Rechtsprechung
   BFH, 25.06.1984 - GrS 4/82   

Volltextveröffentlichungen (3)

  • Simons & Moll-Simons

    FGO § 11 Abs. 3 und 4, § 122 Abs. 2; AO 1977 § 176 Abs. 2, § 227 Abs. 1; GG Art. 108 Abs. 7; EStG 1969 und 1971 § 2 Abs. 3 Nr. 2, § 15 Nrn. 1 und 2; KStG 1968 § 1 Abs. 1 Nrn. 1 und 5, § 3 Abs. 1; KStG 1968 § 16

  • Alpmann Schmidt

    AO (1977) § 176 Abs. 2,§ 227 Abs. 1; EStG (1969, 1971) § 2 Abs. 3 Nr. 2,§ 15 Nr. 1,2; - FGO § 11 Abs. 3, 4, § 122 Abs. 2; GG Art. 108 Abs. 7; KStDV (1968) § 16; KStG (1968) § 1 Abs. 1 Nr. 1,5,§ 3 Abs. 1

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Kurzfassungen/Presse

Sonstiges

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Zusammenfassung von "Keine Liebhaberei bei Vermietung auf Dauer?" von Michael Stein, original erschienen in: DStZ 2004, 189 - 195.

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 141, 404
  • BFHE 141, 405
  • NJW 1985, 93
  • BStBl II 1984, 751
  • BStBl II 1984, 768
  • BStBl II 1985, 751
  • BStBl II 1994, 751



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Wird zitiert von ... (1139)  

  • BFH, 03.07.1995 - GrS 1/93  

    Gewerblicher Grundstückshandel des Gesellschafters einer GbR

    Der Kläger hat u.a. vorgetragen: Nach dem Beschluß des Großen Senats des BFH vom 25. Juni 1984 GrS 4/82 (BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751) sowie nach in der Literatur herrschender Meinung biete § 39 Abs. 2 Nr. 2 der Abgabenordnung (AO 1977) keine rechtliche Handhabe, Geschäftsvorfälle der Personengesellschaft den einzelnen Gesellschaftern anteilig zuzurechnen.

    Nach dem Beschluß des Großen Senats in BFHE 141, 405, 427, BStBl II 1984, 751 (unter C. III. 3. b, aa, m.w.N. der Rechtsprechung) ist ein Gewerbebetrieb anzunehmen, wenn eine Tätigkeit ("Unternehmen" im funktionellen Sinne) die Voraussetzungen des --im Streitjahr anwendbaren-§ 1 der Gewerbesteuer-Durchführungsverordnung --GewStDV-- (s. nunmehr § 2 Abs. 1 GewStG i.V.m. § 15 Abs. 2 EStG) erfüllt und sich die Tätigkeit nach den Umständen des Einzelfalles nicht als private Vermögensverwaltung darstellt.

    Nach der --in dieser Hinsicht nicht einheitlichen--Rechtsprechung des BFH bis zur Aufgabe der sog. Gepräge-Rechtsprechung mit Beschluß des Großen Senats in BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751 konnte die Gesellschaft die zu einem Gewerbebetrieb führenden Merkmale auch von der Tätigkeit oder der rechtlichen Einordnung der Gesellschafter empfangen (z.B. BFH-Urteile vom 18. Februar 1976 I R 116/75, BFHE 118, 559, 561, BStBl II 1976, 480; vom 31. Januar 1980 IV R 13/76, BFHE 130, 34, 37, BStBl II 1980, 318; s. aber auch BFH-Urteil vom 23. Februar 1977 I R 28/75, BFHE 122, 135, 138, BStBl II 1977, 552).

    Unter Bezugnahme auf den Beschluß des Großen Senats des BFH in BFHE 141, 405, 425, 439, BStBl II 1984, 751, 761 f. hat der BFH entschieden: Werden Immobilienobjekte von einer Personengesellschaft oder einer wirtschaftlich vergleichbaren Rechtsgemeinschaft veräußert, kommt es darauf an, ob die Gesellschaft oder Gemeinschaft die eine Gewerblichkeit begründenden Tatbestandsmerkmale verwirklicht.

    Diese rechtliche Behandlung ergebe sich zwingend aus dem Beschluß des Großen Senats in BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 741 (unter C. III. 3. a).

    Der Beteiligte an einer gewerblich tätigen Personengesellschaft oder an einem wirtschaftlich vergleichbaren Gemeinschaftsverhältnis (vgl. BFHE 141, 405, 439, BStBl II 1984, 751, unter C. V. 3. b bb) erzielt selbst nach näherer Maßgabe des § 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG Einkünfte aus Gewerbebetrieb.

    Solche Merkmale sind insbesondere die Verwirklichung oder Nichtverwirklichung des Tatbestands einer bestimmten Einkunftsart und das Erzielen von Gewinn oder Überschuß im Rahmen dieser Einkunftsart" (Beschluß des Großen Senats in BFHE 141, 405, 426, BStBl II 1984, 751, unter C. III. 3. a; vgl. ferner Beschluß vom 19. August 1986 IX S 5/83, BFHE 147, 453, 456 f., BStBl II 1987, 212; Urteile vom 7. April 1987 IX R 103/85, BFHE 150, 124, 126 f., BStBl II 1987, 707; in BFHE 163, 66, 67, BStBl II 1991, 345).

    Dazu bedarf es keiner Zurechnung der einzelnen Geschäftsvorfälle der Gesellschaft an die Gesellschafter (Beschluß in BFHE 141, 405, 426, BStBl II 1984, 751, unter C. III. 3. a aa (2); Urteil vom 16. Juni 1994 IV R 48/93, BFHE 175, 109).

    Die Personengesellschaft ist Steuerrechtssubjekt bei der Feststellung der Einkunftsart und der Einkünfteermittlung (BFHE 141, 405, 425, BStBl II 1984, 751; Beschluß vom 2. September 1985 IV B 51/85, BFHE 144, 432, BStBl II 1986, 10).

    Der Große Senat ist in seinem Beschluß in BFHE 141, 405, 429, BStBl II 1984, 751 (unter C. III. 3. b bb (3)) davon ausgegangen, daß der Grundsatz der "Einheit der Gesellschaft" keine uneingeschränkte Geltung haben kann.

  • BFH, 24.06.1985 - GrS 1/82  

    Anrufungsbeschluß des I. Senats in Sachen Mitunternehmerbesteuerung

    Das Anrufungsverfahren ist erledigt (Parallelverfahren zu GrS 4/82 - Beschluß vom 25. Juni 1984, BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751 - betreffend Aufgabe der Gepräge-Rechtsprechung u. a.).«.

    Der Große Senat beschließt in seiner Besetzung gemäß § 11 Abs. 2 Satz 1 FGO und ohne mündliche Verhandlung (Art. 1 Nr. 2 des Gesetzes zur Entlastung des Bundesfinanzhofs -BFH-EntlastG-) darüber, welcher Senat berechtigt ist, nach § 11 Abs. 2 Satz 2 FGO einen weiteren Richter zu entsenden (BFH-Beschluß vom 25. Juni 1984 GrS 4/82, BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751 mit weiteren Nachweisen) -s. unten unter B.II.--.

    Das Entsendungsrecht des VIII. Senats wäre nicht berührt, wenn die Anrufung Rechtsfragen enthielte, die mit Rechtsfragen in einer vorübergehend gleichzeitig beim Großen Senat anhängigen Vorlage des IV. Senats in dem Verfahren GrS 4/82 inhaltsgleich wären.

    Zur Begründung wird auf den Beschluß des Großen Senats in BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751 unter B.IV.1.

    Die Anrufung ist in beiden Rechtsfragen gegenstandslos geworden, weil über diese Rechtsfragen im Beschluß des Großen Senats in BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751 entschieden wurde und es einer erneuten Entscheidung nicht bedarf.

    Die Rechtsfragen Nrn.1 und 2 des Anrufungsbeschlusses sind inhaltsgleich mit den im Beschluß des Großen Senats in BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751 entschiedenen Rechtsfragen Nrn.3 und 4.

    Die Inhaltsgleichheit der vorgelegten Rechtsfrage Nr. 1 und der im Beschluß in BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751 entschiedenen Rechtsfrage Nr. 3 ist offenkundig.

    Inhaltsgleichheit ist auch bei der vorgelegten Rechtsfrage Nr. 2 und der im Beschluß in BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751 entschiedenen Rechtsfrage Nr. 4 gegeben.

    Die Vorlagefrage Nr. 2 stimmt somit überein mit der im Beschluß in BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751 entschiedenen Rechtsfrage Nr. 4, die ebenfalls darauf gerichtet war, ob das bloße Streben nach einer Vermögensmehrung bei den Gesellschaftern durch Minderung der Personensteuern das Merkmal der Gewinnerzielungsabsicht in § 1 Abs. 1 GewStDV erfüllt.

    Die Vorlage enthält keine Gesichtspunkte, die im Beschluß in BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751 unberücksichtigt geblieben wären.

    In dem Anrufungsbeschluß hatte der I. Senat in beiden Vorlagefragen den Standpunkt der früheren Rechtsprechung vertreten, der vom Großen Senat aber im Beschluß in BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751 nicht bestätigt wurde.

    Der VIII. Senat hat daraufhin keine Erklärung des Inhalts abgegeben, daß er ungeachtet der Entscheidung in BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751 auf einer sachlichen Entscheidung des Großen Senats in dem vorliegenden Anrufungsverfahren bestehe.

    Sein Stillschweigen ist dahin zu deuten, daß der VIII. Senat sich an die Entscheidung in BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751 gebunden sieht und das Anrufungsverfahren als durch diese Entscheidung sachlich erledigt betrachtet.

    In einem solchen Falle hat der Große Senat die Befugnis, von sich aus festzustellen, daß mit der Entscheidung in BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751 das vorliegende Anrufungsverfahren gegenstandslos geworden ist.

  • BFH, 25.02.1991 - GrS 7/89  

    Tätigkeitsvergütung bei doppelstöckiger Personengesellschaft

    Davon gehe auch der Große Senat im Beschluß vom 25. Juni 1984 GrS 4/82 (BFHE 141, 405, 426, BStBl II 1984, 751, 761) aus.

    Sie gelte vielmehr nur bezüglich der einheitlichen Bestimmung der Einkunftsart (Hinweis auf Beschluß in BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751, 764).

    Der Steuerbilanzgewinn der Gesellschaft wird auf der Grundlage der aus der Handelsbilanz abgeleiteten Steuerbilanz ermittelt und nach dem handelsrechtlichen Gewinnverteilungsschlüssel den Gesellschaftern (Mitunternehmern) zugerechnet (BFH-Beschluß in BFHE 141, 405, 426, BStBl II 1984, 751; BFH- Urteil vom 21. April 1988 IV R 80/86, BFHE 153, 555, 557, BStBl II 1988, 883).

    Damit stimmt überein, daß die Vorschrift nur auf Mitunternehmer angewendet werden kann (BFH-Beschluß in BFHE 141, 405, 438, BStBl II 1984, 751).

    Auf der Annahme einer eigenen Rechtszuständigkeit der Personenhandelsgesellschaft beruht ferner die Aufgabe der sog. Geprägerechtsprechung im Beschluß in BFHE 141, 405, 431, BStBl II 1984, 751, 764).

    Nach dem Beschluß des Großen Senats in BFHE 141, 405, 438, BStBl II 1984, 751, 768 (vgl. auch Abschn. 138 Abs. 1 Satz 1 EStR 1990) kann Mitunternehmer i. S. des § 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG nur sein, wer zivilrechtlich Gesellschafter einer Personengesellschaft ist oder - in Ausnahmefällen - wer als Teilhaber einer Gemeinschaft eine einem Gesellschafter wirtschaftlich vergleichbare Stellung innehat.

    Denn was im einzelnen zu den Einkünften aus Gewerbebetrieb gehört, läßt sich aus § 2 Abs. 1 Satz 1 EStG nicht entnehmen, sondern ergibt sich aus § 15 (i. V. m. § 16 und § 24) EStG (Beschluß in BFHE 141, 405, 434, BStBl II 1984, 751, 766; L. Schmidt, a. a. O., § 15 Anm. 1).

    Für Treuhandverhältnisse hat der Große Senat im Beschluß in BFHE 141, 405, 439, BStBl II 1984, 751 ausdrücklich ausgesprochen, daß der Treugeber einem Gesellschafter gleichzustellen sei.

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