Rechtsprechung
| BFH, 03.02.1971 - I R 51/66 |
Volltextveröffentlichungen
Kurzfassungen/Presse (2)
- NWB SteuerXpert START (Leitsatz)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz und Auszüge)
Zeitschriftenfundstellen
- BFHE 101, 501
- BStBl II 1971, 408
Wird zitiert von ... (43)
- BFH, 26.10.1987 - GrS 2/86
Zur unentgeltlichen Überlassung von Nutzungsvorteilen
Die Vorschriften des EStG über Einlagen bleiben jedoch anwendbar (vgl. BFH-Urteile vom 28. Februar 1956 I 92/54 U, BFHE 62, 416, BStBl III 1956, 154; vom 30. April 1968 I 161/65, BFHE 93, 44, BStBl II 1968, 720; vom 3. Februar 1971 I R 51/66, BFHE 101, 501, BStBl II 1971, 408).Damit übereinstimmend hat der BFH in ständiger Rechtsprechung entschieden, daß Nutzungen nicht Gegenstand einer verdeckten Einlage des Gesellschafters sein können, die bei der Kapitalgesellschaft zu einer Gewinnminderung führt (Urteile vom 8. November 1960 I 131/59 S, BFHE 71, 706, BStBl III 1960, 513; vom 9. März 1962 I 203/61 S, BFHE 75, 193, BStBl III 1962, 338; BFHE 101, 501, BStBl II 1971, 408; vom 28. Januar 1981 I R 10/77, BFHE 133, 172, BStBl II 1981, 612; vom 19. Mai 1982 I R 102/79, BFHE 136, 105, BStBl II 1982, 631; vom 22. November 1983 VIII R 133/82, BFHE 140, 69; vom 24. Mai 1984 I R 166/78, BFHE 141, 176, BStBl II 1984, 747).
Die Rechtsprechung hat daher schon in der Vergangenheit die erwähnte Fiktion für unzulässig erklärt (Urteile in BFHE 71, 706, BStBl III 1960, 513; BFHE 75, 193, BStBl III 1962, 338; BFHE 101, 501, BStBl II 1971, 408; BFHE 133, 172, BStBl II 1981, 612).
Bestand die Zuwendung in der Überlassung von Nutzungen, wurde dagegen angenommen, daß T 1 zwar eine verdeckte Gewinnausschüttung vorgenommen habe, die M aber nicht zugegangen sei, weil Nutzungen nicht eingelegt werden könnten, so daß es bei M nicht zu der erforderlichen Mehrung ihres bilanzmäßigen Vermögens gekommen sei (vgl. hierzu Urteil in BFHE 75, 193, BStBl III 1962, 338; BFHE 101, 501, BStBl II 1971, 408; BFHE 133, 172, BStBl II 1981, 612; BFHE 136, 105, BStBl II 1982, 631).
- BFH, 28.01.1981 - I R 10/77
EStG § 20 Abs. 1 § 43 Abs. 1, 3, 4 § 44 Abs. 3 § 49 Abs. 1 Nr. 5; KStG § …
a) Der Ansatz einer vGA bedeutet nicht ohne weiteres einen Zufluß beim Gesellschafter (vgl. Urteile vom 11. September 1968 I 89/63, BFHE 93, 382, BStBl II 1968, 809, sowie vom 3. Februar 1971 I R 51/66, BFHE 101, 501, BStBl II 1971, 408; Döllerer, Jahrbuch der Fachanwälte für Steuerrecht 1972/73, S.142, 154; derselbe Verdeckte Gewinnausschüttungen und Verdeckte Einlagen bei Kapitalgesellschaften, 1975 S.35).Wenn ein Gesellschafter seiner Kapitalgesellschaft Nutzungsvorteile ohne Entgelt oder gegen ein unangemessen niedriges Entgelt überläßt, so liegt darin nach ständiger Rechtsprechung keine verdeckte Einlage (BFHE 101, 501, BStBl II 1971, 408; vgl. auch das inzwischen rechtskräftige Urteil des FG Düsseldorf vom 19. September 1978, EFG 1979, 201, Betriebs-Berater 1979 S. 1539 - BB 1979, 1539-, mit Anmerkung Döllerer).
b) Der erkennende Senat hat allerdings in dem Urteil in BFHE 101, 501 (508), BStBl II 1971, 408 offengelassen, ob eine andere Beurteilung bei Auslandsbeziehungen gerechtfertigt erscheint.
Zu dieser Frage hat der erkennende Senat bereits dem Urteil in BFHE 101, 501 (508).
BStBl II 1971, 408 Stellung genommen.
- BFH, 14.01.1998 - X R 57/93
Bargründung einer Familien-Betriebs-GmbH
Nach wie vor gültig ist indes der Grundsatz, daß Nutzungen, die ein Berechtigter nicht zieht und nicht ziehen will, nicht als gezogen unterstellt werden können (vgl. BFH-Urteil vom 3. Februar 1971 I R 51/66, BFHE 101, 501, BStBl II 1971, 408).
- BFH, 19.05.1982 - I R 102/79
KStG a. F. § 6 Abs. 1 Satz 2; EStG § 20 Abs. 1, § 43 Abs. 1, 3, …
Der Ansatz einer verdeckten Gewinnausschüttung bei der Gesellschaft (Klägerin zu 1.) bedeutet nicht ohne weiteres einen Zufluß beim Gesellschafter - hier der Muttergesellschaft - (vgl. BFH-Urteile vom 11. September 1968 I 89/63, BFHE 93, 382, BStBl II 1968, 809, sowie vom 3. Februar 1971 I R 51/66, BFHE 101, 501, BStBl II 1971, 408;… Döllerer, Jahrbuch der Fachanwälte für Steuerrecht 1972/73, S. 142, 154; derselbe, Verdeckte Gewinnausschüttungen und verdeckte Einlagen bei Kapitalgesellschaften, 1975 S. 35).Überläßt ein Gesellschafter seiner Kapitalgesellschaft Nutzungen ohne Entgelt oder gegen ein unangemessen niedriges Entgelt, so liegt darin nach ständiger Rechtsprechung keine verdeckte Einlage (BFHE 101, 501, BStBl II 1971, 408).
Sind einer Tochtergesellschaft Betriebsausgaben erspart geblieben, ist darin keine verdeckte Einlage der Muttergesellschaft zu erblicken (vgl. BFHE 101, 501, BStBl II 1971, 408).
Demzufolge kann schon aus diesem Grunde der Abzug einer fiktiven Bürgschaftsprovision als gewinnmindernder Aufwand bei der Klägerin zu 2. nicht zugelassen werden (vgl. das BFH-Urteil in BFHE 101, 501, BStBl II 1971, 408).
- BFH, 24.05.1984 - I R 166/78
Verdeckte Einlagen und Überlassung von Nutzungsvorteilen
Es entschied, daß die X dadurch, daß sie ihre ursprünglich vereinbarten Zinsansprüche ganz oder teilweise nicht geltend mache, nicht den Tatbestand einer verdeckten Einlage erfüllt habe (Hinweis insbes. auf Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 3. Februar 1971 I R 51/66, BFHE 101, 501, BStBl II 1971, 408).Der erkennende Senat hat wiederholt entschieden, daß keine verdeckte Einlage anzunehmen ist, wenn ein Gesellschafter seiner Kapitalgesellschaft Nutzungsvorteile ohne Entgelt oder gegen ein unangemessen niedriges Entgelt überläßt (so zunächst in BFHE 101, 501, BStBl II 1971, 408; sodann insbes. in dem Urteil vom 28. Januar 1981 I R 10/77, BFHE 133, 172, BStBl II 1981, 612, sowie zuletzt in dem Urteil vom 19. Mai 1982 I R 102/79, BFHE 136, 105, BStBl II 1982, 631).
Zwar war hierfür der Gesichtspunkt maßgebend, daß bei dem Vermögensvergleich nach § 4 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) Einlagen abzuziehen sind und deshalb als Einlagen nur solche Wirtschaftsgüter geeignet sind, die das Vermögen einer Kapitalgesellschaft vermehrt haben (vgl. Urteil in BFHE 101, 501, BStBl II 1971, 408).
- BFH, 20.08.1986 - I R 41/82
Verdeckte Einlagen bei Nutzungsvorteilen
Es bejahte die Anwendung des § 1 AStG im Rahmen des § 10 Abs. 3 Satz 1 AStG, verneinte jedoch die Annahme verdeckter Gewinnausschüttungen unter Bezugnahme auf die bisherige höchstrichterliche Rechtsprechung (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 3. Februar 1971 I R 51/66, BFHE 101, 501, BStBl II 1971, 408; vom 28. Januar 1981 I R 10/77, BFHE 133, 172, BStBl II 1981, 612).Er möchte von der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung zur steuerrechtlichen Behandlung verdeckter Nutzungseinlagen in Kapitalgesellschaften abweichen, wie sie bisher vom I. und vom VIII. Senat gemeinsam getragen wurde (vgl. BFH-Urteile vom 8. November 1960 I 131/59 S, BFHE 71, 706, BStBl III 1960, 513; vom 9. März 1962 I 203/61 S, BFHE 75, 193, BStBl III 1962, 338; in BFHE 101, 501, BStBl II 1971, 408; vom 16. November 1977 I R 83/75, BFHE 124, 501, BStBl II 1978, 386; vom 22. Januar 1980 VIII R 74/77, BFHE 129, 485, BStBl II 1980, 244; in BFHE 133, 172, BStBl II 1981, 612; vom 19. Mai 1982 I R 102/79, BFHE 136, 105, BStBl II 1982, 631; vom 22. November 1983 VIII R 37/79, BFHE 140, 63; vom 22. November 1983 VIII R 133/82, BFHE 140, 69; vom 24. Mai 1984 I R 166/78, BFHE 141, 176, BStBl II 1984, 747).
d) In seinem Urteil vom 3. Februar 1971 I R 51/66 (BFHE 101, 501, BStBl II 1971, 408) hat der erkennende Senat seine damalige Rechtsauffassung damit begründet, daß die Nutzungsüberlassung sich nicht im "Vermögens-", sondern im "Gewinnbereich" der Kapitalgesellschaft vollziehe und deshalb keine Einlage sein könne.
- BFH, 22.11.1983 - VIII R 133/82
Keine verdeckte Einlage bei Verzicht des Gesellschafters auf Pachtzahlungen
Durch Urteil vom 3. Februar 1971 I R 51/66 (BFHE 101, 501, BStBl 1971 II S. 408) hat der I. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) entschieden, daß keine verdeckte Einlage darin liegt, daß ein Gesellschafter seiner Kapitalgesellschaft Wirtschaftsgüter zum Gebrauch oder zur Nutzung ohne Entgelt oder gegen ein unangemessen niedriges Entgelt überläßt.Ob für diese Auffassung noch Raum geblieben ist, nachdem als Voraussetzung für verdeckte Einlagen gefordert wird, daß bei der Kapitalgesellschaft bilanzrechtlich eine Vermehrung des Vermögens durch den Ansatz oder die Erhöhung eines Aktivpostens oder durch den Wegfall oder die Verminderung eines Passivpostens eintritt, hat der I. Senat des BFH in dem Urteil in BFHE 101, 501, BStBl 1971 II S. 408 offengelassen.
Daher hat der BFH bereits in den Urteilen in BFHE 71, 706, BStBl 1960 III S. 513 und in BFHE 101, 501, BStBl 1971 II S. 408 und neuerdings in den Urteilen in BFHE 133, 172, BStBl 1981 II S. 612 sowie in BFHE 136, 105, BStBl 1982 II S. 631 darauf hingewiesen, daß verdeckte Gewinnausschüttungen und verdeckte Einlagen steuerrechtlich nicht in jeder Beziehung gleichzubehandeln sind.
- BFH, 08.05.1990 - VII R 116/87
Revisionsrücknahme nach Vorbescheid und Antrag auf mündliche Verhandlung
Die Klägerinnen berufen sich dagegen auf das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 3. Februar 1971 I R 51/66 (BFHE 101, 501, BStBl II 1971, 408).Sie würde - wie auch aus den Gründen des Urteils in BFHE 101, 501, BStBl II 1971, 408 zu entnehmen ist - nur in Fällen praktisch werden, in denen der Revisionsbeklagte einzuwilligen bereit und also nicht schutzbedürftig ist.
Der I. und der VI. Senat des BFH haben der Abweichung vom Urteil in BFHE 101, 501, BStBl II 1971, 408 bzw. von den nicht veröffentlichten Beschlüssen vom 11. Oktober 1974 VI R 41/74, und vom 23. Januar 1981 VI R 62/77 zugestimmt.
- BFH, 21.12.1972 - I R 70/70
Verdeckte Gewinnausschüttungen an im Ausland ansässigen Gesellschafter sind …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BFH, 23.10.1985 - I R 247/81
Vorteilszuwendungen als verdeckte Gewinnausschüttungen
Bei Vorteilszuwendungen zwischen Schwestergesellschaften, die von einer gemeinsamen Muttergesellschaft beherrscht werden, leitet die leistende Tochtergesellschaft den Vorteil über ihre Muttergesellschaft (verdeckte Gewinnausschüttung an die Muttergesellschaft) an eine andere Tochtergesellschaft weiter (BFH-Urteile vom 23. Oktober 1968 I 228/65, BFHE 94, 373, BStBl II 1969, 243; vom 3. Februar 1971 I R 51/66, BFHE 101, 501, BStBl II 1971, 408, und vom 19. Mai 1982 I R 102/79, BFHE 136, 105, BStBl II 1982, 631). - BFH, 24.04.1991 - X R 84/88
Betriebsaufspaltung bei leihweiser Überlassung wesentlicher Betriebsgrundlagen
- BFH, 21.07.1982 - I R 56/78
KStG § 6 Abs. 1 Satz 2
- BFH, 06.08.1985 - VIII R 280/81
Verdeckte Gewinnausschüttung und verdeckte Entnahme bei einer GmbH & Co. KG
- BFH, 27.01.1972 - I R 28/69
Verdeckte Gewinnausschüttung bei Zuwendung eines Vermögensvorteils an eine dem …
- BFH, 29.01.1975 - I R 135/70
Voraussetzungen für Steuerumgehung bei Einschaltung ausländischer …
- BFH, 01.10.1986 - I R 54/83
Verdeckte Gewinnausschüttungen an der Gesellschaft nahestehende Personen
- BFH, 20.08.1986 - I R 150/82
Übertragung eines Teilbetriebs auf eine Schwestergesellschaft
- FG Niedersachsen, 13.08.2009 - 10 K 10065/07
Regelmäßige Annahme von Darlehensgewährungen bei Verbuchung der Forderung einer …
- BFH, 26.11.1980 - I R 52/77
Zu den Voraussetzungen eines steuerfreien Sanierungsgewinns und einer verdeckten …
- BFH, 08.10.1985 - VIII R 284/83
Kreditgewährung an den Gesellschafter oder verdeckte Gewinnausschüttung?
- BFH, 06.04.1977 - I R 183/75
KStDV § 19 Nr. 9; KStG § 6 Abs. 1 Satz 2
- BFH, 09.03.1983 - I R 182/78
Zahlungen an eine AG durch die mittelbar beteiligte Stadt zur Deckung von …
- BFH, 25.11.1976 - IV R 90/72
EStG § 5; KStDV § 19; KStG § 6 Abs. 1 Satz 2
- BFH, 26.07.1978 - I R 138/76
Zur Frage der Beherrschung einer Kapitalgesellschaft im Sinne gleichgerichteter …
- BFH, 27.11.1974 - I R 250/72
Zur Bewertung verdeckter Gewinnausschüttungen im Körperschaftsteuerrecht; keine …
- BFH, 22.11.1983 - VIII R 37/79
Keine verdeckten Einlagen durch Zahlungen an den Geschäftsführer
- BFH, 18.07.1985 - IV R 135/82
Verdeckte Gewinnausschüttung an einen minderbeteiligten Gesellschafter
- BFH, 04.07.1984 - I R 195/81
EStG 1974/75 § 43 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 3, Abs. 4, § 44 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 3, Abs. …
- BFH, 01.08.1984 - I R 99/80
Vorteilsausgleich bei Organschaft
- BFH, 27.03.1984 - VIII R 69/80
Verdeckte Gewinnausschüttung und Umbuchung von Rücklagen auf ausstehende Einlagen
- BFH, 03.02.1977 - IV R 122/73
EStG § 15 Nr. 2; KStG § 6 Abs. 1 Satz 2
- BFH, 19.04.1972 - I R 62/70
- BFH, 31.07.1974 - I R 238/72
KStG § 6 Abs. 1 Satz 2
- BFH, 03.11.1971 - I R 68/70
Verdeckte Gewinnausschüttung bei Verzicht auf günstiges Kaufangebot
- BFH, 06.04.1977 - I R 184/75
EStG § 4 Abs. 1; GewStG § 7; KStG § 6 Abs. 1 Satz 1
- BFH, 12.07.1973 - IV R 205/69
- BFH, 15.10.1975 - I R 186/73
DBA-USA Art. VI
- BFH, 13.03.1985 - I R 122/83
- BFH, 25.09.1991 - I R 134/90
- FG Hamburg, 11.04.2000 - II 306/99
Wirksame Prozeßvollmacht; Klagerücknahme
- FG Baden-Württemberg, 05.06.2002 - 2 K 212/98
Kostenübernahme zwischen zwei Schwestergesellschaften als verdeckte …
- BFH, 20.08.1986 - I R 151/82
- BFH, 15.04.1991 - XI R 34/89
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