Rechtsprechung
   BGH, 05.07.2007 - 4 StR 549/06   

Volltextveröffentlichungen (7)

  • HRR Strafrecht

    § 228 StGB; § 223 StGB; § 222 StGB; § 15 StGB; § 16 Abs. 1 StGB; § 227 StGB; § 338 Nr. 5 StPO; § 231 Abs. 2 StPO
    Hypothetische Einwilligung bei ärztlichen Operationen (ärztlicher Heileingriff); fahrlässige Tötung; vorsätzliche Körperverletzung mit Todesfolge; Anwesenheit des Angeklagten (eigenmächtiges Ausbleiben).

  • openjur.de
  • bundesgerichtshof.de
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  • strafrecht-online.de

    § 227 StGB; § 231 Abs. 2 StPO; § 338 Nr. 5 StPO
    Voraussetzungen des Rechtfertigungsgrundes der mutmaßlichen Einwilligung in einen ärztlichen Heileingriff - Aufklärungsanforderungen bei kosmetischen Operationen - Voraussetzungen des Rechtfertigungsgrundes der Einwilligung in einen ärztlichen Heileingriff - Bewertung des Ausbleibens des Angeklagten in der Hauptverhandlung wegen einer akuten Erkrankung

  • NWB SteuerXpert START

    StPO § 338 Nr. 5, § 231 Abs. 2; StGB § 227

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    StGB § 223 Abs. 1 § 228
    Strafbarkeit eines ärztlichen Heileingriffs bei fehlender Einwilligung des Patienten

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

Kurzfassungen/Presse (7)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Strafsache gegen Schönheitschirurgen muss neu verhandelt werden

  • 123recht.net (Pressemeldung, 5.7.2007)

    Chirurg muss wegen tödlicher Fettabsaugung harte Strafe befürchten // Karlsruher Richter heben bisherige Verurteilung auf

  • wkdis.de (Pressemitteilung)

    Strafsache gegen Schönheitschirurgen muss neu verhandelt werden

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  • ra-staudte.de (Kurzinformation)

    StGB §§ 222, 228
    Körperverletzung mit Todesfolge nach Überdosierung der Narkosemedikamente während Fettabsaugung-OP; Medizinrecht

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Schönheitschirurg: Strafsache muss neu verhandelt werden

  • arzthaftung-aktuell.de (Kurzinformation)

    Hypothetische Einwilligung nur bei Durchführung einer kunstgerechten Behandlung

  • rechtsanwalt-cordes.de (Leitsatz)

    Hypothetische Einwilligung in ärztlichen Eingriff

Sonstiges (2)

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 5.7.2007, Az.: 4 StR 549/06 (Einwilligung und hypothetische Einwilligung bei ärztlichen Heileingriffen)" von RA Dr. David Herrmann, FAStrR und FAMedR, original erschienen in: StRR 2007, 353.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 05.07.2007, Az.: 4 StR 549/06 (Wirksamkeit einer hypothetischen Einwilligung in eine mit einem operativen Eingriff verbundene Körperverletzung)" von Prof. Dr. Detlev Sternberg-Lieben, original erschienen in: StV 2008, 190 - 193.

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHR StGB § 223 Abs. 1 Heileingriff 8
  • NStZ-RR 2007, 340
  • StV 2008, 189



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Wird zitiert von ... (6)  

  • BSG, 29.04.2010 - B 9 VG 1/09 R  

    Opferentschädigung - tätlicher Angriff - Vorsatz - Rechtswidrigkeit - ärztlicher

    2007 - 4 StR 549/06 - BGHR StGB § 223 Abs. 1 Heileingriff 8 = MedR 2008, 158, 159 [Fettabsaugung mit Todesfolge]; BGH, Urteil vom 23.10.2007 - 1 StR 238/07 - MedR 2008, 435, 436 ["Turboentzug"]; dazu auch Fischer, StGB, 57. Aufl 2010, § 223 RdNr 9, 15 ff, § 228 RdNr 12 ff).
  • BGH, 23.10.2007 - 1 StR 238/07  

    Körperverletzung mit Todesfolge (tatbestandsspezifischer Gefahrzusammenhang;

    Die Einwilligung kann aber wirksam nur erteilt werden, wenn der Patient in gebotener Weise über den Eingriff, seinen Verlauf, seine Erfolgsaussichten, Risiken und mögliche Behandlungsalternativen aufgeklärt worden ist (vgl. BGHR StGB § 223 Abs. 1 Heileingriff 4; BGH, Urt. vom 5. Juli 2007 - 4 StR 549/06 - Rdn. 16).

    Die Einwilligung kann aber wirksam nur erteilt werden, wenn der Patient in gebotener Weise über den Eingriff, seinen Verlauf, seine Erfolgsaussichten, Risiken und mögliche Behandlungsalternativen aufgeklärt worden ist (vgl. BGHR StGB § 223 Abs. 1 Heileingriff 4; BGH, Urt. vom 5. Juli 2007 - 4 StR 549/06 - Rdn. 16).

    Die Prüfung einer hypothetischen Einwilligung in den "Turboentzug" gerade am 15. Januar 1999 hat daher zu unterstellen, R. K. hätte um die unzureichende Überwachung durch den Angeklagten am Folgetag ab 2.00 Uhr gewusst (vgl. BGH, Urt. vom 5. Juli 2007 - 4 StR 549/06 - Rdn. 18 f. m.w.N.).

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 21.05.2008 - L 10 VG 6/07  

    Opferentschädigung nach Schönheitsoperation?

    Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) erfüllt jeder ärztliche Heileingriff den äußeren Tatbestand einer Körperverletzung im Sinne dieser Norm (BGH, Urteil vom 10.07.1954 - VI ZR 45/54 - zuletzt BGH, Urteil vom 05.07.2007 - 4 StR 549/06 - Schönke/Schröder/Eser, StGB, 27. Auflage, 2006, § 223 Rdn. 29; zu abweichenden Auffassungen in der Literatur vgl. Ulsenheimer in: Laufs/Uhlenbruch, Handbuch des Arztrechts, 3. Auflage, 2002, § 138 Rdn. 5 ff.).

    Die Einwilligung kann wirksam nur erteilt werden, wenn der Patient in der gebotenen Weise über den Eingriff, seinen Verlauf, seine Erfolgsaussichten, Risiken und mögliche Behandlungsalternativen aufgeklärt worden ist (vgl. BGH, Urteil vom 05.07.2007 - 4 StR 549/06 - Ulsenheimer a.a.O. § 139 Rdn. 38).

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  • BGH, 07.07.2011 - 5 StR 561/10  

    Körperverletzung mit Todesfolge; Vorsatz (Beweiswürdigung; lückenhafte

    Dies führt zu der Bewertung des Eingriffs als Körperverletzung (vgl. BGHSt aaO S. 309; BGH, Urteil vom 22. Dezember 2010 - 3 StR 239/10, NJW 2011, 1088, 1089, zur Aufnahme in BGHSt bestimmt; BGH, Urteile vom 25. September 1990 19 20 21 - 5 StR 342/90 - und 5. Juli 2007 - 4 StR 549/06, BGHR StGB § 223 Abs. 1 Heileingriff 2 und 8).
  • BGH, 11.10.2011 - 1 StR 134/11  

    Körperverletzung mit Todesfolge nach eigenmächtiger Magenspiegelung (Vorsatz;

    Wird hingegen festgestellt, dass der Angeklagte irrig angenommen hat, der Patient hätte bei vorheriger Befragung der Erweiterung zugestimmt, so liegt ein Erlaubnistatbestandsirrtum vor, der entsprechend § 16 StGB zu behandeln ist (vgl. hierzu BGH NStZ-RR 2007, 340, 341; BGH NStZ 1996, 34, 35).

    Wird hingegen festgestellt, dass der Angeklagte irrig angenommen hat, P. hätte bei vorheriger Befragung der Erweiterung zugestimmt, so liegt ein Erlaubnistatbestandsirrtum vor, der entsprechend § 16 StGB zu behandeln ist (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 5. Juli 2007 - 4 StR 549/06 = NStZ-RR 2007, 340, 341; BGH, Urteil vom 29. Juni 1995 - 4 StR 760/94 = NStZ 1996, 34, 35; BGH, Beschluss vom 25. März 1988 - 2 StR 93/88 = BGHSt 35, 246 ff., 250).

  • OVG Sachsen-Anhalt, 10.07.2007 - 1 O 46/07  

    Aussetzung eines Verfahrens um den Widerruf einer Approbation nach § 94

    Hiervon ausgehend hat die Beschwerde gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts, das Verfahren über den Widerruf der Approbation des Klägers bis zur rechtskräftigen Entscheidung des Strafverfahrens (Landgericht Halle 21 Ks 10/05 - Bundesgerichtshof 4 StR 549/06) auszusetzen, Erfolg.
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