Rechtsprechung
   BFH, 11.10.1977 - VIII R 20/75   

Volltextveröffentlichungen (2)

Kurzfassungen/Presse

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 123, 347
  • NJW 1978, 856
  • BStBl II 1977, 860



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Wird zitiert von ... (17)  

  • BFH, 21.01.1986 - IX R 7/79  

    Kostenmiete als Nutzungswert der eigenen Wohnung im besonders aufwendig

    Vom anhand der Kostenmiete geschätzten Rohmietwert können grundsätzlich alle durch die Wohnungsnutzung veranlaßten Werbungskosten ohne Einschränkung abgezogen werden (Fortentwicklung der Grundsätze des BFH-Urteils vom 11. Oktober 1977 VIII R 20/75, BFHE 123, 347, BStBl II 1977, 860 und teilweise Abweichung vom amtlich nicht veröffentlichten Urteil des erkennenden Senats vom 30. April 1985 IX R 72/84).

    Das Finanzgericht (FG) führte in seinem in den Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 1980, 74 veröffentlichten Urteil aus: Es könne offenbleiben, ob entsprechend der neueren Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs - BFH - (Urteil vom 11. Oktober 1977 VIII R 20/75, BFHE 123, 347, BStBl II 1977, 860) der Marktmiete regelmäßig der Vorrang einzuräumen sei.

    Im übrigen müßte die Revision auch unabhängig hiervon schon deshalb Erfolg haben, weil die Voraussetzungen, unter denen der BFH in BFHE 123, 347, BStBl II 1977, 860 den Ansatz der Kostenmiete für zulässig gehalten habe, nicht erfüllt seien.

    Soweit der BFH im Urteil in BFHE 123, 347, BStBl II 1977, 860 eine Kürzung der Werbungskosten auf die Höhe der Einnahmen für möglich erachtet habe, sei das Urteil überholt.

    Der Rohmietwert ist grundsätzlich anhand der am Wohnungsmarkt für vergleichbare Objekte erzielbaren Miete, der sog. Marktmiete, zu ermitteln, wie der BFH in ständiger Rechtsprechung ausgesprochen hat (vgl. z. B. die Urteile in BFHE 123, 347, BStBl II 1977, 860, und in BFHE 140, 234, BStBl II 1984, 368).

    Allerdings hat der VIII. Senat im Urteil in BFHE 123, 347, BStBl II 1977, 860 hierzu einschränkend ausgesprochen, auch für die nur ausnahmsweise anzusetzende Kostenmiete dürfe der Markt nicht gänzlich außer acht gelassen werden.

  • BFH, 22.10.1993 - IX R 35/92  

    Ermittlung des Nutzungswerts der eigengenutzten Wohnung im eigenen

    Bei der Schätzung des Rohmietwerts nach der Marktmiete ist die Regelung des § 8 Abs. 2 EStG in der für die Streitjahre geltenden Fassung entsprechend anwendbar (BFH-Urteile vom 17. Oktober 1969 VI R 17/67, BFHE 97, 117, BStBl II 1970, 60; vom 11. Oktober 1977 VIII R 20/75, BFHE 123, 347, BStBl II 1977, 860 m. w. N.).

    Dieser Rechtsauffassung hat sich der BFH im Grundsatz angeschlossen und in ständiger Rechtsprechung den Mietwert in den genannten Fällen anhand der sog. Kostenmiete, d. h. auf der Grundlage einer angemessenen Verzinsung des Kapitaleinsatzes, ermittelt (vgl. insbesondere BFH-Urteile vom 12. September 1969 VI R 336/67, BFHE 96, 527, BStBl II 1969, 727; in BFHE 123, 347, BStBl II 1977, 860, sowie in BFHE 146, 51, 56, BStBl II 1986, 394).

  • BFH, 10.10.1996 - III R 209/94  

    Behindertengerechter Neubau

    Soweit das Wohnen in eigener Wohnung nach früherem Einkommensteuerrecht zu Einkünften aus Vermietung und Verpachtung führte und Aufwendungen auf eine selbstgenutzte Wohnung dementsprechend Werbungskosten darstellten, konnten nach ständiger Rechtsprechung bei einem den besonderen individuellen Wünschen eines Steuerpflichtigen Rechnung tragenden Ausbau eines Gebäudes, auch wenn dieser krankheitsbedingt war, nicht Aufwendungen für einzelne Teile des Gebäudes von der Einkünfteermittlung ausgenommen werden, weil sie der Linderung der Krankheit oder der Behinderung des Steuerpflichtigen dienten und für ihn notwendig waren (vgl. Urteil des Senats in BFHE 166, 266, BStBl II 1992, 290; BFH-Urteile vom 21. Januar 1986 IX R 7/79, BFHE 146, 51, BStBl II 1986, 394; vom 11. Oktober 1977 VIII R 20/75, BFHE 123, 347 BStBl II 1977, 860, und vom 23. Februar 1968 VI R 278/66, BFHE 91, 573, BStBl II 1968, 433).
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  • BFH, 29.11.1991 - III R 74/87  

    Zum Begriff "außergewöhnliche Belastung"

    Ein den besonderen individuellen - auch krankheitsbedingten - Wünschen eines Steuerpflichtigen Rechnung tragender Ausbau eines Gebäudes führt nach ständiger Rechtsprechung nicht dazu, daß die Aufwendungen für Teile des Gebäudes von der Einkunftsermittlung ausgenommen werden können (vgl. BFH-Urteile vom 21. Januar 1986 IX R 7/79, BFHE 146, 51, BStBl II 1986, 394, und vom 11. Oktober 1977 VIII R 20/75, BFHE 123, 347, BStBl II 1977, 860).
  • FG Saarland, 17.12.2008 - 1 K 2011/04  

    Einkommensteuer; Schätzung bei Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG;

    Bei Fehlen vergleichbarer Fremdmieten sei der Nutzungswert mit den ortsüblichen mittleren Mieten für Wohnungen vergleichbarer Art, Lage und Ausstattung anzusetzen (BFHE vom 11. Oktober 1997, VIII R 20/75).

    Maßgeblich ist danach die Marktmiete, die für Wohnungen gleicher oder ähnlicher Art, Lage und Ausstattung regelmäßig gezahlt wird (BFH vom 11. Oktober 1977 VIII R 20/75, BStBl II 1977, 860).

  • BFH, 23.10.1984 - IX R 48/80  

    Berechnung des Nutzungswertes einer Wohnung beim unentgeltlich Nutzenden

    Daß sich der Nutzungswert der Wohnung im eigenen Haus nach § 21 Abs. 2 Alternative 1 EStG aus dem Vergleich der fiktiven Miete (Bruttonutzungswert) mit den hierdurch veranlaßten Werbungskosten ergibt, ist in der höchstrichterlichen Rechtsprechung seit langem anerkannt (vgl. BFH-Urteil vom 11. Oktober 1977 VIII R 20/75, BFHE 123, 347, BStBl II 1977, 860, 861, m. w. N.) und - soweit ersichtlich - einhellige Meinung.
  • BFH, 24.09.1985 - IX R 143/83  

    Ferienhaus im Ausland

    Für die Anwendung anderer Methoden der Schätzung des Nutzungswerts nach § 21 Abs. 2 EStG sei danach kein Raum (Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 11. Oktober 1977 VIII R 20/75, BFHE 123, 347, BStBl II 1977, 860).

    Es hat für die Zeit der Fremdvermietung nach § 21 Abs. 1 EStG die vereinnahmte Miete und für die Zeit der Eigennutzung entsprechend den zu § 21 Abs. 2 EStG entwickelten Rechtsgrundsätzen als Rohmietwert die ermittelte Marktmiete zugrunde gelegt (vgl. Urteile in BFHE 123, 347, BStBl II 1977, 860, und in BFHE 140, 234, BStBl II 1984, 368).

  • BFH, 19.03.2002 - IX R 19/00  

    Nutzwert der Wohnung im eigenen Haus ist bei Ansatz der Nettokaltmiete um Umlagen

    a) Die anzusetzende Rohmiete ist in entsprechender Anwendung des § 8 Abs. 2 EStG (ständige Rechtsprechung, z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 11. Oktober 1977 VIII R 20/75, BFHE 123, 347, BStBl II 1977, 860, m.w.N.) grundsätzlich anhand der am Wohnungsmarkt für vergleichbare Objekte erzielbaren Miete, der sog. Marktmiete, zu schätzen.
  • BFH, 30.04.1985 - IX R 72/84  
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  • BFH, 13.12.1983 - VIII R 17/82  

    Besteuerung des Nutzungswerts der Wohnung im eigenen Haus

    Bei dem Ansatz der Marktmiete ist nicht nur auf den überregionalen Wohnungsmarkt abzustellen, sondern es sind auch andere Erkenntnismöglichkeiten auszuschöpfen, wie z. B. die Heranziehung eines Gutachters oder Sachverständigen (BFH-Urteil vom 11. Oktober 1977 VIII R 20/75, BFHE 123, 347, BStBl II 1977, 860).
  • BFH, 22.01.1980 - VIII R 134/78  

    Zur Besteuerung des Nutzungswertes einer in Spanien belegenen eigengenutzten

  • BFH, 19.03.2002 - IX R 20/00  

    Nutzungswert der Wohnung im eigenen Haus

  • BFH, 01.03.1991 - III R 66/87  
  • BFH, 19.11.1991 - IX R 163/88  
  • BFH, 22.03.1990 - IV R 353/84  
  • BFH, 19.03.1991 - IX R 55/85  
  • BFH, 30.07.1991 - IX R 170/88  
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