Rechtsprechung
| BGH, 25.04.2001 - VIII ZR 135/00 |
Volltextveröffentlichungen (11)
- lexetius.com
AGBG § 9 (Ba)
- openjur.de
- bundesgerichtshof.de
- Deutsches Notarinstitut (Volltext, Word-/PDF-format)
- rws-verlag.de
Zulässige zehnjährige Bindung eines Gastwirts an Bierbezugsverpflichtung durch AGB
- jurawelt.com
Bierlieferungsvertrag
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
AGBG § 9
Formularmäßige Vereinbarung einer zehnjährigen Bierbezugsverpflichtung - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
AGB - Unangemessene Benachteiligung durch 10-jährige Bierbezugsverpflichtung?
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
- Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
In AGB vereinbarte 10-jährige Laufzeit einer Bierbezugsverpflichtung ist angemessen
- ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)
Zulässige zehnjährige Bindung eines Gastwirts an Bierbezugsverpflichtung durch AGB
Kurzfassungen/Presse (6)
- Deutsches Notarinstitut (Leitsatz)
AGBG § 9
Bierbezugsverpflichtung von 10 Jahren auch in AGB zulässig - Benkelberg & Kollegen (Kurzmitteilung)
- financialmind.de (Kurzinformation)
Vertragsrecht: 10 Jahre gleiche Biersorte verkaufen ist o.k.
- NWB SteuerXpert START (Leitsatz)
AGBG § 9 (Ba)
- finanztip.de (Kurzinformation)
Gastwirt muss seiner Brauerei 'treu' bleiben
- finanztip.de (Kurzinformation)
Zehnjährige Bierbezugsverpflichtung zulässig
Besprechungen u.ä.
- EWiR-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 2,90 €) (Entscheidungsbesprechung)
Zulässigkeit der zehnjährigen Bindung eines Gastwirts an Bierbezugsverpflichtung durch AGB
Zeitschriftenfundstellen
- BGHZ 147, 279
- NJW 2001, 2331
- ZIP 2001, 1245
- MDR 2001, 926
- WM 2001, 1618
- BB 2001, 1431
- DB 2001, 1715
Wird zitiert von ... (22)
- BGH, 19.12.2007 - XII ZR 61/05
AGB - Verbrauchserfassungsgeräte: Unangemessen lange Laufzeit
Eine Klausel ist unangemessen im Sinne von § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB, wenn der Verwender die Vertragsgestaltung einseitig für sich in Anspruch nimmt und eigene Interessen missbräuchlich auf Kosten des Vertragspartners durchzusetzen versucht, ohne von vornherein die Interessen seines Partners hinreichend zu berücksichtigen und ihm einen angemessenen Ausgleich zuzugestehen (vgl. zu § 9 Abs. 1 AGBG a.F. Senatsurteil vom 10. Februar 1993 - XII ZR 74/91 - NJW 1993, 1133, 1134; BGHZ 147, 279, 282; 143, 103, 113; 120, 108, 118; 90, 280, 284).Sind für die Herstellung oder Errichtung der zur Durchführung des Vertrages erforderlichen technischen Gegebenheiten hohe Entwicklungs- und Investitionskosten erforderlich, deren Vorfinanzierung sich nur bei längerer Vertragsdauer amortisiert, kann eine lange Laufzeit dem anzuerkennenden Interesse des Klauselverwenders Rechnung tragen (vgl. Senatsurteil vom 10. Februar 1993 - XII ZR 74/91 - NJW 1993, 1133, 1134 [Anschließungsvertrag für Breitbandkabelanschlüsse]; BGHZ 147, 279, 283 [Bierlieferungsvertrag]; 143, 104, 115 f. [Alleinbezugsverpflichtung]; BGH Urteile vom 17. Dezember 2002 - X ZR 220/01 - NJW 2003, 886, 887 [Telefonanlagen-Wartungsvertrag]; vom 4. Juli 1997 - V ZR 405/96 - NJW 1997, 3022, 3023 [Errichtung und Betrieb von Telekommunikationsanlagen] und vom 13. Februar 1985 - VIII ZR 154/84 - NJW 1985, 2328 [Vermietung einer Fernsprechnebenstellenanlage]).
- OLG Köln, 06.12.2006 - 11 U 73/06
Sittenwidrigkeit einer Eigentümererklärung im Rahmen eines Bier- und …
Hierbei gilt grundsätzlich: je größer die Gegenleistungen der Brauerei sind, desto einschneidender können im Einzelfall die Bindungen sein, die der Gastwirt im Interesse einer sachgerechten Risikobegrenzung auf Seiten der Brauerei noch hinnehmen muss (OLG Köln - 3. Zivilsenat - NJW-RR 1995, 1516 = OLGR 1995, 161; ferner etwa BGHZ 147, 279, 280 f. = NJW 2001, 2331; BGH WM 1984, 88, 89 = GRUR 1984, 298;… Münchener Kommentar - Armbrüster, BGB, 5. Auflage, § 138 Rn. 75;… Bühler, Brauerei- und Gaststättenrecht, 11. Auflage, Rn. 275 ff., 322 jeweils m.w.N.).Allerdings ist die vereinbarte Laufzeit der Bezugsverpflichtung von zehn Jahren für sich gesehen unbedenklich (BGHZ 147, 279 = NJW 2001, 2331; OLG Köln NJW-RR 1995, 1515 m.w.N.).
Überdies unterliegt das Inventar einem raschen Wertverlust und hat nach kurzer Zeit praktisch keinen Wert mehr, wie die Klägerin selbst einräumt (Berufungserwiderung S. 5 = Bl. 195 d. A.; ferner BGHZ 147, 279, 285).
Aus der vom Landgericht angeführten Entscheidung des BGH (BGHZ 147, 279 = NJW 2001, 2331) ergibt sich nichts anderes.
- BGH, 17.12.2002 - X ZR 220/01
AGB - Unwirksame Bindungsdauer
cc) Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs stellt eine Klausel, in der der Verwender mißbräuchlich eigene Interessen auf Kosten des Vertragspartners durchzusetzen versucht, ohne von vornherein die Interessen seines Partners hinreichend zu berücksichtigen und ohne ihm einen angemessenen Ausgleich zuzugestehen, eine unangemessene Benachteiligung des Vertragspartners des Klauselverwenders im Sinne von § 9 Abs. 1 AGBG dar (BGHZ 147, 279, 282 ; 120, 108, 118; 90, 280, 284; 74, 383, 390;… BGH Urt. v. 10.2.1993 - XII ZR 74/91, NJW 1993, 1133, 1134;… Urt. v. 13.2.1985 - VIII ZR 154/84, NJW 1985, 2328).
- BGH, 13.07.2004 - KZR 10/03
Wettbewerbsrecht - Wettbewerbsbeschränkende Regelungen
Die Festlegung von Mindestabsatzmengen und Bezugspflichten in Allgemeinen Geschäftsbedingungen, wie sie von seiten der Lieferanten für den Abschluß von Händlerverträgen oder ähnlichen Dauerschuldverhältnissen wie etwa Bierlieferungsverträgen zwischen Brauereien und Gastwirten verwendet werden, benachteiligt die Abnehmerseite grundsätzlich nicht unangemessen (vgl. für Bierlieferungsverträge z.B. BGHZ 147, 279, 282 ff.). - BGH, 08.12.2011 - VII ZR 111/11
Allgemeine Geschäftsbedingungen einer Mastküken-Brüterei
b) Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs stellt eine Klausel, in der der Verwender missbräuchlich eigene Interessen auf Kosten des Vertragspartners durchzusetzen versucht, ohne von vornherein die Interessen seines Partners hinreichend zu berücksichtigen und ohne ihm einen angemessenen Ausgleich zuzugestehen, eine unangemessene Benachteiligung des Vertragspartners des Klauselverwenders im Sinne von § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB dar (BGH, Urteil vom 3. November 1999 - VIII ZR 269/98, BGHZ 143, 103, 113 m.w.N.; Urteil vom 25. April 2001 - VIII ZR 135/00, BGHZ 147, 279, 282; Urteil vom 17. Dezember 2002 - X ZR 220/01, NJW 2003, 886, 887 m.w.N. - jeweils zu § 9 Abs. 1 AGBG).Deshalb hat der Bundesgerichtshof die Angemessenheit derartiger formularmäßiger Laufzeitklauseln stets auch vom Umfang solcher Gegenleistungen abhängig gemacht und maßgeblich auf den Gesichtspunkt abgestellt, in welchem Verhältnis die Dauer der Vertragsbindung zu der Amortisierung des vom Hersteller - etwa durch die Gewährung von Darlehen oder die Zurverfügungstellung der erforderlichen Technologie oder Betriebsausstattung - zur Durchführung des Vertrages eingesetzten Kapitals steht (vgl. BGH, Urteil vom 3. November 1999 - VIII ZR 269/98, BGHZ 143, 103, 115 f. - Tankstelle; Urteil vom 25. April 2001 - VIII ZR 135/00, BGHZ 147, 279, 286 - Bierbezug; Urteil vom 4. Juli 1997 - V ZR 405/96, NJW 1997, 3022, 3023 - Telekommunikationsanlage).
§ 138 Abs. 1 BGB setzt überdies eine grobe Interessenverletzung von erheblicher Stärke voraus (vgl. BGH, Urteil vom 25. April 2001 - VIII ZR 135/00, BGHZ 147, 279, 287 m.w.N.), die hier nicht vorliegt.
- BGH, 08.02.2012 - XII ZR 42/10
AGB-Kontrolle im Fitness-Studiovertrag: Kündigungsklausel
Eine Klausel ist unangemessen im Sinne von § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB, wenn der Verwender die Vertragsgestaltung einseitig für sich in Anspruch nimmt und eigene Interessen missbräuchlich auf Kosten des Vertragspartners durchzusetzen versucht, ohne von vornherein die Interessen seines Partners hinreichend zu berücksichtigen und ihm einen angemessenen Ausgleich zuzugestehen (…Senatsurteil vom 19. Dezember 2007 - XII ZR 61/05 - NJW-RR 2008, 818 Rn. 17; vgl. auch Senatsurteil vom 10. Februar 1993 - XII ZR 74/91 - NJW 1993, 1133, 1134; BGHZ 147, 279, 282; 143, 103, 113; 120, 108, 118; 90, 280, 284 jeweils zu § 9 Abs. 1 AGBG). - BGH, 11.01.2006 - VIII ZR 396/03
Pflichten eines Mineralölunternehmens bei Zahlungsverzug eines …
Es trifft zwar zu, dass der Senat in der vom Berufungsgericht angeführten Entscheidung BGHZ 147, 279 ausgesprochen hat, dass eine in Allgemeinen Geschäftsbedingungen vereinbarte Laufzeit einer Bierbezugsverpflichtung von zehn Jahren den Gastwirt jedenfalls im Regelfall nicht unangemessen benachteiligt. - LAG Schleswig-Holstein, 01.04.2009 - 6 Sa 409/08
Personalüberleitungsvertrag, Rechtsnatur, Bindungsdauer, Unkündbarkeit, …
Die Dauer der zulässigen Bindung hängt insbesondere und ganz wesentlich von Art und Umfang der von dem durch sie begünstigten Teil erbrachten Gegenleistung sowie vom sachlichen Umfang der Bindung ab (vgl. BGH 03.11.1999 - VIII ZR 269/98 - BGHZ 143, 104; 25.04.2001 - VIII ZR 135/00 - BGHZ 147, 279).Je nach Lage des Falles wurden unterschiedlich lange Bindungsdauern für zulässig gehalten (BGHZ 25.04.2001 - VIII ZR 135/00 - BGHZ 147, 279: 15 Jahre; BGH 21.03.1990 -VIII ZR 49/89 - zit. n. JURIS: 20 Jahre).
- OLG München, 19.06.2008 - U (K) 4252/07
Vertriebsbindung: Wirksamkeit einer formularmäßig vereinbarten siebenjährigen …
dd) Die vorstehenden Ausführungen stehen nicht im Widerspruch zum Urteil des Bundesgerichtshofes vom 25.04.2001 - VIII ZR 135/00 = BGHZ 147, 279.Der Bundesgerichtshof hat in dem genannten Urteil maßgeblich darauf abgestellt, dass dem Gastwirt im Zusammenhang mit dem betreffenden Bierlieferungsvertrag ein Darlehen in der erheblichen Höhe von 150.000,-- DM zur Verfügung gestellt wurde, das den Betrieb der Gastwirtschaft erst ermöglichte (vgl. BGHZ 147, 279, 283, 285).
- LG Heidelberg, 20.02.2007 - 2 O 294/06
Teilkündigung eines Bierliefervertrags-Darlehens
Eine solche Gegenleistung des Getränkelieferanten in Form eines Darlehens bestimmt daher bei der Prüfung, ob eine mehrjährige Bezugsbindung gemäß § 9 AGBG wirksam vereinbart ist, in besonderem Maße die Ausgewogenheit von Leistung und Gegenleistung und damit die zeitliche Grenze einer Bezugsbindung (BGH NJW 1972, 1459; NJW 2001, 2331).a.) Eine formularmäßige Vertragsbestimmung ist unangemessen im Sinne des § 9 ABGB, wenn der Verwender durch einseitige Vertragsgestaltung missbräuchlich eigene Interessen auf Kosten seines Vertragspartners durchzusetzen versucht, ohne von vorneherein auch dessen Belange hinreichend zu berücksichtigen und ihm einen angemessenen Ausgleich zuzugestehen (BGH NJW 1972, 1459; NJW 2001, 2331; BGHZ 143, 103 [113]).
- LG Köln, 15.03.2011 - 21 O 95/10
- BGH, 15.12.2004 - IV ZR 393/02
Anrechnung von Dienstzeiten außerhalb des öffentlichen Dienstes in der …
- OLG Düsseldorf, 28.05.2004 - 15 U 193/03
Möglicher Rückzahlungsanspruch nach Teilkündigung eines Darlehens- und …
- OLG Köln, 09.01.2007 - 3 U 158/05
Deckungsbeitragsausgleich für Mindermengen einer Bierbezugsverpflichtung als …
- OLG Karlsruhe, 18.10.2001 - 19 U 97/01
Entschädigungsklausel in einem Getränkelieferungsvertrag; Laufzeit von 11 Jahren …
- OLG Düsseldorf, 28.05.2004 - 15 W 103/03
- OLG Köln, 20.10.2011 - 7 U 65/11
Wirksamkeit eines Bierlieferungsvertrages
- BGH, 15.12.2004 - IV ZR 393/04
- OLG Düsseldorf, 13.11.2009 - 22 U 71/09
- OLG Düsseldorf, 27.10.2004 - U (Kart) 41/03
- AG Ludwigslust, 16.02.2009 - 5 C 2/09
Vertragliche Vereinbarung eines Abschreibungsdarlehens mit …
- LG Düsseldorf, 28.05.2009 - 14d O 124/08
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