Rechtsprechung
| BFH, 30.09.2004 - IV S 9/03 |
Volltextveröffentlichungen (8)
mehr- DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Gegenvorstellung gegen eine nicht anfechtbare Entscheidung des BFH ist statthaft - Gegenvorstellung ist fristgebunden - Beginn der Frist - Tätigwerden durch postulationsfähige Person erforderlich - Kostenentscheidung erforderlich
- NWB SteuerXpert START
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Beginn der Frist zur Einlegung der Gegenvorstellung analog § 321a ZPO - bei Bekanntgabe durch einfachen Brief gilt Drei-Tages-Frist
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
- Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Für die Einlegung der Gegenvorstellung analog § 321a ZPO gilt bei Bekanntgabe durch einfachen Brief die Drei-Tages-Frist
Kurzfassungen/Presse (2)
- deubner-steuern.de (Kurzinformation)
Frist zur Gegenvorstellung nach § 321 a ZPO
- lto.de (Kurzinformation)
Für die Erhebungsfrist von Gegenvorstellungen gegen Entscheidungen des Bundesfinanzhofs gilt die Bekanntgabefiktion analog § 122 Abs. 2 Nr. 1 AO, § 4 Abs. 1 VwZG
Zeitschriftenfundstellen
- BFHE 2007, 501
- BFHE 207, 501
- NJW 2005, 526
- BB 2005, 34
- BB 2005, 35
- DB 2005, 205
- BStBl 2005, 142
- BStBl II 2005, 142
Wird zitiert von ... (12)
- BFH, 17.06.2005 - VI S 3/05
Anhörungsrüge: Anwendungsbereich des § 133a FGO
Der Senat lässt offen, ob im Streitfall die in § 133a Abs. 1 Nr. 2 FGO genannten Voraussetzungen ordnungsgemäß "dargelegt" worden sind (§ 133a Abs. 2 Satz 5 FGO; vgl. hierzu Guckelberger, Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht --NVwZ-- 2005, 11, 14 zur Parallelregelung des § 152a der Verwaltungsgerichtsordnung --VwGO--; BFH-Beschluss vom 30. September 2004 IV S 9/03, BStBl II 2005, 142 zu der vor dem 1. Januar 2005 bestehenden Rechtslage betreffend Gegenvorstellung analog § 321a ZPO i.V.m. § 155 FGO;… Hartmann in Baumbach/Lauterbach/ Albers/ Hartmann, Zivilprozessordnung, 63. Aufl., § 321a Rz. 25 ff.). - BGH, 19.01.2006 - I ZR 151/02
Jeans II
Dass das Bundesverfassungsgericht im Plenarbeschluss vom 30. April 2003 einen Verstoß gegen das Rechtsstaatsprinzip i.V. mit Art. 103 Abs. 1 GG festgestellt hat, wenn eine Verfahrensordnung keine fachgerichtliche Abhilfemöglichkeit für den Fall vorsieht, dass ein Gericht in entscheidungserheblicher Weise den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, schließt eine analoge Anwendung des § 321a ZPO auf eine Verletzung des Anspruchs auf den gesetzlichen Richter nicht aus (vgl. auch BGH NJW 2004, 2529; BFH NJW 2005, 526). - BVerwG, 01.11.2012 - 6 B 49.12 Er muss substanziiert vortragen, zu welchen Sach- oder Rechtsfragen er sich nicht äußern konnte oder welches entscheidungserhebliche Vorbringen des Rügeführers das Gericht nicht zur Kenntnis genommen und in Erwägung gezogen hat (vgl. BFH, Beschluss vom 30. September 2004 - IV S 9/03 - BFHE 207, 501 ;… Guckelberger in: Sodan/Ziekow, Verwaltungsgerichtsordnung, 3. Aufl. 2010, § 152a Rn. 28 m.w.N.).
- BFH, 30.09.2004 - IV S 11/03
PKH: kein Vertretungszwang für Gegenvorstellung
Zur Vermeidung von Wiederholungen verweist der Senat insoweit auf die Begründung des Beschlusses vom heutigen Tag in dem Verfahren IV S 9/03 über die Gegenvorstellung betreffend die Entscheidung über die Nichtzulassungsbeschwerde. - BFH, 01.09.2005 - XI S 24/04
Ablehnung PKH-Antrag durch BFH
§ 321a ZPO enthält den allgemeinen Rechtsgrundsatz, dass die Beseitigung schweren Verfahrensunrechts nach Ergehen einer mit förmlichen Rechtsmitteln nicht anfechtbaren Entscheidung durch das entscheidende Gericht selbst zu erfolgen hat (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 30. September 2004 IV S 9/03, BFH/NV 2005, 307, m.w.N.). - BFH, 21.10.2005 - IV B 170/04
Außerordentliche Beschwerde
Die Anerkennung der außerordentlichen Beschwerde als nicht förmlicher Rechtsbehelf hat deshalb ebenso wenig wie die Anerkennung der Gegenvorstellung entsprechend § 321a ZPO a.F. zur Folge, dass alle verfahrensabschließenden Entscheidungen des Gerichts förmlich zugestellt werden müssen (Senatsbeschluss vom 30. September 2004 IV S 9/03, BFHE 207, 501, BStBl II 2005, 142). - BVerwG, 07.06.2006 - 6 B 7.06 Wird eine Beschwerde unter diesem Gesichtspunkt auf die Verletzung des rechtlichen Gehörs gestützt, muss sie gemäß § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO im Einzelnen darlegen, welches Vorbringen das Gericht nicht zur Kenntnis genommen oder nicht in Erwägung gezogen hat und unter welchem denkbaren Gesichtspunkt das nicht zur Kenntnis genommene oder nicht erwogene Vorbringen für die Entscheidung hätte von Bedeutung sein können (Beschluss vom 16. August 1979 BVerwG 7 B 174.78 Buchholz 451.55 Subventionsrecht Nr. 58; s.a. BFH, Beschluss vom 30. September 2004 IV F 9/03 BFHE 207, 501).
- BFH, 15.09.2006 - VII S 35/06
Gegenvorstellung; Einlegungsfrist
Soweit eine Gegenvorstellung gegen formell rechtskräftige Entscheidungen nach Schaffung der Möglichkeit einer Anhörungsrüge durch § 133a der Finanzgerichtsordnung (FGO) weiterhin für zulässig gehalten wird (…vgl. Senatsbeschluss vom 30. März 2005 VII S 13/05, BFH/NV 2005, 1349), ist sie in entsprechender Anwendung des § 133a Abs. 2 Satz 1 FGO binnen zwei Wochen nach Zugang der angegriffenen Entscheidung einzulegen (…vgl. Beschlüsse des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 27. Januar 2004 VIII R 111/01, BFH/NV 2004, 660; vom 30. September 2004 IV S 9/03, BFHE 207, 501, BStBl II 2005, 142). - FG Hamburg, 22.02.2005 - III 35/05
FGO/ZPO: Unwirksamkeit der Klagerücknahme bei zwischenzeitlich ergangenem Urteil …
Die Regelung ist entsprechend anzuwenden bei anderen gehörsverletztenden Entscheidungen, die nur einfach bekanntgegeben wurden und ggf. erst binnen der Drei-Tages-Frist analog § 4 Abs. 1 VwZG als bekanntgegeben galten (BFH vom 30. September 2004, IV S 9/03, BFHE, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung -HFR- 2005, 138, BFH/NV 2005, 307 ). - BFH, 06.11.2006 - VII S 38/06
Gegenvorstellung
Soweit eine Gegenvorstellung --wie sie der Antragsteller ausdrücklich erhoben hat-- nach Schaffung der Möglichkeit einer Anhörungsrüge durch § 133a der Finanzgerichtsordnung (FGO) weiterhin für zulässig gehalten wird (…vgl. Senatsbeschluss vom 30. März 2005 VII S 13/05, BFH/NV 2005, 1349), ist sie in entsprechender Anwendung des § 133a Abs. 2 Satz 1 FGO binnen zwei Wochen nach Zugang der angegriffenen Entscheidung einzulegen (…vgl. Beschlüsse des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 27. Januar 2004 VIII R 111/01, BFH/NV 2004, 660; vom 30. September 2004 IV S 9/03, BFHE 207, 501, BStBl II 2005, 142). - BFH, 14.02.2008 - VII S 62/07
Zur Begründung einer Anhörungsrüge
- BVerwG, 08.08.2012 - 6 B 32.12
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