Rechtsprechung
   BGH, 14.05.2013 - VI ZR 269/12   

Volltextveröffentlichungen (18)

  • lexetius.com

    ZPO § 32; EGBGB Art. 40 Abs. 1 Satz 2; BGB § 823 Abs. 1, § 1004

  • MIR - Medien Internet und Recht

    Suchwortergänzungsfunktion - Zur (Störer-) Haftung des Betreibers einer Internet-Suchmaschine für Persönlichkeitsverletzungen im Rahmen einer Autocomplete-Funktion.

  • IWW
  • openjur.de

    §§ 823 Abs. 1, 1004 BGB; § 32 ZPO; Artt. 2 Abs. 1, 1 Abs. 1 GG; Art. 40 Abs. 1 Satz 2 EGBGB

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 32 ZPO, Art 40 Abs 1 S 2 BGBEG, § 823 Abs 1 BGB, § 1004 BGB
    Persönlichkeitsschutz im Internet: Voraussetzungen der Haftung des Betreibers einer Internet-Suchmaschine mit Suchwortergänzungsfunktion

  • Telemedicus

    Autocomplete

  • webshoprecht.de

    Zur Störerhaftung durch nutzergenerierte Ergänzung von Suchbegriffen in Suchmaschinen

  • JurPC

    Verantwortlichkeit des Betreibers einer Suchmaschine mit Suchwortergänzungsfunktion

  • aufrecht.de

    Google Autocomplete und die Grenzen der Rechtmäßigkeit

  • ra-skwar.de

    Google - Suchvorschläge - Persönlichkeitsrechtsschutz

  • Jurion

    Inanspruchnahme des Betreiber einer Internet-Suchmaschine mit Suchwortergänzungsfunktion auf Unterlassung der Ergänzung persönlichkeitsrechtsverletzender Begriffe bei Eingabe des Namens des Betroffenen; Verletzung zumutbarer Prüfpflichten als Voraussetzung für die Haftung des Betreibers einer Internet-Suchmaschine

  • debier datenbank

    Autocomplete-Funktion

    Art. 1, 2, 5, 14 GG

  • suchmaschinen-und-recht.de

    Haftung von Google für Autocomplete-Funktion

  • kanzlei-rader.de

    Zur Verletzung des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch "Autocomplete”-Funktion

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Inanspruchnahme des Betreiber einer Internet-Suchmaschine mit Suchwortergänzungsfunktion auf Unterlassung der Ergänzung persönlichkeitsrechtsverletzender Begriffe bei Eingabe des Namens des Betroffenen; Verletzung zumutbarer Prüfpflichten als Voraussetzung für die Haftung des Betreibers einer Internet-Suchmaschine

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    IT-Recht - Googles Suchwortergänzungsfunktion muss geändert werden!

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (49)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Zur Zulässigkeit persönlichkeitsrechtsverletzender Suchergänzungsvorschläge bei "Google"

  • MIR - Medien Internet und Recht (Kurzmitteilung)

    Autocomplete-Funktion - Zur Haftung von "Google" für persönlichkeitsrechtsverletzende Suchwortergänzungsvorschläge.

  • beck-blog (Kurzinformation)

    Google-Autovervollständigung: Persönlichkeitsrechte sind - auf Beschwerde hin - zu beachten

  • cmshs-bloggt.de (Kurzinformation)

    Auch ein Automat kann die Persönlichkeit verletzen

  • lhr-law.de (Kurzinformation)

    Autocomplete-Funktion: Google muss Suchvorschläge löschen

  • wbs-law.de (Entscheidungsbesprechung und Pressemitteilung)

    Googles Autocomplete Funktion kann im Einzelfall rechtswidrig sein

  • lawblog.de (Kurzinformation)

    Google muss Suchergebnisse entschärfen

  • damm-legal.de (Kurzinformation)

    Google muss Suchergänzungsvorschläge (Autocomplete) löschen, wenn Kenntnis von einer darin liegenden Persönlichkeitsrechtsverletzung besteht

  • beckmannundnorda.de (Kurzinformation)

    BGH-Entscheidung zur Haftung von Google für Persönlichkeitsrechtsverletzungen durch Vorschläge der Auto-Complete-Funktion

  • paloubis.com (Kurzinformation)

    Google muss Persönlichkeitsrechtsverletzungen durch Autocomplete löschen

  • ra-plutte.de (Kurzinformation)

    Haftung von Google für Autocomplete-Funktion

  • raheinemann.de (Kurzinformation)

    Google AutoComplete: Bundesgerichtshof entscheidet über die Zulässigkeit persönlichkeitsrechtsverletzender Suchergänzungsvorschläge

  • ferner-alsdorf.de (Kurzinformation)

    IT-Recht: Google Auto Suggest bzw. Auto Complete grundsätzlich in Ordnung

  • ratgeberrecht.eu (Kurzinformation)

    Google Autocomplete-Funktion

  • ratgeberrecht.eu (Kurzinformation)

    Google-Autocomplete

  • urheberrecht.org (Kurzinformation)

    Google haftet ab Kenntnis für »Autocomplete«-Vorschläge

  • urheberrecht.org (Kurzinformation)

    Google will sich mit Autocomplete-Urteil des BGH nicht abfinden

  • heise.de (Pressebericht, 14.05.2013)

    Autocomplete: Google muss in Suchvorschläge eingreifen

  • heise.de (Pressebericht, 26.05.2013)

    Begründung zu Autocomplete-Urteil liegt vor

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Die "Autocomplete"-Funktion in der Google-Suche

  • rechtsindex.de (Kurzinformation)

    Persönlichkeitsrecht: Suchvorschläge beim Eintippen in Google-Suche

  • Betriebs-Berater (Leitsatz)

    Zulässigkeit persönlichkeitsrechtsverletzender Suchergänzungsvorschläge bei "Google"

  • onlineurteile.de (Kurzmitteilung)

    'Google''s dubiose Suchvorschläge Weisen Betroffene den Betreiber der Internetsuchmaschine auf rechtswidrige Vorschläge hin, muss er sie verhindern

  • mahnerfolg.de (Kurzmitteilung)

    Autocomplete-Funktion von Google

  • otto-schmidt.de (Kurzinformation)

    Google muss Suchvorschläge nach berechtigtem Hinweis auf Verletzung von Persönlichkeitsrechten löschen

  • medienrecht-blog.com (Kurzinformation und -anmerkung)

    Suchwort Completed: Google haftet

  • raschlegal.de (Kurzinformation)

    Google muss rechtsverletzende Inhalte aus den automatischen Suchvorschlägen entfernen

  • rechtsportlich.net (Kurzinformation)

    Suchergänzungsvorschläge

  • rechtsportlich.net (Kurzinformation)

    Zulässigkeit persönlichkeitsrechtsverletzender Suchergänzungsvorschläge

  • beck.de (Kurzinformation)

    Suchergänzungsvorschläge von Google - Autocomplete-Funktion

  • angster.net (Kurzinformation)

    Suchergänzungsvorschläge gegen Google

  • anwalt-suchservice.de (Kurzinformation)

    Zulässigkeit persönlichkeitsrechtsverletzender Suchergänzungsvorschläge bei "Google"

  • dr-bahr.com (Kurzinformation)

    Google haftet ab Kenntnis für Autocomplete-Vorschläge

  • dr-schenk.net (Kurzinformation)

    Autocomplete-Urteil des BGH: Google muss Suchvorschläge löschen

  • haerlein.de (Kurzinformation)

    Internet-Suchmaschine - persönlichkeitsrechtsverletzende Suchergänzungsvorschläge - Unterlassungsanspruch?

  • haerlein.de (Kurzinformation)

    Persönlichkeitsrechtsverletzende Autocomplete-Vorschläge bei Internet-Suchmaschine - Unterlassungsanspruch gegen Betreiber?

  • haufe.de (Kurzinformation)

    Haftung eines Suchmaschinenbetreibers für Suchwortergänzungsfunktion

  • internetrecht-nuernberg.de (Zusammenfassung)

    Google-Autocomplete

  • it-rechts-praxis.de (Kurzinformation)

    Zulässigkeit persönlichkeitsrechtsverletzender Suchergänzungsvorschläge bei "Google"

  • kommunen-in-nrw.de (Kurzinformation)

    Stichwort-Ergänzung in Internet-Suchmaschinen

  • kpw-law.de (Kurzinformation)

    Google haftet für Autocomplete Funktion - ab Kenntnis

  • loebisch.com (Kurzinformation)

    Google-Autocomplete

  • nachtwey-ip.eu (Kurzinformation)

    Autocomplete bei Suchmaschinen - Pflicht bei Kenntnis?!

  • przytulla.de (Kurzinformation)

    Haftung des Betreibers einer Internet-Suchmaschine (hier www.google.de) mit Suchwortergänzungsfunktion (Autocomplete)

  • ra-staemmler.de (Kurzinformation)

    Google-Autocomplete

  • recht-freundlich.de: RA Thomas Feil (Kurzinformation)

    Suchergänzungsvorschläge bei Google

  • roggelin.de (Kurzinformation)

    Google muss löschen

  • wvr-law.de (Kurzinformation)

    Möglichwerweise Persönlichkeitsverletzungen durch Autocomplete- Funktion bei Google

  • zeit.de (Pressebericht, 14.05.2013)

    Suchmaschine: Google muss beleidigende Suchworte sperren

Besprechungen u.ä. (14)

  • Telemedicus (Entscheidungsbesprechung)

    Die Autocomplete-Entscheidung im Detail

  • Telemedicus (Entscheidungsbesprechung, auf der Grundlage der Pressemitteilung)

    Die Grenzen der Rechtmäßigkeit bei Googles Autocomplete

  • internet-law.de (Kurzanmerkung)

    Haftung von Google für die Suchwortvervollständigung (Urteil des BGH im Volltext)

  • heise.de (Entscheidungsanmerkung)

    Autocomplete-Funktion von Google

  • deutscheranwaltspiegel.de (Entscheidungsbesprechung)

    BGH klärt Googles Verantwortlichkeit für Autocomplete-Funktion - oder doch nicht?

  • uni-jena.de PDF, S. 20 (Entscheidungsbesprechung)

    Die äußerungsrechtliche Behandlung der Google Predictions - Google Autocomplete (Christian Gomille)

  • medienrecht-blog.com (Kurzinformation und -anmerkung)

    Suchwort Completed: Google haftet

  • cr-online.de (Kurzaufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Rechtsprechung zu den Prüfungspflichten der Online-Dienste - ein Überblick

  • dr-wachs.de (Kurzanmerkung)

    Persönlichkeitsrechtsverletzung im Internet: BGH weist Google in seine Schranken

  • juraexamen.info (Fallbesprechung - aus Ausbildungssicht)

    Unterlassungsanspruch bei persönlichkeitsrechtsverletzenden Suchergänzungsvorschlägen bei "Google”

  • wkblog.de (Entscheidungsbesprechung)

    Zur Verletzung des Persönlichkeitsrechts durch Suchmaschinenbetreiber Google

  • hlci-kontrovers.de (Entscheidungsbesprechung, auf der Grundlage der Pressemitteilung)

    Autocomplete - Autotakedown?

  • cr-online.de (Kurzanmerkung)

    Autocomplete-Urteil: Wer soll dies denn noch verstehen?

  • taz.de (Pressekommentar, 14.05.2013)

    Das Netz der Beleidigten kommt: Bettina Wulff ohne "Rotlicht"

Sonstiges (5)

  • internet-law.de (Meldung mit Bezug zur Entscheidung, 20.06.2013)

    Google bereinigt Autocomplete-Einträge

  • lhr-law.de (Meldung mit Bezug zur Entscheidung)

    Google löscht Begriffe aus der Autovervollständigungsfunktion

  • urheberrecht.org (Meldung mit Bezug zur Entscheidung)

    Autocomplete-Funktion: TV-Wartezimmer erwirkt EV gegen Google

  • urheberrecht.org (Meldung mit Bezug zur Entscheidung)

    Google einigt sich mit Bettina Wulff

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH, 14.5.2013 - VI ZR 269/12 (Haftung des Suchmaschinenbetreibers für die Ergänzung von Suchbegriffen im Internet)" von Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Heinz Ladeur, original erschienen in: JZ 2013, 789 - 794.

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 197, 213
  • NJW 2013, 2348
  • MDR 2013, 710
  • GRUR 2013, 751
  • VersR 2013, 769
  • WM 2013, 1188
  • MMR 2013, 535
  • MIR 2013, Dok. 029
  • ZUM 2013, 550
  • afp 2013, 260



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Wird zitiert von ... (24)  

  • BGH, 12.04.2016 - VI ZR 505/14  

    Zur Zulässigkeit einer Verdachtsberichterstattung über eine Organentnahme

    Sie darf nicht aus dem sie betreffenden Kontext herausgelöst einer rein isolierten Betrachtung zugeführt werden (st. Rspr., Senatsurteile vom 14. Mai 2013 - VI ZR 269/12, BGHZ 197, 213 Rn. 14 mwN; vom 18. November 2014 - VI ZR 76/14, BGHZ 203, 239 Rn. 19 mwN; vom 22. November 2005 - VI ZR 204/04, NJW 2006, 601 Rn. 14).
  • BGH, 31.03.2016 - I ZR 160/14  

    Wettbewerbswidrige Herabsetzung des Mitbewerbers von der Meinungsfreiheit nicht

    Selbst wenn das unvoreingenommene und verständige Publikum im vorliegenden Äußerungszusammenhang hiermit das im Bereich der Immobilienwirtschaft angesiedelte, durch das planmäßige Zusammenwirken mehrerer Beteiligter gekennzeichnete sittlich vorwerfbare Übervorteilen von Anlegern im Sinne des Betrugs verbinden sollte (vgl. [zum "Betrug"] BGH, Urteil vom 14. Mai 2013 - VI ZR 269/12, BGHZ 197, 213 Rn. 14 - Autocomplete-Funktion), so überlagert der wertende Gehalt der Äußerung einen etwaigen Tatsachenkern.
  • BGH, 05.02.2015 - I ZR 240/12  

    Unterlassungsprozess wegen Markenverletzung im Internet: Haftung eines

    ff) Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus der Rechtsprechung des VI. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 14. Mai 2013 - VI ZR 269/12, BGHZ 197, 213 - Autocomplete-Funktion).

    In dieser Entscheidung hat der VI. Zivilsenat angenommen, dass der Betreiber einer Suchmaschine, auch wenn er mit den Ergebnissen des Autocomplete-Hilfsprogramms nicht fremde, sondern eigene Inhalte angeboten hat, nicht als Täter, sondern nur als Störer haftet (BGHZ 197, 213 Rn. 20, 23 ff. - Autocomplete-Funktion).

  • OLG Stuttgart, 26.06.2013 - 4 U 28/13  

    Pflicht des Betreibers eines Internet-Ärzte-Bewertungsportals zur Unterlassung

    Äußerungen von unwahren Tatsachen müssen nicht hingenommen werden (BGH, Urteil vom 14.05.2013, VI ZR 269/12, Rn. 12 mit weiteren Nachweisen).

    Ebenso ist ein Verschulden nicht erforderlich (BGH, Urteil vom 14.05.2013, VI ZR 269/12, Rn. 24 mit weiteren Nachweisen; BGH, Urteil vom 25.10.2011, VI ZR 93/10, Rn. 21).

    (3) Die höchstrichterliche Rechtsprechung verlangt aber, dass Zumutbarkeitsgesichtspunkte zu beachten sind, wenn der Schwerpunkt der Vorwerfbarkeit in einem Unterlassen liegt (BGH, Urteil vom 14.05.2013, VI ZR 269/12, Rn. 25).

    Die Verantwortlichkeit des Unterlassenden wird durch die Kriterien der Möglichkeit und Zumutbarkeit der Erfolgsverhinderung begrenzt (BGH, Urteil vom 14.05.2013, VI ZR 269/12, Rn. 27; BGH, Urteil vom 27.03.2012, VI ZR 144/11 Rn. 18).

    Ist dies der Fall, kann für die Zumutbarkeit der Beseitigung der Beeinträchtigung eine dem Betroffenen obliegende Überwachungspflicht von Bedeutung sein (BGH, Urteil vom 14.05.2013, VI ZR 269/12, Rn. 28).

    Entsprechend den zur Störerhaftung entwickelten Grundsätzen kommt es entscheidend darauf an, ob und inwieweit dem in Anspruch genommenen nach den Umständen des Einzelfalles eine Prüfung zuzumuten ist (BGH, Urteil vom 14.05.2013, VI ZR 269/12, Rn. 29; BGH, Urteil vom 27.03.2012, VI ZR 144/11 Rn. 18; BGH, Urteil vom 25.10.2011, VI ZR 93/10, Rn. 22).

    Weist ein Betroffener den Betreiber auf eine rechtswidrige Verletzung seines Persönlichkeitsrechts hin, ist der Betreiber verpflichtet, zukünftig derartige Verletzungen zu verhindern (BGH, Urteil vom 14.05.2013, VI ZR 269/12, Rn. 30; BGH, Urteil vom 27.03.2012, VI ZR 144/11 Rn. 19; BGH, Urteil vom 25.10.2011, VI ZR 93/10, Rn. 24).

    Weist ein Betroffener den Betreiber einer Internet-Suchmaschine auf eine rechtswidrige Verletzung seines Persönlichkeitsrechts hin, ist der Betreiber der Suchmaschine verpflichtet, zukünftig derartige Verletzungen zu verhindern (BGH, Urteil vom 14.05.2013, VI ZR 269/12, Rn. 30 mit weiteren Nachweisen; BGH, Urteil vom 25.10.2011, VI ZR 93/10, Rn. 24).

  • BGH, 28.07.2015 - VI ZR 340/14  

    Löschungsanspruch gegen Äußerungen auf Webseiten Dritter

    Er kann den Störer nicht nur gemäß § 1004 Abs. 1 Satz 2 BGB analog auf Unterlassung weiterer Störungen, sondern in entsprechender Anwendung von Satz 1 dieser Bestimmung auch auf Beseitigung eines durch die unwahren Tatsachenbehauptungen geschaffenen Zustands fortdauernder Rufbeeinträchtigung in Anspruch nehmen, der sich für ihn als eine stetig sich erneuernde und fortwirkende Quelle der Ehrverletzung darstellt (vgl. Senatsurteil vom 30. November 1971 - VI ZR 115/70, BGHZ 57, 325, 326 ff., 332 f.; BGH, Urteile vom 12. Januar 1960 - I ZR 30/58, JZ 1960, 701, 702; vom 28. September 1973 - I ZR 136/71, NJW 1973, 2285, 2286; BVerfG, AfP 1997, 619, 620; NK-BGB/Katzenmeier, 2. Auflage, Vor §§ 823 ff Rn. 79 ff., § 823 Rn. 241 ff.; MünchKommBGB/Rixecker, 6. Aufl., Anhang zu § 12 Rn. 219 ff.; Staudinger/Hager, 13. Bearb. 1999, § 823 C 271; Palandt/Sprau, BGB, 74. Aufl., Einf v § 823 Rn. 38; Teplitzky, Wettbewerbsrechtliche Ansprüche und Verfahren, 10. Aufl., 22. Kapitel, Rn. 2; vgl. auch Senatsurteil vom 14. Mai 2013 - VI ZR 269/12, BGHZ 197, 213 Rn. 28 sowie zum Beseitigungsanspruch in Gestalt der Veröffentlichung einer strafbewehrten Unterlassungsverpflichtung bei unzulässiger Meinungsäußerung: Senatsurteil vom 25. November 1986 - VI ZR 57/86, BGHZ 99, 133, 136 ff.).

    Dabei genügt als Mitwirkung in diesem Sinne auch die Unterstützung oder die Ausnutzung der Handlung eines eigenverantwortlich handelnden Dritten, sofern der in Anspruch Genommene die rechtliche Möglichkeit zur Verhinderung dieser Handlung hatte (vgl. Senatsurteile vom 14. Mai 2013 - VI ZR 269/12, BGHZ 197, 213 Rn. 24; vom 30. Juni 2009 - VI ZR 210/08, AfP 2009, 494 Rn. 13; vom 18. November 2014 - VI ZR 76/14, AfP 2015, 36 Rn. 37; BGH, Urteil vom 17. Dezember 2010 - V ZR 44/10, AfP 2011, 156 Rn. 10 ff., jeweils mwN).

    Abweichend von dem im Urheber- und Markenrecht entwickelten Begriffsverständnis des I. Zivilsenats (vgl. Urteil vom 19. April 2007 - I ZR 35/04, BGHZ 172, 119 Rn. 34 - Internet-Versteigerung II sowie zuletzt Urteil vom 5. Februar 2015 - I ZR 240/12, GRUR 2015, 485 Rn. 49 - Kinderhochstühle im Internet III) wird im Rahmen des § 1004 BGB auch derjenige als - unmittelbarer - Störer bezeichnet, der nach der Art seines Tatbeitrags sonst als Täter oder Teilnehmer anzusehen wäre (vgl. Senatsurteile vom 30. Juni 2009 - VI ZR 210/08, AfP 2009, 494 Rn. 13; vom 14. Mai 2013 - VI ZR 269/12, BGHZ 197, 213 Rn. 24; BGH, Urteil vom 24. Juni 2003 - KZR 32/02, BGHZ 155, 189, 194 f. - Buchpreisbindung; NK-BGB/Katzenmeier, 2. Aufl., Vor §§ 823 ff Rn. 83; Hollenders, Mittelbare Verantwortlichkeit von Intermediären im Netz, S. 84 f.; Ingendaay, AfP 2011, 126, 127 f.; von Pentz, AfP 2014, 8, 15 ff.).

  • BGH, 18.11.2014 - VI ZR 76/14  

    Nachtrag zu einer ursprünglich zulässigen Verdachtsberichterstattung nach

    Als Störer im Sinne von § 1004 BGB ist nämlich - ohne Rücksicht darauf, ob ihn ein Verschulden trifft - jeder anzusehen, der die Störung herbeigeführt hat (Senatsurteil vom 14. Mai 2013 - VI ZR 269/12, BGHZ 197, 213 Rn. 24 mwN).
  • OLG Braunschweig, 02.04.2014 - 2 U 44/12  

    Zur Täter- bzw. Störerhaftung bei Markenverletzungen durch Treffer auf der

    (aa) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes sind einem Suchmaschinenbetreiber - wie hier der Beklagten -, der ergänzende Suchvorschläge, die er aus den Nutzeranfragen generiert, zuzurechnen, da er sich insoweit nicht mehr ausschließlich auf die Bereitstellung von Informationen für den Zugriff Dritter beschränkt, also seine Tätigkeit nicht nur rein technischer, automatischer und passiver Art ist, sondern er aktiv eigene Informationen zur Verfügung stellt (Urteil vom 14. Mai 2013, VI ZR 269/12, Rn.26 - Autocomplete -).

    Der BGH hat sich in der genannten Entscheidung mit der Verantwortlichkeit der Suchmaschine Google für ergänzende Suchvorschläge beschäftigt, die Google dem Nutzer seiner Suchmaschine unterbreitet (Urteil vom 14. Mai 2013, VI ZR 269/12).

    (b) Während der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs in der POWER BALL-Entscheidung (Urteil vom 04.02.2010, I ZR 51/08, Rn. 45f.) ohne eingehendere Begründung eine täterschaftliche Begehungsweise bejaht hat, hat der VI. Zivilsenat in der Autocomplete-Entscheidung, ohne eine täterschaftliche Begehungsweise ausdrücklich zu prüfen, lediglich eine Störerhaftung angenommen (BGH, Urteil vom 14. Mai 2013, VI ZR 269/12, Rn. 25).

    Zu demselben Ergebnis gelangt der Bundesgerichtshof in der Autocomplete-Entscheidung auch für den Fall, dass sich ein Suchmaschinenbetreiber nicht rein passiv verhält, sondern es durch ergänzende Suchvorschläge, die von der von ihm eingesetzten Software erarbeitet werden, zu Persönlichkeitsverletzungen kommen kann (BGH, Urteil vom 14.05.2013, VI ZR 269/12, Rn. 30 - Autocomplete -).

    Außerdem liegen im Ergebnis unterschiedliche Entscheidungen des I. und des VI. Zivilsenats vor (BGH, Urteil vom 04.02.2010, I ZR 51/08, Rn. 45f. - POWER BALL - und BGH, Urteil vom 14. Mai 2013, VI ZR 269/12, Rn. 25 - Autocomplete -).

  • BGH, 16.12.2014 - VI ZR 39/14  

    Unterlassungsanspruch wegen herabsetzender Äußerungen über ein Unternehmen:

    Er wird hier erkennbar nicht im fachspezifischen, sondern in einem alltagssprachlichen Sinne verwendet (vgl. dazu Senatsurteile vom 29. Januar 2002 - VI ZR 20/01, AfP 2002, 169, 170; vom 14. Mai 2013 - VI ZR 269/12, BGHZ 197, 213 Rn. 14; BVerfGE 85, 1, 19; BVerfG, NJW 2012, 1643 Rn. 42).
  • OLG Braunschweig, 02.04.2014 - 2 U 8/12  

    Zur Täter- bzw. Störerhaftung bei Markenverletzungen durch Treffer auf der

    (aa) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes sind einem Suchmaschinenbetreiber, der ergänzende Suchvorschläge, die er aus den Nutzeranfragen generiert, zuzurechnen, da er sich insoweit nicht mehr ausschließlich auf die Bereitstellung von Informationen für den Zugriff Dritter beschränkt, also seine Tätigkeit nicht nur rein technischer, automatischer und passiver Art ist, sondern er aktiv eigene Informationen zur Verfügung stellt (Urteil vom 14. Mai 2013, VI ZR 269/12, Rn.26 - Autocomplete -).

    Der BGH hat sich in der genannten Entscheidung mit der Verantwortlichkeit der Suchmaschine Google für ergänzende Suchvorschläge beschäftigt, die Google dem Nutzer seiner Suchmaschine unterbreitet (Urteil vom 14. Mai 2013, VI ZR 269/12).

    (b) Während der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs in der POWER BALL-Entscheidung (Urteil vom 04.02.2010, I ZR 51/08, Rn. 45f.) ohne eingehendere Begründung eine täterschaftliche Begehungsweise bejaht hat, hat der VI. Zivilsenat in der Autocomplete-Entscheidung, ohne eine täterschaftliche Begehungsweise ausdrücklich zu prüfen, lediglich eine Störerhaftung angenommen (BGH, Urteil vom 14. Mai 2013, VI ZR 269/12, Rn. 25).

    Zu demselben Ergebnis gelangt der Bundesgerichtshof in der Autocomplete-Entscheidung auch für den Fall, dass sich ein Suchmaschinenbetreiber nicht rein passiv verhält, sondern es durch ergänzende Suchvorschläge, die von der von ihm eingesetzten Software erarbeitet werden, zu Persönlichkeitsverletzungen kommen kann (BGH, Urteil vom 14.05.2013, VI ZR 269/12, Rn. 30 - Autocomplete -).

    Außerdem liegen im Ergebnis unterschiedliche Entscheidungen des I. und des VI. Zivilsenats vor (BGH, Urteil vom 04.02.2010, I ZR 51/08, Rn. 45f. - POWER BALL - und BGH, Urteil vom 14. Mai 2013, VI ZR 269/12, Rn.25 - Autocomplete -) vor.

  • BGH, 30.07.2015 - I ZR 104/14  

    Markenrechtsverletzung im Internet: Haftung eines Betreibers einer

    Ergibt die Prüfung der Umstände des Einzelfalls, dass der Schwerpunkt der Vorwerfbarkeit nicht in einem positiven Tun, sondern in einem Unterlassen liegt (vgl. zur Maßgeblichkeit dieses Abgrenzungskriteriums BGH, Urteil vom 22. Juli 2010 - I ZR 139/08, GRUR 2011, 152 Rn. 34 = WRP 2011, 223 - Kinderhochstühle im Internet I; Urteil vom 14. Mai 2013 - VI ZR 269/12, BGHZ 197, 213 Rn. 25 f. - Autocomplete-Funktion; Köhler in Köhler/Bornkamm, UWG, 33. Aufl., § 8 Rn. 2.16), kommt deshalb nicht nur eine Störerhaftung, sondern auch eine Täter- oder Teilnehmerhaftung durch Unterlassen in Betracht (vgl. zur Täterhaftung durch Unterlassen BGH, Urteil vom 6. April 2000 - I ZR 67/98, GRUR 2001, 82, 83 = WRP 2000, 1263 - Neu in Bielefeld I; Urteil vom 12. Juli 2007 - I ZR 18/04, GRUR 2007, 890 Rn. 36 = WRP 2007, 1173 - Jugendgefährdende Schriften; zur Teilnehmerhaftung durch Unterlassen BGH, GRUR 2011, 152 Rn. 34 - Kinderhochstühle im Internet I; zu beiden Möglichkeiten vgl. Köhler in Köhler/Bornkamm aaO § 8 Rn. 2.16 f.).

    Entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts ergibt sich Abweichendes auch nicht aus dem Urteil "Autocomplete-Funktion" des VI. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs (BGHZ 197, 213).

    Insoweit ist jedoch zu berücksichtigen, dass der VI. Zivilsenat von einem Störerbegriff im Sinne von § 1004 BGB ausgegangen ist, bei dem es grundsätzlich nicht auf Art und Umfang des Tatbeitrags oder auf das Interesse des einzelnen Beteiligten an der Verwirklichung der Störung ankommt (BGHZ 197, 213 Rn. 24 - Autocomplete-Funktion).

  • OLG Köln, 08.04.2014 - 15 U 199/11  

    Haftung für Autocomplete-Vorschläge

  • OLG Stuttgart, 02.10.2013 - 4 U 78/13  

    Haftung von Wikipedia bei Verdachtsberichterstattung

  • BGH, 30.07.2015 - I ZR 97/14  

    Markenverletzung durch Weiterleitung zu einer Konkurrenzseite bei Eingabe der

  • LG Heidelberg, 09.12.2014 - 2 O 162/13  

    Zur Haftung des Betreibers einer Internet-Suchmaschine für von der Suchmaschine

  • OLG Stuttgart, 22.10.2013 - 4 W 78/13  

    Haftung des Betreibers einer Kommunikationsplattform für

  • LG Frankfurt/Main, 05.03.2015 - 3 O 188/14  

    Haftung eines Online-Bewertungsportals für falsche Einträge

  • OLG Köln, 16.12.2014 - 15 U 141/14  
  • LG Köln, 16.09.2015 - 28 O 14/14  

    Google haftet für Inhalte auf Drittseiten ab Kenntnis als Störer

  • OLG Köln, 20.11.2015 - 6 U 40/15  

    Haftung für Markenverletzung durch Suchergebnisse bei Amazon

  • LG Mönchengladbach, 05.09.2013 - 10 O 170/12  

    Google muss Suchergebnis nicht entfernen

  • OLG Düsseldorf, 13.08.2015 - 16 U 121/14  

    Verletzung des Persönlichkeitsrechts einer Fernsehmoderatorin durch einen

  • OLG Düsseldorf, 14.08.2013 - 15 U 121/13  

    Haftung des Betreibers eines Internetportals für rechtsverletzende Inhalte;

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 19.05.2015 - 15 A 86/14  

    Anspruch auf Zulassung zur Nutzung kommunaler Einrichtungen bei Internet-Domain

  • LG Köln, 13.08.2015 - 28 O 75/15  

    Zur Störerhaftung des Betreibers einer Suchmaschine

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