Rechtsprechung
| BFH, 18.02.1959 - VI D 1/58 S |
Volltextveröffentlichungen
Kurzfassungen/Presse
- NWB SteuerXpert START (Leitsatz)
Zeitschriftenfundstellen
- BFHE 69, 5
- NJW 1959, 1341
- BStBl III 1959, 263
Wird zitiert von ... (16)
- BFH, 04.11.1997 - VIII R 18/95
Mitunternehmerschaft bei Gütergemeinschaft nach niederländischem Recht
a) Gehört zum Vermögen eines Ehegatten bei vereinbarter Gütergemeinschaft ein Gewerbebetrieb mit einem ins Gewicht fallenden Betriebskapital, so werden die Ehegatten nach ständiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) regelmäßig Mitunternehmer dieses Betriebes (vgl. BFH-Urteil vom 1. Oktober 1992 IV R 130/90, BFHE 170, 36, BStBl II 1993, 574, 576, m.umf.N.; seit dem BFH-Gutachten vom 18. Februar 1959 VI D 1/58 S, BFHE 69, 5, BStBl III 1959, 263).Die Gütergemeinschaft führt nicht unmittelbar und zwangsläufig zur einkommensteuerrechtlichen Zurechnung der von den jeweiligen Ehegatten erzielten Einkünfte (vgl. so bereits BFH-Gutachten in BFHE 69, 5, BStBl III 1959, 263; BFH-Urteile vom 2. Oktober 1980 IV R 42/79, BFHE 131, 497, BStBl II 1981, 63, 66; vom 7. Oktober 1976 IV R 50/72, BFHE 121, 21, BStBl II 1977, 201).
c) Die in Fortbildung der im Gutachten des BFH in BFHE 69, 5, BStBl III 1959, 263 entwickelten Grundsätze ergangene Folgerechtsprechung belegt, daß auch in den Fällen der Gütergemeinschaft eine Gesamtwürdigung erforderlich bleibt.
- BFH, 02.10.1980 - IV R 42/79
BGB (a.F.) §§ 1519 ff.; EStG § 15, § 4, § 5; StAnpG § 11 Nr. 5
a) Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs - BFH - (vgl. insbesondere Gutachten vom 18. Februar 1959 VI D 1/58 S, BFHE 69, 5, BStBl III 1959, 263) hat zwar die Vereinbarung eines Güterstandes keine unmittelbare Auswirkung auf das Einkommensteuerrecht.Diese Zurechnung kann zur Folge haben, daß auch die Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb, der zum Gesamtgut einer Gütergemeinschaft gehört, beiden Ehegatten als Mitunternehmern zuzurechnen sind (BFH-Gutachten in BFHE 69, 5, BStBl III 1959, 263; Urteil vom 22. Juni 1977 I R 185/75, BFHE 123, 136, BStBl II 1977, 836).
In diesen Fällen ist eine Mitunternehmerschaft zwischen den Ehegatten regelmäßig zu bejahen (vgl. Gutachten in BFHE 69, 5, BStBl III 1959, 263).
Die güterrechtliche Vermögensbeteiligung begründete für beide Ehegatten entsprechende Gewinnchancen und -risiken (Gutachten in BFHE 69, 5, BStBl III 1959, 263).
- BFH, 04.11.1997 - VIII R 19/95
Mitunternehmerschaft bei Gütergemeinschaft nach niederländischem Steuerrecht
a) Gehört zum Vermögen eines Ehegatten bei vereinbarter Gütergemeinschaft ein Gewerbebetrieb mit einem ins Gewicht fallenden Betriebskapital, so werden die Ehegatten nach ständiger Rechtsprechung des BFH regelmäßig Mitunternehmer dieses Betriebes (vgl. BFH-Urteil vom 1. Oktober 1992 IV R 130/90, BFHE 170, 36 , BStBl II 1993, 574, 576, m.umf.N.; seit dem BFH-Gutachten, zur Gütergemeinschaft vom 18. Februar 1959 VI D 1/58 S, BFHE 69, 5, BStBl III 1959, 263).Die Gütergemeinschaft führt nicht unmittelbar und zwangsläufig zur einkommensteuerrechtlichen Zurechnung der von den jeweiligen Ehegatten erzielten Einkünfte (vgl. so bereits BFH-Gutachten in BFHE 69, 5, BStBl III 1959, 263; BFH-Urteile vom 2. Oktober 1980 IV R 42/79, BFHE 131, 497 , BStBl II 1981, 63, 66; vom 7. Oktober 1976 IV R 50/72, BFHE 121, 21 , BStBl II 1977, 201 ).
c) Die in Fortbildung der im Gutachten des BFH in BFHE 69, 5, BStBl III 1959, 263 entwickelten Grundsätze ergangene Folgerechtsprechung belegt, daß auch in den Fällen der Gütergemeinschaft eine Gesamtwürdigung erforderlich bleibt.
- BFH, 26.11.1992 - IV R 15/91
Voraussetzungen der personellen Verflechtung bei ehelicher Gütergemeinschaft
Es handelt sich dabei um eine Folge des Umstandes, daß das Gesamtgut einer Gütergemeinschaft beiden Ehegatten steuerlich je zur Hälfte zugerechnet wird und für die Nutzung des Gesamtguts eine Gemeinschaft zwischen den Ehegatten - ähnlich einer Erbengemeinschaft - anzunehmen ist (BFH-Gutachten vom 18. Februar 1959 VI D 1/58 S, BFHE 69, 5, BStBl III 1959, 263, 265). - BFH, 01.10.1992 - IV R 130/90
Mitunternehmerschaft zwischen Ehegatten bei Unternehmensbeteiligung
a) Gehört zum Vermögen eines Ehegatten bei Vereinbarung der Gütergemeinschaft ein Gewerbebetrieb mit ins Gewicht fallendem Betriebskapital, so werden die Ehegatten nach der Rechtsprechung des BFH regelmäßig Mitunternehmer des Betriebs (vgl. BFH-Gutachten vom 18. Februar 1959 VI D 1/58 S, BFHE 69, 5, BStBl III 1959, 263, und BFH-Urteile vom 7. März 1961 I 287/60 U, BFHE 72, 693, BStBl III 1961, 253; vom 7. Oktober 1976 IV R 50/72, BFHE 121, 21, BStBl II 1977, 201; vom 22. Juni 1977 I R 185/75, BFHE 123, 136, BStBl II 1977, 836; vom 2. Oktober 1980 IV R 42/79, BFHE 131, 497, BStBl II 1981, 63). - BFH, 23.06.1971 - I B 16/71
AO § 215
Ist - wie hier - streitig, ob und wie sich die Vereinbarung der allgemeinen Gütergemeinschaft im einzelnen Fall einkommensteuerlich auswirkt, so ist über die Einkünfte im Verfahren der einheitlichen und gesonderten Feststellung (§ 215 AO ) zu befinden (BFH-Gutachten VI D 1/58 S vom 18. Februar 1959, BFH 69, 5, BStBl III 1959, 263, 266 rechte Spalte am Ende; BFH-Urteil VI 161/63 vom 11. März 1966, BFH 86, 50, BStBl III 1966, 389). - BFH, 07.10.1976 - IV R 50/72
BGB §; EStG § 15 Nr. 2
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in seinem grundlegenden Gutachten vom 18. Februar 1959 VI D 1/58 S (BFHE 69, 5, BStBl III 1959, 263) ausgeführt, daß die Vereinbarung des ehelichen Güterstandes der Gütergemeinschaft (früher allgemeine Gütergemeinschaft) keine unmittelbaren Wirkungen für die einkommensteuerrechtliche Zurechnung der von den Ehegatten erzielten Einkünfte habe. - BFH, 22.06.1977 - I R 185/75
EStG § 15 Nr. 1; GewStDV § 1 Abs. 1; GewStG § 2 Abs. 1
a) Wie der BFH im Gutachten vom 18. Februar 1959 VI D 1/58 S (BFHE 69, 5, BStBl III 1959, 263) dargelegt hat, kann die gleichmäßige Zurechnung von Einkünften eines Ehegatten, der mit dem anderen Ehegatten im Güterstand der Gütergemeinschaft lebt, nicht schon aus § 11 Nr. 5 StAnpG (§ 39 Abs. 2 Nr. 2 der Abgabenordnung - AO 1977 -) hergeleitet werden. - BFH, 22.10.1981 - IV R 132/79
AO § 161; EStG § 26b, § 37 Abs. 3 Satz 3
Mit der Revision trägt das FA vor, der BFH habe bereits in seinem Gutachten vom 18. Februar 1959 VI D 1/58 S (BFHE 69, 5, BStBl III 1959, 263) ausgeführt, daß die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft durch Einsatz des gütergemeinschaftlichen Vermögens und durch Unternehmertätigkeit erzielt würden. - BFH, 20.03.1980 - IV R 53/76
Zur Frage der Mitunternehmerschaft bei im Güterstand der Gütergemeinschaft …
Der Senat hat durch das Urteil in BFHE 121, 21, BStBl II 1977, 201 in Anlehnung an das zur Frage der Mitunternehmerschaft zwischen Ehegatten im Falle der Gütergemeinschaft ergangene grundlegende Gutachten des BFH vom 18. Februar 1959 VI D 1/58 S (BFHE 69, 5, BStBl III 1959, 263) entschieden, daß die Ehefrau eines selbständigen Handelsvertreters im Regelfall auch dann nicht Mitunternehmerin des vom Ehemann betriebenen gewerblichen Unternehmens ist, wenn das gewerbliche Betriebsvermögen zum ehelichen Gesamtgut der Errungenschaftsgemeinschaft gehört. - BFH, 05.07.1978 - I R 97/75
EStG (1969) § 4 Abs. 1, Abs. 4, § 5 Abs. 1, § 12 Nr. 1, § …
- BFH, 04.06.1973 - IV R 177/69
EStG § 28
- BFH, 13.12.1985 - III R 214/81
- FG Rheinland-Pfalz, 21.01.2002 - 5 K 2595/98
Betriebsaufspaltung bei in Gütergemeinschaft lebenden Ehegatten
- BFH, 14.10.1966 - IV 293/62
- BSG, 10.11.1982 - 1 RK 2/82
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