Rechtsprechung
   BGH, 16.03.2006 - III ZR 152/05   

Volltextveröffentlichungen (19)

  • openjur.de
  • bundesgerichtshof.de PDF
  • LawCommunity.de

    Verträge über R-Gespräche

  • webshoprecht.de

    Sorgfaltspflichten des Telefon-Anschlussinhabers zur Vermeidung von R-Gesprächen

  • Judicialis
  • JurPC

    TKV § 16 Abs. 3 Satz 3; BGB § 164, BGB § 312d Abs. 3
    R-Gespräche

  • ra-skwar.de

    R-Gespräch - Kostentragung

  • Jurion
  • r-gespraeche-und-recht.de
  • RA Kotz

    R-Gespräche - Haftung für R-Gesprächsannahme - Widerruf von R-Gesprächen

  • Prof. Dr. Lorenz (Kurzanmerkung und Volltext)

    Vertragsschluß bei Telekommunikationsdienstleistungen: Verpflichtung des Telefonanschlußinhabers bei Benutzung durch Dritte im Wege der Anscheinsvollmacht (R-Gespräch); Erlöschen des Widerrufsrechts nach § 312d Abs. 3 Nr. 2 BGB)

  • FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
  • Juristenzeitung(kostenpflichtig)

    Anscheinsvollmacht bei Telekommunikationsdienstleistungen?

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Verpflichtung des Inhabers eines Telefonanschlusses durch die Entgegennahme von R-Gesprächen durch Dritte

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Telekommunikationsrecht - Entgegennahme von R-Gesprächen durch Dritte

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (16)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Zu Verträgen über R-Gespräche

  • MIR - Medien Internet und Recht (Leitsatz)

    Den Inhaber eines Telefonanschlusses trifft grundsätzlich keine Obliegenheit, durch technische Vorkehrungen die Entgegennahme von R-Gesprächen durch Dritte über seinen Netzzugang zu verhindern. Zum Widerrufsrecht bei Verträgen über R-Gespäche. § 16 Abs. 3 Satz 3 TKV, §§ 164, 312d Abs. 3 BGB

  • raschlosser.com (Kurzinformation)

    R-Gespräch

  • verbraucherrechtliches.de (Kurzinformation)

    Zahlungsverpflichtung bei R-Gesprächen?

  • verbraucherrechtliches.de (Kurzinformation)

    Zu R-Gesprächen

  • wkdis.de (Pressemitteilung)

    Zu Verträgen über R-Gespräche

  • heise.de (Pressebericht, 16.03.2006)

    Verbraucher haben künftig bessere Karten bei teuren R-Gesprächen

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    R-Gespräch

  • onlineurteile.de (Kurzmitteilung)

    Teure R-Gespräche - Telefonkundin haftet nicht, wenn ihre Tochter die Gespräche führte

  • jurawelt.com (Pressemitteilung)

    Verträge über R-Gespräche

  • beck.de (Kurzinformation)

    Entgelt bei R-Gesprächen

  • beck.de (Leitsatz)

    R-Gespräche

  • dr-bahr.com (Kurzinformation)

    Verträge über R-Gespräche

  • dr-bahr.com (Leitsatz)

    Verträge über R-Gespräche

  • rechtsanwalt.com (Kurzinformation)

    Keine Haftung für von Kindern entgegengenommene R-Gespräche

  • rp-online.de (Kurzinformation)

    BGH stärkt Verbraucherschutz bei R-Gespräch

Besprechungen u.ä. (2)

  • nomos.de PDF, S. 11 (Entscheidungsbesprechung)

    Schutz vor unterwünschten R-Gesprächen (nur) durch Eintragung in die Sperrliste?

  • Prof. Dr. Lorenz (Kurzanmerkung und Volltext)

    Vertragsschluß bei Telekommunikationsdienstleistungen: Verpflichtung des Telefonanschlußinhabers bei Benutzung durch Dritte im Wege der Anscheinsvollmacht (R-Gespräch); Erlöschen des Widerrufsrechts nach § 312d Abs. 3 Nr. 2 BGB)

Sonstiges (5)

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Anmerkung von Klees zum Urteil des BGH vom 16.03.2006, Az.: III ZR 152/05 (Haftung des Anschlussinhabers für R-Gespräche" von Prof. Dr. Andreas Klees, original erschienen in: CR 2006, 458 - 460.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 16.03.2006, Az.: III ZR 152/05 (Anscheinsvollmacht bei Telekommunikationsdienstleistungen)" von Prof. Dr. Thomas Lobinger, original erschienen in: JZ 2006, 1073 - 1080.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 16.03.2006, Az.: III ZR 152/05 (R-Gespräche)" von Prof. Dr. Peter Mankowski, original erschienen in: MMR 2006, 458 - 461.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Rechtliche Fragen rund um das R-Gespräch" von Wiss. Ass. Dr. Ruth Janal, LL.M., original erschienen in: K&R 2006, 272 - 279.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Schutz vor unerwünschten R-Gesprächen (nur) durch Eintragung in die Sperrliste?" von Wiss. Mit. Leif Böttcher, LL.M., original erschienen in: VuR 2006, 256 - 259.

Verfahrensgang

  • AG Würzburg, 15.02.2005 - 16 C 2202/04 ./
  • LG Würzburg, 29.06.2005 - 42 S 486/05
  • BGH, 16.03.2006 - III ZR 152/05

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 166, 369
  • NJW 2006, 1971
  • MDR 2006, 1033
  • FamRZ 2007, 384 (Ls.)
  • WM 2006, 1257
  • MMR 2006, 453
  • K&R 2006, 281
  • ZUM 2006, 635



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Wird zitiert von ... (36)  

  • BGH, 11.05.2011 - VIII ZR 289/09  

    Zur vertraglichen Haftung des Kontoinhabers bei unbefugter Nutzung seines

    (2) Eine Anscheinsvollmacht ist dagegen gegeben, wenn der Vertretene das Handeln des Scheinvertreters nicht kennt, er es aber bei pflichtgemäßer Sorgfalt hätte erkennen und verhindern können, und wenn der Geschäftspartner annehmen durfte, der Vertretene kenne und billige das Handeln des Vertreters (st. Rspr.; vgl. Senatsurteile vom 13. Juli 1977 - VIII ZR 243/75, WM 1977, 1169 unter IV mwN; vom 10. Januar 2007 - VIII ZR 380/04, aaO Rn. 25; BGH, Urteile vom 5. März 1998 - III ZR 183/96, NJW 1998, 1854 unter II 2 a mwN; vom 16. März 2006 - III ZR 152/05, BGHZ 166, 369 Rn. 17).

    Allerdings greifen die Rechtsgrundsätze der Anscheinsvollmacht in der Regel nur dann ein, wenn das Verhalten des einen Teils, aus dem der Geschäftsgegner auf die Bevollmächtigung des Dritten glaubt schließen zu können, von einer gewissen Dauer und Häufigkeit ist (Senatsurteile vom 13. Juli 1977 - VIII ZR 243/75, aaO; vom 10. Januar 2007 - VIII ZR 380/04, aaO; BGH, Urteile vom 5. März 1998 - III ZR 183/96, aaO; vom 16. März 2006 - III ZR 152/05, aaO).

    Es fehlt daher an einem von der Beklagten geschaffenen Vertrauenstatbestand, auf den sich der Kläger hätte stützen können (vgl. hierzu auch Senatsurteile vom 13. Juli 1977 - VIII ZR 243/75, aaO; vom 10. Januar 2007 - VIII ZR 380/04, aaO; BGH, Urteil vom 16. März 2006 - III ZR 152/05, aaO).

  • BGH, 26.01.2016 - XI ZR 91/14  

    Zu Beweisgrundsätzen bei streitigen Zahlungsaufträgen im Online-Banking

    aa) Eine Anscheinsvollmacht setzt voraus, dass der Vertretene das Handeln des Scheinvertreters nicht kennt, er es aber bei pflichtgemäßer Sorgfalt hätte erkennen und verhindern können, und der Geschäftspartner annehmen durfte, der Vertretene kenne und billige das Handeln des Vertreters (st. Rspr., vgl. BGH, Urteile vom 10. Januar 2007 - VIII ZR 380/04, NJW 2007, 987 Rn. 25, vom 16. März 2006 - III ZR 152/05, BGHZ 166, 369 Rn. 17 und vom 11. Mai 2011 - VIII ZR 289/09, BGHZ 189, 346 Rn. 16 jeweils mwN).

    Zudem ist im Grundsatz erforderlich, dass das Verhalten des Geschäftsherrn, aus dem der Geschäftsgegner auf die Bevollmächtigung des Dritten schließt, von einer gewissen Dauer und Häufigkeit ist (st. Rspr., vgl. BGH, Urteile vom 10. Januar 2007 - VIII ZR 380/04, NJW 2007, 987 Rn. 25, vom 16. März 2006 - III ZR 152/05, BGHZ 166, 369 Rn. 17 und vom 11. Mai 2011 - VIII ZR 289/09, BGHZ 189, 346 Rn. 16 jeweils mwN).

  • AG Saarbrücken, 26.02.2010 - 37 C 212/09  

    Telefonanschluss - Elternhaftung für Minderjährige

    Über § 16 Abs. 3 Satz 3 TKV habe der BGH ausweislich des Urteils vom 16.03.2006 = NJW 2006, 1971ff die dogmatischen Anforderungen an die Anscheinsvollmacht - jedenfalls für das Telekommunikationsrecht - reduziert, so dass jeder Teilnehmer am Rechtsverkehr für das seiner Risikosphäre zuzurechnende Verhalten Dritter auch vertraglich einzustehen habe.

    bb) Auch liegt in der allgemeinen Gestattung, das häusliche Telefon zu benutzen, keine positive schlüssige Bevollmächtigung, Verträge über das Telefon oder die Telefonrechnung zu schließen (vgl. in diesem Zusammenhang auch BGH NJW 2006, 1971 (1972)).

    Eine Anscheinsvollmacht liegt vor, wenn der Vertretene das Handeln des Scheinvertreters, hier also des Sohns, nicht kennt, jedoch bei pflichtgemäßer Sorgfalt hätte erkennen und verhindern können und der Andere darauf vertraut hat und vertrauen durfte, der Vertretene dulde und billige das Handeln des Vertreters (vgl. BGH NJW 2006, 1971 (1972)).

    Zudem greifen die Rechtsgrundsätze der Anscheinsvollmacht in der Regel nur dann ein, wenn das Verhalten des Gegenüber von gewisser Dauer und Häufigkeit ist (vgl. insoweit die Ausführungen BGH NJW 2006, 1971 (1972)).

    Dies gilt schon deshalb, weil der jeweilige Nutzer den Anbietern gegenüber typischerweise anonym bleibt (vgl. auch BGH NJW 2006, 1971 (1972)).

    c) Angesichts der zuvor genannten Entscheidung BGH NJW 2006, 1971ff, die sich ausdrücklich mit der Haftung für Telefonkosten befasst und auf die sich auch die Klägerseite ausdrücklich bezieht (vgl. z. B. Klägerschriftsatz vom 13.07.2009, S 2 = Blatt 43 d. A.), kann zumindest im Ansatz keine Rede davon sein, dass - so die Formulierung im Klägerschriftsatz vom 13.07.2009, S. 2 - vor dem Hintergrund dieser Rechtssprechung das Zustandekommen eines Vertrages zwischen dem Anbieter und dem Teilnehmer (gemeint ist der Anschlussinhaber) auch bei einem Missbrauch durch Dritte problemlos anzunehmen ist.

    Richtig ist, dass der Bundesgerichtshof im Zusammenhang mit der früher geltenden Regelung des § 16 Abs. 3 TKV, dem gesetzlichen Vorläufer des jetzigen § 45i TKG, auch ausgeführt hat, dass eine vertragliche Haftung des Anschlussinhabers für die Inanspruchnahme von Telefondiensten durch seine Familienangehörigen in diesen Konstellationen nicht stets ausscheidet (vgl. BGH NJW 2006, 1971 (1972)).

    Auf einen individuell geschaffenen Vertrauenstatbestand komme es danach im Hinblick auf die Tatsache, dass es sich bei der Erbringung von Verbindungsdienstleistungen um ein praktisch vollständig technisiertes, anonymes Massengeschäft handele, nicht mehr an (so BGH NJW 2006, 1971 (1973)).

    Zwar ist als Grundansatz davon auszugehen, dass der Anschlussinhaber alle ihm zumutbaren geeigneten Vorkehrungen zu treffen hat, um eine nicht gebilligte Nutzung des Telefons zu unterbinden (vgl. auch im Ansatz BGH NJW 2006, 1971 (1973)).

    Die Benutzung eines Telefons auch durch Minderjährige gehört zu den normalen Kommunikationsbedürfnissen in einer informationstechnisch fortgeschrittenen Gesellschaft (vgl. zu diesem Gesichtspunkt auch BGH NJW 2006, 1971 (1973)).

  • BGH, 17.02.2011 - III ZR 35/10  

    In Mobilfunkverträgen verwendete Allgemeine Geschäftsbedingungen

    (1) Der Senat hat schon zum Telefondienstvertrag im Festnetzbereich ausgeführt, dass auch bei der Nutzung der Telefondienstleistungen durch Dritte eine Entgeltpflicht des Anschlussinhabers in Betracht kommt, wenn er die Nutzung des Dritten zu vertreten hat (Senatsurteil vom 16. März 2006 - III ZR 152/05, BGHZ 166, 369 Rn. 19).
  • BGH, 19.07.2012 - III ZR 71/12  

    Vertrag über die Bereitstellung eines Telefon- und Internetanschlusses:

    Der noch zu § 16 Abs. 3 Satz 3 TKV 1997 aufgestellte Maßstab des § 276 Abs. 1 BGB (BGH, 16. März 2006, III ZR 152/05, BGHZ 166, 369 Rn. 20 und 4. März 2004, III ZR 96/03, BGHZ 158, 201, 205 ff) gilt auch für § 45i Abs. 4 Satz 1 TKG.

    Der Anschlussinhaber muss nach dem Maßstab des § 276 Abs. 1 BGB (Senatsurteil vom 16. März 2006 - III ZR 152/05, BGHZ 166, 369 Rn. 20; Senatsurteil vom 4. März 2004 aaO, S. 209) alle ihm zumutbaren geeigneten Vorkehrungen treffen, um eine von ihm nicht gebilligte Nutzung seines Anschlusses zu unterbinden.

    Zumutbar sind diejenigen Maßnahmen, die einem gewissenhaften durchschnittlichen Kunden bekannt sind und zu deren Durchführung er mit vertretbarem Aufwand in der Lage ist (Senatsurteil vom 16. März 2006 aaO, Rn. 22).

    An dem vom Senat (Urteile vom 16. März 2006 aaO, Rn. 20 und vom 4. März 2004 aaO) noch zu § 16 Abs. 3 Satz 3 TKV 1997 aufgestellten Maßstab des § 276 Abs. 1 BGB ist auch für § 45i Abs. 4 Satz 1 TKG festzuhalten.

  • BGH, 16.11.2006 - III ZR 58/06  

    Geltendmachung von Vergütungen für die Nutzung von Mehrwertdienstangeboten durch

    a) Zum einen besteht der als Dauerschuldverhältnis zu qualifizierende Telefondienstvertrag, durch den sich der Teilnehmernetzbetreiber - hier die Klägerin - verpflichtet, dem Kunden den Zugang zum öffentlichen Telekommunikationsnetz zu eröffnen und zu ermöglichen, unter Aufbau abgehender und Entgegennahme ankommender Telefonverbindungen mit anderen Teilnehmern eines Telefonfest- oder Mobilfunknetzes Sprache oder sonstige Daten auszutauschen (vgl. Senatsurteil BGHZ 158, 201, 203; Senatsurteile vom 22. November 2001 - III ZR 5/01 - NJW 2002, 361, 362, vom 28. Juli 2005 - III ZR 3/05 - NJW 2005, 3636, 3637 und vom 16. März 2006 - III 152/05 - NJW 2006, 1971, Rn. 10 mit Besprechung von Zagouras NJW 2006, 2368).
  • LG Saarbrücken, 28.04.2009 - 9 O 312/08  

    Vergütung für die Inanspruchnahme einer Mehrwertdienstenummer betreffend die

    Aus diesem Grund tritt neben den als Dauerschuldverhältnis zu qualifizierenden Telefondienstvertrag mit dem Teilnehmernetzbetreiber ein weiteres Rechtsverhältnis mit dem Anbieter eines Mehrwertdienstes hinzu, wenn der Nutzer einen solchen Dienst anwählt (BGHZ 158, 201; BGH NJW 2002, 361; BGH NJW 2005, 3636; BGH NJW 2006, 1971).

    Selbst wenn dies nicht der Beklagte selbst gewesen wäre, käme grundsätzlich ein vertraglicher Anspruch in Betracht kommt (vgl. dazu eingehend zum R-Gespräch BGH NJW 2006, 1971).

    Diese Bestimmung grenzt die Risikosphären zwischen dem Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen und dem Anschlusskunden bezüglich des Zugriffs Dritter auf den Netzzugang unter dem objektivierten Gesichtspunkt von einander ab, ob der Kunde die Nutzung seines Anschlusses zu vertreten hat (BGH NJW 2006, 1971; BGHZ 158, 205; siehe auch Begründung der Bundesregierung zum Entwurf der TKV, BR-Drucks. 551/97, S. 36; Ehmer in Beck'scher TKG-Kommentar, 2. Aufl., Anh § 41 § 16 TKV Rn. 15, 17; Grabe MMR 2005, 483; Nießen in: Manssen, Telekommunikations- und Multimediarecht, C § 41/§ 16 TKV Rn. 48, Stand: 7/03, jeweils zitiert nach BGH NJW 2006, 1971).

    Auf einen individuell geschaffenen Vertrauenstatbestand kommt es seither im Hinblick auf die Tatsache, dass es sich bei der Erbringung von Verbindungsdienstleistungen um ein praktisch vollständig technisiertes, anonymes Massengeschäft handelt, nicht mehr an (BGH NJW 2006, 1971).

    Im Rahmen eines bestehenden Schuldverhältnisses (§ 241 BGB) muss sich der Anschlussinhaber das Verhalten derjenigen, denen er Zugang zum Netzanschluss gewährt, zurechnen lassen (BGH NJW 2006, 1971 zum damaligen § 16 TKV, der statt einer "Zurechnung" ein "Vertretenmüssen" verlangte).

    Als zumutbar sind diejenigen Maßnahmen angesehen worden, die einem gewissenhaften durchschnittlichen Telefonkunden bekannt sind und zu deren Durchführung er mit vertretbarem Aufwand in der Lage ist (BGH NJW 2006, 1971).

  • BSG, 23.04.2009 - B 9 VJ 1/08 R  

    Impfschaden - Beschädigtenrente - Impfstudie - Impfempfehlung - Rechtsschein -

    Daher hat die zivilrechtliche Anscheins- bzw Duldungsvollmacht zur Voraussetzung, dass 1. ein zum Handeln in fremdem Namen nicht Befugter als Vertreter aufgetreten ist, 2. der Geschäftsgegner davon ausgehen konnte und darauf vertraut hat, dass der als Vertreter Handelnde Vollmacht habe, und 3. der Geschäftsherr das Verhalten des unbefugten Vertreters kannte und nicht dagegen eingeschritten ist, obwohl ihm das möglich gewesen wäre (im Falle der Duldungsvollmacht) bzw er dessen in der Regel wiederholtes und sich über einen gewissen Zeitraum erstreckendes Verhalten zwar nicht kannte, es aber bei Anwendung pflichtgemäßer Sorgfalt hätte erkennen müssen und verhindern können (vgl aus der Rechtsprechung zuletzt etwa BGH NJW 2006, 1971, 1972 MDR 2003, 1283; vgl aus der Literatur dazu insbesondere Schramm in MünchKomm zum BGB, 5. Aufl 2006, § 167 RdNr 4749 und 54; vgl Heinrichs, aaO, § 172 RdNr 6 ff).

    Jedoch ist dies nicht zwangsläufig so; vielmehr ist auch nach der zivilgerichtlichen Rechtsprechung unter Umständen davon abzuweichen und stets eine Betrachtung des konkreten Einzelfalls vorzunehmen (vgl abweichend von den üblichen Voraussetzungen einer Anscheinsvollmacht etwa in Fällen anonymer Massengeschäfte zB BGH, Urteil vom 16.3.2006, III ZR 152/05, NJW 2006, 1971, 1973).

  • LG Saarbrücken, 22.06.2011 - 10 S 60/10  

    Vertrieb von Zusatzleistungen zu einem Internetspiel

    Aus diesem Grund tritt neben den als Dauerschuldverhältnis zu qualifizierenden Telefondienstvertrag mit dem Teilnehmernetzbetreiber ein weiteres Rechtsverhältnis mit dem Anbieter eines Mehrwertdienstes hinzu, wenn der Nutzer einen solchen Dienst anwählt (BGHZ 158, 201; BGH NJW 2002, 361; BGH NJW 2005, 3636; BGH NJW 2006, 1971; vgl zu alledem auch LG Saarbrücken CR 2010, 173ff).

    Diese Bestimmung grenzt die Risikosphären zwischen dem Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen und dem Anschlusskunden bezüglich des Zugriffs Dritter auf den Netzzugang unter dem objektivierten Gesichtspunkt von einander ab, ob der Kunde die Nutzung seines Anschlusses zu vertreten hat (BGH NJW 2006, 1971; BGHZ 158, 205; siehe auch Begründung der Bundesregierung zum Entwurf der TKV, BR-Drucks. 551/97, S. 36; Ehmer in Beck'scher TKG-Kommentar, 2. Aufl., Anh § 41 § 16 TKV Rn. 15, 17; Grabe MMR 2005, 483; Nießen in: Manssen, Telekommunikations- und Multimediarecht, C § 41/§ 16 TKV Rn. 48, Stand: 7/03, jeweils zitiert nach BGH NJW 2006, 1971).

    Auf einen individuell geschaffenen Vertrauenstatbestand kommt es seither im Hinblick auf die Tatsache, dass es sich bei der Erbringung von Verbindungsdienstleistungen um ein praktisch vollständig technisiertes, anonymes Massengeschäft handelt, nicht mehr an (BGH NJW 2006, 1971).

    Im Rahmen eines bestehenden Schuldverhältnisses (§ 241 BGB) muss sich der Anschlussinhaber das Verhalten derjenigen, denen er Zugang zum Netzanschluss gewährt, zurechnen lassen (BGH NJW 2006, 1971 zum damaligen § 16 TKV, der statt einer "Zurechnung" ein "Vertretenmüssen" verlangte).".

  • OLG Köln, 22.01.2010 - 6 U 119/09  

    Wirksamkeit verschiedener Klauseln in Verträgen mit Verbrauchern über

    Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 16.03.2006 - III ZR 152/05 (BGHZ 166, 369 [Rn. 17 ff.] = NJW 2006, 1971 = MDR 2006, 1033) passen auf den Abschluss von Verträgen über Verbindungsdienstleistungen durch die Wahl von Nummern am Telefongerät mangels individuellen Vertrauenstatbestands zwar nicht die herkömmlichen Kriterien der Anscheinsvollmacht; anwendbar ist bei Telekommunikationsdienstleistungen als einem praktisch vollständig technisierten, anonymen Massengeschäft aber auch darüber hinaus der Rechtsgedanke, dass ein Teilnehmer am Rechtsverkehr für das seiner Risikosphäre zuzurechnende Verhalten Dritter vertraglich einzustehen hat.
  • AG Berlin-Mitte, 08.07.2010 - 106 C 26/10  

    Anspruch auf Rückzahlung von Gebühren für Klingelton-Abonnements im Falle des

  • LG Saarbrücken, 22.06.2011 - 10 S 99/10  

    Telekommunikationsvertrag - Internetspiel, kostenpflichtiges -

  • LG Saarbrücken, 27.01.2012 - 10 S 80/11  

    Online-Spiel - Nutzung durch Minderjährige - Vertragsschluss

  • BGH, 17.02.2011 - III ZR 36/10  

    Rechtmäßigkeit der Sperre eines Mobilfunkanschluss wegen Zahlungsverzugs bei

  • VG Köln, 16.04.2008 - 11 L 307/08  

    "Tastendruckmodell" bei Telefonwerbung bleibt verboten // Verbraucherschutz

  • BGH, 08.03.2007 - III ZR 128/06  

    Formularmäßige Überbürdung des Risikos der Einbringlichkeit einer zum Inkasso

  • OLG Karlsruhe, 13.09.2011 - 17 U 104/10  

    Fernabsatzvertrag: Widerruf beim Kauf von Zertifikaten

  • LG Münster, 22.12.2011 - 6 S 25/11  

    Anscheinsvollmacht bei Inanspruchnahme von Telekommunikationsdienstleistungen

  • AG Berlin-Mitte, 23.10.2008 - 16 C 123/08  

    Ausschluss des Widerrufsrechts - Design der Widerrufselehrung - Webdesign -

  • LG Deggendorf, 19.07.2011 - 13 S 141/10  

    Call-by-Call-Verträge - Tarifveröffentlichung

  • LG Mannheim, 12.05.2009 - 2 O 268/08  

    Wettbewerbsverstöße im Internet im Zusammenhang mit dem Angebot kostenpflichtigen

  • LG Bochum, 29.04.2009 - 4 O 408/08  

    Anspruch eines Telefonbezahlsystem-Anbieters gegen den Anschlussinhaber auf

  • OLG Köln, 22.01.2010 - 6 U 133/09  

    Formularmäßige Vereinbarung der Entgeltpflicht für die Nutzung eines

  • AG Montabaur, 15.01.2008 - 15 C 195/07  

    Kein Erlöschen des Widerrufsrechts wegen Inanspruchnahme der Dienstleistung bei

  • LG Kiel, 25.03.2009 - 5 O 206/08  

    Allgemeine Geschäftsbedingungen eines Mobilfunkvertrages: Wirksamkeit von

  • AG Berlin-Schöneberg, 27.01.2010 - 104a C 413/09  
  • AG Hamburg, 12.01.2011 - 7c C 53/10  

    Telefonanschluss - Nutzung durch Minderjährigen - Anscheinsvollmacht

  • AG Meldorf, 15.09.2009 - 87 C 554/09  

    Einbeziehung von AGB bei Internet-by-Call-Verträgen

  • AG Bocholt, 13.11.2014 - 4 C 26/14  

    Anschlussinhaber haftet nicht für Nutzung von Mehrwertdiensten durch

  • AG Amberg, 29.05.2009 - 2 C 1424/08  

    Haftung des Telefonanschlussinhabers für Entgeltansprüche aus einem

  • AG Osterholz-Scharmbeck, 27.04.2009 - 13 C 1348/08  

    Keine Haftung der Eltern für Anrufe der Kinder auf 0900-Nummern

  • AG Lebach, 21.06.2011 - 13 C 653/10  

    Mehrwerdienst, Angebot eines - Vertragspartner

  • AG Wiesbaden, 04.05.2010 - 932 C 7017/09  

    Zu den Voraussetzungen des Abschlusses eines call by call- Vertrages

  • LG Fulda, 19.09.2011 - 2 O 108/09  

    Rechtsscheinhaftung: Annahme einer Anscheinsvollmacht bei einmaligem Auftreten;

  • AG Minden, 29.11.2011 - 21 C 228/11  

    Zulässigkeit eines Widerrufs eines Geschäftsbesorgungsvertrags mit

  • LG Fulda, 19.09.2011 - 4 (2) O 108/09  
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