Rechtsprechung
   BFH, 04.11.1986 - VIII R 322/83   

Volltextveröffentlichungen (3)

Kurzfassungen/Presse

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 148, 513
  • BFHE 148, 514
  • BB 1987, 793
  • BStBl II 1987, 333



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Wird zitiert von ... (22)  

  • BFH, 12.01.1995 - IV R 3/93  

    Zweiterschließungsbeiträge

    a) Als nachträgliche Anschaffungskosten von Grund und Boden hat die Rechtsprechung des BFH auch grundstücksbezogene Beiträge zur Errichtung erstmaliger Erschließungsanlagen angesehen (vgl. Urteile vom 18. September 1964 VI 100/63 S, BFHE 81, 233, BStBl III 1965, 85; vom 4. November 1986 VIII R 322/83, BFHE 148, 513, BStBl II 1987, 333; vom 15. Februar 1989 X R 6/86, BFH/ NV 1989, 494).

    Die Grundstücksbezogenheit der Beiträge ergibt sich daraus, daß die Beitragspflicht den Grundstückseigentümer oder den Erbbauberechtigten unabhängig von einer bestimmten Grundstücksnutzung trifft (§ 134 Abs. 1 BauGB); die bleibende Werterhöhung wird mit der Erwägung bejaht, daß Beiträge zur Errichtung erstmaliger Erschließungsanlagen der allgemeinen Erweiterung der Nutzbarkeit (insbesondere der Bebaubarmachung) des Grund und Bodens dienen und damit dem Grundstück ein besonderes, über den bisherigen Zustand hinausgehendes Gepräge geben (z. B. BFH-Urteile in BFHE 148, 513, BStBl II 1987, 333; vom 14. März 1989 IX R 138/88, BFH/ NV 1989, 633; vom 27. Oktober 1993 I R 65/92, BFH/ NV 1994, 471).

    b) Werden hingegen vorhandene Erschließungsanlagen ersetzt oder modernisiert, so führen Erschließungsbeiträge nicht zu nachträglichen Anschaffungskosten, es sei denn, das Grundstück wird durch die Maßnahme in seiner Substanz oder in seinem Wesen verändert; Beiträge für ersetzende oder modernisierende Maßnahme sind deshalb - ungeachtet einer etwaigen Werterhöhung des Grundstücks - nur dann zu aktivieren, wenn die grundstücksbezogenen Kriterien, die den Charakter eines Grundstücks bestimmen (insbesondere Lage, Erschließung und Grad der Bebaubarkeit), berührt werden (vgl. BFH-Urteile vom 13. September 1984 IV R 101/82, BFHE 142, 247, BStBl II 1985, 49; in BFHE 148, 513, BStBl II 1987, 333; in BFH/ NV 1991, 29, BStBl II 1991, 448).

    Der Umstand, daß ein aus mehreren Grundstücken bestehendes Betriebsgelände bei einer einheitlichen Nutzung ggf. die Annahme einer wirtschaftlichen Einheit rechtfertigen könnte, führt, wie der BFH im Urteil in BFHE 148, 513, BStBl II 1987, 333 für den erstmaligen, selbständigen Anschluß eines Baugrundstücks an die öffentliche Wasserversorgung entschieden hat, zu keinem anderen Ergebnis.

  • BFH, 16.05.1990 - X R 72/87  

    Bilanzberichtigung: Erfolgswirksame Korrektur

    Geht es dabei - wie hier - um die Fortführung eines Bilanzierungsfehlers über mehrere Jahre, so kommt es auf die Möglichkeit(en) der Rückwärtsberichtigung zum Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung über die Rechtmäßigkeit des Änderungsbescheids an (vgl. BFH-Urteile vom 14. Dezember 1982 VIII R 53/81, BFHE 137, 339, BStBl II 1983, 303, 306 - zu 2b - vom 4. November 1986 VIII R 322/83, BFHE 148, 513, BStBl II 1987, 333, 336 - zu 2b cc - und in BFHE 157, 172, 177 a.E.; a. M.: Schmidt/Heinicke, a.a.O., § 4 Anm. 140 m.w.N.).

    bb) Die somit (gemäß Art. 97 § 10 Abs. 1 Satz 2 EGAO 1977) nach altem Recht zu beurteilende Frage, ob die hier nicht streitigen Einkommensteueransprüche 1973 und 1974 noch nicht verjährt und einer Änderung nach § 173 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AO 1977 (s.o. unter 2 a) noch zugänglich sind, ist entscheidungserheblich, weil sie, ebenso wie diejenige nach der ersten für die Korrektur offenen Bilanz, aufgrund der Sach- und Rechtslage zum Zeitpunkt der Entscheidung dieses Rechtsstreits zu beantworten ist (BFH in BFHE 148, 513, 520, BStBl II 1987, 333, 336 m.w.N.).

  • BFH, 16.02.1996 - I R 150/94  

    Früherer Bilanzierungsfehler - Änderung der Vorjahresveranlagung

    c) Nach ständiger Rechtsprechung des BFH muß das FA einen Bilanzierungsfehler in der letzten noch offenen Schlußbilanz korrigieren (vgl. z. B. BFH in BFHE 155, 532, BStBl II 1989, 407; BFHE 153, 26, BStBl II 1988, 825; BFH-Urteil vom 4. November 1986 VIII R 322/83, BFHE 148, 513, BStBl II 1987, 333).

    In vergleichbaren Entscheidungen (vgl. BFH in BFHE 148, 513, BStBl II 1987, 333; BFHE 155, 532, BStBl II 1989, 407; BFHE 153, 26, BStBl II 1988, 825; BFH-Urteil vom 14. Dezember 1982 VIII R 53/81, BFHE 137, 339, BStBl II 1983, 303) wurde entweder die Sache zur Prüfung der Korrekturmöglichkeit zurückverwiesen oder die Korrektur im Streitjahr als rechtmäßig beurteilt.

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