Rechtsprechung
| BFH, 08.06.1971 - VII R 75/68 |
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Zeitschriftenfundstellen
- BFHE 103, 18
- BStBl II 1971, 726
Wird zitiert von ... (10)
- BFH, 16.06.1989 - III R 119/85
'Eigenhändige' Unterzeichnung des Investitionszulageantrags nicht erforderlich
b) Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) zu § 107 der Reichsabgabenordnung (AO) kann sich der Steuerpflichtige im Falle der Verhinderung nicht nur bei der Abgabe von Willenserklärungen, sondern auch bei der Abgabe von "Wissens"-Erklärungen eines Bevollmächtigten bedienen, wobei die "Verhinderung" auch auf mangelnder geschäftlicher oder rechtlicher Erfahrung oder Kenntnis beruhen kann (Urteile vom 16. August 1962 I 216 und 217/61 U, BFHE 75, 620, BStBl III 1962, 493, und vom 8. Juni 1971 VII R 75/68, BFHE 103, 18, BStBl II 1971, 726).Dies gilt nicht nur - wie im Gesetz ausdrücklich genannt - für alle Verfahrenshandlungen, sondern auch für die Abgabe von Wissenserklärungen, denn insoweit findet die ältere zu § 107 AO ergangene Rechtsprechung des BFH (in BFHE 75, 620, BStBl III 1962, 493 und BFHE 103, 18, BStBl II 1971, 726) Anwendung (…vgl. Klein/Orlopp, Abgabenordnung, Kommentar, 3. Aufl., § 80 Anm. 2;… Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, 13. Aufl., § 80 AO 1977 Tz. 4; FG Berlin, Urteil vom 24. Juni 1981 II 349/80, EFG 1982, 174).
Durch die Vertretung bei der Unterschrift wird der Anspruchsberechtigte von seiner Verantwortung für die tatsächlichen Angaben nicht entlastet (vgl. BFH in BFHE 103, 18, BStBl II 1971, 726), denn ihm wird die Zulage ausgezahlt und er hat sich unter Umständen neben dem Bevollmächtigten auch strafrechtlich zu verantworten (§§ 69 ff. AO 1977).
- BFH, 14.01.1998 - X R 84/95
Festsetzungsfrist bei nicht unterschriebener Steuererklärung
Durch die auf dem Erklärungsvordruck geleistete Unterschrift wird sichergestellt, daß er sich über die Lückenlosigkeit und die Richtigkeit der ggf. von einer dritten Person, insbesondere einem steuerlichen Berater, vorgenommenen Eintragungen und den Umfang der im Vordruck vorgesehenen Angaben vergewissern kann (vgl. BFH-Urteile vom 8. Juni 1971 VII R 75/68, BFHE 103, 18, BStBl II 1971, 726, m.w.N. der Rechtsprechung; vom 8. Juli 1983 VI R 80/81, BFHE 139, 158, BStBl II 1984, 13;… zuletzt BFH-Beschluß vom 25. Juni 1997 VIII B 35/96, BFH/NV 1998, 8;… Trzaskalik, a.a.0., § 150 AO 1977 Rdnr. 35 ff.). - BFH, 29.03.2001 - III R 48/98
Investitionszulagen-Antrag: Unterschrift bei Einmann-GmbH
Bereits § 107 Abs. 1 AO 1977 (vgl. dazu BFH-Urteil vom 8. Juni 1971 VII R 75/68, BFHE 103, 18, BStBl II 1971, 726, 727, m.w.N.) räumte in Ausnahmefällen die Möglichkeit ein, sich auch bei der Unterzeichnung von Steuererklärungen vertreten zu lassen.
- BFH, 18.08.1998 - VII R 114/97
Keine Antragsveranlagung durch Pfändungsgläubiger
Durch diese Erfordernisse hat der Gesetzgeber zum einen festgelegt, daß der Steuerpflichtige selbst entscheiden soll, ob er das Veranlagungsverfahren zur Festsetzung der Einkommensteuer in Gang setzt, und zum anderen sichergestellt, daß ihm die Bedeutung seiner Einkommensteuererklärung als Wissenserklärung, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit er die Verantwortung trägt (vgl. hierzu BFH-Urteile vom 8. Juni 1971 VII R 75/68, BFHE 103, 18, BStBl II 1971, 726, und vom 10. Oktober 1986 VI R 208/83, BFHE 148, 47, BStBl II 1987, 77), bewußt wird. - BFH, 08.07.1983 - VI R 80/81
EStG 1979 § 42 Abs. 2 Satz 4; AO 1977 § 150 Abs. 2 und 3
Es ist anerkannt, daß die Eigenhändigkeit der Unterschriftsleistung bei Steuererklärungen - für den Antrag auf Lohnsteuer-Jahresausgleich gilt nichts anderes - dem Steuerpflichtigen die Bedeutung seiner Steuererklärung als Wissenserklärung bewußt machen soll (vgl. BFH-Urteile vom 14. Februar 1956 I 108/54 U, BFHE 62, 263, BStBl III 1956, 97, sowie vom 23. November 1961 IV 364/60 U, BFHE 74, 366, BStBl III 1962, 139, und vom 8. Juni 1971 VII R 75/68, BFHE 103, 18, BStBl II 1971, 726).Dementsprechend soll der Steuerpflichtige grundsätzlich erkennbar, d. h. durch seine eigenhändige Unterschrift, die Verantwortung für die tatsächlichen Angaben in der Steuererklärung übernehmen (vgl. auch Urteil in BFHE 103, 18, BStBl II 1971, 726).
- BFH, 03.06.1986 - IX R 121/83
Antrag auf Veranlagung
- FG Köln, 07.08.2002 - 11 K 406/02
Grobes Verschulden bei neuer Tatsache
Durch die auf dem Erklärungsvordruck geleistete Unterschrift wird sichergestellt, dass er sich über die Lückenlosigkeit und die Richtigkeit der ggf. von einer dritten Person, insbesondere eines steuerlichen Berater vorgenommenen Eintragungen und den Umfang der im Vordruck vorgesehenen Angaben vergewissern kann (vgl. BFH-Urteile vom 08.06.1971 VII R 75/68 BStBl II 1971, 726, m.w.N.; vom 08.07.1983 VI R 80/81, BStBl II 1984, 13;… BFH-Beschluß vom 25.06.1997 VIII B 35/96, BFH/NV 1998, 8). - FG München, 21.04.1996 - 2 K 3415/96
Verzicht auf das Erfordernis der eigenhändigen Unterschrift auf Steuererklärungen …
Es soll sichergestellt werden, daß sich der Steuerpflichtige über die Lückenlosigkeit und die Richtigkeit der ggf. von einer dritten Person, insbesondere seinem steuerlichen Berater, vorgenommenen Eintragungen und den Umfang der im Vordruck vorgesehenen Angaben vergewissern kann (vgl. BFH-Urteil vom 15. November 1991 VI R 81/89, BStBl II 1992, 224 m.w.N. insbesondere BFH-Urteil vom 8. Juni 1971 VII R 75/68 BStBl II 1971, 726 ). - FG Sachsen, 23.05.1996 - 2 K 22/95
AO § 110 Abs. 1; InvZulG § 6 Abs. 1
Ihm wird die Zulage ausgezahlt und er hat sich unter Umständen neben dem Bevollmächtigten auch strafrechtlich zu verantworten (vgl. auch BFH, BStBl II 1989, 1022 ff mit Hinweis auf BFH, BStBl II 1971, 726 ff). - FG Köln, 06.02.2001 - 8 K 7667/94 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
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| BFH, 02.06.1971 - III B 30/70 |
Kurzfassungen/Presse (2)
- NWB SteuerXpert START (Leitsatz)
- rechtsportal.de (Leitsatz und Auszüge)
Zeitschriftenfundstellen
- BFHE 102, 411
- BStBl II 1971, 726
