Rechtsprechung
   BSG, 07.12.2004 - B 1 KR 6/03 R   

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    Wirksamkeit der Reha-Antragsrücknahme, Zustimmung der Krankenkasse

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  • rentenberater.de (Kurzinformation)

    Antrag auf Gewährung von Maßnahmen zur medizinischen Rehabilitation als Rentenantrag

  • rentenberater.de (Kurzinformation)

    Antrag auf Gewährung von Maßnahmen zur medizinischen Rehabilitation kann als Rentenantrag gelten

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • BSGE 165, 26
  • BSGE 94, 26
  • NZS 2005, 645



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Wird zitiert von ... (13)  

  • BSG, 04.04.2006 - B 1 KR 5/05 R  

    Krankenversicherung - Kostenerstattung - sozialrechtlicher Herstellungsanspruch -

    Auf der Rechtsfolgenseite muss durch die Vornahme einer Amtshandlung des Trägers ein Zustand hergestellt werden können, der bestehen würde, wenn die Pflichtverletzung nicht erfolgt wäre (vgl dazu Senat, Urteil vom 7. Dezember 2004, BSGE 94, 26, 34 = SozR 4-2500 § 51 Nr. 1 RdNr 20 mwN; BSG SozR 4-3100 § 60 Nr. 1 RdNr 24 mwN; BSG SozR 4-1200 § 14 Nr. 5 RdNr 8 mwN; BSGE 92, 267, 279 = SozR 4-4300 § 137 Nr. 1 RdNr 31; BSGE 87, 280, 283 = SozR 3-1200 § 14 Nr. 31; BSG SozR 3-4100 § 249e Nr. 4 S 34, 37 f, jeweils mwN).
  • BSG, 26.06.2008 - B 13 R 37/07 R  

    Erstattungsanspruch der Krankenkasse gegen den Rentenversicherungsträger wegen

    b) Bei der Aufforderung der KK nach § 51 Abs. 1 Satz 1 SGB V an den Versicherten, innerhalb von zehn Wochen einen Antrag auf Leistungen zur medizinischen Reha und zur Teilhabe am Arbeitsleben zu stellen, die zur Einschränkung der Dispositionsfreiheit führt (BSG vom 7.12.2004, BSGE 94, 26 = SozR 4-2500 § 51 Nr. 1, RdNr 13 ff), handelt es sich um einen Verwaltungsakt (§ 31 SGB X; s bereits BSG vom 4.6.1981, BSGE 52, 26, 31 = SozR 2200 § 1248 Nr. 33; BSG vom 4.6.1981, USK 81125, S 510; vgl auch BSG vom 27.7.2000, BSGE 87, 31, 37 f = SozR 3-4100 § 134 Nr. 22 zur entsprechenden Aufforderung des Arbeitsamts nach § 134 Abs. 3c des Arbeitsförderungsgesetzes; wenn Dörr/Jährling-Rahnefeld, SGb 2003, 549, 552 f die Aufforderung nach § 51 Abs. 1 Satz 1 SGB V nicht als Verwaltungsakt gelten lassen wollen, übersehen sie gerade die mit der Aufforderung einhergehende Einschränkung der Dispositionsfreiheit des Versicherten).

    Hierzu aber gehört auch, dass, wie bereits nach der ständigen Rechtsprechung zu § 183 Abs. 7 RVO, ein derart initiierter Rentenantrag vom Versicherten (ohne Zustimmung seiner KK) nicht zurückgenommen werden darf; eine derartige Möglichkeit würde die Einwirkungsmöglichkeiten der KKen im Rahmen des beschriebenen Verfahrens ad absurdum führen (ebenso auch BSG vom 7.12.2004, BSGE 94, 26 = SozR 4-2500 § 51 Nr. 1, RdNr 13 ff, dort auch in Auseinandersetzung mit teilweise abweichenden Meinungen der Kommentarliteratur).

    h) Damit aber war die Beklagte nicht an die Einschränkung der Dispositionsfreiheit der Versicherten durch die Klägerin gebunden (s zu der aus der Bindung folgenden notwendigen Beiladung des Rentenversicherungsträgers im Streit des Versicherten mit der KK um Zustimmung zu einer Rücknahme des nach § 116 Abs. 2 SGB VI fingierten Rentenantrags: BSG vom 7.12.2004, BSGE 94, 26 = SozR 4-2500 § 51 Nr. 1, RdNr 10).

    i) Damit kann offen bleiben, ob bei einem Erstattungsanspruch der vorliegenden Art zu prüfen ist, ob nicht (offensichtlich) ein Anspruch der Versicherten bestanden hätte, im weiteren Verfahren - nach Erteilung des Bescheides vom 22.2.2000 (Aufforderungsschreiben) - von der KK zu verlangen, ihre Zustimmung zur Rücknahme des Rentenantrags zu erteilen (s hierzu zB BSG vom 4.6.1981, BSGE 52, 26, 31 = SozR 2200 § 1248 Nr. 33; BSG vom 7.12.2004, BSGE 94, 26 = SozR 4-2500 § 51 Nr. 1, RdNr 15).

  • BSG, 02.11.2007 - B 1 KR 14/07 R  

    Krankenversicherung - kein Raum für sozialrechtlichen Herstellungsanspruch neben

    Auf der Rechtsfolgenseite muss durch die Vornahme einer Amtshandlung des Trägers ein Zustand hergestellt werden können, der bestehen würde, wenn die Pflichtverletzung nicht erfolgt wäre (stRspr, vgl dazu zuletzt zB BSG, Urteil vom 10.5.2007 - B 7a AL 12/06 R - RdNr 15 mwN; BSG SozR 4-2500 § 44 Nr. 11 RdNr 16 mwN; BSGE 94, 26, 34 = SozR 4-2500 § 51 Nr. 1 RdNr 20 mwN; BSG SozR 4-3100 § 60 Nr. 1 RdNr 24 mwN; BSG SozR 4-1200 § 14 Nr. 5 RdNr 8 mwN; BSGE 92, 267, 279 = SozR 4-4300 § 137 Nr. 1 RdNr 31; BSGE 87, 280, 283 = SozR 3-1200 § 14 Nr. 31; BSG SozR 3-4100 § 249e Nr. 4 S 37 f, jeweils mwN).
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  • BSG, 26.06.2008 - B 13 R 141/07 R  

    Erstattungsanspruch - Krankenkasse - Rentenversicherungsträger - Umdeutung -

    Bei der Aufforderung der Krankenkasse nach § 51 Abs. 1 Satz 1 SGB V an den Versicherten, innerhalb von zehn Wochen einen Antrag auf Leistungen zur medizinischen Reha und zur Teilhabe am Arbeitsleben zu stellen, die ebenfalls zur Einschränkung der Dispositionsfreiheit führt (BSG vom 7.12.2004, BSGE 94, 26 = SozR 4-2500 § 51 Nr. 1, RdNr 13 ff), handelt es sich um einen Verwaltungsakt (§ 31 SGB X; s bereits BSG vom 4.6.1981, BSGE 52, 26, 31 = SozR 2200 § 1248 Nr. 33; BSG vom 4.6.1981, USK 81125, S 510; vgl auch BSG vom 27.7.2000, BSGE 87, 31, 37 f = SozR 3-4100 § 134 Nr. 22 zur entsprechenden Aufforderung des Arbeitsamts nach § 134 Abs. 3c Arbeitsförderungsgesetz; wenn Dörr/Jährling-Rahnefeld, SGb 2003, 549, 552 f die Aufforderung nach § 51 Abs. 1 Satz 1 SGB V nicht als Verwaltungsakt gelten lassen wollen, übersehen sie gerade die mit der Aufforderung einhergehende Einschränkung der Dispositionsfreiheit des Versicherten).

    Hierzu aber gehört auch, dass, wie bereits nach der ständigen Rechtsprechung zu § 183 Abs. 7 RVO, ein derart initiierter Rentenantrag vom Versicherten (ohne Zustimmung seiner Krankenkasse) nicht zurückgenommen werden darf; eine derartige Möglichkeit würde die Einwirkungsmöglichkeiten der Krankenkassen im Rahmen des beschriebenen Verfahrens ad absurdum führen (ebenso auch BSG vom 7.12.2004, BSGE 94, 26 = SozR 4-2500 § 51 Nr. 1, RdNr 13 ff, dort auch in Auseinandersetzung mit teilweise abweichenden Meinungen der Kommentarliteratur).

    h) Damit aber war auch die Beklagte an die Einschränkung der Dispositionsfreiheit der Versicherten durch die Klägerin gebunden (s zu der aus der Bindung folgenden notwendigen Beiladung des Rentenversicherungsträgers im Streit des Versicherten mit der Krankenkasse um Zustimmung zu einer Rücknahme des nach § 116 Abs. 2 SGB VI fingierten Rentenantrags: BSG vom 7.12.2004, BSGE 94, 26 = SozR 4-2500 § 51 Nr. 1, RdNr 10).

    i) Offen bleiben kann, ob bei einem Erstattungsanspruch der vorliegenden Art zu prüfen ist, ob nicht (offensichtlich) ein Anspruch der Versicherten bestanden hätte, im weiteren Verfahren - nach Erteilung des Bescheides vom 17.2.2000 - von der Krankenkasse zu verlangen, ihre Zustimmung zu einem Hinausschieben des Rentenbeginns zu erteilen (s hierzu BSG vom 4.6.1981, BSGE 52, 26, 31 = SozR 2200 § 1248 Nr. 33; BSG vom 7.12.2004, BSGE 94, 26 = SozR 4-2500 § 51 Nr. 1, RdNr 15).

  • LSG Sachsen, 11.07.2007 - L 1 P 18/05  

    Soziale Pflegeversicherung, Rücknahme eines Antrags auf Heraufsetzung der

    Da die Antragsrücknahme zum Wegfall einer notwendigen Tatbestandsvorausset-zung des Rentenanspruchs führt, besteht damit ein verzichtbarer Anspruch nicht mehr (BSG, Urteil vom 07.12.2004 - B 1 KR 6/03 R - SozR 4-2500 § 51 Nr. 1 Rn. 12 = BSGE 94, 26; Urteil vom 09.08.1995 - 13 RJ 43/94 - SozR 3-2500 § 50 Nr. 3 = BSGE 76, 218).

    Ein solches berechtigtes Interesse des Versicherten kommt nach der Rechtsprechung vor allem in Betracht, wenn eine erhebliche Verbesserung des Rentenanspruchs erreicht werden kann, z.B. durch eine eventuell noch mögliche Erfüllung der Voraussetzungen für eine Erhöhung der Rentenbemessungsgrundlage (BSG, Urteil vom 07.12.2004 - B 1 KR 6/03 R - a.a.O.; Urteil vom 04.06.1981 - 3 RK 50/80 - a.a.O.).

    Bei den durchgreifenden berechtigten Interessen des Versicherten muss es sich um Belan-ge handeln, die nicht in erster Linie darauf ausgerichtet sind, die der Krankenkasse zuste-henden Befugnisse zu schmälern (BSG, Urteil vom 07.12.2004 - B 1 KR 6/03 R - a.a.O.).

  • BSG, 08.11.2005 - B 1 KR 27/04 R  

    Krankenversicherung - Leistungsdauer des Krankengeldes - Dreijahreszeitraum -

    Wie in der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG) bereits wiederholt betont worden ist, beruht die dargestellte Begrenzung der Leistungsdauer des Krankengeldes maßgeblich auf der Erwägung, dass es in erster Linie der gesetzlichen Rentenversicherung obliegt, bei dauerhaft eingetretener Erwerbsminderung des Versicherten Entgeltersatzleistungen zur Verfügung zu stellen, während die gesetzliche Krankenversicherung typischerweise nur für den Ausgleich des entfallenden laufenden Arbeitsentgelts bei vorübergehenden, dh behandlungsfähigen Gesundheitsstörungen eintritt (vgl zB zuletzt Senats-Urteil vom 7. Dezember 2004 - B 1 R 6/03 R, S 7 mwN, BSGE 94, 26, 30 = SozR 4-2500 § 51 Nr. 1 S 5 RdNr 13 mwN; BVerfGE 97, 378, 386 = SozR 3-2500 § 48 Nr. 7 S 32).
  • LSG Sachsen, 20.11.2008 - L 1 B 493/08  
    Hierbei ist die Beklagte zu Recht davon ausgegangen, dass das Gesetz bei der Abwägung zwischen den Gestaltungsmöglichkeiten des Versicherten und den Befugnissen der Krankenkasse nach § 51 SGB V grundsätzlich den Interessen der Krankenkasse Vorrang einräumt (BSG, Urteil vom 07.12.2004 - B 1 KR 6/03 R - BSGE 94, 26 = SozR 4-2500 § 51 Nr. 1, jeweils Rn. 23).

    Bei der Ermessensentscheidung durchgreifende berechtigte Interessen des Versicherten dürfen nicht in erster Linie darauf ausgerichtet sein, die der Krankenkasse zustehenden Befugnisse zu schmälern (BSG, Urteil vom 07.12.2004 - B 1 KR 6/03 R - BSGE 94, 26 = SozR 4-2500 § 51 Nr. 1, jeweils Rn. 26).

  • LSG Bayern, 10.05.2006 - L 1 R 4230/04  
    Aufgrund dieser Zielsetzung beschränkt sich die Bedeutung des § 51 SGB V nicht auf die Herbeiführung eines Reha- oder Rentenantrags (dazu unten), sondern schränkt auch das Recht des Versicherten ein, den Zeitpunkt des Rentenbeginns zu bestimmen (vgl. BSGE 52, 26; zur Fortgeltung dieser zu § 183 Abs. 7, 8 Reichsversicherungsordnung - RVO - entwickelten Rechtsprechung nach Inkrafttreten des § 116 Abs. 2 SGB VI vgl. BSGE 94, 26), wie dies im vorliegenden Fall durch die Bestimmung des späteren Rentenantrags als für den Rentenbeginn maßgebenden Antragszeitpunkt (§ 99 Abs. 1 S. 2 SGB VI) geschehen ist.

    Sie bewirkt, dass die Versicherte nach Zugang des Bescheides vom 17. Februar 2000 einer Umdeutung ihres Reha-Antrags von 27. Januar 2000 nur noch mit Zustimmung der Klägerin wirksam widersprechen konnte (vgl. BSGE 94, 26).

  • LSG Baden-Württemberg, 11.07.2006 - L 11 KR 936/06  

    Krankenversicherung - Rentenversicherung - Aufforderung der Krankenkasse zur

    Der Gesetzgeber hat vielmehr abschließend das Ineinandergreifen des § 51 SGB V mit der Fiktion des § 116 Abs. 2 SGB VI geregelt (vgl. hierzu auch Urteil des BSG vom 07.12.2004, B 1 KR 6/03 R, SozR 4 - 2500 § 51 Nr. 1).
  • BSG, 21.06.2011 - B 1 KR 15/10 R  

    Krankenversicherung - Krankengeldanspruch - Erst- und Zweitkrankheit -

    Die dargestellte Begrenzung der Leistungsdauer des Krg beruht maßgeblich auf der Erwägung, dass es in erster Linie der gesetzlichen Rentenversicherung obliegt, bei dauerhaft eingetretener Erwerbsminderung des Versicherten Entgeltersatzleistungen zur Verfügung zu stellen, während die gesetzliche Krankenversicherung typischerweise nur für den Ausgleich des entfallenden laufenden Arbeitsentgelts bei vorübergehenden, dh behandlungsfähigen Gesundheitsstörungen eintritt (BSG SozR 4-2500 § 48 Nr. 3 RdNr 20; BSGE 94, 26 = SozR 4-2500 § 51 Nr. 1, RdNr 13 mwN; BVerfGE 97, 378, 386 = SozR 3-2500 § 48 Nr. 7 S 32 f).
  • LSG Baden-Württemberg, 09.05.2006 - L 11 KR 5004/05  

    Notwendige Beiladung des Sozialhilfeträgers

  • LSG Baden-Württemberg, 09.03.2007 - L 4 R 1006/06  

    Krankenversicherung - Krankengeld - Aufforderung eines Versicherten bezüglich

  • LSG Baden-Württemberg, 19.02.2008 - L 11 KR 3905/07  

    Krankenversicherung - Krankengeld - Nichtantritt einer medizinischen

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