Rechtsprechung
| BFH, 09.07.1969 - I R 188/67 |
Volltextveröffentlichungen
Kurzfassungen/Presse
- NWB SteuerXpert START (Leitsatz)
Zeitschriftenfundstellen
- BFHE 96, 397
- BStBl II 1969, 690
Wird zitiert von ... (21)
- BFH, 25.06.1984 - GrS 4/82
Zur ertragsteuerrechtlichen Behandlung der GmbH & Co. KG
Für den stillen Gesellschafter ist wesentlich, daß er an dem vom tätigen Teilhaber erstrebten Gewinn teilhaben will und vertraglich auch teilhat (BFH-Urteile vom 9. Juli 1969 I R 188/67, BFHE 96, 397, BStBl II 1969, 690; vom 22. Januar 1970 IV R 178/68, BFHE 98, 405, BStBl II 1970, 416). - BFH, 02.07.1975 - I B 5/75
EStG § 12; KStG § 6 Abs. 1 Satz 2
Es berief sich auf das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 9. Juli 1969 I R 188/67 (BFHE 96, 397, BStBl 1969 II S. 690), vertrat die Auffassung, daß bei der Ermittlung des Gewinnanteils des stillen Gesellschafters vom erklärten Steuerbilanzgewinn auszugehen sei und gelangte zu folgender Berechnung:.Die starre Verzinsung einer stillen Beteiligung widerspreche der Rechtsprechung des BFH, wie sie im Urteil I R 188/67 und im Beschluß vom 26. Mai 1971 IV R 11/70 (BFHE 102, 279, BStBl 1971 II S. 557) zum Ausdruck komme.
Außerdem habe der BFH in der Entscheidung I R 131/70 ausdrücklich am Urteil I R 188/67 festgehalten.
Demgegenüber ist bei der Prüfung des Vorliegens einer verdeckten Gewinnausschüttung ( § 6 Abs. 1 Satz 2 des Körperschaftsteuergesetzes - KStG -) im Streitfall darauf abzustellen, ob die Antragstellerin ihrem Gesellschafter einen Vermögensvorteil zugewendet hat, den sie bei Anwendung der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters einem Nichtgesellschafter "unter sonst gleichen Umständen" nicht gewährt hätte (vgl. BFH-Urteil I R 188/67 ; ständige Rechtsprechung des erkennenden Senats).
- BFH, 14.02.1973 - I R 131/70
Angemessenheit der Gewinnbeteiligung eines Familienangehörigen an einer typischen …
Es müsse aber die wesensnotwendige Gewinnabhängigkeit der Bezüge des stillen Gesellschafters berücksichtigt werden (vgl. BFH-Urteil vom 9. Juli 1969 I R 188/67 , BFHE 96, 397, BStBl II 1969, 690).a) Eine Kapitalverzinsung im Sinne eines festen Vomhundertsatzes des Kapitalanteils kommt nicht in Betracht, wei dies mit der notwendigen Gewinnabhängigkeit der an einen stillen Gesellschafter zu leistenden Vergütung nicht vereinbar wäre (vgl. BFH-Urteil I R 188/67 ).
Dem Umstande, daß es sich um die Zuführung neuen Kapitals handelte, hat der erkennende Senat auch in dem Urteil I R 188/67 Bedeutung beigemessen und deshalb die vom FG vorgenommene Gewinnverteilung (vgl. Entscheidungen der Finanzgerichte 1968 S. 273 - EFG 1968, 273 -) gebilligt.
- BFH, 06.02.1980 - I R 50/76
Zur Frage der Angemessenheit der Gewinnanteile der stillen Gesellschafter einer …
Die Rechtsprechung des BFH hat schon seit längerem die stille Beteiligung eines GmbH-Gesellschafters an den Unternehmen der GmbH steuerrechtlich als zulässig angesehen (vgl. Urteile vom 9. Juli 1969 I R 188/67, BFHE 96, 397, BStBl II 1969, 690; vom 9. Dezember 1976 IV R 47/72, BFHE 120, 534, 538, BStBl II 1977, 155 sowie vom 10. Februar 1978 III R 115/76, BFHE 124, 374, BStBl II 1978, 256), wenn ein solches Gesellschaftsverhältnis klar und eindeutig vereinbart ist und die Vereinbarungen tatsächlich durchgeführt werden.Eine solche Beteiligung am Gewinn und damit eine stille Gesellschaft überhaupt liegt nur vor, wenn die Ansprüche des stillen Gesellschafters davon abhängen, daß das Unternehmen einen Gewinn erzielt, der stille Gesellschafter für die Kapitalhingabe eine von dem geschäftlichen Ertrag abhängige Vergütung erhalten soll (vgl. Urteil des Reichsgerichts - RG - vom 6. Dezember 1928 IV 93/28, RGZ 122, 387, 390; Urteil des Bundesgerichtshofs - BGH - vom 22. Dezember 1953 IV ZR 87/53, Lindenmaier-Möhring, Nachschlagewerk des Bundesgerichtshofs, § 139 BGB Nr. 8; BFHE 96, 397, BStBl II 1969, 690).
Daneben können, wie der Senat in seinem Urteil in BFHE 96, 397, BStBl II 1969, 690 dargelegt hat, einige der für die Gewinnverteilung bei einer GmbH & Co. KG aufgestellten Merkmale (vgl. BFH-Urteil vom 15. November 1967 IV R 139/67, BFHE 90, 399, BStBl II 1968, 152) sowie die vorhandenen Geschäftsbeziehungen, die Dringlichkeit des Kapitalbedarfs, die wirtschaftliche Bedeutung der Finanzierung durch die Einlage zu berücksichtigen sein.
- BFH, 08.04.1981 - II R 4/78
FGO § 155; ZPO (i.d.F. der Novelle vom 8.7.1975) § 556
Eine unselbständige Anschlußrevision ist innerhalb eines Monats nach der Zustellung der Revisionsbegründung einzulegen und zu begründen (Abweichung von den Urteilen vom 12. Januar 1968 (IV R 111/66, BFHE 91, 145, BStBl II 1968, 207 und vom 9. Juli 1969 I R 188/67, BFHE 96, 397, BStBl II 1969, 690).In der Rechtsprechung des BFH ist bisher die Auffassung vertreten worden, daß die unselbständige Anschlußrevision nicht befristet sei und daß sie deshalb auch noch während der mündlichen Verhandlung eingelegt werden könne (vgl. die Urteile vom 12. Januar 1968 IV R 111/66, BFHE 91, 145, BStBl II 1968, 207 und vom 9. Juli 1969 I R 188/67, BFHE 96, 397, BStBl II 1969, 690; unentschieden das Urteil vom 4. Oktober 1968 III R 6/67, BFHE 94, 108, BStBl II 1969, 78).
- BFH, 28.05.1997 - VIII R 25/96
Kapitalersetzende Einlage eines stillen Gesellschafters keine ähnliche …
Eine solche Vereinbarung ist zulässig (vgl. u. a. BFH- Urteile vom 9. Juli 1969 I R 188/67, BFHE 96, 397, BStBl II 1969, 690 f.; vom 22. April 1971 I R 114/70, BFHE 102, 268, BStBl II 1971, 600;… Paulick/ Blaurock, a. a. O., S. 271); auch sie führt aber nicht notwendig zu einem dem jährlichen Verlustanteil des Betriebsinhabers proportional jährlichen Verlustanteil des stillen Gesellschafters. - BFH, 29.05.1972 - GrS 4/71
Gewinnverteilung bei Familiengesellschaften, an denen nicht mitarbeitende Kinder …
An dieser Rechtsprechung will er auch insoweit festhalten, als sie ein Abweichen von der erklärten Gewinnverteilung für zulässig erachtet, wenn die Bedenken gegen die Gewinnverteilung zu einer wesentlich anderen Verteilung des Gewinns führen (vgl. BFH-Urteile I 259/60 U vom 31. Januar 1961, BFH 72, 428, BStBl III 1961, 158; IV 421/62 U vom 25. Juli 1963, BFH 78, 13, BStBl III 1964, 3; VI 339/61 U vom 13. Dezember 1963, BFH 78, 402, BStBl III 1964, 156; VI 296/62 U vom 26. Juni 1964, BFH 80, 402, BStBl III 1964, 619; IV 162/63 vom 8. Juni 1967, BFH 89, 235, BStBl III 1967, 598;… IV R 139/67 , a.a.O.; VI R 279/66 vom 25. April 1968, BFH 93, 130, BStBl II 1968, 741; I R 188/67 vom 9. Juli 1969, BFH 96, 397, BStBl II 1969, 690; IV R 134/70 vom 15. Oktober 1970, BFH 101, 229, BStBl II 1971, 262 ). - BFH, 22.01.1970 - IV R 178/68
EStG §§ 4 Abs. 4, 12 Nr. 2, 15 Nr. 2 StAnpG §§ 1, 5, 6
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BFH, 15.12.1971 - I R 5/69 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- BFH, 22.04.1971 - I R 114/70 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- BFH, 09.12.1976 - IV R 47/72
EStG (1965) § 15 Nr. 2
- BFH, 13.08.1971 - VI R 391/69
EStG § 3; KStG § 1 Abs. 1 Nr. 6, § 4 Abs. 1, 2, § 8 Abs. …
- BFH, 02.02.1972 - II R 10/67
- BFH, 25.05.1988 - I R 92/84
- BFH, 07.02.1973 - II R 60/72
- BFH, 03.02.1976 - VIII R 156/74
EStG § 21 Abs. 2, § 29 Abs. 3; EinfHaus-VO § 2
- BFH, 25.09.1969 - IV R 179/68
- BFH, 04.08.1970 - II R 48/70
- BFH, 24.09.1971 - VI R 7/71
- BFH, 26.04.1989 - I R 96/85
- BFH, 05.02.1986 - I S 15/85
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