/77, BStBl II 1981, 564;vom 9. Oktober 1986 IV R 57/83, BFH/NV 1987, 708;vom 24. Februar 2000 IV R 6/99, BStBl II 2000, 297 undvom 31. Mai 2001 IV R 49/00, BStBl II 2001, 828).

    Denn das Ziel, mittels einer Beteiligung an einem Unternehmen oder einer anderen wirtschaftlichen Betätigung Mandate für die freiberufliche Tätigkeit zu erlangen, schafft keinen ausreichend engen Zusammenhang mit der freiberuflichen Tätigkeit und damit keine Qualifizierung der Beteiligung als notwendiges Betriebsvermögen (BFH-Urteile vom 22. Januar 1981 IV R 107/77, BStBl II 1981, 564 undvom 9. Oktober 1986 IV R 57/83, BFH/NV 1987, 708).

    Ein Freiberufler kann daher nicht in demselben Umfang wie ein Gewerbetreibender gewillkürtes Betriebsvermögen bilden (BFH-Urteile vom 22. Januar 1981 IV R 107/77, BStBl II 1981, 564;vom 24. August 1989 IV R 80/88, BStBl II 1990, 17 undvom 31. Mai 2001 IV R 49/00, BStBl II 2001, 828, jeweils m.w.N.).

  • BFH, 31.05.2001 - IV R 49/00  

    Betriebsvermögen - Beteiligung an Aktiengesellschaft Betriebsvermögen?

    a) Der BFH hat "Geldgeschäfte" eines Freiberuflers wie die Gewährung von Darlehen, die Übernahme einer Bürgschaft oder die Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft generell als berufsfremde Vorgänge bezeichnet, die in der Gewinnermittlung außer Betracht bleiben müssen (BFH-Urteile vom 28. Januar 1960 IV 109/59 U, BFHE 70, 456, BStBl III 1960, 172; vom 9. September 1965 IV 245/63, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung --HFR-- 1966, 73; vom 11. Januar 1966 I 53/63, BFHE 85, 13, BStBl III 1966, 218; vom 22. Januar 1981 IV R 107/77, BFHE 133, 168, BStBl II 1981, 564; vom 9. Oktober 1986 IV R 57/83, BFH/NV 1987, 708).

    Selbst ein bilanzierender Angehöriger der freien Berufe kann nicht in demselben Umfang gewillkürtes Betriebsvermögen bilden wie ein Gewerbetreibender; vielmehr wird der Umfang des Betriebsvermögens durch die Erfordernisse des Berufs begrenzt (BFH-Urteile in BFHE 133, 168, BStBl II 1981, 564; in BFHE 158, 254, BStBl II 1990, 17).

  • BFH, 23.05.1985 - IV R 198/83  

    Beteiligung eines Steuerberaters an einer Kapitalgesellschaft notwendiges

    Zu beachten ist dabei jedoch, daß nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) Geldgeschäfte, so auch die Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft und die damit verknüpfte Darlehensgewährung oder Bürgschaftsübernahme bei Angehörigen eines freien Berufs, so auch bei einem Steuerberater, im Regelfalle nicht betrieblich veranlaßt sind, weil sie nicht dem Berufsbild eines freien Berufs, so auch dem des Steuerberaters, entsprechen, und die einkommensteuerrechtlichen Begriffe der Betriebsausgaben und des notwendigen Betriebsvermögens nicht umfassender sein können als der durch das jeweilige freiberufliche Berufsbild geprägte einkommensteuerrechtliche Begriff des Betriebs eines freien Berufs (vgl. z. B. Urteil vom 22. Januar 1981 IV R 107/77, BFHE 133, 168, BStBl II 1981, 564; ferner die Nachweise im Urteil vom 15. Oktober 1981 IV R 77/76, BFHE 135, 175, 177, BStBl II 1982, 340).

    Andererseits hat die Rechtsprechung des BFH aber stets betont, daß ein Geldgeschäft nicht schon deshalb notwendiges Betriebsvermögen eines Rechtsanwalts oder Notars oder Steuerberaters begründet, weil dieser das Geldgeschäft tätigt, um einen Mandanten neu zu gewinnen oder zu behalten (z. B. Urteile in BFHE 133, 168, 171, BStBl II 1981, 564 für die Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft, und vom 9. September 1965 IV 245/63, Steuerrechtsprechung in Karteiform, Einkommensteuergesetz, § 18, Rechtsspruch 379 für die Übernahme einer Bürgschaft).

    Darüber hinaus ist zwischen Maßnahmen zur Gewinnung neuer Mandanten (vgl. BFHE 133, 168, BStBl II 1981, 564) und zur Erhaltung der bisherigen Mandanten kein so wesentlicher Unterschied, daß eine unterschiedliche einkommensteuerrechtliche Beurteilung von Geldgeschäften mit der Zielrichtung der Gewinnung neuer Mandanten oder der Erhaltung der bisherigen Klientel zu rechtfertigen wäre.

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