Rechtsprechung
   BFH, 06.11.1991 - XI R 12/87   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • Simons & Moll-Simons

    GewStG § 2 Abs. 1; EStG § 15 Abs. 1 (Satz 1) Nr. 1, § 20 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 3

  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Betriebsaufspaltung durch Lizenzvergabe - Lizenz als wesentliche Betriebsgrundlage der Betriebsgesellschaft - Verdeckte Gewinnausschüttung im Gewerbeertrag nicht zu erfassen

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Betriebsaufspaltung durch Einräumung des Nutzungsrechts an einer ungeschützten Erfindung

Kurzfassungen/Presse

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 166, 206
  • BB 1992, 411
  • DB 1992, 659
  • BStBl II 1992, 415



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Wird zitiert von ... (26)  

  • BFH, 01.06.1994 - X R 81/90  
    Etwas anderes gilt jedoch nach der ständigen Rechtsprechung des BFH (vgl. z.B. Beschluß vom 8. November 1971 GrS 2/71, BFHE 103, 440 , BStBl II 1972, 63 ; Urteile vom 26. Januar 1989 IV R 151/86, BFHE 156, 138 f BStBl II 1989, 455 ; vom 24. August 1989 IV R 135/86, BFHE 158, 245 , BStBl II 1989, 1014 ; vom 1. Dezember 1989 III R 94/87, BFHE 159, 480 , BStBl II 1990, 500 ; vom 6. November 1991 XI R 12/87, BFHE 166, 206 , BStBl II 1992, 415 ; vom 27. August 1992 IV R 13/91, BFHE 169, 231 , BStBl II 1993, 134 , und vom 26. November 1992 IV R 15/91, BFHE 171, 490 , BStBl II 1993, 876 ) dann, wenn die Nutzungsüberlassung als Betriebsaufspaltung zu beurteilen ist, d.h. vor allem, wenn - eine Einzelperson oder Personenmehrheit einer Kapitalgesellschaft Wirtschaftsgüter vermietet oder verpachtet, die bei dieser eine wesentliche Betriebsgrundlage bilden (sachliche Verflechtung), und - der Vermieter oder Verpächter seinen Willen auch in der Kapitalgesellschaft durchsetzen kann (persönliche Verflechtung).

    Für Nutzungsüberlassungen anderer Art gilt das gleiche (vgl. BFH in BFHE 156, 138 , BStBl II 1989, 455 , zur Überlassung von Lizenzen, sowie in BFHE 166, 206 , BStBl II 1992, 415 , zur Einräumung eines Nutzungsrechts an einer ungeschützten ,Erfindung).

    Selbst wenn der GmbH nicht dingliche, sondern nur obligatorische Rechtspositionen eingeräumt wurden, ist dies für die steuerrechtliche Beurteilung nicht ausschlaggebend (vgl. BFH-Urteile vom 1. Juni 1978 IV R 152/73, BFHE 125, 280 , BStBl II 1978, 345; vom 18. Januar 1989 X R 10/86, BFHE 156, 110 , BStBl II 1989, 549 ; in BFHE 156, 138 , BStBl II 1989, 455 ; in BFHE 158, 53, BStBl II 1990, 15 ; vom 1. August 1990 II R 17/87, BFHE 161, 168 , BStBl II 1990, 879 ; in BFHE 166, 206 , BStBl II 1992, 415 ; vom 26. August 1993 I R 86/92, BFHE 172, 341 , BStBl II 1994, 168 ; vom 21. Oktober 1988 III R 15/87, BFH/NV 1990, 58, sowie vom 14. September 1989 IV R 142/88, BFH/NV 1990, 522).

    Wesentliche Betriebsgrundlagen sind nach ständiger Rechtsprechung des BFH (vgl. u.a. Urteile in BFHE 158, 245, 248, BStBl II 1989, 1014 ; in BFHE 166, 206, 210, BStBl II 1992, 415 , und vom 17. November 1992 VIII R 36/91, BFHE 169, 389 , BStBl II 1993, 233) Wirtschaftsgüter des Betriebsvermögens, die zur Erreichung des Betriebszwecks erforderlich und für den Betriebsablauf unerläßlich sind.

    Während die Nutzungsüberlassung dort die Verwertung eines nichtpatentfähigen Verfahrens betraf, hatte der Gesellschafterbeschluß vom 13. Juni 1980 ausnahmslos Schutzrechte zum Gegenstand, die --nach dem festgestellten Geschehensablauf jedenfalls-- als mit absoluter Wirkung ausgestattet anzusehen sind (vgl. zum Urheberrecht: Bundesverfassungsgericht --BVerfG--, Beschluß vom 7. Juli 1971 1 BvR 765/66, Juristen Zeitung --JZ-- 1971, 773 ; zum Warenzeichenrecht allgemein: Baumbach/Hefermehl, Warenzeichenrecht, 12.Aufl. 1985, Einleitung zum Warenzeichengesetz , Rdnrn.2 ff.; zur wirtschaftlichen Bedeutung solcher Rechtspositionen, Urteil des Bundesgerichtshofs -BGH-- vom 18. Dezember 1986 I ZR 111/84, BGHZ 99, 244 ): Das heißt, nach den für die revisionsrechtliche Würdigung maßgeblichen Tatsachen (§ 118 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung -- FGO --) waren nutzungswillige Dritte auf den Abschluß eines Lizenzvertrags mit dem Kläger angewiesen (ähnlich war es in dem in BFHE 166, 206 , BStBl II 1992, 415 entschiedenen Fall einer ungeschützten Erfindung, in dem allerdings auch die Betriebsgesellschaft die Berechtigung zur Lizenzvergabe besaß).

    An dieser Beurteilung hat sich auch durch die Aufgabe der "Gepräge"- Rechtsprechung (im BFH-Beschluß in BFHE 141, 405 , BStBl II 1984, 751 ) nichts geändert (vgl. BFH-Entscheidungen vom 12. November 1985 VIII R 240/81, BFHE 145, 401, 403 f., BStBl II 1986, 296, 297; vom 22. Januar 1988 III B 9/87, BFHE 152, 539, 542 f., BStBl II 1988, 537 ; vom 23. Januar 1991 X R 47/87, BFHE 163, 460, 462, BStBl II 1991, 405, 406, sowie vom 30. September 1991 IV B 21/91, BFH/NV 1992, 333, 334, und in BFHE 166, 206 , BStBl II 1992, 415 ; vgl. auch Schmidt, aaO., S 15 Anm. 140 und 146 a; Glanegger/Güroff, Gewerbesteuergesetz , 2.Aufl. 1991, § 2 Anm. 118).

  • BFH, 18.12.1996 - I R 139/94  

    Verdeckte Gewinnausschüttung: Pensionszahlungen an eine einem Gesellschafter

    Ob eine verdeckte Gewinnausschüttung, die einer einem Gesellschafter nahestehenden Person zufließt, dem Gesellschafter nur dann steuerrechtlich zugerechnet werden darf, wenn er selbst durch sie einen Vermögensvorteil erlangt, ist in dem die Besteuerung des Gesellschafters betreffenden Verfahren zu entscheiden und kann daher im Streitfall offenbleiben (s. zu dieser Streitfrage Döllerer, Betriebs-Berater - BB - 1989, 1175; Wassermeyer, Finanz-Rundschau - FR - 1989, 218, 221; Seeger, FR 1989, 466; Streck, a. a. O., § 8 KStG Anm. 105, 106; s. a. BFH- Urteile vom 6. November 1991 XI R 12/87, BFHE 166, 206, BStBl II 1992, 415; vom 29. September 1981 VIII R 8/77, BFHE 135, 31, BStBl II 1982, 248 - zur Erzielung von Einkünften aus Kapitalvermögen aufgrund einer mittelbaren verdeckten Gewinnausschüttung, wenn unmittelbarer Empfänger der verdeckten Gewinnausschüttung ein nahestehender Mitgesellschafter ist - vom 24. Juli 1990 VIII R 304/84, BFH/ NV 1991, 90; vom 24. Juli 1990 VIII R 290/84, BFH/ NV 1991, 191; Bundesverfassungsgericht - BVerfG - Beschluß vom 8. Dezember 1992 1 BvR 326/89, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung - HFR - 1993, 201).
  • BFH, 16.12.2009 - I R 97/08  

    Namens-/Zeichenrecht als wesentliche Betriebsgrundlage - Auswirkungen einer

    Ebenso wenig setzt die Beurteilung als wesentliche Betriebsgrundlage voraus, dass ein zum Sonderbetriebsvermögen gehörendes Zeichenrecht warenzeichenrechtlich bzw. markenrechtlich geschützt ist (vgl. zu ungeschützten Erfindungen BFH-Urteil vom 6. November 1991 XI R 12/87, BFHE 166, 206, BStBl II 1992, 415; Herlinghaus in Rödder/ Herlinghaus/ van Lishaut, a. a. O., § 20 Rz 45, jeweils m. w. N.).
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