Rechtsprechung
   BGH, 17.09.1987 - VII ZR 155/86   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • Jurion
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Formularmäßiger Ausschluß von Nachforderungen bei vorbehaltloser Annahme einer Schlußzahlung

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Einrede der vorbehaltlosen Annahme der Schlußzahlung, wenn VOB/B nicht "als Ganzes" vereinbart ist

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Unwirksamkeit der "isoliert" vereinbarten Schlußzahlungsregelung des § 16 Nr. 3 VOB/B

Kurzfassungen/Presse

  • recht.com (Leitsatz/Auszüge/Zusammenfassung)

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 101, 357
  • NJW 1988, 55
  • NJW-RR 1988, 86 (Ls.)
  • ZIP 1987, 1582
  • MDR 1988, 135
  • WM 1987, 1498
  • DB 1987, 2631
  • BauR 1987, 694
  • ZfBR 1988, 22
  • ZfBR 1989, 212
  • ZfBR 1990, 18



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Wird zitiert von ... (54)  

  • BGH, 24.07.2008 - VII ZR 55/07  

    Bauvertrag - Verwendung der VOB/B gegenüber Verbrauchern: Keine Privilegierung!

    Diese Einschätzung wäre unzutreffend, wie die Rechtsprechung des Senats belegt (Unwirksamkeit des § 2 Nr. 8 Abs. 1 Satz 1 VOB/B a.F. - BGH, Urteil vom 31. Januar 1991 - VII ZR 291/88, BGHZ 113, 315; Unwirksamkeit des § 16 Nr. 3 Abs. 2 a.F. (vorbehaltlose Annahme der Schlusszahlung) - BGH, Urteil vom 17. September 1987 - VII ZR 155/86, BGHZ 101, 357; Unwirksamkeit des § 16 Nr. 3 Abs. 2 n.F. - BGH, Urteil vom 19. März 1998 - VII ZR 116/97, BGHZ 138, 176; Urteil vom 9. Oktober 2001 - X ZR 153/99, BauR 2002, 775; Urteil vom 22. Januar 2004 - VII ZR 419/02, BGHZ 157, 346; Urteil vom 10. Mai 2007 - VII ZR 226/05, BauR 2007, 1404 = NZBau 2007, 581 = ZfBR 2007, 665; Urteil vom 12. Juli 2007 - VII ZR 186/06, BauR 2007, 1726 = NZBau 2007, 644 = ZfBR 2007, 681; Unwirksamkeit des § 16 Nr. 6 a.F. (Zahlung an Nachunternehmer) - BGH, Urteil vom 21. Juni 1990 - VII ZR 109/89, BGHZ 111, 394).
  • BGH, 20.04.1989 - VII ZR 35/88  

    AGB: Ausschluß von Nachforderungen

    »Eine vom Auftraggeber/Besteller in einem Bauvertrag gestellte Vertragsbedingung, wonach die Schlußrechung vollständig und abschließend aufgestellt werden muß, Nachforderungen ausgeschlossen sind und der Auftragnehmer/Unternehmer ausdrücklich auf alle Ansprüche verzichtet, die nicht in der Schlußrechnung geltend gemacht werden, ist auch im kaufmännischen Verkehr nach § 9 AGBG unwirksam (im Anschluß an Senatsurteil BGHZ 101, 357 ).«.

    Damit scheidet eine Anwendung des § 23 Abs. 2 Nr. 5 AGBG aus (vgl. Senatsurteile BGHZ 86, 135, 139 ff; 96, 129, 133; 101, 357, 359 und NJW 1987, 2582, 2583).

    Dabei kommt in diesem Zusammenhang dem in der "Verzichtsfiktion" liegenden Verstoß gegen § 10 Nr. 5 AGBG keine Bedeutung zu, weil die Klägerin Kaufmann ist und deshalb insoweit die Voraussetzungen des § 24 Nr. 1 Satz 1 AGBG gegeben sind (Senatsurteil BGHZ 101, 357, 363).

    aa) Wie der Senat erst vor kurzem entschieden hat, hält die "isoliert" vereinbarte Regelung des § 16 Nr. 3 Abs. 2 VOB/B über den "Ausschluß" von Nachforderungen bei vorbehaltsloser Annahme einer Schlußzahlung oder einer ihr gleichstehenden Schlußzahlungserklärung der Inhaltskontrolle nach § 9 AGBG - selbst unter Kaufleuten - nicht stand (BGHZ 101, 357 ).

    Einmal fingiert sie nämlich anders als § 16 Nr. 3 Abs. 2 VOB/B (vgl. Senatsurteile BGHZ 86, 135, 140; 101, 357, 363/364) einen Forderungsverzicht.

    Zum anderen sollen nach § 6.3 AVB die nicht in die Schlußrechnung eingestellten Forderungen des Auftragnehmers durch den fingierten Verzicht endgültig erlöschen und keineswegs etwa - wie nach § 16 Nr. 3 Abs. 2 VOB/B - lediglich nicht mehr durchsetzbar sein (vgl. dazu Senatsurteile BGHZ 62, 15, 18; 75, 307, 314; 86, 135, 140; 101, 357, 363; 102, 392, 396, jeweils m.w.N.).

  • BGH, 29.11.2002 - V ZR 105/02  

    Immobilien - Grundstücksverkauf nach dem "Einheimischenmodell"

    Zwar ist auch bei einer Prüfung der Angemessenheit nach § 9 AGBG der gesamte Vertragsinhalt zu berücksichtigen (vgl. BGHZ 116, 1, 4), zum Ausschluß einer unangemessenen Benachteiligung wird eine Kompensation aber grundsätzlich nur durch konnexe, in Wechselbeziehung stehende Klauseln zugelassen (vgl. Staudinger/Coester, BGB [1998], § 9 AGBG Rdn. 91; Brandner, in Ulmer/ Brandner/Hensen, aaO, § 9 Rdn. 85; auch BGHZ 94, 105, 113 ff; 114, 238, 246), während eine umfassende Kompensationswirkung nur kollektiv ausgehandelten, anerkannten Klauselwerken, wie etwa dem Gesamtgefüge der Verdingungsordnung für Bauleistungen Teil B (BGHZ 101, 357, 364; 138, 176, 177 f) oder der Allgemeinen Deutschen Spediteur-Bedingungen (BGHZ 127, 275, 281), beigelegt wird (vgl. Staudinger/Coester, aaO, § 9 AGBG Rdn. 93; Brandner, in Ulmer/Brandner/Hensen, aaO, § 9 Rdn. 86).
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