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   BGH, 10.10.1979 - IV ZR 79/78   

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  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    BGB § 1373, § 1376, § 1379
    Bewertung einer Unternehmensbeteiligung bei der Berechnung des Endvermögens

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 75, 195
  • NJW 1980, 229
  • FamRZ 1980, 37



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Wird zitiert von ... (16)  

  • BGH, 09.02.2011 - XII ZR 40/09  

    Familienrecht - Goodwill einer Freiberufler-Praxis im Zugewinnausgleich

    Dabei ist auf den objektiven (Verkehrs-) Wert des jeweiligen Vermögensgegenstandes abzustellen (Senatsurteile BGHZ 175, 207 = FamRZ 2008, 761 Rn. 18; vom 25. November 1998 - XII ZR 84/97 - FamRZ 1999, 361, 362 und vom 24. Oktober 1990 - XII ZR 101/89 - FamRZ 1991, 43, 44; BGHZ 75, 195, 199 = FamRZ 1980, 37, 38).

    Daneben ist auch der Geschäftswert zu berücksichtigen, der sich darin äußert, dass das Unternehmen im Verkehr höher eingeschätzt wird, als es dem reinen Substanzwert der zum Unternehmen gehörenden Vermögensgegenstände entspricht (BGHZ 75, 195, 199 = FamRZ 1980, 37, 38; BGHZ 70, 224 = FamRZ 1978, 332, 333 und BGH Urteil vom 13. Oktober 1976 - IV ZR 104/74 - FamRZ 1977, 38, 39).

    Denn der vermögenswerte Gehalt der Beteiligung liegt in der Mitberechtigung am Unternehmen und der anteiligen Nutzungsmöglichkeit des Unternehmenswertes (BGHZ 75, 195, 199 = FamRZ 1980, 37, 38).

    Lediglich in Fällen, in denen der Gesellschaftsvertrag für den Fall des Ausscheidens aus einer Gemeinschaftspraxis eine Begrenzung des Abfindungsanspruchs (etwa auf den Substanzwert) vorsieht, kann dies Auswirkungen auf den objektiven Wert haben (BGHZ 75, 195, 199 = FamRZ 1980, 37, 38; Senatsurteil vom 25. November 1998 - XII ZR 84/97 - FamRZ 1999, 361, 362; Schröder in Schröder/Bergschneider Familienvermögensrecht 2. Aufl. Rn. 4.279 f.).

    Zwar beruht die Berücksichtigung des Wertes einer freiberuflichen Praxis im Zugewinnausgleich wegen des Stichtagsbezugs nicht auf einem späteren Veräußerungsfall, sondern hebt darauf ab, dass der am Stichtag vorhandene Wert die damit verbundene Nutzungsmöglichkeit auch für den Inhaber selbst weiterhin in sich birgt (Senatsurteil vom 25. November 1998 -XII ZR 84/97 -FamRZ 1999, 361, 363; BGHZ 75, 195, 199 = FamRZ 1980, 37, 38 und BGH Urteil vom 13. Oktober 1976 - IV ZR 104/74 - FamRZ 1977, 38, 39).

    Die Bewertung, die mit dem Zugewinnausgleich stichtagsbezogen endgültig vorzunehmen ist, setzt aber voraus, dass die Praxis zu dem ermittelten Wert auch frei verwertbar ist (BGHZ 75, 195, 201 = FamRZ 1980, 37, 38 f.; BGHZ 70, 224, 226 = FamRZ 1978, 332, 333 und BGH Urteil vom 13. Oktober 1976 -IV ZR 104/74 -FamRZ 1977, 38, 40).

  • BGH, 01.10.1986 - IVb ZR 69/85  

    Bewertung eines GmbH-Anteils beim Zugewinnausgleich unter Lebenden

    »Beim Zugewinnausgleich unter Lebenden ist ein GmbH-Anteil im Endvermögen nicht deswegen nach einer gesellschaftsvertraglichen Abfindungsklausel zu bewerten, weil diese bei einem für den Bewertungsstichtag unterstellten Erbfall eingreifen würde (Ergänzung zu BGHZ 68, 163 ; 75, 195).«.

    Der Bundesgerichtshof habe einerseits entschieden (BGHZ 75, 195 ), daß eine Unternehmensbeteiligung im wesentlichen nur dann nach derartigen Abfindungsklauseln zu bewerten sei, wenn am Stichtag des § 1384 BGB die Kündigung des Gesellschaftsvertrages bereits erfolgt sei.

    Die Grundsätze von BGHZ 75, 195 könnten in einem solchen Fall nicht angewendet werden.

    Demgemäß hat der IV. Zivilsenat in BGHZ 75, 195, 198 ausdrücklich offen gelassen, ob auch nicht vererbliche Vermögensgegenstände dem Zugewinnausgleich unter Lebenden unterliegen.

    Bei einer nicht frei verwertbaren Unternehmensbeteiligung, wie sie der Beklagte besitzt, bestimmt die weitere Nutzungsmöglichkeit durch den Inhaber maßgeblich den wahren Wert (vgl. BGHZ 75, 195, 201).

    Was seine Beteiligung wirklich wert ist, ist daher nach den Grundsätzen der Entscheidung BGHZ 75, 195 zu ermitteln, wobei die beschränkte Verwertbarkeit allenfalls in dem Ausmaß berücksichtigt werden kann, in dem sie sich nach der Verkehrsanschauung auf den Wert auswirkt (aaO. 201 f).

  • BGH, 25.11.1998 - XII ZR 84/97  

    Zur Bewertung des Anteils an einer Steuerberaterpraxis im Zugewinnausgleich

    Diese Ausführungen stehen im Einklang mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, auch des erkennenden Senats (vgl. BGHZ 75, 195 ff.; Senatsurteile vom 1. Oktober 1986 - IVb ZR 69/85 = FamRZ 1986, 1196, 1197; vom 24. Oktober 1990 - XII ZR 101/89 = FamRZ 1991, 43 ff.), und halten den dagegen gerichteten Angriffen der Revision stand.

    Die weiter bestehende Nutzungsmöglichkeit bestimmt in diesem Fall auch weiterhin maßgeblich den Wert der Unternehmensbeteiligung, und der Umstand, daß diese zwar voll nutzbar, aber nicht frei verwertbar ist, kann sich für die Bewertung im Zugewinnausgleich lediglich wertmindernd auswirken (vgl. BGHZ 75, 195, 199 ff.).

    Die damit gegebene Nutzungsmöglichkeit des good will einer freiberuflichen Steuerberaterpraxis bestimmt, wie in der Entscheidung BGHZ 75, 195, 201 für die damalige Unternehmensbeteiligung ausgeführt, über den Stichtag für den Zugewinnausgleich hinaus weiterhin maßgeblich den Wert des Vermögensgegenstandes Steuerberaterpraxis.

mehr
  • BGH, 11.12.2002 - XII ZR 27/00  

    Familienrecht - Berechnung des Zugewinnausgleichs

    Zur Bewertung einer gesellschaftsrechtlich ausgestalteten Mitarbeiterbeteiligung im Zugewinnausgleich, wenn die Parteien die daraus künftig zu erwartenden laufenden Erträge in einem Unterhaltsvergleich bereits als unterhaltsrechtlich relevantes Einkommen berücksichtigt haben (Abgrenzung zum Senatsurteil BGHZ 75, 195).*).

    Zutreffend weist das Berufungsgericht auf die Rechtsprechung des Senats (Senatsurteile BGHZ 75, 195 = FamRZ 1980, 37 ff. sowie vom 25. November 1998 - XII ZR 84/97 - FamRZ 1999, 361) zur Bewertung unveräußerlicher Unternehmensbeteiligungen im Zugewinnausgleich hin.

  • BGH, 18.04.2002 - IX ZR 72/99  

    Notarrecht - Haftung für Verlust von Gesellschaftsanteilen

    d.h. es wird der Wert des ganzen Unternehmens bemessen und sodann auf die Anteilsinhaber "umgelegt" (Großfeld aaO S. 18, 109; Piltz, Die Unternehmensbewertung in der Rechtsprechung 3. Aufl. S. 235; Kort DStR 1995, 1961; vgl. BGHZ 75, 195, 199).
  • OLG Köln, 26.03.1999 - 19 U 108/96  

    Der Abfindungsanspruch eines GmbH-Gesellschafters

    Soweit - wie regelmäßig - kein funktionsfähiger Markt für das Unternehmen bzw. den Geschäftsanteil vorhanden ist, wird der Wert des Unternehmens nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen ermittelt und sodann der auf den Geschäftsanteil des ausscheidenden Gesellschafters entfallende Anteil errechnet (sog. indirekte Methode: BGH NJW 1982, a.a.O.; NJW 1993, 2101; NJW 1985, 192; NJW 1980, 229; Lutter/Hommelhoff, a.a.O., § 34 Rn. 32; Baumbach/Hueck, a.a.O., § 34 Rn. 17 b; Piltz/Wißmann, NJW 1985, 2680; ausführlich Grossfeld, Unternehmens- und Anteilsbewertung im Gesellschaftsrecht, 3. Aufl., S. 18 f.).

    Diese in der Betriebswirtschaftslehre mittlerweile vorherrschende Bewertungsmethode (WP-Hdb. II Rn. 3 ff.; Grossfeld, a.a.O., S. 23 m.w.N.), der auch die Rechtsprechung und die zivilrechtliche Kommentarliteratur zuneigen (BGH NZG 1999, 70; NJW 1992, 892; NJW 1993, 2101; JZ 1980, 105; OLG Düsseldorf, DB 1988, 1108; WM 1990, 1282; OLG Zweibrücken WM 1995, 980; BayObLG BB 1996, 259; Kort, a.a.O., § 28 Rn. 17; Lutter/Hommelhoff, a.a.O., § 34 Rn. 32), ist nach Ansicht des Senats - jedenfalls bei einem florierenden Unternehmen wie der Beklagten - am ehesten geeignet, den Wert des Unternehmens zu ermitteln.

    Dementsprechend hat der Sachverständige die Vergangenheitsergebnisse (= Ertragsüberschüsse) der letzten 5 Jahre (s. hierzu BGH BB 1975, 1083; JZ 1980, 105; OLG Zweibrücken WM 1995, 980) analysiert und bereinigt.

  • BGH, 19.10.1988 - IVb ZR 27/88  

    Bemessung des Streitwerts bei einem Berufungsverfahren wegen der Verurteilung zur

    Insoweit unterscheidet sich der vorliegende Fall - etwa - von dem Verfahren, das zu der Entscheidung BGHZ 75, 195 geführt hat.

    Das Oberlandesgericht hat sich in seiner Entscheidung mit Fragen der Bewertung der Praxis auseinandergesetzt, sich dabei aber, ebenso wie der Bundesgerichtshof in dem vorgenannten Fall (BGHZ 75, 195 ), auf den gesamte Inhalt des § 1379 BGB , und nicht nur auf § 1379 Abs. 1 Satz 1 BGB , gestützt.

  • OLG Naumburg, 26.10.2000 - 8 UF 260/99  

    Zu Umfang und Inhalt der Auskunft nach § 1379 BGB

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  • BGH, 07.07.1993 - XII ZR 35/92  

    Endvermögen bei Vorbehalt eines Wiederkaufsrecht

    Diesen hat das Berufungsgericht entsprechend dem Gutachten des Sachverständigen an sich bedenkenfrei in Höhe von rund 309000 DM - genau 308700 DM - ermittelt (vgl. BGHZ 75, 195, 201 zur Bewertung einer Unternehmensbeteiligung; Senatsurteil vom 23. Oktober 1985 - IVb ZR 62/84 = FamRZ 1980, 37, 40 zur Bewertung einer Eigentumswohnung; Senatsurteil BGHZ 117, 70 , jeweils m.w.N.; vgl. auch Senatsurteil vom 1. April 1992 - XII ZR 146/91 = BGHR BGB § 1376 Grundstücksbewertung 1 = FamRZ 1992, 918 sowie Senatsurteil vom 5. Mai 1993 - XII ZR 38/92 - zur Veröffentlichung bestimmt).

    Dieser Umstand wirkt sich jedenfalls deshalb wertmindernd auf den Grundbesitz aus, weil er dessen wirtschaftliche Verwertbarkeit als Vermögens ("Handels")objekt (vgl. § 903 Satz 1 BGB ) langfristig und damit spürbar einschränkt (vgl. BGHZ 75, 195, 201 f).

  • BGH, 01.07.1982 - IX ZR 34/81  

    Bewertung des Betriebsvermögens eines Handelsunternehmens im Rahmen des

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  • OLG Saarbrücken, 06.05.2010 - 8 U 163/09  

    Auseinandersetzung einer Sozietät von Rechtsanwälten hinsichtlich des

  • BGH, 09.05.1988 - II ZR 247/87  

    Wirksamkeit der Abfindung der Erben eines Gesellschafters nach dem Substanzwert

  • OLG Bamberg, 29.11.1993 - 7 WF 136/93  

    BGB § 1379; ZPO § 888

  • OLG Stuttgart, 02.05.1995 - 18 UF 362/94  

    BGB § 1376 Abs. 2, § 1379

  • BGH, 28.10.1982 - IX ZR 85/81  
  • BGH, 09.01.2003 - XII ZR 422/99  
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