Rechtsprechung
   BFH, 06.07.1999 - VIII R 46/94   

Volltextveröffentlichungen (8)

  • Simons & Moll-Simons

    EStG § 15 Abs. 1 Nr. 2; HGB §§ 114, 116, 161

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Geschäftsführervergütung als Sonderbetriebseinnahme

  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    GmbH & Co. KG - Tätigkeitsvergütungen an alleinigen Kommanditisten als GmbH-Geschäftsführer - Zahlung über zwischengeschaltete weitere (vom Kommanditisten beherrschte) GmbH

  • Jurion(kostenlose Anmeldung erforderlich)
  • Jurion(kostenlose Anmeldung erforderlich)

    Sonderbetriebseinnahmen - Alleingesellschafter - Geschäftsführer - Verwaltungsleistung - Managementleistung

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Einschaltung einer Schwester-Kapitalgesellschaft für die Erbringung von Verwaltungs- und Managementleistungen durch Mitunternehmer einer GmbH & Co. KG

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • NWB SteuerXpert START (Leitsatz)

    EStG § 15 Abs. 1 Nr. 2; HGB §§ 114, 116, 161
    Zur Behandlung von Verwaltungs- und Managementleistungen eines Kommanditisten gegenüber einer KG durch eine zwischengeschaltete Kapitalgesellschaft als Sonderbetriebseinnahmen

Verfahrensgang

  • FG Baden-Württemberg, 29.06.1994 - 10 K 15/94
  • BFH, 06.07.1999 - VIII R 46/94

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 189, 139
  • BB 1999, 1856
  • DB 1999, 1837
  • BStBl II 1999, 720



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Wird zitiert von ... (34)  

  • BFH, 14.02.2006 - VIII R 40/03  

    Sondervergütungen des Gesellschafters einer OHG aus mittelbaren Leistungen an die

    a) Die von der Klägerin der Vertriebs-GmbH erstatteten Geschäftsführerbezüge der Beigeladenen waren als Sondervergütungen i.S. von § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG einheitlich und gesondert festzustellen (vgl. BFH- 6. Juli 1999 VIII R 46/94, BFHE 189, 139, BStBl II 1999, 720, unter 1. der Gründe, m.w.N.).

    Sondervergütungen kommen auch in Betracht, wenn ein Dritter in den Leistungsaustausch zwischen dem Gesellschafter und der Personengesellschaft eingeschaltet ist, sofern die Leistung des Gesellschafters nicht dem zwischengeschalteten Dritten, sondern der leistungsempfangenden Personengesellschaft zugute kommen soll (BFH-Urteil in BFHE 189, 139, BStBl II 1999, 720, unter 2. der Gründe, m.w.N.).

    Der BFH hat in gefestigter Rechtsprechung § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG auch auf Vergütungen angewandt, die bei einer GmbH & Co. KG der Kommanditist dafür erhält, dass er in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der Komplementär-GmbH die Geschäfte der KG führt (vgl. BFH-Urteil in BFHE 189, 139, BStBl II 1999, 720, unter 2.b der Gründe).

    Er erfüllt nicht nur eine Verpflichtung der GmbH, sondern zugleich eine persönliche Verpflichtung gegenüber der KG (BFH-Urteil in BFHE 189, 139, BStBl II 1999, 720, unter 2.b der Gründe).

    Für die einkommensteuerliche Beurteilung der Tätigkeitsvergütung ist es unerheblich, auf welcher schuldrechtlichen oder gesellschaftsrechtlichen Grundlage der Gesellschafter seine Tätigkeit erbringt; entscheidend ist, dass er --wie der Kommanditist, der als Organ der Komplementär-GmbH die Geschäfte der KG führt-- damit letztlich "im Dienst der Personengesellschaft" tätig wird und wirtschaftlich gesehen einen Beitrag zur Verwirklichung ihres Gesellschaftszwecks leistet (BFH-Urteil in BFHE 189, 139, BStBl II 1999, 720, unter 2.b der Gründe, m.w.N.).

    Darüber hinaus hat der Senat entschieden, dass Vergütungen einer KG für Verwaltungs- und Managementleistungen ihres Kommanditisten auch dann als dessen Sonderbetriebseinnahmen i.S. von § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG zu erfassen sind, wenn der Kommanditist seine Leistung über eine zwischengeschaltete Schwesterkapitalgesellschaft erbringt (BFH-Urteil in BFHE 189, 139, BStBl II 1999, 720).

  • BFH, 07.12.2004 - VIII R 58/02  

    BFH nimmt Sondervergütungen auch bei Zahlungen „zwischengeschalteter“ Dritter an

    Außerdem fehle es an der in dem BFH- 6. Juli 1999 VIII R 46/94 (BFHE 189, 139, BStBl II 1999, 720) herausgestellten Beherrschung des Dritten, also der GmbH, durch die Klägerin.

    Vielmehr hat der BFH diese Vorschrift über ihren Wortlaut hinaus auch angewandt, wenn der Kommanditist einer GmbH & Co. KG für seine Tätigkeit als Geschäftsführer der Komplementär-GmbH eine Vergütung erhält, und zwar auch dann, wenn der Anstellungsvertrag nicht mit der KG, sondern der Komplementär-GmbH abgeschlossen wurde (ständige Rechtsprechung, Urteile vom 2. August 1960 I 221/59 S, BFHE 71, 425, BStBl III 1960, 408; in BFHE 189, 139, BStBl II 1999, 720, m.w.N.).

    Darüber hinaus hat der BFH in dem Urteil in BFHE 189, 139, BStBl II 1999, 720 Sondervergütungen i.S. des § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG auch für den Fall angenommen, dass ein Kommanditist, der zugleich Alleingesellschafter und Geschäftsführer der Komplementär-GmbH und einer Schwester-Kapitalgesellschaft der GmbH & Co. KG war, über die zwischengeschaltete Schwesterkapitalgesellschaft Verwaltungs- und Managementleistungen an die KG erbracht hat.

    Richtig ist zwar, dass der Senat in seinem Urteil in BFHE 189, 139, BStBl II 1999, 720 im Rahmen der Gesamtwürdigung des Sachverhalts auf die beherrschende Stellung des Kommanditisten hingewiesen hat.

  • BFH, 30.03.2006 - IV R 25/04  

    Pensionsrückstellung zugunsten eines Kommanditisten und Geschäftsführers der

    Die Tätigkeitsvergütungen sind zwar auf der ersten Stufe der steuerlichen Gewinnermittlung als betrieblicher Aufwand der Gesellschaft zu berücksichtigen, die in § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG angeordnete Hinzurechnung der Tätigkeitsvergütung verhindert jedoch, dass diese den Gesamtgewinn und den Gewerbeertrag der Mitunternehmerschaft mindern (BFH- 6. Juli 1999 VIII R 46/94, BFHE 189, 139, BStBl II 1999, 720; Schmidt/ Wacker, EStG, 24. Aufl., § 15 Rz. 560).

    Das gilt nach ständiger Rechtsprechung auch für Vergütungen, die der Kommanditist einer GmbH & Co. KG als (Gesellschafter-) Geschäftsführer der Komplementär-GmbH von dieser erhält (vgl. z.B. Senatsurteil vom 3. Februar 1977 IV R 153/74, BFHE 121, 333, BStBl II 1977, 504, unter 2.b cc der Entscheidungsgründe; Beschluss des Großen Senats des BFH vom 25. Februar 1991 GrS 7/89, BFHE 163, 1, BStBl II 1991, 691, zu C.III.4.b der Gründe; BFH-Urteil in BFHE 189, 139, BStBl II 1999, 720).

  • FG Hamburg, 25.04.2003 - III 14/01  

    Sondervergütungen gemäß § 15 Abs.1 Nr. 2 EStG bei mittelbarer

    Dieser kann mit sich selbst keinen schuldrechtlichen Vertrag abschließen und keinen Unternehmerlohn für seine Geschäftstätigkeit als Betriebsausgabe abziehen (s. dazu z.B. BFH 6.7.1999, VIII R 46/94, BFHE 189, 139 , BStBl II 1999, 720 m.w.N.; z.B. auch Schmidt, EStG , § 15 Rn. 561 m.w.N. ).

    Das kommt nur dann in Betracht, wenn die Leistung nicht (oder nicht nur) dem zwischengeschalteten Dritten, sondern (letztlich) der leistungsempfangenden Personengesellschaft zugute kommen soll (z.B. BFH 15.12.1998, VIII R 62/97, BFH/NV 1999, 773 m.w.N.; 6.7.1999, VIII R 46/94, BFHE 189, 139 , BStBl II 1999, 720; dazu Schmidt, EStG , § 15 , Rn. 562).

    Der Leistungsbeziehung des Dritten zur Personengesellschaft liegt in dem Fall eine Anweisung des Gesellschafters zugrunde, die den Dritten bindet, so dass der notwendige Zusammenhang zwischen dem Gesellschafter und der Gesellschaft als nicht unterbrochen angesehen wird (s. dazu BFH 6.7.1999, VIII R 46/94, BFHE 189, 139 , BStBl II 1999, 720 m.w.N.).

    Ein Entgelt, das Kommanditisten einer GmbH & Co KG für ihre Tätigkeit als Geschäftsführer der Komplementär-GmbH erhalten, stellt eine Sondervergütung nach § 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG dar (BFH 6.7.1999, VIII R 46/94, BFHE 189, 139 , BStBl II 1999, 720 mwN; 15.12.1998, VIII R 62/97, BFH/NV 1999, 773 m.w.N.).

    Er sieht es für die steuerliche Beurteilung der Vergütung - als Einkünfte aus Gewerbebetrieb - ausdrücklich als gleichgültig an, aufgrund welcher schuldrechtlichen oder gesellschaftsrechtlichen Grundlage der Gesellschafter seine Tätigkeit, die der Verwirklichung des Gesellschaftszwecks dient, erbringt (dazu im Einzelnen mit weiteren Nachweisen BFH 6.7.1999 a.a.O. und 15.12.1998 a.a.O.).

    Mit der ausdrücklichen Begründung, dass diese Besonderheit keine andere rechtliche Behandlung der von den Gesellschaftern geschuldeten Managementaufgaben rechtfertige, hat er die Vergütung, die dafür über die Schwestergesellschaft gezahlt worden ist, in dem bereits zitierten 6.7.1999 (VIII R 46/94, BFHE 189, 139 , BStBl II 1999, 720 mwN) als eine den gewerblichen Einkünften zuzurechnende Sondervergütung im Sinne des § 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG angesehen.

  • BFH, 14.03.2012 - X R 24/10  

    Behandlung von Provisionen für die eigene Zeichnung von Fondsanteilen durch einen

    bb) Der Kläger kann sich auch nicht auf die von ihm angeführte Rechtsprechung berufen, wonach Einnahmen eines Gesellschafters für Tätigkeiten im Dienst der Gesellschaft, die an sich zu den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit gehören würden, auch dann in Sonderbetriebseinnahmen umzuqualifizieren sind, wenn der Gesellschafter die Dienstleistungen nicht unmittelbar, sondern über eine zwischengeschaltete Kapitalgesellschaft an die Personengesellschaft erbringt (vgl. hierzu BFH-Urteile vom 6. Juli 1999 VIII R 46/94, BFHE 189, 139, BStBl II 1999, 720; vom 10. Juli 2002 I R 71/01, BFHE 200, 184, BStBl II 2003, 191; vom 7. Dezember 2004 VIII R 58/02, BFHE 208, 541, BStBl II 2005, 390, und vom 14. Februar 2006 VIII R 40/03, BFHE 212, 270, BStBl II 2008, 182).

    (1) In den beiden erstgenannten Entscheidungen ist dieses Ergebnis maßgebend darauf gestützt worden, dass der dortige Kommanditist sowohl die Personen- als auch die Kapitalgesellschaft beherrscht hatte und die Kapitalgesellschaft "nur formal" zwischengeschaltet war (BFH-Urteil in BFHE 189, 139, BStBl II 1999, 720, unter 2. c, 3.) bzw. dass die Zwischenschaltung einer Kapitalgesellschaft "Umgehungsmöglichkeiten" eröffne (BFH-Urteil in BFHE 200, 184, BStBl II 2003, 191, unter II. 2. b).

    Der BFH hat dabei entscheidend auf den Zweck der genannten Vorschrift abgestellt, eine Minderung des Gewerbeertrags der Mitunternehmerschaft zu vermeiden (vgl. BFH-Urteil in BFHE 189, 139, BStBl II 1999, 720, unter 1. a. E.).

  • FG Rheinland-Pfalz, 22.04.2002 - 5 K 1329/99  

    Erbringen Kommanditisten einer KG mittelbare Dienstleistungen

    Denn für die Besteuerung kann es keinen Unterschied machen, ob die Tätigkeit des Gesellschafters von der Personengesellschaft durch einen Vorabgewinn oder durch besonderes schuldrechtliches (gewinnunabhängiges) Entgelt abgegolten wird (BFH- 6. Juli 1999, Az.: VIII R 46/94, BStBl II 1999 S. 720).

    Nichts anderes gilt nach der Rechtsprechung des BFH ( 6. Juli 1999, a. a. O.), wenn die Leistung nicht in der Überlassung von Wirtschaftsgütern besteht, sondern der Gesellschafter einer Personengesellschaft über eine zwischengeschaltete Gesellschaft Dienstleistungen an die Personengesellschaft erbringt.

    Dies gilt auch dann, wenn der Anstellungsvertrag des Gesellschafter-Geschäftsführers nicht mit der KG, sondern mit der Komplementär-GmbH abgeschlossen wurde (vgl. BFH- 6. Juli 1999, Az.: VIII R 46/94, a. a. O.).

    Diese Grundsätze entfalten ihre Wirkung auch für den Fall, dass ein Kommanditist Dienstleistungen für die Personengesellschaft nicht in der Eigenschaft als Geschäftsführer der Komplementär-GmbH, sondern als Geschäftsführer einer nicht an der KG beteiligten Kapitalgesellschaft aufgrund von im Einzelfall abgeschlossenen schuldrechtlichen Verträgen erbringt (BFH- 6. Juli 1999, Az.: VIII R 46/94, a. a. O.).

    Bei einer solchen Gestaltung wären die der Klägerin in Rechnung gestellten Beträge in gleicher Weise als Sondervergütungen der Kommanditisten zu erfassen, wenn die zwischengeschaltete Gesellschaft die Rechtsform einer Personengesellschaft gehabt hätte (vgl. BFH- 6. Juli 1999, Az.: VIII R 46/94, a. a. O.).

  • BFH, 23.01.2001 - VIII R 12/99  

    Anteil an Kommanditisten-GmbH als Sonderbetriebsvermögen II

    Ebenso wie eine Komplementär-GmbH fördert auch die Kommanditisten-GmbH den Gesellschaftszweck der Personengesellschaft durch den von ihr gesellschaftsrechtlich geschuldeten Beitrag: Während der Beitrag des Komplementärs neben seiner Verpflichtung zur Leistung einer Einlage vor allem in der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung besteht (§ 114 Abs. 1, § 161 Abs. 2, § 164 HGB; vgl. auch Senatsurteil vom 6. Juli 1999 VIII R 46/94, BFHE 189, 139, BStBl II 1999, 720), liegt der gesellschaftsrechtlich geschuldete Beitrag des Kommanditisten vor allem in der Überlassung von Eigenkapital (§ 171 Abs. 1 HGB) und damit in der Stärkung der Finanzkraft der KG.

    Durch seine Beteiligung an der C-GmbH hat W, statt durch Erhöhung seiner eigenen Kommanditeinlage einen unmittelbaren Beitrag zu leisten, mittelbar einen Beitrag zur Erreichung des Gesellschaftszwecks der Klägerin erbracht (zur Bedeutung der mittelbaren Beitragsleistung über eine Kapitalgesellschaft ohne eigenen wirtschaftlichen Geschäftsbereich für die Qualifizierung der Beteiligung an dieser Gesellschaft als Sonderbetriebsvermögen II vgl. auch BFH-Urteil in BFHE 187, 250, BStBl II 1999, 286, und als Sonderbetriebsvermögen I vgl. BFH-Urteil in BFHE 189, 139, BStBl II 1999, 720).

  • BFH, 24.06.2009 - IV R 94/06  

    Tarifbegünstigte Entschädigung für Ausscheiden eines Mitunternehmers als

    Zwar waren auch die Einkünfte aus der Tätigkeit als Geschäftsführer der Komplementär-GmbH nach § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG als Sondervergütungen in solche aus Gewerbebetrieb umzuqualifizieren und bildeten so einen Bestandteil der aus der mitunternehmerischen Beteiligung bezogenen Einkünfte (vgl. BFH- 6. Juli 1999 VIII R 46/94, BFHE 189, 139, BStBl II 1999, 720, m.w.N.).

    Das vom FG hervorgehobene Argument, die Umqualifizierung der Sondervergütungen stelle die Gleichbehandlung von Mitunternehmer und Einzelunternehmer sicher, weil Letzterer seine gewerblichen Einkünfte nicht durch schuldrechtliche Verträge mit sich selbst zum Teil anderen Einkunftsarten zuordnen könne, ist zwar für sich genommen zutreffend (vgl. etwa BFH-Urteile vom 27. April 2006 IV R 41/04, BFHE 214, 69, BStBl II 2006, 755, unter II.1.c der Gründe, und in BFHE 189, 139, BStBl II 1999, 720).

  • FG Rheinland-Pfalz, 14.07.2003 - 5 K 2986/00  

    Sondervergütung nach § 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG bei Zwischenschaltung einer

    Die Rechtsauffassung des Beklagten werde zudem durch die neuere BFH-Rechtsprechung bestätigt (Hinweis auf BFH vom 06.07.1999 - VIII R 46/94, BStBl II 1999, 720).

    Darüber hinaus findet der Beklagte seine Rechtsauffassung durch die bereits in der Einspruchsentscheidung zitierte neue Rechtsprechung des BFH bestätigt (Hinweis auf BFH vom 06.07.1999 - VIII R 46/94, BStBl II 1999, 720).

    Voraussetzung für die Zurechnung der vom Gesellschafter bezogenen Vergütung zum gewerblichen Gewinn der Mitunternehmerschaft ist in einem solchen Fall, dass die Leistung des Gesellschafters nicht dem zwischengeschalteten Dritten, sondern der leistungsempfangenden Personengesellschaft zugute kommen soll (zum ganzen BFH- 6. Juli 1999 VIII R 46/96, BFHE 189, 139 , BStBl II 1999, 720).

    Eine Aufteilung der Tätigkeitsvergütung kann allerdings geboten sein, wenn die Komplementär-GmbH neben ihrer Funktion als Geschäftsführerin der GmbH & Co. KG noch einen eigenen wirtschaftlichen Geschäftsbereich hat (vgl. BFH-Urteil in BFHE 92, 328, BStBl II 1968, 579; zum ganzen auch BFH- 6. Juli 1999 VIII R 46/94, BFHE 189, 139 , BStBl II 1999, 720).

  • FG Münster, 10.02.2005 - 8 K 720/00  

    Sondervergütung bei mittelbarer Beteiligung; Abgrenzung von Sondervergütung und

    In seinem 06.07.1999 VIII R 46/94 BStBl. II 1999, 720 habe der BFH rechtskräftig entschieden, dass Vergütungen an einen Kommanditisten als Sonderbetriebseinnahmen zu erfassen seien, wenn der Kommanditist Geschäftsführer der Komplementär - GmbH sei und über eine zwischengeschaltete Schwester-Kapitalgesellschaft als Arbeitnehmer Verwaltungs- und Managementleistungen an die KG erbringe.

    Das vom FA angeführte BFH- 06.07.1999 VIII R 46/94 BStBl. II 1999, 720 sei auf dem vorliegenden Fall nicht anwendbar.

    Denn der Kommanditist einer GmbH & Co. KG, der in eigener Person sowohl Geschäftsführungsaufgaben der leistenden anderen Gesellschaft (hier der T-KG) als auch der leistungsempfangenden N-KG ausführt, erfüllt mittelbar über die leistende dritte Gesellschaft (T-KG) eine eigene Leistungspflicht als Organ der Komplementär-GmbH gegenüber der N-KG (vgl. BFH- 06.07.1999 VIII R 46/94, BStBl. II 1999, 720 unter 2. b und c der Gründe m. w. N.).

    Die Klin. kann sich nicht mit Erfolg darauf berufen, dass die Rechtsgrundsätze des BFH in seinen o. a. Urteilen vom 06.07.1999 a. a. O. und vom 10.07.2002 a. a. O. auf den vorliegenden Fall nicht zu übertragen seien.

  • BFH, 11.12.2003 - IV R 42/02  

    Erbbaurecht - Wenn das Gebäude entschädigungslos auf den Erbbauverpflichteten

  • FG Düsseldorf, 25.09.2006 - 10 K 5519/02  

    Sondervergütung; Organschaft; Geschäftsführung; Mitunternehmer;

  • BFH, 23.02.2011 - I R 52/10  

    Besteuerung eines Immobilienfonds mit Einkünften aus Kapitalvermögen und aus

  • BFH, 10.07.2002 - I R 71/01  

    Zahlungen inländischer KG für Managementaufgaben nicht immer steuerpflichtig

  • FG Niedersachsen, 01.02.2011 - 8 K 74/06  

    Sondervergütung der MutterKG bei Vergütung an deren Gesellschafter und

  • BFH, 06.07.2005 - VIII R 74/02  

    Tarifbegünstigung nach § 32c EStG erfasst auch Sondervergütungen i.S. von §

  • BFH, 23.01.2001 - VIII R 30/99  

    Tätigkeitsvergütungen bei Anwendung des § 15 a EStG

  • FG Münster, 09.12.2003 - 15 K 424/99  
  • BFH, 24.06.2009 - IV R 95/06  

    Abfindung für Auflösung des Geschäftsführervertrags mit Komplementär-GmbH kann

  • BSG, 22.08.2013 - B 14 AS 1/13 R  

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Einkommensberücksichtigung und -berechnung

  • FG Niedersachsen, 22.05.2013 - 4 K 1/12  

    Gewerbesteuermessbetrag 2006 und 2007 ges. und einh. Feststellung von

  • BFH, 06.03.2014 - IV R 14/11  

    Steuerliche Behandlung von Pensionszahlungen an ehemaligen Mitunternehmer -

  • FG Saarland, 01.07.2002 - 1 K 395/99  

    Behandlung eines Gehalts als Sondervergütung eines Kommanditisten (§ 15

  • FG Saarland, 11.04.2000 - 1 V 56/00  

    Einkommensteuer; Behandlung eines Gehalts als Sondervergütung eines

  • FG Hamburg, 08.12.2003 - II 63/03  

    Anwendbarkeit des § 15 Abs. 1 Satz Nr. 2 EStG auf die einheitliche und

  • FG Hamburg, 16.04.2010 - 5 K 114/08  

    Vermietungseinkünfte eines geschlossenen Immobilienfonds in den Niederlanden

  • BFH, 08.08.2000 - VIII B 12/98  
  • FG Berlin-Brandenburg, 23.10.2007 - 6 K 1332/03  

    Verteilung des Gewerbesteuermessbetrages der atypisch stillen Gesellschaft für

  • FG Rheinland-Pfalz, 26.05.2004 - 1 K 1623/02  

    Zur privaten Nutzung betrieblicher Fahrzeuge - Tätigkeitsvergütungen an

  • FG Köln, 11.07.2000 - 2 K 785/90  

    Anforderungen an die Bezeichnung des Inhaltsadressaten bei

  • FG Bremen, 27.08.2002 - 1 K 224/02  

    Tarifermäßigung nach § 32c EStG für Sondervergütung i.S. des § 5a

  • FG Schleswig-Holstein, 23.07.2010 - 1 K 215/05  

    Provisionen eines Anlagevermittlers für die Vermittlung von Beteiligungen an

  • FG Bremen, 07.03.2000 - 299351K 5  

    Tätigkeitsvergütungen i.S. von § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG bei

  • FG Thüringen, 08.03.2006 - III 1209/02  

    Keine Mitunternehmerinitiative der Kommanditisten bei Verzicht auf ihre

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