Rechtsprechung
   BGH, 09.04.2002 - XI ZR 91/99   

Volltextveröffentlichungen (17)

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • Judicialis
  • Prof. Dr. Lorenz

    Realkreditvertrag als Haustürgeschäft, richtlinienkonforme Auslegung von § 5 II HWiG (= § 312a BGB n.F.), Voraussetzungen und Grenzen einer richtlinienkonformen Auslegung nationalen Rechts; situativer Anwendungsbereich der Vorschriften über Haustürgeschäfte (Begriff des "Bestimmens" zum Abschluß eines Vertrages) - Fall Heininger

  • Jurion

    EuGH-Rechtsprechung - Richtlinien-Konformität - Einschränkende Auslegung - Kreditvertrag - Widerrufsrecht

  • vur-online.de

    Widerrufsrecht, Kreditvertrag, Haustürgeschäft ("Heininger ./. Hypovereinsbank")

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Kein Ausschluss des Widerrufsrechts nach HWiG für Realkreditvertrag ("Heininger II")

  • zvi-online.de

    HWiG § 1 Abs. 1 a. F., § 5 Abs. 2; VerbrKrG § 3 Abs. 2 Nr. 2
    Kein Ausschluss des Widerrufsrechts nach HWiG für Realkreditverträge ("Heininger/HypoVereinsbank")

  • jurawelt.com

    Widerrufsrecht bei Verbraucherverträgen (Heininger/Hypovereinsbank)

  • jurawelt.com

    Widerruf bei Verbraucher-Verträgen

  • FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Umfang des Widerrufsrechts für als Haustürgeschäfte abgeschlossene Verbraucherkreditverträge

  • DER BETRIEB(Abodienst) (Volltext/Ausführliche Zusammenfassung)

    HWiG §§ 1 Abs. 1 a. F., 5 Abs. 2
    Zulässiger Widerruf eines Realkreditvertrages nach § 1 Abs. 1 HWiG a. F. im Hinblick auf den Ausschluss des Widerrufsrechts in § 3 Abs. 2 Nr. 2 VerbrKrG

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Wohnungskauf - Haustürwiderrufsgesetz anwendbar auf Kreditverträge?

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (9)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Zum Widerrufsrecht bei Realkreditverträgen

  • lexetius.com (Pressemitteilung)

    Bundesgerichtshof zum Widerrufsrecht bei Realkreditverträgen

  • IWW (Kurzinformation)

    Steuersparende Kapitalanlagen - In einer "Haustürsituation" abgeschlossene Kreditverträge können widerrufen werden

  • IWW (Kurzinformation)

    Steuersparende Kapitalanlagen - Urteilsbegründung des Bundesgerichtshofs enttäuscht die Hoffnung vieler "Ost-Immobilien-Anleger"

  • rp-online.de (Kurzinformation)

    Widerruf bei Kauf überteuerter Immobilien möglich

  • urteilsrubrik.de (Kurzinformation)

    My home is my castle

  • 123recht.net (Pressemeldung)

    Besserer Schutz für Verbraucher bei Immobiliengeschäften // "Schrottimmobilien-Fälle" sollen künftig erschwert werden

  • 123recht.net (Pressemeldung)

    Widerrufsrecht auch für "Haustürkredite"


  • Vor Ergehen der Entscheidung:


  • 123recht.net (Pressebericht zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung)

    Verhandlung über Widerruf von Haustürkrediten // 300.000 Verträge in zweistelliger Milliardenhöhe betroffen

Besprechungen u.ä. (7)

  • Notare Bayern PDF, S. 28 (Entscheidungsbesprechung)

    § 312a BGB; § 5 HWiG
    Widerrufsrechte bei der Grundstücksfinanzierung (Notar Michael Volmer, Obernburg am Main)

  • meyer-koering.de (Entscheidungsbesprechung)

    Zum Widerrufsrecht bei Realkreditverträgen

  • nomos.de PDF, S. 9 (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Entwicklung der Rechtsprechung zum fremdfinanzierten Erwerb von Immobilien und Fondsanteilen (Wiss. Mit. Stefan Fritsche; Neue Justiz 12/2004, S. 529-537)

  • notare-wuerttemberg.de PDF, S. 12 (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Das Widerrufsrecht bei verbundenen Verbraucherdarlehensverträgen (Frank Hammann; BWnotZ 2003, 34)

  • ewir-online.de (Entscheidungsbesprechung)

    HWiG § 1 Abs. 1 (a. F.), § 5 Abs. 2; VerbrKrG § 3 Abs. 2 Nr. 2
    Kein Ausschluss des Widerrufsrechts nach HWiG für Realkreditvertrag bei Zurückbleiben des Schutzes auch VerbrKrG ("Heininger/HypoVereinsbank")

  • aerzteblatt.de (Entscheidungsbesprechung)

    Immobilienkredite

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Können Immobilienkreditverträge nach dem "Haustürwiderrufsgesetz" widerrufen werden? (IBR 2002, 366)

Sonstiges

  • Europäischer Gerichtshof (Verfahrensmitteilung)

    Haustürwiderrufsgesetz, §§ 1 Abs. 1 und 5 Abs. 2 ; Verbraucherkreditgesetz, §§ 3 Abs. 2 No. 2 und 7 Abs. 2 Satz 3
    Verbraucherschutz

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 150, 248
  • NJW 2002, 1881
  • ZIP 2002, 1075
  • MDR 2002, 893
  • DNotZ 2002, 859
  • EuZW 2003, 448 (Ls.)
  • NZM 2002, 539
  • ZMR 2002, 498
  • VersR 2002, 1035
  • WM 2002, 1181
  • BB 2002, 1221
  • BB 2002, 194
  • DB 2002, 1262



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Wird zitiert von ... (228)  

  • BGH, 07.05.2014 - IV ZR 76/11  

    Unanwendbarkeit des § 5a Abs. 2 Satz 4 VVG a.F. auf Lebens- und

    Dem Gesetzgeber kann nicht unterstellt werden, dass er sehenden Auges einen Richtlinienverstoß in Kauf nehmen wollte (vgl. zu § 5 Abs. 2 HWiG a.F. BGH, Urteil vom 9. April 2002 - XI ZR 91/99, BGHZ 150, 248, 257).

    Strebt der Gesetzgeber eine richtlinienkonforme Umsetzung an, ist diesem - wenn auch möglicherweise unvollkommen verwirklichten - Zweck Vorrang vor der mit der Einzelnorm verfolgten Zielrichtung zu geben (vgl. Riesenhuber/Roth, Europäische Methodenlehre, 2. Aufl. 2010 § 14 Rn. 59; so im Ergebnis auch BGH; Beschluss vom 8. Januar 2014 - V ZB 137/12, juris; Urteile vom 21. Dezember 2011 - VIII ZR 70/08, BGHZ 192, 148; vom 26. November 2008 - VIII ZR 200/05, BGHZ 179, 27; vom 9. April 2002 - XI ZR 91/99, BGHZ 150, 248; a.A. Brand, VersR 2014, 269, 274).

    (cc) Das gegen eine gespaltene Auslegung angeführte Argument der Abgrenzungsschwierigkeiten (vgl. BGH, Urteil vom 9. April 2002 - XI ZR 91/99, BGHZ 150, 248, 261 f.) greift bei § 5a Abs. 2 Satz 4 VVG a.F. nicht.

    Schließlich lässt sich der richtlinienkonformen Rechtsfortbildung nicht entgegenhalten, sie laufe auf eine - in ständiger Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union abgelehnte (EuGH, NJW 1994, 2473 Rn. 20 - Dori/Recreb; NJW 1986, 2178 Rn. 48 - Marshall) - horizontale Drittwirkung der Richtlinie hinaus (vgl. BGH, Urteil vom 9. April 2002 - XI ZR 91/99, BGHZ 150, 248, 259 f.).

  • BGH, 16.05.2006 - XI ZR 6/04  

    Zu kreditfinanzierten sogenannten "Schrottimmobilien

    Grundpfandkredit und finanziertes Immobiliengeschäft bilden dann nach ständiger Rechtsprechung des erkennenden Senats ausnahmslos kein verbundenes Geschäft (Senat, BGHZ 150, 248, 262; 152, 331, 337; 161, 15, 25; Senatsurteile vom 15. Juli 2003 - XI ZR 162/02, ZIP 2003, 1741, 1743, vom 28. Oktober 2003 - XI ZR 263/02, WM 2003, 2410, 2411, vom 27. Januar 2004 - XI ZR 37/03, WM 2004, 620, 622, vom 9. November 2005 - XI ZR 315/03, WM 2005, 72, 74, vom 18. Januar 2005 - XI ZR 201/03, WM 2005, 375, 376, vom 21. Juni 2005 - XI ZR 88/04, WM 2005, 1520, 1523 und vom 27. September 2005 - XI ZR 79/04, BKR 2005, 501, 504), so dass ein Einwendungsdurchgriff und eine Rückabwicklung nach § 9 VerbrKrG entgegen der Ansicht der Revision von vornherein nicht in Betracht kommen.

    Auch der erkennende Senat hat eine solche Belehrung deshalb in Übereinstimmung mit der damals einhelligen Meinung der Obergerichte (OLG Stuttgart WM 1999, 74, 75 f. und WM 1999, 1419; OLG München WM 1999, 1419) und der herrschenden Ansicht in der Literatur (vgl. die Nachweise in BGH WM 2000, 26, 27) in seinem Beschluss vom 29. November 1999 (XI ZR 91/99, WM 2000, 26, 27 ff.) als nicht erforderlich angesehen und seine Meinung erst aufgrund des anders lautenden Urteils des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften vom 13. Dezember 2001 (Rs. C-481/99, WM 2001, 2434 ff. Heininger) geändert (BGHZ 150, 248, 252 ff.).

  • BVerfG, 26.09.2011 - 2 BvR 2216/06  

    Die Verfassungsbeschwerden betreffen die aus der verfassungsrechtlichen Bindung

    Der Bundesgerichtshof legte daraufhin § 5 Abs. 2 HWiG "richtlinienkonform einschränkend" aus (vgl. BGHZ 150, 248 ).

    Der Bundesgerichtshof hielt dabei den Wortlaut von § 5 Abs. 2 HWiG für "nicht eindeutig" und daher die Norm für auslegungsfähig (BGHZ 150, 248 ).

    Nur dies werde auch dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 13. Dezember 2001 (a.a.O.) gerecht, das sich zwar im Tenor auf Realkredite beschränke, nach seinen Gründen jedoch keinen Zweifel daran lasse, dass die Widerrufsmöglichkeit nach der Haustürgeschäfterichtlinie auf alle Kreditverträge anwendbar sei, sofern eine Haustürsituation vorliege (BGHZ 150, 248 ).

    Sie haben auf die Ausführungen im Urteil des Bundesgerichtshofs vom 9. April 2002 (vgl. BGHZ 150, 248 ff.) Bezug genommen.

    Der Gesetzgeber habe es danach möglicherweise als sinnvoll angesehen, jeweils das sachnähere Gesetz für anwendbar zu erklären, solange dieses einen dem Haustürwiderrufsgesetz vergleichbaren Schutz gewährleiste (vgl. BGHZ 150, 248 ).

    Die Gerichte haben sich in den angegriffenen Entscheidungen auf die durch den Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 9. April 2002 (vgl. BGHZ 150, 248 ff.) vorgenommene Auslegung von § 5 Abs. 2 HWiG bezogen.

    So hat er etwa Äußerungen in der oberlandesgerichtlichen Rechtsprechung und im Schrifttum aufgegriffen, nach denen Sinn und Zweck des § 5 Abs. 2 HWiG dessen einschränkende Auslegung forderten (OLG München, Urteil vom 11. April 2000 - 5 U 3432/99 -, WM 2000, S. 1336 ; Fischer/Machunsky, Haustürwiderrufsgesetz Kommentar, 2. Aufl. 1995, Grundlagen Rn. 83; Stüsser, NJW 1999, S. 1586 ), andererseits hat er auch Stimmen in Rechtsprechung und Literatur erwähnt, die vertreten, dass das Verbraucherkreditgesetz als  lex specialis  das Haustürwiderrufsgesetz vollkommen verdrängt (vgl. BGHZ 150, 248 m.w.N.).

    Der Bundesgerichtshof hat sein Urteil vom 9. April 2002 maßgeblich mit dem Hinweis auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs begründet, aber es auch darauf gestützt, dass die Gesetzesbegründung eine einschränkende Auslegung des § 5 Abs. 2 HWiG nahelege, weil sie sich so deuten lasse, dass jeweils das sachnähere Gesetz für anwendbar zu erklären sei, solange dieses einen dem Haustürwiderrufsgesetz vergleichbaren Schutz gewährleiste (vgl. BGHZ 150, 248 ).

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