Rechtsprechung
   BGH, 26.03.1987 - VII ZR 122/86   

Volltextveröffentlichungen (3)

Kurzfassungen/Presse

  • recht.com (Leitsatz/Auszüge/Zusammenfassung)

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 100, 257
  • NJW 1987, 1894
  • MDR 1987, 835
  • WM 1987, 913
  • BauR 1987, 473
  • ZfBR 1987, 201



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Wird zitiert von ... (26)  

  • BGH, 06.12.2007 - IX ZR 143/06  

    Verfahrensrecht - Verjährungshemmung durch Streitverkündung

    Der Bundesgerichtshof hat diese Rechtsprechung fortgeführt und die Zulässigkeit der Streitverkündung für erforderlich, aber auch ausreichend gehalten (BGHZ 36, 212, 214; 65, 129, 130 f; 70, 187, 189; 100, 257, 259; 160, 259, 263; BGH, Urt. v. 16. Juni 2000 - LwZR 13/99, WM 2000, 1764 ff; v. 21. Februar 2002 - IX ZR 127/00, WM 2002, 1078, 1081).
  • BGH, 14.11.1991 - I ZR 236/89  

    Streitverkündung bei Drittschadensliquitation durch Frachtführer

    a) Entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts ist davon auszugehen, daß die im - hier zur Entscheidung anstehenden Folgeprozeß zu prüfende Frage, ob die Streitverkündung zulässig war und daher materiell- und prozeßrechtliche Wirkungen auszulösen vermochte (BGHZ 65, 127, 130 f.; 100, 257, 259), vorliegend zu bejahen ist.

    Die Streitverkündung ist ein in erster Linie den Interessen des Streitverkünders dienender prozessualer Behelf, der dazu bestimmt ist, verschiedene Beurteilungen desselben Tatbestandes zu vermeiden, d.h. den Streitverkünder durch die Bindungswirkung gemäß §§ 74, 68 ZPO vor dem Risiko zu bewahren, daß er wegen der materiell-rechtlichen Verknüpfung der im Vor- und Folgeprozeß geltend gemachten bzw. geltend zu machenden Ansprüche mehrere Prozesse führen muß, dabei aber Gefahr läuft, alle zu verlieren, obwohl er zumindest einen gewinnen müßte (vgl. BGHZ 100, 257, 262; BGH, Urt. v. 28.10.1988 - V ZR 14/87, NJW 1989, 521, 522; Zöller/Vollkommer aaO. § 72 Rdn. 1; Rosenberg/Schwab, Zivilprozeßrecht, 14. Aufl. 1986, 48 I, S. 274); außerdem soll sie dem Streitverkündungsgegner Gelegenheit zur Unterstützung des Verkünders im Prozeß geben und den Verkünder gegen den Einwand schützen, er habe den Prozeß schlecht geführt oder eine unrichtige Entscheidung herbeigeführt (vgl. Baumbach/ Lauterbach/Hartmann aaO. Einführung 1 vor 72-74).

    Die Bindungswirkung einer wirksamen Streitverkündung bezieht sich nicht nur auf den Inhalt der Entscheidung, also das festgestellte Rechtsverhältnis oder die ausgesprochene Rechtsfolge, sondern zusätzlich auf alle tatsächlichen und rechtlichen Grundlagen der Entscheidung des Vorprozesses (BGHZ 85, 252, 255; 96, 50, 53; 100, 257, 262; 103, 275, 278).

  • BGH, 17.06.1997 - X ZR 119/94  

    Verfahrensrecht - Beweisvereitelung oder Unzumutbarkeit der Beweisführung

    Die mit der Streitverkündung verbundene Bindungswirkung, die darin besteht, daß der Streitverkündete im Regreßprozeß gegen ihn nicht mit der Behauptung gehört wird, der Prozeß sei unrichtig entschieden, bezieht sich nicht nur auf den Inhalt der Entscheidung, also das festgestellte Rechtsverhältnis oder die ausgesprochene Rechtsfolge, sondern zusätzlich auf alle tatsächlichen und rechtlichen Grundlagen der Entscheidungsgründe des Vorprozesses (BGHZ 85, 252, 255; BGHZ 96, 50, 53; BGHZ 100, 257, 262; BGHZ 103, 275, 278).

    Soweit eine Partei gehindert ist, auf den Verlauf des Vorprozesses Einfluß zu nehmen und ihren eigenen Standpunkt zur Geltung zu bringen, weil sie auf die Unterstützung der Hauptpartei beschränkt ist, tritt die Bindungswirkung der §§ 74, 68 ZPO nicht ein (BGH, Urt. v. 8.10.1981 - VII ZR 341/80, NJW 1982, 281, 282; BGHZ 100, 257, 262 f.).

mehr
  • BGH, 16.01.1997 - I ZR 208/94  

    Rechtliches Interesse des Nebenintervenienten

    Der Annahme eines rechtlichen Interesses des Nebenintervenienten (§ 70 Abs. 1 Nr. 2 ZPO ), dem Rechtsstreit in der Revisionsinstanz auf seiten der Beklagten beizutreten, steht nicht entgegen, daß er auf der Grundlage der Entscheidung des Berufungsgerichts für den vom Kläger geltend gemachten Schaden nicht einzustehen hat, weil die aus der Streitverkündung sich ergebende Streithilfewirkung nach § 68 ZPO nicht zu Lasten des Streitverkünders (der Hauptpartei) zu berücksichtigen ist (im Anschluß an BGHZ 100, 257 ).

    Danach tritt die Streithilfewirkung nur gegen den Dritten ein (vgl. BGHZ 100, 257, 260) .

  • BGH, 27.11.2003 - V ZB 43/03  

    Verfahrensrecht- Interventionswirkung von sog. überschießende Feststellungen

    aa) Diese Wirkung kommt zwar nicht nur dem Entscheidungsausspruch, sondern auch den tatsächlichen und rechtlichen Grundlagen zu, auf denen das Urteil im Vorprozeß beruht (BGHZ 85, 252, 255; 96, 50, 53; 100, 257, 262; 103, 275, 278; 116, 95, 102; Zöller/Vollkommer, ZPO, 24. Aufl. § 68 Rdn. 9).
  • OLG Celle, 12.03.2008 - 14 U 108/07  

    Verfahrensrecht - Streitverkündung zwischen Gesamtschuldnern?

    aa) Die Interventionswirkung wirkt zwar - anders als das Landgericht meint - nur zu Ungunsten des Nebenintervenienten bzw. Streitverkündeten, nicht aber zu Ungunsten der unterstützten Hauptpartei (vgl. BGH, Urt. v. 26. März 1987 - VII ZR 122/86, BGHZ 100, 257 = NJW 1987, 1894. Zöller/Vollkommer, ZPO, 26. Aufl., § 68 Rdnr. 5, § 74 Rdnr. 7).

    Dies ist umstritten (vgl. BGH, Urt. v. 26. März 1987 - VII ZR 122/86 a. a. O.. Stein/Jonas/Bork, ZPO, 21. Aufl., § 68 Rdnr. 12. Thomas/Putzo/Hüßtege, ZPO, 27. Aufl., § 68 Rdnr. 8 m. w. N.).

    Der Senat versteht jedoch die Rechtsprechung des Reichsgerichts (RGZ 153, 271, 274) und des Bundesgerichtshofes (vgl. die Urteile v. 26. März 1987 - VII ZR 122/86 a. a. O., u. v. 19. Januar 1989 - IX ZR 83/88, NJW-RR 1989, 766 [insbesondere jurisRdnr. 13]) dahin, dass die Interventionswirkung im Gegensatz zur Ansicht der Klägerin (Bl. 58, 173 d. A.) nicht einerseits in für sie günstige Teile (für die die Interventionswirkung gelten soll) und andererseits ungünstige (die als nicht richtig entschieden angesehen werden können) aufgespalten werden kann (so auch OLG Köln, Urt. v. 23. März 1994 - 2 U 146/93, NJW-RR 1995, 1085).

  • BGH, 02.02.2000 - VIII ZR 12/99  

    Bauvertrag - Fahrlässige Unkenntnis des Fehlens der Vertretungsmacht

    Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs tritt die aus der Streitverkündung sich ergebende Streithilfewirkung nur gegen den Streitverkündungsgegner, nicht jedoch gegen den Streitverkünder ein (BGHZ 100, 257, 260 ff; BGH, Urteil vom 16. Januar 1997 - I ZR 208/94, NJW 1997, 2385 unter II 1; siehe auch Zöller/Vollkommer, ZPO, 21. Aufl., § 68 Rdnr. 6 m.w.Nachw.).
  • BGH, 28.10.1988 - V ZR 14/87  

    Dingliche Wirkung einer Ermächtigung

    Voraussetzung für eine solche Interventionswirkung ist allerdings die Zulässigkeit der im Vorprozeß vom Kläger gegenüber der (jetzigen) Beklagten erklärten Streitverkündung (vgl. BGHZ 65, 127, 130/131; 100, 257, 259).

    Sinn und Zweck des Instituts der Streitverkündung ist es nämlich, die streitverkündende Partei davor zu bewahren, daß sie die wegen der materiell-rechtlichen Verknüpfung der gegen verschiedene Schuldner gerichteten Ansprüche notwendigen Prozesse alle verliert, obgleich sie zumindest einen gewinnen müßte (BGHZ 100, 257, 262; BGH Urt. v. 26. März 1987, IX ZR 69/86, ZIP 87, 800).

  • BGH, 08.02.2011 - VI ZB 31/09  

    Verfahrensrecht - Wann ist Streitverkündung zu prüfen?

    Die Zulässigkeit der Streitverkündung ist grundsätzlich nicht im Erstprozess, in dem der Streit verkündet wird, sondern erst im Folgeverfahren zwischen dem Streitverkünder und dem Streitverkündungsempfänger zu prüfen (st. Rspr., vgl. BGHZ 100, 257, 259; 160, 259, 263).*).

    a) Das Beschwerdegericht ist im Ansatz allerdings zutreffend davon ausgegangen, dass die Zulässigkeit der Streitverkündung grundsätzlich nicht im Erstprozess, in dem der Streit verkündet wird, sondern erst im Folgeverfahren zwischen dem Streitverkünder und dem Streitverkündungsempfänger zu prüfen ist (st. Rspr.: BGH, Urteile vom 9. Oktober 1975 - VII ZR 130/73, BGHZ 65, 127, 130 f.; vom 22. Dezember 1977 - VII ZR 94/76, BGHZ 70, 187, 189; vom 26. März 1987 - VII ZR 122/86, BGHZ 100, 257, 259; vom 28. September 2004 - IX ZR 155/03, BGHZ 160, 259, 263; vom 8. Oktober 1981 - VII ZR 341/80, NJW 1982, 281, 282; vom 15. November 1984 - III ZR 97/83, VersR 1985, 568, 569; vgl. auch BT-Drs.

  • BGH, 12.11.1992 - III ZR 185/91  

    Amtshaftung bei Schadensverursachung durch Abbruch einer Brandruine

    Auf diese Weise soll die den Streit verkündende Partei davor bewahrt werden, daß sie womöglich mit widersprüchlichen, einander ausschließenden Begründungen beide Prozesse verliert, obwohl sie zumindest einen gewinnen müßte (vgl. BGHZ 100, 257, 262 f.; BGH Urteil vom 26. März 1987 - IX ZR 69/86 = BGHWarn 1987 Nr. 121 = BGHR ZPO § 68 Interventionswirkung 1 = NJW 1987, 2874 ; Zöller/Vollkommer ZPO 17. Aufl. § 72 Rdn. 1).

    Ob eine Prozeßpartei von dem ihrem Interesse dienenden prozessualen Behelf der Streitverkündung Gebrauch machen will, ist ihrem freien Belieben überlassen (vgl. BGHZ 100, 257, 263).

    Ob und inwieweit eine Streitverkündung hier überhaupt zulässig gewesen wäre (vgl. Senatsurteil vom 15. November 1984 - III ZR 97/83 = BGHWarn 1984 Nr. 338 = VersR 1985, 568, 569; BGHZ 100, 257, 259; Zöller/Vollkommer aaO. § 72 Rdn. 3 ff., insbes. 9; jeweils m.w.Nachw.), bedarf nicht der Entscheidung.

  • OLG Saarbrücken, 23.11.2006 - 8 U 611/05  

    Zum Umfang der Interventionswirkung hinsichtlich der in einem Teilurteil

  • OLG Brandenburg, 21.12.2005 - 4 U 38/05  

    Architekten & Ingenieure - Unmittelbarer Mangelfolgeschaden des Architektenwerks

  • BGH, 21.05.1987 - VII ZR 296/86  

    Fortführung eines Rechtsmittels durch den Streithelfer nach Zurücknahme durch die

  • BGH, 07.03.1991 - I ZR 157/89  

    Fälligkeitsregelung in den ADSp und AGB-Gesetz

  • BGH, 03.05.2005 - VI ZR 4/04  

    Umfang der Interventionswirkung bei Streitverkündung

  • BGH, 18.09.2008 - IX ZR 210/06  

    Haftungsausfüllende Kausalität bei einem Beratungsfehler eines Rechtsanwalts

  • OLG Rostock, 21.10.2009 - 3 W 50/08  

    Streitwert: Grundlage für den Gebührenstreitwert der Nebenintervention bei

  • BAG, 24.05.1989 - 2 AZR 451/88  

    Streitverkündung: Wirkung im Verhältnis Nebenintervenient - Hauptpartei;

  • OLG Saarbrücken, 27.10.2004 - 5 U 158/04  

    Verkehrsunfall: Verjährungsunterbrechende Wirkung der Streitverkündung

  • BSG, 13.09.2011 - B 1 KR 4/11 R  

    Krankenversicherung - Vergütung ärztlicher Leistungen bei Patiententransporten -

  • OLG München, 11.07.1996 - 24 U 63/95  

    Einwendungsmöglichkeiten des Unternehmensberater eines Franchisegebers in einem

  • BGH, 16.12.1998 - VIII ZR 327/97  

    Gefahrtragung beim Versendungskauf: Zulässigkeit der Streitverkündung

  • OLG Stuttgart, 27.06.2000 - 14 U 8/00  

    Arzthaftung

  • OLG Rostock, 03.03.2010 - 2 U 68/07  

    Architekten & Ingenieure - Keine Baugrunduntersuchung: Architekt haftet!

  • OLG Köln, 23.03.1994 - 2 U 146/93  

    Intervention Wirkung Streitverkündung

  • OLG Rostock, 28.12.2009 - 4 W 40/09  

    Verfahrensrecht - Wonach bemisst sich der Streitwert des Nebenintervenienten?

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