Rechtsprechung
   BFH, 06.07.1999 - VIII R 9/98   

Volltextveröffentlichungen (5)

  • Simons & Moll-Simons

    EStG § 17

  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Nachträgliche Anschaffungskosten des Gesellschafters durch Bürgschaftsinanspruchnahme - Eigenkapital ersetzende Bürgschaften - Vorliegen einer Krise ausschlaggebend - Höhe bei von vornherein gegebener Krisenbestimmtheit oder bei Stehenlassen des Darlehens bei Kriseneintritt - Bürgschaftsverlängerung nach Ausscheiden des Gesellschafters aus der GmbH

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Bürgschaftsinanspruchnahme als nachträgliche Anschaffungskosten

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  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Inanspruchnahme aus Bürgschaft als nachträgliche Anschaffungskosten

Kurzfassungen/Presse (2)

Sonstiges

  • nwb.de (Verfahrensmitteilung)

    EStG § 17 Abs 2
    Bürgschaftsverpflichtung; Nachträgliche Anschaffungskosten; Veräußerungsverlust; Wesentliche Beteiligung

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 189, 383
  • NJW-RR 2000, 498
  • BB 1999, 2438
  • DB 1999, 2445
  • BStBl II 1999, 817



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Wird zitiert von ... (59)  

  • BFH, 12.12.2000 - VIII R 36/97  

    Wesentliche Beteiligungen - Dritt- oder Eigenaufwand bei verdeckten Einlagen,

    Als nachträgliche Anschaffungskosten i.S. des § 17 EStG kommen nicht nur Aufwendungen in Betracht, die auf der Ebene der Kapitalgesellschaft als Nachschüsse (§§ 26 ff. GmbHG) oder verdeckte Einlagen zu werten sind (vgl. dazu Schmidt/Weber-Grellet, a.a.O., § 17 Rz. 164), sondern auch Verluste aus Finanzierungsmaßnahmen des Gesellschafters, insbesondere Leistungen aus einer für Verbindlichkeiten der Kapitalgesellschaft eingegangenen Bürgschaft, wenn die Übernahme der Bürgschaft durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst und die Rückgriffsforderung gegen die Gesellschaft wertlos ist (ständige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteile vom 2. Oktober 1984 VIII R 36/83, BFHE 143, 228, BStBl II 1985, 320; in BFHE 170, 53, BStBl II 1993, 340, m.w.N.; vom 6. Juli 1999 VIII R 9/98, BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817).

    Aufwendungen, die dem Gesellschafter aus dem Wertverlust einer Darlehensforderung oder aus der Inanspruchnahme aus einer zugunsten der Kapitalgesellschaft eingegangenen Bürgschaft entstehen, sind nach der neueren Rechtsprechung des Senats nur dann als nachträgliche Anschaffungskosten der Beteiligung zu berücksichtigen, wenn das Darlehen oder die Bürgschaft eigenkapitalersetzenden Charakter hatten (vgl. BFH-Urteil in BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817).

    Wie oben (III. 1. und 2.) ausgeführt, können Finanzierungshilfen des Gesellschafters --unabhängig davon, ob die Voraussetzungen einer verdeckten Einlage vorliegen-- durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst sein, wenn und insoweit sie eigenkapitalersetzenden Charakter haben (ständige Rechtsprechung, vgl. Urteil in BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817, m.w.N.).

    Das damit verbundene Haftungsrisiko rechtfertigt es, derartige Finanzierungsmaßnahmen in der Frage der Anschaffungskosten i.S. des § 17 Abs. 2 EStG den gesellschaftsrechtlichen Einlagen gleichzustellen (Urteile in BFHE 143, 228, BStBl II 1985, 320; in BFHE 183, 397, BStBl II 1999, 342, m.w.N.; in BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817; vgl. dazu auch Gschwendtner in DStR 1999, Beihefter zu Heft 32, Tz. 3.2.3.3).

    In allen diesen Fällen sind die nachträglichen Anschaffungskosten mit dem Nennwert des Rückgriffsanspruchs aus der Bürgschaft anzusetzen (Urteile in BFHE 187, 480, BStBl II 1999, 348; in BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817).

    In diesem Fall ist für die Höhe der nachträglichen Anschaffungskosten der gemeine Wert des Rückgriffsanspruchs in dem Zeitpunkt maßgebend, in dem der Gesellschafter es trotz eingetretener Krise mit Rücksicht auf das Gesellschaftsverhältnis unterließ, sein Bürgschaftsengagement zu beenden, obwohl er von der Gesellschaft die Freistellung von seiner Bürgschaftsverpflichtung verlangen konnte (BFH-Urteil in BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817; vgl. zum Freistellungsanspruch des Bürgen: BGH-Urteil vom 18. November 1991 II ZR 258/90, Zeitschrift für Wirtschaftsrecht --ZIP-- 1992, 177).

    Ob die Gesellschaft in eine Krise geraten ist, insbesondere ob sie noch als kreditwürdig anzusehen ist, ist aufgrund einer Gesamtwürdigung der Umstände des Einzelfalls zu beurteilen (vgl. Urteil in BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817, unter II. 2. b der Gründe, m.w.N.).

  • BFH, 12.12.2000 - VIII R 34/94  

    Wesentliche Beteiligungen - Dritt- oder Eigenaufwand bei verdeckten Einlagen,

    a) Als nachträgliche Anschaffungskosten i.S. des § 17 EStG kommen nicht nur Aufwendungen in Betracht, die auf der Ebene der Kapitalgesellschaft als Nachschüsse (§§ 26 ff. GmbHG) oder verdeckte Einlagen zu werten sind (vgl. dazu Schmidt/Weber-Grellet, Einkommensteuergesetz, 19. Aufl., § 17 Rz. 164), sondern auch Verluste aus Finanzierungsmaßnahmen des Gesellschafters, insbesondere Leistungen aus einer für Verbindlichkeiten der Kapitalgesellschaft eingegangenen Bürgschaft, wenn die Übernahme der Bürgschaft durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst und die Rückgriffsforderung gegen die Gesellschaft wertlos ist (st. Rspr., vgl. BFH-Urteile vom 2. Oktober 1984 VIII R 36/83, BFHE 143, 228, BStBl II 1985, 320; in BFHE 170, 53, BStBl II 1993, 340, m.w.N.; vom 6. Juli 1999 VIII R 9/98, BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817).

    b) Finanzierungsmaßnahmen des Gesellschafters sind nur dann durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst, wenn und insoweit sie eigenkapitalersetzenden Charakter haben (st. Rspr., vgl. BFH-Urteile vom 24. April 1997 VIII R 23/93, BFHE 183, 397, BStBl II 1999, 342; in BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817; vgl. dazu auch Gschwendtner in Deutsches Steuerrecht --DStR-- 1999, Beihefter zu Heft 32, Tz. 3.2.3.3).

    Das damit verbundene Haftungsrisiko rechtfertigt es, eigenkapitalersetzende Finanzierungsmaßnahmen des Gesellschafters in der Frage der Anschaffungskosten i.S. des § 17 Abs. 2 EStG den gesellschaftsrechtlichen Einlagen gleichzustellen (Urteile in BFHE 143, 228, BStBl II 1985, 320, und in BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817).

    Entgegen der Ansicht des FG und der wohl überwiegenden Meinung in der Literatur (vgl. die Nachweise in BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817) kann die Veranlassung durch das Gesellschaftsverhältnis nicht allein aus der Unentgeltlichkeit der Bürgschaftsübernahme gefolgert werden.

    Der Senat nimmt wegen der Begründung Bezug auf die Ausführungen unter II. 2. b seines Urteils in BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817.

    Ob die Gesellschaft in eine Krise geraten ist, insbesondere ob sie noch als kreditwürdig anzusehen ist, ist aufgrund einer Gesamtwürdigung der Umstände des Einzelfalls zu beurteilen (vgl. Urteil in BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817, unter II. 2. b der Gründe, m.w.N.).

    In einem solchen Fall bestimmt sich die Höhe der nachträglichen Anschaffungskosten im Regelfall nach dem Nennwert der Rückgriffsforderung aus der Bürgschaft (BFH-Urteil in BFHE 189, 383, 388, BStBl II 1999, 817, m.w.N.).

  • FG Nürnberg, 23.11.2011 - 3 K 1176/09  

    Zeitpunkt der Berücksichtigung eines Auflösungsverlustes nach § 17 Abs. 4

    Aufwendungen, die dem Gesellschafter aus der Inanspruchnahme aus einer zugunsten der Kapitalgesellschaft eingegangenen Bürgschaft entstehen, sind nach der Rechtsprechung des BFH nur dann als nachträgliche Anschaffungskosten der Beteiligung zu berücksichtigen, wenn und soweit die Bürgschaft eigenkapitalersetzenden Charakter hatte (vgl. BFH-Urteile vom 12.12.2000 VIII R 36/97, BFH/NV 2001, 761 und vom 06.07.1999 VIII R 9/98, BStBl II 1999, 817).

    Das damit verbundene Haftungsrisiko rechtfertigt es, derartige Finanzierungsmaßnahmen in der Frage der Anschaffungskosten i.S. des § 17 Abs. 2 EStG den gesellschaftsrechtlichen Einlagen gleichzustellen (BFH-Urteile vom 12.12.2000 VIII R 36/97, BFH/NV 2001, 761; vom 24.04.1997 VIII R 23/93, BStBl II 1999, 342; vom 06.07.1999 VIII R 9/98, BStBl II 1999, 817).

    In allen diesen Fällen sind die nachträglichen Anschaffungskosten mit dem Nennwert des Rückgriffsanspruchs aus der Bürgschaft anzusetzen (BFH-Urteile vom 10.11.1998 VIII R 6/96, BStBl II 1999, 348 und vom 06.07.1999 VIII R 9/98, BStBl II 1999, 817).

    In diesem Fall ist für die Höhe der nachträglichen Anschaffungskosten der gemeine Wert des Rückgriffsanspruchs in dem Zeitpunkt maßgebend, in dem der Gesellschafter es trotz eingetretener Krise mit Rücksicht auf das Gesellschaftsverhältnis unterließ, sein Bürgschaftsengagement zu beenden, obwohl er von der Gesellschaft die Freistellung von seiner Bürgschaftsverpflichtung verlangen konnte (BFH-Urteil vom 06.07.1999 VIII R 9/98, BStBl II 1999, 817).

    Ob die Gesellschaft in eine Krise geraten ist, insbesondere ob sie noch als kreditwürdig anzusehen ist, ist aufgrund einer Gesamtwürdigung der Umstände des Einzelfalls zu beurteilen (vgl. BFH-Urteil vom 06.07.1999 VIII R 9/98, BStBl II 1999, 817 m.w.N.).

    Die Unterscheidung, ob es sich um eine Bürgschaftsverpflichtung in der Krise/eine krisenbestimmte Bürgschaftsverpflichtung handelte oder sie zuvor gegeben wurde und in der Krise stehen gelassen wurde, spielt eine Rolle für die Höhe des Ansatzes der nachträglichen Anschaffungskosten (vgl. BFH-Urteil von 06.07.1999 VIII R 9/98, BStBl II 1999, 817).

    Für die Höhe von nachträglichen Anschaffungskosten kommt es nach BFH-Urteil von 06.07.1999 VIII R 9/98, BStBl II 1999, 817 in beiden oben dargestellten Konstellationen auf die Höhe der Rückgriffsforderung des Bürgen gegen den Hauptschuldner an, nicht aber auf die nominelle Höhe der Bürgschaftserklärung.

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  • BFH, 12.12.2000 - VIII R 22/92  

    1. Verwertung der Maschinen des Einzelunternehmens des Klägers lt. Rechung der

    Als nachträgliche Anschaffungskosten i.S. des § 17 EStG kommen nicht nur Aufwendungen in Betracht, die auf der Ebene der Kapitalgesellschaft als Nachschüsse (§§ 26 ff. des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung --GmbHG--) oder verdeckte Einlagen zu werten sind (vgl. dazu Schmidt/Weber-Grellet, Einkommensteuergesetz, 19. Aufl., § 17 Rz. 164), sondern auch Verluste aus Finanzierungsmaßnahmen des Gesellschafters, insbesondere Leistungen aus einer für Verbindlichkeiten der Kapitalgesellschaft eingegangenen Bürgschaft, wenn die Übernahme der Bürgschaft durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst und die Rückgriffsforderung gegen die Gesellschaft wertlos ist (ständige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteile vom 2. Oktober 1984 VIII R 36/83, BFHE 143, 228, BStBl II 1985, 320; in BFHE 170, 53, BStBl II 1993, 340, m.w.N.; vom 6. Juli 1999 VIII R 9/98, BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817).

    Das damit verbundene Haftungsrisiko rechtfertigt es, derartige Finanzierungsmaßnahmen des Gesellschafters in der Frage der Anschaffungskosten i.S. des § 17 Abs. 2 EStG den gesellschaftsrechtlichen Einlagen gleichzustellen (Urteile in BFHE 143, 228, BStBl II 1985, 320, und in BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817) .

    Ob die Gesellschaft in eine Krise geraten ist, insbesondere ob sie noch als kreditwürdig anzusehen ist, ist aufgrund einer Gesamtwürdigung der Umstände des Einzelfalls zu beurteilen (vgl. Urteil in BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817, unter II. 2. b der Gründe, m.w.N.).

  • BFH, 10.11.2005 - IV R 13/04  

    Keine Teilwertabschreibung eigenkapitalersetzender Darlehen wegen

    Weiterhin können Darlehen eigenkapitalersetzenden Charakter erlangen --was im Streitfall in Betracht zu ziehen ist--, wenn sie zu einem Zeitpunkt gewährt wurden, in dem sich die Gesellschaft noch nicht in der Krise befand, sie aber bei Eintritt der Krise stehen gelassen wurden (vgl. BFH-Urteile vom 7. Juli 1992 VIII R 24/90, BFHE 168, 551, BStBl II 1993, 333, und vom 6. Juli 1999 VIII R 9/98, BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817, zum eigenkapitalersetzenden Charakter der Übernahme einer Bürgschaft).

    Krise ist nach der Legaldefinition des § 32a Abs. 1 Satz 1 GmbHG der Zeitpunkt, in dem ein Gesellschafter der Gesellschaft als ordentlicher Kaufmann Eigenkapital statt eines Darlehens gewährt hätte (vgl. BFH-Urteil in BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817, und BGH-Urteil vom 27. November 1989 II ZR 43/89, Zeitschrift für Wirtschaftsrecht --ZIP-- 1990, 98), wobei nach den zu §§ 30, 31 GmbHG entwickelten Rechtsprechungsgrundsätzen (vgl. BGH-Urteil vom 13. Juli 1992 II ZR 269/91, BGHZ 119, 201, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1992, 2891 unter II.3. der Gründe) und über § 32a Abs. 3 Satz 1 GmbHG das Stehenlassen eines Gesellschafterdarlehens in der Krise gleichgestellt wird.

    Ob sich eine Gesellschaft in einer Krise befindet, ist dabei aufgrund einer Gesamtwürdigung der Umstände des Einzelfalls anhand gesellschaftsbezogener und kreditbezogener Indizien zu beurteilen (BFH-Urteil in BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817, m.w.N.; von Gerkan/Hommelhoff, Kapitalersatz im Gesellschafts- und Insolvenzrecht, 5. Aufl., Köln 1997, Nr. 3.18 ff. und 3.34 ff.; Lutter/Hommelhoff, GmbH-Gesetz, Kommentar, 16. Aufl., Köln 2004, §§ 32a, b Rn. 23 f.).

  • BFH, 18.12.2001 - VIII R 27/00  

    Rückstellungen - Rückstellung für Bürgschaft des Besitzgesellschafters zulässig

    Danach kommen als nachträgliche Anschaffungskosten im Rahmen des § 17 EStG namentlich auch Verluste aus Finanzierungsmaßnahmen des Gesellschafters in Gestalt der Gewährung eigenkapitalersetzender Darlehen und Bürgschaften in Betracht (speziell zu den eigenkapitalersetzenden Bürgschaften vgl. z.B. Senatsurteile in BFHE 194, 108, BStBl II 2001, 385, unter II. 3. bis 5. der Gründe; vom 26. Januar 1999 VIII R 50/98, BFHE 188, 295, BStBl II 1999, 559; vom 6. Juli 1999 VIII R 9/98, BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817).

    Der erkennende Senat hat schon früher wiederholt klargestellt, dass der von ihm im Bereich des § 17 EStG entwickelte normspezifische erweiterte Anschaffungskostenbegriff die Behandlung eines Forderungsverzichts auf der Ebene der Gesellschaft nicht berührt (vgl. Senatsurteil in BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817, 818, und Senatsbeschluss vom 4. August 1999 VIII B 68/99, BFH/NV 2000, 41, jeweils m.w.N.).

  • FG Bremen, 10.12.2003 - 2 K 148/03  

    Grobes Verschulden bei nachträglichem Bekanntwerden eines Auflösungsverlustes

    Diesen in der Krise übernommenen Bürgschaften und krisenbestimmten Bürgschaften stehen die sog. Finanzplanbürgschaften gleich, die vom Gesellschafter im Rahmen eines erkennbaren Finanzplans übernommen worden sind (BFH-Urteil vom 26.01.1999 VIII R 50/98, BFHE 188, 295 , BStBI II 1999, 559; BFH-Urteil vom 06.07.1999 VIII R 9/98, BFHE 189, 383 , BStBl II 1999, 817).

    Weiterhin kann eine Bürgschaft eigenkapitalersetzenden Charakter erlangen, wenn sie zu einem Zeitpunkt übernommen wurde, in dem sich die Gesellschaft noch nicht in der Krise befand, sie aber bei Eintritt der Krise stehen gelassen wird (BFH-Urteil vom 06.07.1999 VIII R 9/98, BFHE 189, 383 , BStBl II 1999, 817; BFH-Urteil vom 12.12.2000 VIII R 22/92, BFHE 194, 108 , BStBl II 2001, 385, m. w. N.).

    Diese Grundsätze sind mit der Maßgabe anwendbar, dass statt des Wertes des Rückforderungsanspruchs aus dem Darlehen auf den Wert der Rückgriffsforderung aus der Bürgschaft abzustellen ist (BFH-Urteil vom 06.07.1999 VIII R 9/98, BFHE 189, 383 , BStBl II 1999, 817, m. w. N.).

    Ob die Gesellschaft in eine Krise geraten ist, insbesondere ob sie noch als kreditwürdig anzusehen ist, ist aufgrund einer Gesamtwürdigung der Umstände des Einzelfalls zu beurteilen (vgl. BFH-Urteil vom 06.07.1999 VIII R 9/98, BFHE 189, 383 , BStBl II 1999, 817, m. w. N.).

    Auch kann offen bleiben, ob die Bürgschaft des Klägers vom 12.09.1997 deshalb eigenkapitalersetzend und damit durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst war, weil sie die Merkmale einer Finanzplan-Bürgschaft erfüllte (vgl. dazu BFH-Urteil vom 04.11.1997 VIII R 18/94, BFHE 184, 374 , BStBl II 1999, 344; BFH-Urteil vom 26.01.1999 VIII R 50/98, BFHE 188, 295 , BStBI II 1999, 559; BFH-Urteil vom 06.07.1999 VIII R 9/98, BFHE 189, 383 , BStBl II 1999, 817).

  • BFH, 02.04.2008 - IX R 76/06  

    Veräußerung einer wesentlichen Beteiligung: Nachträgliche Anschaffungskosten bei

    Dazu rechnen Finanzierungshilfen, z.B. durch Übernahme einer Bürgschaft oder durch andere Rechtshandlungen i.S. des § 32a Abs. 3 Satz 1 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG), wenn sie eigenkapitalersetzenden Charakter haben (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 6. Juli 1999 VIII R 9/98, BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817; zu § 32a Abs. 3 Satz 1 GmbHG; BFH-Urteil vom 12. Dezember 2000 VIII R 52/93, BFHE 194, 120, BStBl II 2001, 286).

    Maßgebend dafür ist, ob ein Gesellschafter der Gesellschaft in einem Zeitpunkt, in dem ihr die Gesellschafter als ordentliche Kaufleute Eigenkapital zugeführt hätten (Krise der Gesellschaft), stattdessen ein Darlehen gewährt oder eine dem Darlehen wirtschaftlich entsprechend andere Rechtshandlung ausführt (§ 32a Abs. 1 und 3 GmbHG; BFH-Urteil in BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817).

  • BFH, 12.12.2000 - VIII R 52/93  

    1979

    Das damit verbundene Haftungsrisiko rechtfertigt es, derartige Finanzierungsmaßnahmen des Gesellschafters in der Frage der Anschaffungskosten i.S. des § 17 Abs. 2 EStG den gesellschaftsrechtlichen Einlagen gleichzustellen (Urteile vom 2. Oktober 1984 VIII R 36/83, BFHE 143, 228, BStBl II 1985, 320, und vom 6. Juli 1999 VIII R 9/98, BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817).

    Ob die Gesellschaft in eine Krise geraten ist, insbesondere ob sie noch als kreditwürdig anzusehen ist, ist aufgrund einer Gesamtwürdigung der Umstände des Einzelfalls zu beurteilen (vgl. Urteil in BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817, unter II. 2. b der Gründe, m.w.N.).

  • BFH, 04.03.2008 - IX R 78/06  

    Keine nachträglichen Anschaffungskosten bei Bürgschaftsübernahme für mittelbare

    Dazu rechnen Finanzierungshilfen, z.B. durch Übernahme einer Bürgschaft oder durch andere Rechtshandlungen i.S. des § 32a Abs. 3 Satz 1 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG), wenn sie eigenkapitalersetzenden Charakter haben (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 6. Juli 1999 VIII R 9/98, BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817; zu § 32a Abs. 3 Satz 1 GmbHG: BFH-Urteil vom 12. Dezember 2000 VIII R 52/93, BFHE 194, 120, BStBl II 2001, 286).

    Maßgebend dafür ist, ob ein Gesellschafter der Gesellschaft in einem Zeitpunkt, in dem ihr die Gesellschafter als ordentliche Kaufleute Eigenkapital zugeführt hätten (Krise der Gesellschaft), stattdessen ein Darlehen gewährt oder eine dem Darlehen wirtschaftlich entsprechend andere Rechtshandlung ausführt (BFH-Urteil in BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817).

  • FG Düsseldorf, 27.05.2004 - 14 K 6167/00  

    Liquidationsverlust bei wesentlicher Beteiligung; Nachträgliche

  • BFH, 04.03.2008 - IX R 80/06  

    Nichtgeltendmachen eines Aufwendungsersatzanspruchs in der Krise als

  • BFH, 20.08.2008 - I R 19/07  

    Eigenkapitalersatzrechtliche Erstattungsverpflichtungen gegenüber

  • FG Schleswig-Holstein, 28.11.2007 - 2 K 30021/04  

    Nachträgliche Anschaffungskosten i.S. des § 17 EStG aufgrund von Zahlungen

  • BFH, 31.10.2000 - VIII R 47/98  

    Auslegung eines Rechtsbehelfsbegehrens; eigenkapitalersetzendes Darlehen

  • BFH, 31.05.2005 - X R 36/02  

    Nachträgliche Anschaffungskosten in Folge Übernahme der Hauptschuld nach Ablösung

  • BFH, 16.05.2001 - I B 143/00  

    Forderungsverzicht durch GmbH-Gesellschafter

  • FG Düsseldorf, 16.03.2006 - 11 K 2442/03  

    Auflösungsverlust; GmbH-Beteiligung; Bürgschaft; Nachträgliche

  • FG Rheinland-Pfalz, 10.11.2003 - 5 K 1065/02  

    Ausgleichsanspruch eines Ehegatten erhöht Auflösungsverlust des

  • BFH, 22.04.2008 - IX R 75/06  

    Nachträgliche Anschaffungskosten einer wesentlichen Beteiligung wegen

  • BFH, 23.05.2000 - VIII R 3/99  

    Wesentliche Beteiligung: Bürgschaft zugunsten eines Dritten

  • BFH, 20.04.2004 - VIII R 52/02  

    Neue BFH-Rechtsprechung zu § 17 EStG

  • FG Rheinland-Pfalz, 10.11.2003 - 5 K 1066/02  

    Verluste des wesentlich beteiligten Gesellschafters aus der Auflösung der

  • FG Köln, 09.10.2003 - 10 K 2759/99  

    Nachträgliche Anschaffungskosten durch krisenbestimmtes Darlehen

  • BFH, 29.03.2000 - I R 22/99  

    Veräußerungsgewinn bei einbringungsgeborenen Anteilen

  • BFH, 09.10.2008 - IX R 60/05  

    Auflösungsverlust nach § 17 EStG - Finanzierungsmaßnahmen eines

  • BFH, 19.04.2005 - VIII R 45/04  

    Wesentliche Beteiligung: Werbungskostenabzug für Schuldzinsen

  • BFH, 22.02.2005 - VIII R 41/03  

    Auflösungsverlust bei wesentlicher Beteiligung von weniger als fünf Jahren

  • FG Köln, 24.08.2006 - 10 K 4703/02  

    Bürgschaftsinanspruchnahme als Beteiligungsverlust bei nur mittelbarer

  • FG Düsseldorf, 23.07.2009 - 16 K 3510/08  

    Berücksichtigung eines Verlusts aus der Veräußerung von GmbH-Anteilen bei der

  • FG München, 27.06.2007 - 9 K 961/04  

    Berücksichtigung von Aufwendungen als nachträgliche Anschaffungskosten bei der

  • FG Rheinland-Pfalz, 18.04.2002 - 4 K 2792/97  

    Zur Berücksichtigung von Beteiligungsverlusten nach Auflösung einer GmbH sowie

  • FG Schleswig-Holstein, 16.04.2003 - 3 K 247/01  

    Zuordnung der Anschaffungskosten beim Halten von mehreren Anteilen an einer

  • BFH, 05.10.2005 - XI B 39/04  

    Verfassungsmäßigkeit der Mindestbesteuerung

  • BFH, 15.05.2006 - VIII B 186/04  

    Auflösungsverlust nach § 17 EStG - eigenkapitalersetzende Maßnahme

  • FG Niedersachsen, 05.05.2011 - 1 K 241/07  

    Einkommensteuer 2005

  • FG Niedersachsen, 22.11.2011 - 8 K 199/09  

    Einkommensteuer 2005

  • BFH, 13.04.2000 - VIII B 86/99  

    Nachträgliche AK i.S.v. § 17 EStG; Bürgschaftsverbindlichkeiten

  • BFH, 24.01.2012 - IX R 34/10  

    Darlehensgewährung in der Krise

  • FG Rheinland-Pfalz, 23.07.2008 - 2 K 2628/06  

    Anerkennung kapitalersetzender Finanzierungsmittel für eine GmbH (Darlehen und

  • FG Düsseldorf, 04.10.2012 - 12 K 993/12  
  • FG Köln, 14.12.2004 - 13 K 6713/00  

    Verpflichtung aus Patronatserklärung als ungewisse Verbindlichkeit

  • FG Düsseldorf, 28.01.2008 - 16 K 1393/07  

    Nachträgliche Anschaffungskosten bei wesentlicher Beteiligung;

  • FG Münster, 10.12.2002 - 15 K 5393/99  

    Auflösungsverlust nach § 17 EStG; Haftungsverbindlichkeiten als

  • FG Rheinland-Pfalz, 10.02.2010 - 1 K 2231/06  

    Zeitpunkt des Zuflusses eines Vermögensvorteils in Gestalt einer verdeckten

  • FG Düsseldorf, 30.06.2010 - 15 K 1566/09  

    Auflösungsverlust bei wesentlicher Beteiligung; Auflösungsverlust; Wesentlicher

  • OLG Koblenz, 19.08.2010 - 5 U 247/10  
  • FG Münster, 16.04.2002 - 1 K 7416/98  

    Veräußerungsverlust - Anteilsbezogene Betrachtungsweise bei sukzessivem Aufbau

  • FG Münster, 20.01.2010 - 7 K 5023/07  

    Auflösungsverlust gemäß § 17 Abs. 4 EStG

  • FG Bremen, 27.10.2004 - 3 V 19/04  

    Bürgschaftsprovisionen als Einkünfte aus Gewerbebetrieb; Gewerbesteuermessbetrag

  • FG München, 12.10.2005 - 9 K 4503/03  

    Nachweis der Treuhandschaft an einem GmbH-Anteil; Verlust aus der Veräußerung

  • FG Baden-Württemberg, 09.11.2006 - 12 K 81/05  

    Nachträgliche Anschaffungskosten einer wesentlichen Beteiligung:

  • FG Saarland, 29.08.2001 - 1 K 125/00  

    Veräußerungsverlust bei Löschung einer GmbH von Amts wegen (§§ 17 Abs. 2

  • FG München, 02.03.2004 - 9 V 4504/03  

    Aussetzung der Vollziehung eines Verlustfeststellungsbescheides; Zurechnung eines

  • FG Rheinland-Pfalz, 25.09.2008 - 5 K 1225/06  

    Zeitpunkt der Verlustrealisierung

  • FG Hamburg, 30.05.2000 - VII 27/97  

    Inanspruchnahme aus Bürgschaft als nachträgliche

  • FG Sachsen-Anhalt, 01.08.2002 - 2 K 2037/99  

    Realisation eines Veräußerungsverlustes nach § 17 Abs. 4 EStG bei Eröffnung

  • FG Sachsen, 08.07.2010 - 2 K 1052/06  

    Anwendung des Halbabzugsverbots bei unter § 17 EStG fallender, zu einem

  • FG Sachsen, 01.08.2002 - 2 K 2037/99  
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