Rechtsprechung
| BGH, 10.01.1989 - VI ZR 43/88 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- verkehrslexikon.de
Zu den Voraussetzungen für den Erlass von Grund- und Teilurteil in einem Schadensersatzprozess
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Erlaß eines Grundurteils bei unstreitigem Anspruchsgrund
Zeitschriftenfundstellen
- NJW-RR 1989, 1149
- MDR 1989, 535
- BGHR ZPO § 301 Abs. 1 Verdienstausfall 1
- VersR 1989, 603
Wird zitiert von ... (19)
- BGH, 30.11.1999 - VI ZR 219/98
Schadensregulierung - Verwertung von Unfallfahrzeugen
Eine Vorabentscheidung über den Grund des bezifferten Schmerzensgeldanspruchs gemäß § 304 ZPO wäre auch gar nicht in Betracht gekommen, weil die Einstandspflicht der Beklagten als solche zwischen den Parteien nicht streitig war und deshalb die Voraussetzungen für ein Grundurteil nicht vorgelegen haben (vgl. Senatsurteil vom 10. Januar 1989 - VI ZR 43/88 - VersR 1989, 603; BGH, Urteil vom 14. Mai 1992 - IX ZR 241/91 - NJW 1992, 2487). - BGH, 12.07.1989 - VIII ZR 286/88
Anforderungen an ein Grund- und Teilurteil; Verjährung eines …
b) § 304 ZPO fordert zwar eine vollständige Entscheidung über den Grund des Anspruchs und gestattet deshalb keine Entscheidung nur über einzelne Elemente der Begründetheit einer Klage (BGHZ 72, 34, 36; BGH Urteil vom 10. Januar 1989 - VI ZR 43/88 unter II 2 = MDR 1989, 535 ). - BGH, 05.10.2010 - VI ZR 186/08
Schadensrecht - Prognose für die Ermittlung des Erwerbsschadens bei jungem Kind
Dieses Kriterium und nicht dogmatische Erwägungen sind deshalb maßgebend dafür, ob in einem Grundurteil nur der materiellrechtliche Haftungsgrund oder auch die haftungsausfüllende Kausalität - ganz oder zum Teil - abzuhandeln ist; ob deren Einbeziehung in das Grundurteil prozessökonomisch vertretbar oder gar geboten ist, hängt wesentlich von der Natur des geltend gemachten Anspruchs ab (vgl. Senatsurteile vom 13. Mai 1980 - VI ZR 276/78, VersR 1980, 867, 868 und vom 10. Januar 1989 - VI ZR 43/88, VersR 1989, 603; OLG Köln, VersR 1998, 1247).Damit ist der Forderung Genüge getan, dass ein Grund- und Teilurteil nur in der Form ergehen darf, dass jeweils ein quantitativer, zahlenmäßig oder auf sonstige Weise bestimmter Teil des - teilbaren - Streitgegenstandes dem abschließend beschiedenen Teil des Klageanspruchs und der Zwischenentscheidung über den Grund zugeordnet wird (dazu BGH, Urteil vom 12. Juli 1989 - VIII ZR 286/88, BGHZ 108, 256, 260; Senatsurteil vom 10. Januar 1989 - VI ZR 43/88, aaO).
- BGH, 10.10.1991 - III ZR 93/90
Teilurteil bei einheitlichem Anspruch
Ein Teilurteil darf sich daher nicht auf die Feststellung einer Anspruchsgrundlage (vgl. BGHZ 72, 34), auf die Beurteilung bloßer Elemente einer Schadensersatzforderung (vgl. BGH, Urteil vom 10. Januar 1989 - VI ZR 43/88 - VersR 1989, 603 : Zeitraum der Erwerbsunfähigkeit; vgl. auch Urteil vom 29. Oktober 1986 - IVb ZR 88/85 - FamRZ 1987, 151) oder auf unselbständige Rechnungsposten bei der Ermittlung des entgangenen Gewinns (BGH, Urteil vom 26. April 1991 - V ZR 213/89 - RdL 1991, 195, 196) beschränken. - BGH, 30.11.2005 - IV ZR 214/04
Verfahrensrecht - Revision: Wert des Beschwerdegegenstandes
Auf die mögliche Selbständigkeit der Einzelpositionen, die sich aus ihrer hinreichenden Individualisierbarkeit infolge ziffernmäßiger Bestimmtheit ergeben mag (zur daraus folgenden Teilurteilsfähigkeit vgl. BGH, Urteile vom 10. Januar 1989 - VI ZR 43/88 - NJW-RR 1989, 1149 unter II 2 und vom 21. Februar 1992 - V ZR 253/90 - NJW 1992, 1769 unter II 3), und darauf, dass diese Positionen, soweit Zulassungsgründe hinreichend dargelegt werden, jede für sich genommen die Wertgrenze von 20.000 EUR nicht übersteigt, kommt es nur für eine Teilzulassung der Revision, nicht aber für den Wert des Beschwerdegegenstandes an. - BGH, 27.05.1993 - III ZR 59/92
Schadensersatz und Schmerzensgeld wegen einer Amtspflichtverletzung, …
Ein Teilurteil darf sich daher nicht auf die Feststellung einer Anspruchsgrundlage (vgl. BGHZ 49, 33, 36; 72, 34; Senatsurteil vom 7. Juli 1983 - III ZR 119/82 - WM 1984, 279 = VersR 1984, 38 ), auf die Beurteilung bloßer Elemente einer Schadensersatzforderung (vgl. BGH, Urteil vom 10. Januar 1989 - VI ZR 43/88 - VersR 1989, 603 : Zeitraum der Erwerbsunfähigkeit; vgl. auch Urteil vom 29. Oktober 1986 - IVb ZR 88/85 - FamRZ 1987, 151), auf einzelne Berechnungsfaktoren eines einheitlichen Entschädigungsanspruchs wegen eines enteignenden Eingriffs (Senatsurteil vom 13. Juli 1978 - III ZR 85/74 - LM Nr. 26 zu § 301 ZPO ) oder auf unselbständige Rechnungsposten bei der Ermittlung des entgangenen Gewinns (BGH, Urteil vom 26. April 1991 - V ZR 213/89 - RdL 1991, 195, 196) beschränken. - BVerwG, 08.07.1994 - 8 C 4.93
VwGO §§ 111, 113; WoGG § 4 Abs. 3, § 18 Abs. 2 Nr. 1, § …
Bei der Auslegung und Anwendung des § 111 VwGO ist deswegen - ebenso wie bei § 304 ZPO - "den Erfordernissen der Prozeßökonomie Rechnung zu tragen" (BGH, Urteil vom 13. Mai 1980 - VI ZR 276/78 - VersR 1980, 867 [868] m. weit. Nachw.; s. auch BGH, Urteil vom 10. Januar 1989 - VI ZR 43/88 - NJW-RR 1989, 1149). - BGH, 13.12.1995 - VIII ZR 61/95
Voraussetzungen und Rechtsfolgen der Eigenkündigung des Handelsvertreters
Der Erlaß eines unzulässigen Grundurteils stellt einen wesentlichen Verfahrensmangel im Sinne des § 539 ZPO dar (BGH, in st.Rspr., zuletzt Urteile vom 10. Januar 1989 - VI ZR 43/88 = NJW-RR 1989, 1149 unter III und vom 30. November 1989 - IX ZR 249/88 = WM 1990, 262 unter 3;… Thomas/Putzo, ZPO, 19. Aufl., § 539 Rdnr. 8;… a.M. Münch-KommZPO-Rimmelspacher § 539 Rdnr. 24). - BGH, 21.02.1992 - V ZR 253/90
Teilurteil bei unselbständigen Rechnungsposten
Ist dagegen - wie hier - nur (noch) die Höhe des Anspruchs im Streit, können auch unselbständige Rechnungsposten eines einheitlichen Schadensersatzanspruchs Gegenstand eines Teilurteils sein, wenn sie ziffernmäßig oder sonstwie bestimmt und individualisiert sind (vgl. BGH, Urt. v. 10. Januar 1989, VI ZR 43/88, BGHR ZPO § 301 Abs. 1 Verdienstausfall 1) und die Entscheidung über diesen Teil unabhängig vom Ausgang des Streits über den Rest ist, also die Gefahr widersprüchlicher Entscheidungen, auch infolge einer abweichenden Beurteilung durch das Rechtsmittelgericht, nicht besteht (…BGH, Urt. v. 5. April 1990, III ZR 213/88, aaO.; Senatsurt. v. 26. April 1991, V ZR 213/89, WM 1991, 1530 ). - BGH, 19.02.1991 - X ZR 90/89
Zulässigkeit eines Grundurteils bei Ungewißheit über die zukünftige Entwicklung …
Dieser Funktion entsprechend setzt sie neben einem nach Grund und Höhe streitigen Anspruch (…vgl. dazu BGH, Urt. v. 12.06.1975 - III ZR 34/73, NJW 1975, 1968; Urt. v. 10. Ol. 1989 - VI ZR 43/88, MDR 1989, 535 = NJW-RR 1989, 1149) vor allem voraus, daß eine solche Trennung in Grundund Betragsverfahren möglich ist. - BGH, 14.05.1992 - IX ZR 241/91
Ansprüche des Zwangsverwalters gegen Konkursverwalter wegen unberechtigter …
- OLG Düsseldorf, 25.10.2001 - 10 U 67/00
Bauhaftung - Rechtsverhältnis Auftraggeber/Mieter und Schadensersatzpflicht
- OLG Saarbrücken, 05.06.2007 - 4 U 73/07
Unzulässiges Teilurteil im Kfz-Unfallprozess
- OLG Hamm, 12.02.2001 - 13 U 147/00
Schadensersatz und Schmerzensgeld: Haftung für die Verursachung eines …
- OLG Karlsruhe, 24.10.2006 - 12 U 109/06
Berufsunfähigkeitszusatzversicherung: Voraussetzungen einer Leistungsablehnung …
- StGH Hessen, 13.04.2011 - P.St. 2301
Art 2 Abs 3 Verf HE, § 43 Abs 2 StGHG, § 43 Abs 1 S 2 StGHG, § 304 Abs 1 …
- OLG Brandenburg, 29.06.2000 - 5 U 257/98
Veräußerung von Grundstücken durch eine Gemeinde nach Durchführung von …
- OLG Brandenburg, 21.07.2011 - 12 U 19/11
Höhe des Schmerzensgeldes bei multiplen Blutergüssen am ganzen Körper, …
- OLG Dresden, 23.06.2011 - 4 U 1409/10
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