Rechtsprechung
   BFH, 12.07.1989 - X R 8/84   

Volltextveröffentlichungen (5)

  • Simons & Moll-Simons

    AO 1977 § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2; EStG § 10 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1

  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Realsplitting - Antrag zustimmungsgebunden, nicht fristgebunden - Ereignis mit steuerlicher Wirkung für die Vergangenheit

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
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  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Berücksichtigung des Realsplitting nach Eintritt der Bestandskraft

  • Betriebs-Berater

    Änderungsbescheid wegen Rückwirkung von Ereignissen

Kurzfassungen/Presse

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 157, 484
  • BB 1989, 2104
  • BB 1989, 2243
  • DB 1989, 2259
  • BStBl II 1989, 957



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Wird zitiert von ... (50)  

  • FG Köln, 07.04.2003 - 9 K 3558/98  

    Betriebsvermögen - Abgabe der Erklärung zur Inanspruchnahme des Freibetrags

    Insoweit werde auf das zu § 10 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 EStG ergangene BFH-Urteil vom 12. Juli 1989 (X R 8/84, BStBl. II 1989, 957) verwiesen, dessen Grundsätze auch für die Erklärung des Schenkers nach § 13 Abs. 2a ErbStG a.F. gälten.

    Soweit der BFH in den Urteilen vom 16. Februar 1994 (II R 18/92, BFH/NV 1994, 826 zu § 23 Abs. 1 Satz 2 GrEStG 1983), vom 12. Juli 1989 (X R 8/84, BStBl. II 1989, 957 zu § 10 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 EStG), und vom 10. Oktober 1996 (III R 94/93, BFH/NV 1997, R 104 zu § 32 Abs. 6 Satz 4 EStG) die nachträgliche Ausübung eines Antragsrechts ausnahmsweise als rückwirkendes Ereignis i.S. des § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO angesehen habe, sei diese Rechtsprechung wegen der dort vorliegenden Besonderheiten nicht auf die Inanspruchnahmeerklärung des Schenkers nach § 13 Abs. 2a Satz 1 Nr. 2 ErbStG a.F. übertragbar.

    Rückwirkende Ereignisse i.S. dieser Vorschrift sind alle Vorgänge tatsächlicher oder rechtlicher Art, die nachträglich, d.h. für den Fall einer beantragten Aufhebung oder Änderung nach Erlass des Steuerbescheids eingetreten sind, den Sachverhalt verändern und dabei steuerrechtlich derart in die Vergangenheit zurückwirken, dass ein Bedürfnis besteht, eine schon endgültige - bestandskräftig - getroffene Regelung i.S. der §§ 118, 157 AO an die Sachverhaltsänderung anzupassen (BFH-Urteile vom 27. September 1988 VIII R 432/83, BStBl. II 1989, 225, 228, und vom 12. Juli 1989 X R 8/84, BStBl. II 1989, 957, m.w.N.).

    Auch nicht fristgebundene Antragsrechte können unter besonderen Umständen im Falle ihrer Ausübung zur rückwirkenden Umgestaltung des Steuerrechtsverhältnisses führen (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 12. Januar 1994 II R 72/91, BStBl. II 1994, 302, BFH in BFH/NV 1994, 826, in BStBl. II 1989, 957, und in BFH/NV 1997, R 104 sowie Kühn/Hofmann, Abgabenordnung - Finanzgerichtsordnung, Kommentar, § 175 AO Bem. 3).

    Ob ein Ereignis entgegen dem grundsätzlich im Steuerrecht geltenden Rückwirkungsverbot ausnahmsweise in die Vergangenheit zurückwirken darf, richtet sich nach den Normen des materiellen Steuerrechts (vgl. amtliche Begründung zu § 175 AO im Entwurf § 156 - BT.-Drucksache VI/1982, S. 155, sowie BFH in BStBl. II 1989, 957, m.w.N.).

    Der Senat sieht insoweit keinen entscheidungserheblichen Unterschied zu den Anträgen auf Realsplitting (§ 10 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 EStG) und Übertragung des Kinderfreibetrags (§ 32 Abs. 6 Satz 4, 2. Alternative EStG), deren rechtsgestaltende Wirkung der BFH mit Urteilen vom 12. Juli 1989 (X R 8/84, BStBl. II 1989, 957) sowie vom 10. Oktober 1996 (III R 94/93, BFHE 181, 458, BFH/NV 1997, R 104) bejaht hat.

    Dabei kann der Senat die höchstrichterlich noch nicht entschiedene Frage, ob nicht fristgebundene Anträge und Wahlrechte generell vor Eintritt der Bestandskraft gestellt bzw. ausgeübt werden müssen, im Streitfall offen lassen (ebenso BFH in BStBl. II 1989, 957, und in BFH/NV 1997, 104).

  • FG Köln, 07.04.2003 - 9 K 3559/98  

    Erklärung zur Inanspruchnahme des Betriebsvermögensfreibetrages als rückwirkendes

    Insoweit werde auf das zu § 10 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 EStG ergangene BFH-Urteil vom 12. Juli 1989 (X R 8/84, BStBl. II 1989, 957) verwiesen, dessen Grundsätze auch für die Erklärung des Schenkers nach § 13 Abs. 2a ErbStG a.F. gälten.

    Soweit der BFH in den Urteilen vom 16. Februar 1994 (II R 18/92, BFH/NV 1994, 826 zu § 23 Abs. 1 Satz 2 GrEStG 1983), vom 12. Juli 1989 (X R 8/84, BStBl. II 1989, 957 zu § 10 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 EStG), und vom 10. Oktober 1996 (III R 94/93, BFH/NV 1997, R 104 zu § 32 Abs. 6 Satz 4 EStG) die nachträgliche Ausübung eines Antragsrechts ausnahmsweise als rückwirkendes Ereignis i.S. des § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO angesehen habe, sei diese Rechtsprechung wegen der dort vorliegenden Besonderheiten nicht auf die Inanspruchnahmeerklärung des Schenkers nach § 13 Abs. 2a Satz 1 Nr. 2 ErbStG a.F. übertragbar.

    Rückwirkende Ereignisse i.S. dieser Vorschrift sind alle Vorgänge tatsächlicher oder rechtlicher Art, die nachträglich, d.h. für den Fall einer beantragten Aufhebung oder Änderung nach Erlass des Steuerbescheids eingetreten sind, den Sachverhalt verändern und dabei steuerrechtlich derart in die Vergangenheit zurückwirken, dass ein Bedürfnis besteht, eine schon endgültige - bestandskräftig - getroffene Regelung i.S. der §§ 118, 157 AO an die Sachverhaltsänderung anzupassen (BFH-Urteile vom 27. September 1988 VIII R 432/83, BStBl. II 1989, 225, 228, und vom 12. Juli 1989 X R 8/84, BStBl. II 1989, 957, m.w.N.).

    Auch nicht fristgebundene Antragsrechte können unter besonderen Umständen im Falle ihrer Ausübung zur rückwirkenden Umgestaltung des Steuerrechtsverhältnisses führen (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 12. Januar 1994 II R 72/91, BStBl. II 1994, 302, BFH in BFH/NV 1994, 826, in BStBl. II 1989, 957, und in BFH/NV 1997, R 104 sowie Kühn/Hofmann, Abgabenordnung - Finanzgerichtsordnung, Kommentar, § 175 AO Bem. 3).

    Ob ein Ereignis entgegen dem grundsätzlich im Steuerrecht geltenden Rückwirkungsverbot ausnahmsweise in die Vergangenheit zurückwirken darf, richtet sich nach den Normen des materiellen Steuerrechts (vgl. amtliche Begründung zu § 175 AO im Entwurf § 156 - BT.-Drucksache VI/1982, S. 155, sowie BFH in BStBl. II 1989, 957, m.w.N.).

    Der Senat sieht insoweit keinen entscheidungserheblichen Unterschied zu den Anträgen auf Realsplitting (§ 10 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 EStG) und Übertragung des Kinderfreibetrags (§ 32 Abs. 6 Satz 4, 2. Alternative EStG), deren rechtsgestaltende Wirkung der BFH mit Urteilen vom 12. Juli 1989 (X R 8/84, BStBl. II 1989, 957) sowie vom 10. Oktober 1996 (III R 94/93, BFHE 181, 458, BFH/NV 1997, R 104) bejaht hat.

    Dabei kann der Senat die höchstrichterlich noch nicht entschiedene Frage, ob nicht fristgebundene Anträge und Wahlrechte generell vor Eintritt der Bestandskraft gestellt bzw. ausgeübt werden müssen, im Streitfall offen lassen (ebenso BFH in BStBl. II 1989, 957, und in BFH/NV 1997, 104).

  • BFH, 14.04.2005 - XI R 33/03  

    Realsplitting: beschränkter Antrag - Begründungserleichterungen nach § 105

    Ein derartiger, mit Zustimmung des Empfängers gestellter Antrag ändert den Rechtscharakter der Ausgaben (BFH-Urteil vom 12. Juli 1989 X R 8/84, BFHE 157, 484, BStBl II 1989, 957) und bewirkt die Steuerpflicht der Unterhaltsleistungen beim Empfänger gemäß § 22 Nr. 1a EStG.

    Rechtlich relevant nach § 10 Abs. 1 Nr. 1 EStG ist allein der durch die Zustimmungserklärung des Empfängers qualifizierte Antrag des Gebers (BFH in BFHE 157, 484, BStBl II 1989, 957).

    Dieser sollte die Möglichkeit erhalten, sich vor steuerlichen und außersteuerlichen Nachteilen zu schützen und seine Zustimmung vor allem davon abhängig machen dürfen, dass der unterhaltsverpflichtete Geber etwaige durch den Ansatz der Unterhaltsleistung beim Empfänger anfallende Steuern übernimmt (BFH in BFHE 157, 484, BStBl II 1989, 957, m.w.N.; Söhn, a.a.O., Rz. C 3; BTDrucks 9/1772, S. 4 f.).

    Da sich die steuerliche Belastungssituation und damit die jeweilige Interessenlage von Jahr zu Jahr verändern kann, setzt die Ausübung der Wahlbefugnis Überlegungen voraus, die typischerweise erst nach Ablauf des Veranlagungszeitraums angestellt werden können, weil die hierzu erforderlichen Daten --und zwar die des Gebers wie auch des Empfängers-- erst danach zugänglich und in ihren Auswirkungen abzusehen sind (vgl. BTDrucks 9/1772, S. 5; BFH in BFHE 157, 484, BStBl II 1989, 957, m.w.N.; Söhn, a.a.O., Rz. C 55).

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  • BFH, 28.06.2006 - XI R 32/05  

    Antrag auf betragsmäßige Erweiterung eines bereits vorliegenden begrenzten

    Ob ein Ereignis ausnahmsweise in die Vergangenheit zurückwirkt, richtet sich nach den Normen des materiellen Steuerrechts (vgl. z.B. Beschluss des Großen Senats des BFH in BFHE 172, 66, BStBl II 1993, 897, unter C.II.1.c der Gründe; BFH-Urteile vom 12. Juli 1989 X R 8/84, BFHE 157, 484, BStBl II 1989, 957; vom 3. März 2005 III R 22/02, BFHE 209, 454, BStBl II 2005, 690).

    a) Nach dem BFH-Urteil in BFHE 157, 484, BStBl II 1989, 957 ist ein Einkommensteuerbescheid gemäß § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO 1977 zu ändern, wenn erst nach Eintritt der Bestandskraft sowohl die Zustimmung zur Anwendung des Realsplitting erteilt als auch der Antrag nach § 10 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 EStG gestellt wird.

    Auch das vom X. Senat in dem Urteil in BFHE 157, 484, BStBl II 1989, 957 angeführte Argument, der Unterhaltsleistende könne nicht auf die Möglichkeit verwiesen werden, beim FA einen Vorläufigkeitsvermerk nach § 165 AO 1977 anzuregen (vgl. dazu auch BFH-Urteil vom 10. November 2004 II R 24/03, BFHE 207, 364, BStBl II 2005, 182), trifft für die Erweiterung des Antrags in gleicher Weise zu wie für einen erstmaligen Antrag.

    Die Rechtsprechung des X. Senats in seinem Urteil in BFHE 157, 484, BStBl II 1989, 957, wonach ein nach Bestandskraft des Einkommensteuerbescheids gestellter Antrag auf Sonderausgabenabzug ein rückwirkendes Ereignis ist, ist auch nicht durch die Neuregelung des § 10 Abs. 1 Nr. 1 EStG durch das Gesetz zur steuerlichen Förderung des Wohnungsbaus und zur Ergänzung des Steuerreformgesetzes 1990 (Wohnungsbauförderungsgesetz) vom 22. Dezember 1989 (BGBl I 1989, 2408, BStBl I 1989, 505) überholt.

  • BFH, 02.04.1998 - V R 34/97  

    Option bei Grundstückslieferung

    Ein rückwirkendes Ereignis i.S. von § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO 1977 verändert den Sachverhalt und wirkt steuerschuldrechtlich (vgl. BFH-Urteil vom 30. November 1994 XI R 84/92, BFH/NV 1995, 665) in die Vergangenheit zurück, wenn ein Bedürfnis besteht, eine schon eingetretene endgültige Regelung an die Sachverhaltsveränderung anzupassen (vgl. BFH-Beschluß vom 19. Juli 1993 GrS 2/92, BFHE 172, 66, BStBl II 1993, 897 unter C. II. 1. a bis c; BFH-Urteil vom 12. Juli 1989 X R 8/84, BFHE 157, 484, BStBl II 1989, 957 unter 1. a; Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, 16. Aufl., § 175 AO 1977 Tz. 11; Kühn/Hofmann, Abgabenordnung/Finanzgerichtsordnung, 17. Aufl., § 175 AO 1977 Anm. 3; Klein/Rüsken, Abgabenordnung, 6. Aufl., § 175 Anm. 4; Szymczak in Koch/Scholz, Abgabenordnung, 5. Aufl., § 175 Rz. 12; Frotscher in Schwarz, Abgabenordnung, § 175 Rz. 18).
  • BFH, 19.07.1993 - GrS 2/92  

    Nachträgliche Änderung des Preises bei einer Betriebsveräußerung

    Die Änderung muß sich darüber hinaus - ungeachtet der zivilrechtlichen Wirkungen - steuerlich in die Vergangenheit auswirken, und zwar in der Weise, daß nunmehr der veränderte anstelle des zuvor verwirklichten Sachverhalts der Besteuerung zugrunde zu legen ist (vgl. § 175 Abs. 2 AO 1977 für den Fall des Wegfalls einer Voraussetzung für eine Steuervergünstigung sowie BFH in BFHE 153, 485, BStBl II 1988, 863; in BFHE 154, 493, BStBl II 1989, 75; Urteil vom 12. Juli 1989 X R 8/84, BFHE 157, 484, BStBl II 1989, 957, m. w. N.).
  • BFH, 03.03.2005 - III R 22/02  

    Wahl der getrennten Veranlagung als rückwirkendes Ereignis

    Als rückwirkendes Ereignis hat der BFH auch Anträge beurteilt, mit denen der Steuerpflichtige nachträglich ein Wahlrecht ausübt (Urteile vom 12. Juli 1989 X R 8/84, BFHE 157, 484, BStBl II 1989, 957 --Antrag auf Realsplitting nach Bestandskraft des Einkommensteuerbescheides--; vom 30. August 2001 IV R 30/99, BFHE 196, 507, BStBl II 2002, 49 --Antrag auf Gewinnübertragung nach § 6c EStG nach Erlass des FG-Urteils--; vom 10. November 2004 II R 24/03, BStBl II 2005, 182 --Inanspruchnahmeerklärung des Schenkers als rückwirkendes Ereignis--).

    Wird die Wahl der Veranlagungsart nachträglich abweichend ausgeübt, wirkt sie rechtsgestaltend auf die Steuerschuld ein, da die Veranlagungsart unmittelbar die Höhe der Steuer beeinflusst (vgl. dazu z.B. BFH-Urteil in BFHE 157, 484, BStBl II 1989, 957).

  • BFH, 07.11.2000 - III R 23/98  

    - für den Zeitraum 1. August 1984 bis 31. Mai 1987

    Dies betrifft indes nur die einkommensteuerrechtliche Umqualifizierung von tatsächlich in den jeweiligen Veranlagungszeiträumen geleisteten Unterhaltszahlungen in Sonderausgaben, hingegen nicht eine nachträgliche zusammengeballte Berücksichtigung derartiger Unterhaltsaufwendungen nach § 10 Abs. 1 Nr. 1 EStG im Jahr der Zahlung (vgl. BFH-Urteil vom 12. Juli 1989 X R 8/84, BFHE 157, 484, BStBl II 1989, 957, unter Ziff. 1. b der Gründe).

    Der Antrag ändert den Rechtscharakter der Aufwendungen beim Geber (vgl. BFH-Urteil vom 24. Juli 1996 X R 152/90, BFH/NV 1996, 889, 890; die Verfassungsbeschwerde dagegen wurde vom BVerfG mit Beschluss vom 11. Oktober 1996 2 BvR 1929/96, Steuer-Eildienst --StE-- 1996, 746 nicht zur Entscheidung angenommen), und bewirkt gleichzeitig die Steuerpflicht der Unterhaltsleistungen beim Empfänger (BFH-Urteile in BFHE 157, 484, BStBl II 1989, 957; vom 22. September 1999 XI R 121/96, BFHE 190, 320, BStBl II 2000, 218).

  • BFH, 10.10.1996 - III R 94/93  

    Antrag des Steuerpflichtigen auf Übertragung des halben Kinderfreibetrags des

    Der Senat verweist dazu im wesentlichen auf das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 12. Juli 1989 X R 8/84 (BFHE 157, 484, BStBl II 1989, 957).

    Wie in dem zu § 10 Abs. 1 Nr. 1 EStG ergangenen Urteil in BFHE 157, 484, BStBl II 1989, 957 kann auch hier offenbleiben, ob nicht fristgebundene Anträge generell vor Ablauf der Bestandskraft eines Steuerbescheides gestellt werden müssen.

    Alternative EStG --ebenso wie nach dem Urteil in BFHE 157, 484, BStBl II 1989, 957, für den Antrag nach § 10 Abs. 1 Nr. 1 EStG-- etwas anderes gelten.

    Dafür sind die gleichen Gesichtspunkte, die der BFH in dem Urteil in BFHE 157, 484, BStBl II 1989, 957 zu § 10 Abs. 1 Nr. 1 EStG angeführt hat, maßgebend.

  • BFH, 25.07.1990 - X R 137/88  

    Sonderausgabenabzug für Unterhaltsleistungen an den geschiedenen Ehegatten

    a) Fehlt die Zustimmungserklärung des Unterhaltsberechtigten, die - zusammen mit dem Antrag des Unterhaltsverpflichteten - Merkmal des gesetzlichen Tatbestands ist (erkennender Senat, Urteil vom 12. Juli 1989 X R 8/84, BFHE 157, 484, BStBl II 1989, 957, 958 f.), so führt allein dieser Mangel notwendig zur Versagung des vom Unterhaltleistenden begehrten Sonderausgabenabzugs.

    Die Regelung stellt nach ihrem Wortsinn und Zweck (vgl. dazu Urteil in BFHE 157, 484, BStBl II 1989, 957, 959, unter 1. b) bb), m. w. N.) allein auf das Ergebnis der vom Gesetzgeber vorausgesetzten Einigung zwischen den geschiedenen oder getrennt lebenden Eheleuten ab:.

    Auch dieser Umstand wird nach § 10 Abs. 1 Nr. 1 EStG (erforderlichenfalls in Verbindung mit § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 der Abgabenordnung - AO 1977 - ; vgl. dazu Urteil in BFHE 157, 484, BStBl II 1989, 957) erst dann bedeutsam, wenn er tatsächlich zu einer Erteilung der Zustimmung bzw. zu einer entsprechenden (rechtskräftigen) Verurteilung (§ 894 Abs. 1 der Zivilprozeßordnung - ZPO - ; vgl. dazu Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 25. Oktober 1988 IX R 53/84, BFHE 155, 99, BStBl II 1989, 192) geführt hat.

    Dieser soll die Möglichkeit haben, sich vor steuerlichen und außersteuerlichen Nachteilen zu schützen und zu diesem Zweck seine Zustimmung zur Inanspruchnahme des Sonderausgabenabzugs durch den Unterhaltsverpflichteten z.B. auch davon abhängig machen dürfen, daß dieser beim Unterhaltsempfänger infolge der Unterhaltsleistung anfallende Steuern übernimmt (vgl. erkennender Senat in BFHE 157, 484, BStBl II 1989, 957, 959 und die dortigen Nachweise).

  • BFH, 22.09.1999 - XI R 121/96  

    Nachträgliche Beschränkung des Realsplittings

  • BFH, 10.11.2004 - II R 24/03  

    Betriebsvermögen - Freibetrag wurde trotz Bestandskraft gewährt

  • BFH, 14.05.2009 - IV R 6/07  

    Keine Änderung eines bestandskräftigen Steuerbescheides bei nachträglichem Antrag

  • BFH, 12.01.1994 - II R 72/91  

    Antrag auf Anwendung neuen Rechts nach § 23 GrEStG mit Wirkung für die

  • BFH, 09.08.1990 - X R 5/88  

    Rückwirkende Geltung eines Gesetzes

  • BFH, 26.03.1991 - VIII R 55/86  

    Ereignis mit Rückwirkung auf den Zeitpunkt der Betriebsveräußerung

  • BFH, 26.03.1991 - VIII R 315/84  

    Ereignis mit Rückwirkung auf den Zeitpunkt der Betriebsveräußerung

  • BFH, 23.11.2000 - IV R 85/99  

    Rechtsfehlerkorrektur bei rückwirkendem Ereignis

  • BFH, 02.07.2003 - XI R 8/03  

    Widerruf der Zustimmung zum Realsplitting

  • BFH, 16.02.1994 - II R 18/92  

    Sonstiges; Antrag auf Anwendung des Grunderwerbsteuergesetzes 1983

  • BFH, 02.11.2004 - XI B 142/03  

    Rückwirkendes Ereignis i. S. des § 175 Abs. 1 Nr. 2 AO

  • FG Köln, 05.04.2005 - 9 K 7416/01  

    Vermächtnis - Inwieweit ist ein zivilrechtlich unwirksames

  • BFH, 12.11.1997 - X R 83/94  

    Kein Realsplitting beim Erben

  • BFH, 04.11.1998 - IV B 146/97  

    Änderung von Steuerbescheiden: Rückwirkendes Ereignis

  • FG Münster, 05.09.2012 - 12 K 1948/11  

    Finanz- und Abgaberecht

  • FG Düsseldorf, 28.06.2005 - 17 K 6808/02  

    Unterhaltsleistungen - Nachträgliche Erhöhung der Unterhaltszahlungen

  • BFH, 09.12.2009 - X R 49/07  

    Versteuerung von Unterhaltsleistungen unabhängig von steuerlicher Auswirkung des

  • BFH, 01.10.2003 - X R 67/01  

    Vorkostenabzug, rückwirkendes Ereignis

  • FG Brandenburg, 21.06.1995 - 2 K 1176/94  
  • BFH, 12.12.2007 - XI R 36/05  

    Aufteilung des Unterhaltsbeitrags auf Ehefrau und Kinder für Realsplitting -

  • BFH, 30.11.1994 - XI R 84/92  

    Rückwirkendes Ereignis i.S.d. § 175 Abs. 1 Nr. 2 AO

  • BFH, 08.08.2002 - II B 157/01  

    Rückwirkendes Ereignis i.S.v. § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO

  • BFH, 22.04.1999 - V B 163/98  

    Grundsätzliche Bedeutung und Divergenz

  • FG Baden-Württemberg, 11.04.2003 - 9 K 380/99  

    Rückzahlung einer Entschädigung; Zulässigkeit einer Klage des Ehemannes auf

  • BFH, 28.06.2011 - X B 146/10  

    Gerichtlicher Vergleich kein rückwirkendes Ereignis

  • FG Niedersachsen, 16.06.2011 - 6 K 445/09  

    Finalität ausländischer Betriebsstättenverluste aufgrund Veräußerung der

  • FG Niedersachsen, 11.12.2006 - 14 K 201/02  

    Rechtsverletzung auch durch zu niedrige Steuerfestsetzung - Änderung eines

  • FG Köln, 26.08.1997 - 2 K 5980/94  

    Wegfall der Hinzurechnung von Pachtzinsen

  • FG Köln, 21.09.2000 - 5 K 6016/96  

    Zur Frage der steuerlichen Rückwirkung eines zivilrechtlichen Vergleichs über ein

  • FG Berlin, 30.11.2005 - 2 K 2059/02  

    Nachträgliche Umwandlung einer Erwerbsunfähigkeitsrente in eine vorzeitige

  • FG Köln, 23.09.1998 - 4 K 9294/97  
  • FG Baden-Württemberg, 19.11.1998 - 10 K 394/97  

    Verfassungsmäßigkeit der Regelung des § 233a Abs. 2a AO 1977

  • FG Schleswig-Holstein, 18.06.2002 - V 131/02  

    Verständigung zwischen Finanzamt und Steuerpflichtigen

  • FG Thüringen, 26.03.2003 - I 237/00  

    Widerruf zur Zustimmung zur Übertragung des Haushaltsfreibetrags; Einkommensteuer

  • FG München, 09.11.2005 - 1 K 2004/03  

    Einkünfteerzielungsabsicht bei geschlossenen Immobilienfonds

  • FG Düsseldorf, 19.02.1999 - 1 K 4780/96  
  • FG Köln, 24.02.2000 - 2 K 340/95  

    Bindungswirkung der Nichtveranlagungsbescheinigung für

  • FG Münster, 12.04.2000 - 8 K 3457/96  

    Realsplitting - Steuerpflicht der Unterhaltsleistungen beim Empfänger nur bei

  • FG Rheinland-Pfalz, 04.09.2002 - 3 K 2527/99  

    Antrag auf getrennte Veranlagung rückwirkendes Ereignis?

  • FG Baden-Württemberg, 04.10.1999 - 12 K 200/99  
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