Rechtsprechung
| BVerfG, 23.03.1971 - 1 BvL 25/61 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- DFR
Jugendgefährdende Schriften
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Teilweise Verfassungswidrigkeit des GjS
Besprechungen u.ä.
- ferner-alsdorf.de (Kurzanmerkung)
JMStV: Versuchen wir es mal mit verfassungskonformer Auslegung
Verfahrensgang
- AG Hamburg-Altona, 03.10.1961 - 24 Schö 30/61
- LG Flensburg, 28.11.1961 - 5 KMs 1/60
- BVerfG, 23.03.1971 - 1 BvL 25/61
- BVerfG, 17.10.1973 - 1 BvL 25/61
Zeitschriftenfundstellen
- BVerfGE 30, 336
- NJW 1971, 1555
- MDR 1971, 728
- FamRZ 1971, 426
- afp 1971, 131
Wird zitiert von ... (48)
- BVerfG, 12.12.2000 - 1 BvR 1762/95
Schockwerbung I
Soweit eine Meinungsäußerung - eine Ansicht, ein Werturteil oder eine bestimmte Anschauung - in einem Bild zum Ausdruck kommt, fällt auch dieses in den Schutzbereich von Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG (vgl. BVerfGE 30, 336 ; 71, 162 ).Dieser besteht unabhängig davon, ob eine Äußerung rational oder emotional, begründet oder grundlos ist und ob sie von anderen für nützlich oder schädlich, wertvoll oder wertlos gehalten wird (vgl. BVerfGE 30, 336 ; 93, 266 m.w.N).
- BVerfG, 27.11.1990 - 1 BvR 402/87
Josephine Mutzenbacher
Die insoweit in BVerfGE 30, 336 anklingenden und in der angegriffenen Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts aufgenommenen Zweifel greifen nicht durch.a) Schon in seiner bisherigen Rechtsprechung hat das Bundesverfassungsgericht angenommen, daß der Schutz der Jugend nach einer vom Grundgesetz selbst getroffenen Wertung ein Ziel von bedeutsamem Rang und ein wichtiges Gemeinschaftsanliegen ist (vgl. BVerfGE 30, 336 [347/348]; 77, 346 [356]).
Art. 5 Abs. 3 S. 1 GG gebietet jedoch eine verfassungskonforme Auslegung dahin, daß der Kunstvorbehalt auch im Falle des § 6 GjS eingreift (vgl. BVerfGE 30, 336).
- BVerwG, 16.12.1971 - I C 31.68
GG Art. 1 Abs. 1, Art. 5, Art. 6 Abs. 2, Art. 19 Abs. 4 …
a) Zweifel an der Gesetzgebungszuständigkeit des Bundes und an der genügenden Bestimmtheit des Gesetzes über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften in der Fassung vom 29. April 1961 (BGBl. I S. 497) mit späteren Änderungen - GjS - (Bauer, JZ 1965, 41; Bettermann, AöR 1958, Bd. 83 S. 91 [109 ff.]; von Xylander, RdJB 1968, 135 [137]) hat die Rechtsprechung zugunsten des Gesetzes geklärt (BVerfGE 11, 234 [237]; 30, 336; 31, 113; Beschluß vom 15. Juni 1971 - 1 BvR 191/63 - BVerwGE 23, 112 und 27, 21 [25]).Mit dem Bundesverfassungsgericht (BVerfGE 30, 336 [347]) geht der erkennende Senat davon aus, daß sich die Möglichkeit einer Gefährdung von Kindern und Jugendlichen durch Schriften und die ihnen in § 1 Abs. 3 GjS gleichgestellten Erzeugnisse nicht ausschließen läßt (ebenso US Supreme Court 390 US 629: Sam Ginsberg v. State of New York).
§ 1 GjS kann daher nicht isoliert, sondern nur in Verbindung mit §§ 3 bis 5 GjS verfassungsrechtlich gewürdigt werden (BVerfGE 30, 336 [346, 350, 352 und 355]; ferner in ähnlichen Fällen s. auch BVerfGE 3, 208 [211]; 4, 387 [398]; 7, 198 [207 ff.]; 8, 332 [338]; 12, 151 [163]; 27, 1 [5] und 195 [200]).
Hiervon ist auch das Bundesverfassungsgericht ausgegangen (BVerfGE 30, 336 [346 ff.]).
Hingegen bestehen hinsichtlich des in § 5 Abs. 2 GjS geregelten Werbeverbots Bedenken, ob es noch "das gebotene und adäquate Mittel zum Schutz der Jugend" ist (BVerfGE 30, 336 [354); vgl. auch Lerche, Werbung und Verfassung, 1967 S. 110) insbesondere ob es der in Art. 5 Abs. 1 GG garantierten Informationsfreiheit der Erwachsenen ausreichend Rechnung trägt.
- BVerfG, 10.10.1995 - 1 BvR 1476/91
'Soldaten sind Mörder'
- BVerfG, 17.01.1978 - 1 BvL 13/76
Bestimmtheitsgebot
Das ist hier der Fall: Da öffentliche Filmvorführungen gegen Entgelt in aller Regel Gegenstand beruflicher Tätigkeit sind, bezieht sich das Verbot der zur Prüfung gestellten Vorschrift unmittelbar auf die Berufsausübung (vgl. BVerfGE 13, 181 [185]; 30, 336 [350 f.]).Die Vorschrift berührt nicht die Freiheit der Berufswahl; sie betrifft lediglich die Ausübung eines Berufs (vgl. BVerfGE 30, 336 [350]).
Die Berufsausübungsfreiheit der Filmveranstalter wird durch das Verbot nicht übermäßig eingeschränkt, so daß die Einschränkung zumutbar erscheint (vgl. auch BVerfGE 30, 336 [351]).
- BVerfG, 19.11.1985 - 1 BvR 934/82
Frischzellentherapie
Bilder sind jedenfalls dann Meinungsäußerungen, wenn in ihnen ein Werturteil, eine Ansicht oder Anschauung bestimmter Art zum Ausdruck kommt (BVerfGE 30, 336 [352]; 68, 226 [230 f.]). - BVerfG, 01.08.2001 - 1 BvR 1188/92
Bedeutung des Grundrechts auf Freiheit der Meinungsäußerung bei …
- BGH, 21.06.1990 - 1 StR 477/89
Kunstfreiheit und Jugendschutz
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BVerfG, 11.01.1994 - 1 BvR 434/87
Jugendgefährdende Schriften III
aa) Das verfassungsrechtlich bedeutsame Interesse an einer un gestörten Entwicklung der Jugend ist unter anderem darauf gerichtet, Rassenhaß, Kriegslüsternheit und Demokratiefeindlichkeit nicht aufkommen zu lassen (vgl. BVerfGE 30, 336 [347, 350]). - BVerfG, 25.02.1975 - 1 BvF 1/74
Schwangerschaftsabbruch I
Dabei gilt auch und erst recht für den Schutz des ungeborenen Lebens der Leitgedanke des Vorranges der Prävention vor der Repression (vgl. BVerfGE 30, 336 [350]). - BVerfG, 05.04.2001 - 1 BvR 932/94
Kaisen
- BVerfG, 07.11.1979 - 2 BvR 513/74
Verfassungsrechtliche Prüfung des Liquidationsrechts von Chefärzten
- BVerfG, 13.05.1980 - 1 BvR 103/77
Kunstkritik
- BVerwG, 08.03.1977 - I C 39.72
Versandhandel mit und (neutrale) Werbung für indizierte Schriften
- BVerfG, 13.01.1988 - 1 BvR 1548/82
Presse-Grosso
- BVerwG, 11.03.1998 - 6 C 12.97
Programmankündigung mit Bewegtbildern (Trailern) im Rundfunk
- BVerfG, 15.08.1989 - 1 BvR 881/89
Bezeichnung einer Vereinigung als "Jugendsekte" oder "Jugendreligion"
- BVerfG, 12.07.2007 - 1 BvR 2041/02
Verfassungsmäßigkeit der Untersagung von Publikationen über die angebliche …
- VGH Bayern, 28.10.2009 - 7 N 09.1377
Rechtskonformität rundfunkrechtlicher Gewinnspielregelungen
- BVerfG, 21.12.2011 - 1 BvR 2007/10
Gesetzliches Sonnenstudio-Verbot für Minderjährige
- BVerfG, 12.07.2007 - 1 BvR 99/03
Untersagung der Werbung für Vitaminpräparate und einer auf dieser Basis …
- BVerfG, 22.03.1986 - 2 BvR 1499/84
Werbung für indizierte Schriften
- BGH, 03.02.1976 - VI ZR 23/72
VUS
- BVerwG, 04.10.1972 - I B 58.72
- BVerwG, 04.10.1972 - I B 57.72
- BVerfG, 10.09.2007 - 1 BvR 1584/07
Indizierung der CD "Live 2002" der Musikgruppe …
- LG Frankfurt/Main, 05.08.2008 - 5 O 15/08
Übernahmerechtliches Squeeze-out: Widerlegung der Vermutung der Angemessenheit …
- BVerfG, 12.12.2000 - 1 BvR 1787/95
- BVerwG, 16.12.1971 - I C 41.69
GjS §§ 1, 6; VwGO § 117 Abs. 2 Nr. 4
- BVerfG, 04.10.1988 - 1 BvR 1611/87
Meinungsäußerungsfreiheit und Wettbewerbsrecht
- BVerwG, 11.03.1997 - 1 C 26.96
Verfassungsrecht - Gewerberechtliche Einschränkungen als Berufsausübungsregelung …
- BVerwG, 06.08.1981 - 1 WB 89.80
GG Art. 5, 17a, 87a; SG § 15
- BVerfG, 26.10.2005 - 2 BvR 720/04
Grenzen der Auslegung von Straftatbeständen durch die Gerichte
- BVerfG, 08.04.1982 - 2 BvR 1339/81
Verfassungsrechtliche Unbedenklichkeit der Zuordnung des Versands von Pornofilmen …
- BVerwG, 16.12.1971 - I C 42.69
- BGH, 04.11.1986 - 1 StR 546/86
GG Art. 5 Abs. 1; GjS § 5 Abs. 2
- AG München, 28.05.1998 - 8340 Ds 465 Js 173158/95
Verurteilung als "nationale Geisel" (Florian Rötzer, 05.08.1998)
- OLG Hamburg, 11.07.2007 - 5 U 108/06
Gib mal Zeitung
- VGH Hessen, 21.09.1993 - 2 UE 3583/90
Versagung einer Sondernutzungserlaubnis aus allgemeinen ordnungsrechtlichen …
- VG Münster, 12.02.2010 - 1 K 1608/09
- BVerfG, 07.08.1992 - 2 BvR 294/92
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör durch faktische Nichtgewährung …
- VGH Hessen, 20.04.2009 - 1 A 2606/08
Anrechnung einer aufgelösten Ansparabschreibung auf Versorgungsbezüge
- VG Berlin, 25.09.2012 - 27 A 248.08
Vorlage einer Sendung nach ihrer Ausstrahlung bei der FSF
- VG Köln, 23.03.2010 - 22 K 181/08
NPD-Jugendblatt darf in die Liste jugendgefährdender Medien aufgenommen werden
- BVerwG, 19.05.1993 - 2 WDB 7.93
- VerfGH Sachsen, 29.08.1996 - 11-IV-95
- VG Karlsruhe, 31.10.2001 - 11 K 2287/01
Keine Jugendgefährdung durch speziell gesicherte Video-Verleih-Automaten
- AG Düsseldorf, 15.07.2010 - 54 C 984/10
Die Bezeichnung eines Berufsklägers als “Schmeißfliege” löst keine …
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