Rechtsprechung
   BFH, 18.09.1975 - III R 76/74   

Volltextveröffentlichungen

Kurzfassungen/Presse (2)

  • NWB SteuerXpert START (Leitsatz)

    BewG 1963 § 62 BewDV i. d. F. vor dem ÄndG, § 53a
    Kein Abzug von hinterzogenen Steuern vor Aufdeckung der Steuerhinterziehung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz und Auszüge)

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 117, 263
  • BStBl II 1976, 87



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Wird zitiert von ... (6)  

  • BFH, 08.12.1993 - II R 118/89  

    Hinterzogene Betriebssteuern bei der Einheitsbewertung des Betriebsvermögens

    Hinterzogene Betriebssteuern können bei der Einheitsbewertung des Betriebsvermögens an Stichtagen vor der Aufdeckung der Steuerverkürzung grundsätzlich (mangels wirtschaftlicher Belastung) nicht als Betriebsschulden abgezogen werden (Anschluß an BFH-Urteile in BFHE 105, 405, BStBl II 1972, 524, und BFHE 117, 263, BStBl II 1976, 87).

    Der Abzug einer Schuld bei der Einheitsbewertung des Betriebsvermögens setzt nicht nur deren rechtliche Entstehung, sondern überdies voraus, daß die Schuld am jeweils maßgebenden Stichtag eine wirtschaftliche Belastung darstellt (vgl. z. B. Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 7. Mai 1971 III R 53/70, BFHE 102, 553, BStBl II 1971, 681; vom 10. Mai 1972 III R 83/71, BFHE 106, 96, BStBl II 1972, 688, und vom 18. September 1975 III R 76/74, BFHE 117, 263, BStBl II 1976, 87; Gürsching/Stenger, Bewertungsgesetz und Vermögensteuergesetz, 9. Aufl., § 105 BewG Rdnr. 13).

    Zwar kann der Inhaber eines gewerblichen Betriebes bereits im maßgeblichen Feststellungszeitpunkt grundsätzlich damit rechnen, z. B. infolge einer künftigen Außenprüfung für von ihm zunächst nicht konkret vorausgesehene Steuernachforderungen für spätestens am Bewertungsstichtag endende (Veranlagungs- oder Erhebungs-)Zeiträume in Anspruch genommen zu werden mit der Folge, daß diese (Mehr-)Steuern schon am betreffenden Feststellungszeitpunkt als Schuldposten zu berücksichtigen sind (vgl. z. B. Urteil des Reichsfinanzhofs - RFH - vom 7. November 1940 III 107/40, RStBl 1941, 63; BFH-Urteile vom 7. September 1962 III 186/59, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung - HFR - 1963, 93; vom 21. August 1964 III 341/60, HFR 1965, 132, 133, rechte Spalte; in BFHE 117, 263, BStBl II 1976, 87, 88, linke Spalte).

    Etwas anderes gilt jedoch in bezug auf solche Steuer-(nach-)forderungen, die auf einer Hinterziehung des Steuerschuldners beruhen (vgl. auch RFH-Urteile vom 24. Juni 1937 III A 28/37, RStBl 1937, 798; vom 17. Februar 1938 III 221/37, RStBl 1938, 549; BFH-Urteile vom 4. März 1955 III 211/54 U, BFHE 60, 321, BStBl III 1955, 123; in HFR 1963, 93; vom 13. März 1964 III 225/61 U, BFHE 79, 400, BStBl III 1964, 378, 379; in HFR 1965, 132; vom 1. August 1969 III 69/63, BFHE 97, 90, BStBl II 1969, 750; vom 28. April 1972 III R 111/71, BFHE 105, 405, BStBl II 1972, 524; in BFHE 117, 263, BStBl II 1976, 87).

  • BFH, 14.12.2004 - II R 35/03  

    Erbschaftsteuer - Betriebsprüfung nach dem Tod des Unternehmers

    Eine Ausnahme gilt lediglich dann, wenn der Steuerpflichtige steuererhebliche Sachverhalte bewusst verheimlicht und aus diesem Grunde selbst nicht damit rechnet, auf die Zahlung der entstandenen Steuern in Anspruch genommen zu werden (BFH-Urteile vom 18. September 1975 III R 76/74, BFHE 117, 263, BStBl II 1976, 87, unter 2., und in BFH/NV 1999, 1339, unter II. 2.).
  • BFH, 26.02.2003 - II R 19/01  

    Schuldenabzug bei Vermögenslosigkeit

    Ferner wird in ständiger Rechtsprechung des BFH (z.B. Urteile vom 7. Mai 1971 III R 53/70, BFHE 102, 553, BStBl II 1971, 681; vom 10. Mai 1972 III R 83/71, BFHE 106, 96, BStBl II 1972, 688; vom 18. September 1975 III R 76/74, BFHE 117, 263, BStBl II 1976, 87, und vom 8. Dezember 1993 II R 118/89, BFHE 173, 82, BStBl II 1994, 216; vgl. Gürsching/Stenger, Bewertungsgesetz und Vermögensteuergesetz, 9. Aufl., § 118 BewG Anm. 12) der Schuldabzug auch davon abhängig gemacht, dass die Schuld für den Steuerpflichtigen eine wirtschaftliche Belastung darstellt (zuletzt zu § 10 Abs. 5 Nr. 1 des Erbschaftsteuergesetzes --ErbStG-- BFH-Urteil vom 24. März 1999 II R 34/97, BFH/NV 1999, 1339 und die dortigen umfangreichen Nachweise).
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  • BFH, 17.07.1981 - III R 35/80  

    Keine Rückwirkung des einkommensteuerlichen Verlustrücktrags (§ 10d EStG)

    Nach der Rechtsprechung des Senats können allerdings solche Steuerschulden nicht als abzugsfähig anerkannt werden, für die am maßgeblichen Feststellungszeitpunkt zwar formell sämtliche Voraussetzungen für den Abzug gegeben sind, die aber für den Steuerschuldner deshalb keine wirtschaftliche Last bedeuten, weil er mit deren Einforderung nicht zu rechnen brauchte (vgl. insbesondere BFH-Urteil vom 7. Mai 1971 III R 53/70, BFHE 102, 553, BStBl II, 1971, 681; Urteil vom 18. September 1975 III R 76/74, BFHE 117, 263, BStBl II 1976, 87 für vorsätzlich verkürzte Steuern).
  • FG Hessen, 13.06.2005 - 11 K 3858/01  

    Verwertungsverbot; rechtswidrige Durchsuchung; Unterlagen; Besteuerungsverfahrens

    Die privaten Schulden aus den Steuerhinterziehungen waren nach § 118 BewG in der in den Streitjahren gültigen Fassung an den Veranlagungsstichtagen nicht vermögensmindernd zu berücksichtigen, da die Steuerhinterziehung am Stichtag noch nicht aufgedeckt war und insoweit noch keine wirtschaftliche Belastung bestand (vgl. hierzu BFH, Urteil vom 18. September 1975 III R 76/74, BStBl II 1976, 87 ).
  • FG Münster, 08.01.2007 - 3 K 6471/04  

    Vornahme eines Abschlags für die vom Erblasser gehaltenen Aktien wegen fehlenden

    Die Größe des Unternehmens und die Anzahl der Aktionäre seien nicht entscheidungsrelevant (vgl. BFH, Urteil vom 23.07.1976 III R 76/74, BStBl II 1976, 706).
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