Rechtsprechung
| BVerfG, 07.05.1957 - 2 BvH 1/56 |
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Verfassungsrechtliche Anforderungen an die Chancengleichheit politischer Parteien
Kurzfassungen/Presse
- Datenbank zur Rechtsprechung im Kommunalrecht (Leitsatz)
Politische Partei im Organstreit um Kommunalwahlen
Zeitschriftenfundstellen
- BVerfGE 6, 367
- NJW 1957, 985
- DVBl 1957, 733
Wird zitiert von ... (44)
- BVerfG, 13.02.2008 - 2 BvK 1/07
Sperrklausel Kommunalwahlen
Das Recht der Parteien auf Chancengleichheit bei Wahlen folgt auf Landesebene aus ihrem in Art. 21 Abs. 1 GG umschriebenen verfassungsrechtlichen Status, der unmittelbar auch für die Länder gilt und Bestandteil der Landesverfassungen ist (vgl. BVerfGE 1, 208 ; 6, 367 ; 60, 53 ; 66, 107 ;… Bethge, in: Maunz/Schmidt-Bleibtreu/Klein/Bethge, Bundesverfassungsgerichtsgesetz, Stand: Dezember 1995, § 73 Rn. 48;… Wilke, in: Caspar/Ewer/Nolte/Waack, Verfassung des Landes Schleswig-Holstein, 2006, Art. 44 Rn. 4, 16; vgl. auch SaarlVfGH…, Urteil vom 26. März 1980 - Lv 1/80 -, NJW 1980, S. 2181 ; VfGH NW…, Urteil vom 29. September 1994 - VerfGH 7/94 -, NWVBl 1994, S. 453). - BVerfG, 07.05.2001 - 2 BvK 1/00
Naturschutzgesetz Schleswig-Holstein
Für Art. 21 GG hat das Bundesverfassungsgericht mehrfach festgestellt, dass diese Vorschrift über ihre Geltung innerhalb der Verfassungsordnung der Bundesrepublik Deutschland als Gesamtstaat hinaus in die Verfassungsordnungen der Länder hineinwirke (BVerfGE 1, 208 [227]; 4, 375 [378]; 6, 367 [375]; 23, 33 [39]; 60, 53 [61]; 66, 107 [114]). - BVerfG, 19.07.1966 - 2 BvF 1/65
Parteienfinanzierung I
Eine Verpflichtung des Staates zur finanziellen Unterstützung der Parteien kann nicht daraus hergeleitet werden, daß die Parteien, wenn sie an der politischen Willensbildung des Volkes mitwirken, Funktionen eines Verfassungsorgans ausüben (BVerfGE 4, 27 [30 f.]; 5, 85 [134]; 6, 367 [372, 375]) und auch als Staatsorgane oder Verfassungsorgane, nämlich als Kreationsorgane im Sinne Georg Jellineks, bezeichnet worden sind (BVerfGE 1, 208 [225]; 12, 276 [280]).
- VerfGH Thüringen, 30.01.2003 - VerfGH 14/00
Staats- und Verfassungsrecht, Verfassungsbeschwerde, hilfsweise Organstreitigkeit
Für das Verhältnis des Bundesverfassungsbeschwerde- zum Bundesorganstreitverfahren nach Art. 93 Abs. 1 Nr. 1 und 4 a GG gilt, daß politische Parteien ,,als durch das Grundgesetz mit eigenen Rechten ausgestattete andere Beteiligte" i.S.d. Art. 93 Abs. 1 Nr. 1 GG die Verletzung oder unmittelbare Gefährdung ihres in Art. 21 GG umschriebenen verfassungsrechtlichen Status durch ein Verfassungsorgan nur im Organstreitverfahren, nicht aber mit der Verfassungsbeschwerde geltend machen können (vgl. BVerfGE 4, 27, [30/31]; 6, 367, [372]; 7, 99, [103]; 13, 54, [81/82]; 14, 121, [129]; 43, 142, [148/149]; 66, 107, [114]; 79, 379, [383/384]).Dabei ist unerheblich, ob eine Landesverfassung eine dem Art. 21 GG entsprechende Bestimmung enthält oder nicht oder die politischen Parteien überhaupt erwähnt (vgl. BVerfGE 1, 208, [227]; 6, 367, [375]; 60, 52, [62]; 66, 107, [114]).
Jedenfalls kommt den Parteien der ihnen durch Art. 21 GG verliehene materiell-verfassungsrechtliche Status auch in der Verfassungsordnung der Länder zu (vgl. BVerfGE 6, 367, [Ls.]; 66, 107, [114]) und zwar auch dann, wenn diese Bestimmung nicht als normativer Bestandteil der Landesverfassungen, sondern nur als sog. Durchgriffsnorm, also als unmittelbar in den Ländern geltendes Bundesverfassungsrecht, zu verstehen sein sollte (…vgl. Rozek, a.a.O., S. 106, Fn. 224).
Abgesehen von den in ihrer Tätigkeit auf die kommunale Ebene beschränkten Gruppierungen, den sog. Rathausparteien, die überhaupt keine Parteien i.S.d. Art. 21 GG sind, ist die Tätigkeit der politischen Parteien auf Mitwirkung an der politischen Willensbildung auf allen Ebenen - Bundes-, Landes- und Gemeindeebene - gerichtet; eine strikte Trennung zwischen parlamentarischer und kommunaler Parteitätigkeit gibt es insoweit nicht (vgl. BVerfGE 6, 367, [373/373, 375]; NWVerfGH, OVGE 44, 301, [303/304]; Urteil vom 21. November 1995, VerfGH 21/94 - für Wahlen zu den Vertretungsorganen höherer Kommunalverbände; NVwZ 2000, 666; SaarlVerfGH, LVerfGE 8, 257, [261]; LVerfG 15 M.-V., LVerfGE 4, 268, [275]).
- BVerfG, 11.03.2003 - 2 BvK 1/02
Kommunalwahl-Sperrklausel II
- VerfGH Sachsen, 27.03.2009 - 74-I-08
Sächsische Volkspartei unterliegt im Organstreit um Beeinträchtigung ihrer …
Das Bundesverfassungsgericht geht in ständiger Rechtsprechung davon aus, dass die in Art. 21 Abs. 1 GG niedergelegten Grundsätze nicht nur für den Bereich des Bundes, sondern unmittelbar auch in den Bundesländern als Landesverfassungsrecht gelten (vgl. BVerfGE 1, 208 [227]; 4, 375 [378]; 6, 367 [375]; 27, 10 [17]; 60, 53 [61]; 66, 107 [114]; 120, 82 [104]).Da die Tätigkeit der politischen Parteien auf Mitwirkung an der politischen Willensbildung auf allen Ebenen gerichtet ist, erstreckt sich ihr Recht auf Chancengleichheit auch auf den Bereich der Kommunalwahlen (vgl. BVerfGE 6, 367 [372 f.]; BVerfG LKV 1994, 403 [403]; BVerfGE 120, 82 [103 ff.]; siehe auch SächsVerfGH, SächsVBl. 1995, 57 [58]).
- BVerfG, 17.10.1957 - 1 BvL 1/57
Hauptamtlicher Bürgermeister
Zugleich wächst in der Verfassungswirklichkeit der kommunalen Körperschaften Bedeutung und Einfluß der politischen Parteien, und die Arbeit in den Gemeindeparlamenten wird -- obwohl dort nicht große Politik getrieben, sondern im wesentlichen verwaltet wird -- im allgemeinen Bewußtsein als echte politische Tätigkeit gewertet (vgl. BVerfGE 6, 367 [373]). - BVerfG, 24.01.1984 - 2 BvH 3/83
Organstreitigkeiten in einem Bundesland - Parteienfinanzierung durch Spenden
Antragsteller können insoweit auch die Landesverbände der politischen Parteien sein (vgl. BVerfGE 6, 367 (372); 14, 121 (129); 27, 10 (17)).Politische Parteien und deren Untergliederungen können nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts die Verletzung ihres verfassungsrechtlichen Status durch ein Verfassungsorgan nur im Wege des Organstreites geltend machen (BVerfGE 4, 27 (30 f.); 6, 367 (372); 14, 121 (129); 43, 142 (149)).
- BVerfG, 15.01.1985 - 2 BvR 1163/82
Spenden an kommunale Wählergruppen
Gruppen, die sich in ihrer Tätigkeit auf die kommunale Ebene beschränken -- sog. Rathausparteien --, sind keine politischen Parteien im Sinne von Art. 21 GG (BVerfGE 6, 367 [372 f.]). - BVerfG, 09.02.1982 - 2 BvK 1/81
Rundfunkrat
Die in Art. 21 GG niedergelegten Grundsätze gelten nicht nur für den Bereich des Bundes, sondern unmittelbar auch in den Ländern als Landesverfassungsrecht; dies ist ständige Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfGE 1, 208 [227]; 4, 375 [378]; 6, 367 [375]; 27, 10 [17]). - BVerfG, 29.06.1983 - 2 BvR 1546/79
Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde bei Anfechtung der Regelung zur …
- VerfG Brandenburg, 21.12.2006 - VfGBbg 20/06
Aus Subsidiaritätsgründen unzulässige Verfassungsbeschwerde einer parteinahen …
- LVerfG Mecklenburg-Vorpommern, 27.05.2003 - LVerfG 10/02
Fraktionsausschluss
- BVerfG, 30.05.1961 - 2 BvR 366/60
Friedenswahlen
- BVerfG, 16.07.1969 - 2 BvH 1/67
Subsidiäre Zuständigkeit des BVerfG für landesrechtliche Organstreitigkeit
- LVerfG Mecklenburg-Vorpommern, 16.12.2004 - LVerfG 5/04
Fraktionsmindeststärke für Gemeindevertretungen - Zulässigkeit eines Antrags …
- BVerwG, 22.10.2008 - 8 C 20.07
Landschaftsversammlung; Reserveliste; Partei; Wählergruppe; konkurrierende …
- StGH Hessen, 13.02.2002 - P.St. 1633
Mitfinanzierung des Landtagswahlkampfs 1999 durch CDU-Landesverband aus nicht im …
- StGH Niedersachsen, 06.09.2005 - StGH 4/04
Klage der SPD gegen Niedersächsisches Mediengesetz erfolgreich
- VerfGH Nordrhein-Westfalen, 29.09.1994 - VerfGH 7/94
- BVerwG, 29.05.1959 - VII C 65.58
GG Art. 21; NdsKommunalwahlgesetzNdsKommunalwahlgesetz vom 18.7.1956 § 19
- VerfGH Nordrhein-Westfalen, 19.05.1992 - VerfGH 5/91
- VerfGH Berlin, 24.01.2003 - VerfGH 155/01
Trotz vorzeitiger Beendigung der Wahlperiode und vorgezogener Neuwahlen zum …
- BVerwG, 29.05.1959 - VII C 67.58
- LVerfG Sachsen-Anhalt, 22.02.1996 - LVG 8/95
Staatliche Öffentlichkeitsarbeit außerhalb von Wahlkampfzeiten - Finanzreport
- StGH Hessen, 07.07.1977 - P.St. 783
Verfassungswidrigkeit des sog ruhenden Mandats
- BFH, 25.10.1989 - X R 190/87
Spenden an kommunale Wählervereinigungen
- VerfGH Nordrhein-Westfalen, 21.11.1995 - VerfGH 21/94
- VerfGH Berlin, 24.01.2003 - VerfGH 152/01
§ 10 Abs 8 WahlG BE, § 10 Abs 9 WahlG BE, § 10 Abs 10 WahlG BE, § 30 WahlG BE, § …
- BVerfG, 02.05.1984 - 2 BvH 1/84
Verfassungsmäßigkeit des im Land Hessen geltenden "Ein-Stimmen-Systems"
- OVG Nordrhein-Westfalen, 19.08.1988 - 15 A 924/86
Grenzen der gemeindlichen Öffentlichkeitsarbeit in Wahlkampfzeiten
- VerfGH Berlin, 24.01.2003 - VerfGH 190/01
§ 10 Abs 8 WahlG BE, § 10 Abs 9 WahlG BE, § 10 Abs 10 WahlG BE, § 30 WahlG BE, § …
- VGH Hessen, 03.09.1987 - 6 UE 387/87
§ 49 Abs 2 LKreisO HE vom 01.04.1981, Art 138 Verf HE, § 95 BRRG, § …
- VGH Hessen, 04.01.1989 - 6 UE 469/87
Rechtsstellung des abberufenen Ersten Kreisbeigeordneten; Abberufung kein …
- VG Münster, 10.03.2006 - 1 K 3656/04
Klagen des Landesverbandes der freien und unabhängigen Bürger- und …
- VerfGH Nordrhein-Westfalen, 05.08.1999 - VerfGH 19/99
- BVerfG, 19.12.1967 - 2 BvQ 1/67
Unzulässigkeit des Antrags auf einstweilige Anordnung gegen eine bereits …
- VG Münster, 10.03.2006 - 1 K 54/05
Klagen des Landesverbandes der freien und unabhängigen Bürger- und …
- StGH Hessen, 06.01.1971 - P.St. 599
§ 48 StGHG
- BVerfG, 16.02.1960 - 2 BvH 1/60
Vorrang des Rechtswegs zum Landesverfassungsgericht
- VerfGH Nordrhein-Westfalen, 05.08.1999 - VerfGH 20/99
- BVerwG, 27.03.1958 - VII B 10.58
- LVerfG Nordrhein-Westfalen, 05.08.1999 - VerfGH 19/99
- VerfGH für das Nordrhein-Westfalen, 05.08.1999 - VerfGH 19/99
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