Rechtsprechung
| BVerfG, 23.01.1957 - 2 BvF 3/56 |
Volltextveröffentlichungen (2)
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Kommunalwahl-Sperrklausel I
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Verfassungsmäßigkeit des nordrhein-westfälischen Kommunalwahlrechts
Kurzfassungen/Presse
- Datenbank zur Rechtsprechung im Kommunalrecht (Leitsatz)
Zulässigkeit einer Sperrklausel bei Kommunalwahlen
Zeitschriftenfundstellen
- BVerfGE 6, 104
- NJW 1957, 171
- NJW 1957, 379
Wird zitiert von ... (70)
- BVerfG, 13.02.2008 - 2 BvK 1/07
Sperrklausel Kommunalwahlen
Die Gründe aus der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Fünf-Prozent-Sperrklausel im Kommunalwahlrecht in Nordrhein-Westfalen vom 23. Januar 1957 (BVerfGE 6, 104) gälten nach wie vor.Der Gesetzgeber ist bei der Wahl zwischen der Mehrheits- und der Verhältniswahl grundsätzlich frei (vgl. BVerfGE 6, 104 ;… Klein, in: Maunz/ Dürig, Grundgesetz, Stand: März 2007, Art. 38 Rn. 158;… von Mutius, in: von Mutius/Wuttke/Hübner, Kommentar zur Landesverfassung Schleswig-Holstein, 1995, Art. 3 Rn. 2;… Wuttke, in: Schmalz/Ewer/von Mutius/Schmidt-Jortzig, Staats- und Verwaltungsrecht für Schleswig-Holstein, 2002, S. 22;… a.A. Meyer, in: Handbuch des Staatsrechts, Band III, 3. Aufl. 2005, § 45 Rn. 31).
Zugleich wird durch die Fünf-Prozent-Sperrklausel das Recht der Antragstellerin auf Chancengleichheit beeinträchtigt (vgl. BVerfGE 6, 104 ).
Ob eine Einschränkung der Grundsätze der Wahlgleichheit und der Chancengleichheit zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit der kommunalen Vertretungsorgane erforderlich ist, lässt sich nur in Bezug auf die konkreten Funktionen des zu wählenden Organs beurteilen (vgl. BVerfGE 6, 104 ).
c) Grundsätzlich kommt es für die Beurteilung der Sperrklausel auf die Verhältnisse im Land Schleswig-Holstein an (vgl. BVerfGE 107, 286 ; vgl. auch BVerfGE 6, 104 ).
- BVerfG, 18.07.2005 - 2 BvF 2/01
Regelungen des Risikostrukturausgleichs verfassungsgemäß
Das Bundesverfassungsgericht verlangt in ständiger Rechtsprechung das Vorliegen eines besonderen objektiven Interesses des Antragstellers an der Klarstellung der Geltung der betreffenden Norm (vgl. BVerfGE 6, 104 [110]; - 96, 133 [137]). - BVerfG, 03.03.2004 - 1 BvF 3/92
Zollkriminalamt
- BVerfG, 03.07.2008 - 2 BvC 1/07
Landeslisten
Er darf auch beide Wahlsysteme miteinander verbinden (vgl. BVerfGE 6, 84 ; 6, 104 ; 95, 335 ), etwa indem er eine Wahl des Deutschen Bundestages hälftig nach dem Mehrheits- und hälftig nach dem Verhältniswahlprinzip zulässt (Grabensystem), eine Erstreckung des Verhältniswahlprinzips auf die gesamte Sitzverteilung unter Vorbehalt angemessener Gewichtung der Direktmandate gestattet oder sich für eine andere Kombination entscheidet, wenn dabei die Gleichheit der Wahl im jeweiligen Teilwahlsystem gewahrt wird, die Systeme sachgerecht zusammenwirken und Unmittelbarkeit und Freiheit der Wahl nicht gefährdet werden. - BVerfG, 06.07.1999 - 2 BvF 3/90
Hennenhaltungsverordnung
Das erforderliche besondere objektive Klarstellungsinteresse (vgl. BVerfGE 6, 104 ; 96, 133 ) ist aufgrund der unveränderten aktuellen Rechtsgeltung der Hennenhaltungsverordnung trotz ihres Übergangscharakters gegeben. - BVerfG, 28.05.1993 - 2 BvF 2/90
Schwangerschaftsabbruch II
Ein Antrag auf abstrakte Normenkontrolle ist nur zulässig bei Vorliegen eines besonderen objektiven Interesses an der Klarstellung der Geltung der Norm (vgl. BVerfGE 6, 104 [110]; 52, 63 [80]). - BVerfG, 08.02.2001 - 2 BvF 1/00
Wahlprüfung Hessen
Auch besteht das erforderliche objektive Interesse daran klarzustellen, ob die zur Prüfung gestellten Normen gültig sind (vgl. BVerfGE 6, 104 ; 101, 1 ). - VerfGH Berlin, 17.03.1997 - VerfGH 90/95 Die Argumentation des Bundesverfassungsgerichts in dem Urteil vom 23. Januar 1957 (BVerfGE 6, 104, 111 ff.) zur Zulässigkeit einer Sperrklausel im Kommunalwahlrecht Nordrhein-Westfalen sei in mehrerer Hinsicht, insbesondere aus heutiger Sicht, angreifbar.
Der vom Bundesverfassungsgericht in der Entscheidung vom 23. Januar 1957 (BVerfGE 6, 104, 117) zur Rechtfertigung der 5 v. H.-Sperrklausel in Gemeinden herangezogene Gesichtspunkt, daß etwaige Störungen im Ablauf der Verwaltung auf der Gemeindeebene sich unmittelbar auf das Staatsganze auswirken können, greift bei den besonderen Berliner Verhältnissen nicht Platz.
Dazu nämlich heißt es bereits in der grundlegenden Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 23. Januar 1957 (2 BvF 3/56 - BVerfGE 6, 104 ) betreffend die Zulässigkeit der 5 v. H.-Sperrklausel bei Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen, es sei zu prüfen, "ob das Auftreten von Splitterparteien zu einer Störung der Funktionen der gewählten kommunalen Vertretungskörperschaften führen kann", entscheidungserheblich sei, "ob das Vorhandensein von Splitterparteien dazu führen kann, daß der Rat ... seine Funktionen nicht ordnungsgemäß ausüben kann" (…BVerfG, a.a.O., S. 116), und das "normale Funktionieren, auf das es allein ankommt, kann aber durch das Vorhandensein von Splitterparteien ... gestört werden" (…BVerfG, a.a.O., S. 118).
Wie das Bundesverfassungsgericht schon in seiner grundlegenden Entscheidung betreffend die Zulässigkeit der 5 v.H.-Klausel bei Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen (BVerfGE 6, 104 = NJW 1957, 379) ausgeführt hat, genügt zur Rechtfertigung dieser Gestaltung aber schon eine durch das Vorhandensein von Splittergruppen typischerweise bedingte abstrakte Gefährdung des "normalen Funktionierens" der Verwaltung der Gemeinde, wobei der Möglichkeit eines Eingreifens der Kommunalaufsicht ausdrücklich keine Bedeutung beigemessen wird.
- BVerfG, 10.04.1997 - 2 BvF 1/95
Überhangmandate II
a) aa) Der Gesetzgeber darf in Ausführung dieses Regelungsauftrags das Verfahren der Wahl zum Deutschen Bundestag als Mehrheitswahl oder als Verhältniswahl gestalten; er darf auch beide Wahlsysteme miteinander verbinden (vgl. BVerfGE 6, 84 [90]; 6, 104 [111]).c) Vor diesem Hintergrund ist es zu sehen, daß das Bundesverfassungsgericht bei der Verhältniswahl in ständiger Rechtsprechung die Erfolgswertgleichheit der Wählerstimmen verlangt (vgl. BVerfGE 1, 208 [246]; 6, 104 [111]; 7, 63 [70]; 11, 351 [362]; 13, 243 [246]; 16, 130 [139]; 34, 81 [99]; 51, 222 [236]; 79, 169 [170]; 82, 322 [337]; 85, 148 [157]).
- BVerfG, 15.02.1978 - 2 BvR 134/76
Gemeindeparlamente
Beim Verhältniswahlrecht führt die Formalisierung der Wahlrechtsgleichheit darüber hinaus dazu, daß nicht nur der gleiche Zählwert, sondern grundsätzlich auch der gleiche Erfolgswert gewährleistet sein muß (BVerfGE 1, 208 [244 f.]; 6, 104 [111]; ständige Rechtsprechung).Dies gilt auch für das Kommunalwahlrecht (BVerfGE 6, 104 [111 f.]; 6, 121 [130]; 11, 266 Z277]; 13, 243 [247]).
- BVerfG, 25.07.2012 - 2 BvF 3/11
Verfassungsrichter kippen schwarz-gelbes Bundestags-Wahlgesetz // Opposition …
- BVerfG, 09.11.2011 - 2 BvC 4/10
Fünf-Prozent-Sperrklausel im Europawahlrecht verfassungswidrig
- VerfGH Nordrhein-Westfalen, 29.09.1994 - VerfGH 7/94
- LVerfG Mecklenburg-Vorpommern, 14.12.2000 - LVerfG 4/99
Fünf-Prozent-Klausel im Kommunalwahlrecht
- BVerfG, 11.10.1972 - 2 BvR 912/71
Wahlgleichheit
- BVerfG, 15.07.2003 - 2 BvF 6/98
Zuständigkeitsregelung des § 50 Abs. 4 Telekommunikationsgesetz …
- BVerfG, 15.01.2009 - 2 BvC 4/04
Wahlprüfungsbeschwerde nach Bundestagsauflösung
- BVerfG, 02.03.1999 - 2 BvF 1/94
Allgemeine Verwaltungsvorschriften
- BVerfG, 12.07.1960 - 2 BvR 373/60
Wählervereinigung
- BVerfG, 11.03.2003 - 2 BvK 1/02
Kommunalwahl-Sperrklausel II
- BVerfG, 21.06.1988 - 2 BvR 602/83
Nordhorn
- BVerfG, 22.05.1979 - 2 BvR 193/79
5%-Sperrklausel III
- BVerfG, 27.04.1959 - 2 BvF 2/58
Bremer Personalvertretung
- BVerfG, 02.11.1960 - 2 BvR 504/60
Reserveliste Nordrhein-Westfalen
- BVerfG, 08.03.2001 - 2 BvK 1/97
ÖDP
- BVerfG, 26.11.1963 - 2 BvL 12/62
Freiburger Polizei
- BVerfG, 24.07.1979 - 2 BvF 1/78
2. Parteispenden-Urteil
- BVerwG, 02.08.1984 - 3 C 40.81
Verfassungsmäßigkeit der Krankenhausfinazierungsumlage in Rheinland-Pfalz
- BVerfG, 21.02.1957 - 1 BvR 241/56
Gesamtdeutsche Volkspartei
- BVerwG, 30.07.2003 - 8 C 16.02
Kommunalwahl; Bürgermeisterwahl; Mehrheitswahl; Verhältniswahl; Wahlsystem; …
- VerfGH Saarland, 29.09.2011 - Lv 4/11
- BVerwG, 24.03.1961 - VII C 29.60
GG Art. 2 Abs. 1, Art. 3 Abs. 1, Art. 11, Art. 12 Abs. 1, …
- BVerfG, 06.12.1961 - 2 BvR 399/61
Wahlgebietsgröße
- BVerfG, 07.11.2002 - 2 BvF 3/99
Beihilfefähigkeit von Wahlleistungen II
- VGH Baden-Württemberg, 02.12.1991 - 1 S 818/91
Wahlanfechtung - Ablauf der Frist - materielle Präklusion - Begrenzung des …
- VerfGH Berlin, 17.03.1997 - VerfGH 82/95
Aufrechterhaltung der 5 vH-Sperrklausel bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus 1995 …
- BVerfG, 24.06.1997 - 2 BvF 1/93
Verwerfung des Normenkontrollantrags betreffend "Hamburger Beihilfeverordnung"
- BVerfG, 30.05.1961 - 2 BvR 366/60
Friedenswahlen
- VerfGH Thüringen, 11.04.2008 - VerfGH 22/05
Fünf-Prozent-Klausel für Kommunalwahlen nichtig
- LSG Nordrhein-Westfalen, 16.12.2009 - L 10 SB 39/09
Entschädigungs-/Schwerbehindertenrecht
- BVerwG, 03.07.1992 - 7 B 149.91
GG Art. 28 Abs. 1 S. 2 Art. 104 a ff.; GO NRW § 109; LWG NRW § 91 Abs. 1 S. …
- VerfGH Nordrhein-Westfalen, 06.07.1999 - VerfGH 14/98
- LSG Nordrhein-Westfalen, 05.03.2008 - L 10 SB 40/06
Durchführung des Sozialen Entschädigungsrechts, Rechtmäßigkeit der Eingliederung …
- OLG Dresden, 11.07.2001 - 6 U 254/01
Amtshaftung
- BVerwG, 30.07.2003 - 8 C 24.02
Kommunalwahl; Bürgermeisterwahl; Mehrheitswahl; Verhältniswahl; Wahlsystem; …
- BVerfG, 07.05.1957 - 2 BvR 2/56
Wahlrechtsbeschwerde
- BVerwG, 16.09.1977 - 7 P 10.75
- VerfG Brandenburg, 17.10.1996 - VfGBbg 5/95
- VerfGH Sachsen, 18.08.2005 - 23-III-04
Übertragung der Rechtsaufsicht auf Landratsämter verfassungskonform
- OVG Niedersachsen, 15.08.2007 - 10 LA 271/05
Kommunalaufsichtsrechtliche Beanstandung; Beanstandung, kommunalrechtliche; …
- VerfGH Thüringen, 11.03.1999 - VerfGH 30/97
Individualverfassungsbeschwerde; Kreistagswahl; Wahlanfechtung; Kommunalwahl; …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 18.06.2002 - 15 A 83/02
Keine Unvereinbarkeit des Ratsmandats mit Tätigkeit in einer Fachaufsichtsbehörde
- VG Düsseldorf, 30.10.2009 - 1 K 3437/07
Anordnung und Ersatzvornahme auch bei Erlass einer Satzung zulässig
- BVerfG, 23.01.1957 - 2 BvR 6/56
Unterschriftenquorum für Wahlvorschläge
- StGH Niedersachsen, 20.09.1977 - StGH 1/77
Vereinbarkeit des § 36 Abs. 2 und 3 des Niedersächsischen Kommunalwahlgesetzes …
- VerfGH Nordrhein-Westfalen, 06.07.1999 - VerfGH 15/98
- VG Düsseldorf, 25.06.2002 - 17 K 9880/98
- VG Düsseldorf, 27.11.2009 - 1 L 1700/09
Stadt Duisburg zur Wiedereinführung einer Kindergartenbeitragspflicht für …
- VerfGH Thüringen, 10.10.2006 - VerfGH 22/05
Staats- und Verfassungsrecht; konkrete Normenkontrolle; 5%-Sperrklausel
- SG Detmold, 18.09.2009 - S 19 SB 7/09
Entschädigungs-/Schwerbehindertenrecht
- BVerwG, 23.01.1970 - II B 91.69
- VerfGH Saarland, 14.07.1998 - Lv 4/97
- VG Düsseldorf, 17.08.2007 - 1 L 1316/07
Eilantrag der Stadt Oberhausen gegen die Anordnung der Bezirksregierung …
- SG Detmold, 10.12.2009 - S 19 SB 59/08
Entschädigungs-/Schwerbehindertenrecht
- BVerwG, 22.01.1971 - VII B 70.69
- VG Weimar, 13.07.2005 - 6 K 5804/04
- VG Chemnitz, 05.06.1996 - 3 K 1443/95
SächsGemO § 49 Abs. 1; SächsBG § 6 Abs. 2 Nr. 2; SächsKommWahlG § 45 Abs. 2; …
- BVerwG, 30.04.1957 - VI C 173.56
- VG Bremen, 25.05.2005 - 1 K 192/04
Wahl zur Stadtverordnetenversammlung in Bremerhaven gültig
- VerfGH für das Nordrhein-Westfalen, 06.07.1999 - VerfGH 14/98
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