Rechtsprechung
| BVerwG, 11.12.1996 - 11 C 15.95 |
Straßenfest - mobiles Verkehrsschild
§ 35 S. 2 VwVfG, öffentliche Bekanntgabe der Allgemeinverfügung, Abschleppen, Kostenerstattung
Volltextveröffentlichungen (3)
- Alpmann Schmidt
GG Art. 20 Abs. 3; StVO § 12 Abs. 1 Nr. 6a, § 41 Abs. 2 Nr. 8, § 39 Abs. 1, Abs. 1a, § 45 Abs. 4; VwVfG § 41,43
- saarheim.de
Parken im Halteverbot - Aufstellen der Halteverbotsschilder nach dem Abstellen des Fahrzeuges
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Straßenverkehrsrecht - Abschleppen eines ursprünglich ordnungsgemäß geparkten Kraftwagens und Grundsatz der Verhältnismäßigkeit
Kurzfassungen/Presse (4)
- lexetius.com (Pressemitteilung)
Abschleppen eines ursprünglich ordnungsgemäß geparkten Kraftwagens
- verkehrslexikon.de (Leitsatz und Auszüge)
Kfz-Umsetzungsgebühren
- Jurion (Leitsatz)
- anwalt-bauer.de (Zusammenfassung)
Abschleppen aus einem Bereich mit erst nach dem Parken eines Fahrzeugs aufgestellten Halteverbotsschild
Verfahrensgang
- VG Köln, 17.12.1993 - 20 K 8081/92
- OVG Nordrhein-Westfalen, 23.05.1995 - 5 A 400/94
- BVerwG, 11.12.1996 - 11 C 15.95
Zeitschriftenfundstellen
- BVerwGE 102, 316
- NJW 1997, 1021
- NZV 1997, 246
- NJ 1997, 379
- VersR 1997, 1030
- DVBl 1998, 93
- DVBl 1998, 97
- DÖV 1997, 506
- NVwZ 1997, 578 (Ls.)
Wird zitiert von ... (107)
- BVerfG, 10.09.2009 - 1 BvR 814/09
Verfassungsrechtliche Anforderungen an den Rechtsschutz gegen die Aufstellung …
Die Frage, ob die Anfechtungsfrist gegen ein Verkehrszeichen schon mit dessen Aufstellung gegenüber allen Verkehrsteilnehmern zu laufen beginne, sei auch nach dem Urteil vom 11. Dezember 1996 - BVerwG 11 C 15.95 - (BVerwGE 102, 316) in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts noch nicht geklärt.Aus dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 11. Dezember 1996 (BVerwGE 102, 316) lässt sich - anders, als der Verwaltungsgerichtshof meint - nicht entnehmen, dass schon die Aufstellung eines Verkehrszeichens als öffentliche Bekanntgabe mit der Folge einer Unanfechtbarkeit für jeden Verkehrsteilnehmer nach (regelmäßig) einem Jahr anzusehen ist.
Darin (vgl. BVerwGE 102, 316 ) führt das Bundesverwaltungsgericht aus, dass ein Verkehrszeichen ein Verwaltungsakt in der Form der Allgemeinverfügung im Sinne des § 35 Satz 2 VwVfG sei und gemäß § 43 Abs. 1 VwVfG gegenüber demjenigen, für den er bestimmt sei oder der von ihm betroffen werde, in dem Zeitpunkt wirksam werde, in dem er ihm bekannt gegeben werde.
Es sollte lediglich zum Ausdruck gebracht werden, dass die Wirksamkeit des Verkehrzeichens nicht von der subjektiven Kenntnisnahme des Verkehrsteilnehmers abhängt (vgl. BVerwGE 102, 316 ).
- OVG Sachsen, 23.03.2009 - 3 B 891/06
Langzeitparker sollten wenigstens alle 3 Tage Verkehrsregelungen überprüfen
Zu Recht ist das Verwaltungsgericht davon ausgegangen, dass das bei seinem Erlass mittels Zusatzschild aufschiebend bedingte und auch auf den Seitenstreifen erstreckte Halteverbotszeichen 283 jedenfalls im für die Beurteilung der Rechtmäßigkeit der Ersatzvornahme maßgeblichen Zeitpunkt des Einschreitens am 7.8.2001 gegen 8.00 Uhr als Allgemeinverfügung wirksam bekanntgemacht (vgl. zur wirksamen Bekanntmachung durch Aufstellen der Schilder: BVerwG, Urt. v. 11.12.1996, BVerwGE 102, 316 …und Urt. v. 27.1.1993, BVerwGE 92, 32) und in Kraft getreten war.Denn wegen der einer öffentlichen Bekanntgabe vergleichbaren Wirkung entfaltet ein - wie hier - gut sichtbar angebrachtes Halteverbotszeichen seine Rechtswirkung gegenüber jedem von der Regelung betroffenen Verkehrsteilnehmer, gleichgültig, ob er es tatsächlich wahrnimmt oder nicht (vgl. BVerwG, Urt. v. 11.12.1996, a. a. O.) .
Die von der Klägerin beanstandete Dauer der Vorlauffrist zwischen der Errichtung der Halteverbotszone und der Durchführung der Ersatzvornahme hat allein Bedeutung für die Frage, ob ihr in Einklang mit dem Verhältnismäßigkeitsprinzip die Kosten der Ersatzvornahme auferlegt werden dürfen (vgl. BVerwG, Urt. v. 11.12.1996, a. a. O.;… OVG Hamburg, Urt. v. 29.1.2008, a. a. O.).
Nach ständiger Rechtsprechung ist die Kostenerhebung namentlich dann unbillig, wenn ein Verkehrsteilnehmer sein Fahrzeug ordnungsgemäß auf einem Parkplatz abgestellt hat und ohne angemessene Reaktionsfrist (Vorlaufzeit) nach Errichtung eines mobilen Halteverbots abgeschleppt wird (BVerwG, Urt. v. 11.12.1996, BVerwGE 102, 316;… BayVGH, Urt. v. 17.4.2008, DÖV 2008, 732;… VGH BW, Urt. v. 13.2.2007, NJW 2007, 2058;… HessVGH, Urt. v. 20.8.1996, NJW 1997, 1023;… OVG NW, Urt. v. 23.5.1995, NVwZ-RR 1996, 59;… OVG Hamburg, Urt. v. 14.7.1994, DÖV 1995, 783).
Das Bundesverwaltungsgericht hat einen Verstoß gegen den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz verneint, wenn ein zunächst erlaubtermaßen geparktes Fahrzeug am vierten Tag nach Aufstellung eines Haltverbotszeichens auf Kosten des Halters abgeschleppt wird (BVerwG, Urt. v. 11.12.1996, a. a. O.).
Erforderlich ist eine Vorlauffrist deshalb, weil der parkende Verkehrsteilnehmer einerseits nicht darauf vertrauen darf, dass ein zunächst rechtmäßiges Langzeitparken an einer bestimmten Stelle des öffentlichen Straßenraums unbegrenzt erlaubt bleibt (BVerwG, Urt. v. 11.12.1996, a. a. O.), von ihm andererseits aber auch nicht erwartet werden kann, dass er einen Dauerparkplatz täglich oder stundengenau auf eine Änderung der Verkehrsregelungen kontrolliert.
- BVerwG, 21.08.2003 - 3 C 15.03
Radweg-Benutzungspflicht; Klagebefugnis; unzulässige "Popularklage"; …
Zu Recht haben weiterhin weder die Verfahrensbeteiligten noch die Tatsachengerichte für das Streitverfahren bezweifelt, dass das hier in Rede stehende Ge- bzw. Verbot dem Kläger wirksam bekannt gemacht worden ist (vgl. hierzu ausführlich Urteil vom 11. Dezember 1996 - BVerwG 11 C 15.95 - BVerwGE 102, 316 m.w.N.).
- BVerwG, 13.03.2008 - 3 C 18.07
Autobahnmaut; Maut; Mautflucht; Mautausweichverkehr; erhebliche Auswirkungen …
Unter dieser Voraussetzung äußern sie ihre Rechtswirkung gegenüber jedem von der Regelung betroffenen Verkehrsteilnehmer, gleichgültig, ob er das Verkehrszeichen tatsächlich wahrnimmt oder nicht (stRspr, vgl. u.a. Urteil vom 11. Dezember 1996 - BVerwG 11 C 15.95 - BVerwGE 102, 316 ; BGH, Urteil vom 8. April 1970 - III ZR 167/68 - NJW 1970, 1126 f., jeweils m.w.N.). - VGH Hessen, 15.05.2009 - 2 A 2307/07
Wirksamwerden eines Verkehrszeichens als Verwaltungsakt in Form der …
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist dies eine besondere Form der öffentlichen Bekanntgabe (BVerwG, Urteil vom 11. Dezember 1996 - 11 C 15.95 -, BVerwGE 102, 316 = NJW 1997, 1021 = DAR 1997, 119 = NZV 1997, 246 = VkBl. 1997, 319 = VerkMitt 1997 Nr. 34 = Buchholz 442.151 § 39 StVO Nr. 3).1980, 237 = VRS 58, 314 = Buchholz 442.151 § 45 StVO Nr. 6; Urteil vom 11. Dezember 1996 - 11 C 15.95 -, a.a.O.; Hamburgisches OVG, Urteil vom 4.November 2002 - 3 Bf 23/02 -, NZV 2003, 351 = ZfSch 2003, 617 = NordÖR 2003, 307 ; Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, 40. Auflage 2009, Rdnr. 247 zu § 41 StVO ; Redeker/von Oertzen, Verwaltungsgerichtsordnung , 14. Auflage 2008, Rdnr. 2 zu § 70; Dederer, NZV 2003, 314; Bitter, NZV 2003, 308; Bitter/Konow, NJW 2001, 1386; Geißler, DAR 1999, 345).
Diese Auffassung lässt sich entgegen der früheren Rechtsprechung des Senats und eines Teils der Literatur (…vgl. z.B.: Kopp/Ramsauer, Verwaltungsverfahrensgesetz , 10. Auflage 2008, Rdnr. 114 zu § 35 ;… ausführlich: Stelkens/Bonk/Sachs, Verwaltungsverfahrensgesetz , 6. Auflage 2001, Rdnr. 241 ff. zu § 35 ;… Eyermann, Verwaltungsgerichtsordnung , 12. Auflage 2006, Rdnr. 14 zu § 58; Hansen/Meyer, NJW 1998, 284; Rennert, NVwZ 2000, 642) nicht auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts im Urteil vom 11. Dezember 1996 (- 11 C 15.95 -, a.a.O.) stützen.
Dies ergibt sich aus den Gründen der Entscheidung vom 11. Dezember 1996 (- 11 C 15.95 -, a.a.O.), nach denen zum einen die Rechtswirkung eines Verkehrszeichens ausdrücklich erst mit der Betroffenheit des Verkehrsteilnehmers eintritt und zum anderen aus dem klarstellenden und deutlichen Hinweis des Bundesverwaltungsgerichts auf seine bisherige Rechtsprechung, insbesondere auf das Urteil vom 13. Dezember 1979, zu der die Entscheidung vom 11. Dezember 1996 nicht in Widerspruch stehe:.
Mit dieser Formulierung sollte nämlich, wie der Kontext der Entscheidung ergibt, nicht zum Ausdruck gebracht werden, dass die Wirksamkeit des Verkehrszeichens von der subjektiven Kenntnisnahme des Verkehrsteilnehmers abhängt" (BVerwG, Urteil vom 11. Dezember 1996 - 11 C 15.95 -, a.a.O.).
- OVG Hamburg, 07.10.2008 - 3 Bf 116/08
Kostenerstattung für das Abschleppen oder Umsetzen eines erlaubt abgestellten …
++) z.B. Fahrzeuge, die anlässlich akut notwendiger Instandsetzungsarbeiten der Versorgungsunternehmen (nach Wasserrohrbruch, Kabelbruch pp.) beiseite geräumt werden müssen, ohne dass eine ausreichende Frist für die Ankündigung der vorübergehenden Verkehrsbeschränkung (mindestens drei Werktage und ein Sonn-/Feiertag vor Wirksamwerden) bestand [nicht dazu: in eine zeitgerecht getroffene Verkehrsbeschränkung "hineingewachsene" Fahrzeuge (vgl. BVerwG in DAR 1997 S. 119)].".Sind Verkehrszeichen ordnungsgemäß aufgestellt, äußern sie ihre Rechtswirkung gegenüber jedem von der Regelung betroffenen Verkehrsteilnehmer, gleichgültig, ob dieser das Verkehrszeichen tatsächlich wahrnimmt oder nicht (BVerwG, Urt. v. 11.12.1996, BVerwGE 102, 316, OVG Hamburg, Urt. v. 4.11.2003, DAR 2004, 543).
In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass der Verkehrsteilnehmer, der sein Fahrzeug ordnungsgemäß geparkt und eine nachträglich eingerichtete Haltverbotszone weder gekannt hatte noch mit ihr hatte rechnen müssen, zwar - auf der Primärebene des polizeilichen Handelns - die Vollstreckung des nachträglich wirksam gewordenen Wegfahrgebots zu dulden hat (vgl.o.), zu seinen Gunsten aber - auf der Sekundärebene der Kostentragung - zu berücksichtigen ist, dass sein Vertrauen auf den Fortbestand der Situation des erlaubten Parkens in gewissem Umfang Schutz verdient (vgl. BVerwG, Urt. v. 11.12.1996, a.a.O., VGH Mannheim, Urt. v. 13.2.2007, NJW 2007, 2058, VGH München, Urt. v. 17.4.2008, DÖV 2008, 732, VGH Kassel, Urt. v. 20.8.1996, NJW 1997, 1023, OVG Münster, Urt. v. 23.5.1995, NVwZ-RR 1996, 59).
Eingeschränkt wird das schutzwürdige Vertrauen auf den Fortbestand des erlaubten Parkens wiederum durch den allgemeinen Grundsatz, dass angesichts der verschiedensten Nutzungsanforderungen an den öffentlichen Straßenraum (einschließlich immer wieder kurzfristig eintretender besonderer Verkehrssituationen) kein Verkehrsteilnehmer davon ausgehen darf, dass Verkehrsregelungen auf Dauer unverändert bleiben (vgl. BVerwG, Urt. v. 11.12.1996, a.a.O.).
- VGH Bayern, 17.04.2008 - 10 B 08.449
Vorlaufzeit von drei Tagen bevor nach einer Dauerparkflächenänderung …
Etwas Anderes folge auch nicht aus der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Urteil vom 11.12.1996 BVerwGE 102, 316/320) und des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (Beschluss vom 3.5.2001 24 B 00.242; Beschluss vom 16.2.2006 24 C 06.297).Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 11.12.1996 (BVerwGE 102, 316/320) lasse die Interpretation nicht zu, dass eine Vorlauffrist von 72 Stunden ausreichend sei.
Nach ständiger Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte ist die Kostenerhebung insbesondere in den Fällen unbillig, in denen ein Verkehrsteilnehmer sein Fahrzeug ordnungsgemäß auf einem Dauerparkplatz abstellt und nach Errichtung eines mobilen Halteverbots abgeschleppt wird, ohne dass ihm vorher eine angemessene Frist zur Reaktion (sog. Vorlaufzeit) eingeräumt worden ist (vgl. BVerwG vom 11.12.1996 BVerwGE 102, 316; BayVGH vom 3.5.2001 24 B 00.242 juris RdNr. 30 ff. m.w.N.).
Er kann deshalb nicht darauf vertrauen, dass ein zunächst rechtmäßiges Dauerparken an einer bestimmten Stelle des öffentlichen Straßenraums unbegrenzt erlaubt bleibt (BVerwG vom 11.12.1996 BVerwGE 102, 316/320).
- BVerwG, 23.09.2010 - 3 C 37.09
Überholverbot; Lastkraftwagen; Lkw-Überholverbot; Verkehrsverbot; …
Sind Verkehrszeichen so aufgestellt oder angebracht, dass sie ein durchschnittlicher Kraftfahrer bei Einhaltung der nach § 1 StVO erforderlichen Sorgfalt schon "mit einem raschen und beiläufigen Blick" erfassen kann (BGH, Urteil vom 8. April 1970 - III ZR 167/68 - NJW 1970, 1126 f.), äußern sie ihre Rechtswirkung gegenüber jedem von der Regelung betroffenen Verkehrsteilnehmer, gleichgültig, ob er das Verkehrszeichen tatsächlich wahrnimmt oder nicht (Urteil vom 11. Dezember 1996 - BVerwG 11 C 15.95 - BVerwGE 102, 316 ).Dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 11. Dezember 1996 (a.a.O.) lässt sich Gegenteiliges nicht entnehmen (so aber VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 2. März 2009 - 5 S 3047/08 - JZ 2009, 738).
- BVerwG, 23.09.2010 - 3 C 32.09
Überholverbot; Lastkraftwagen; Lkw-Überholverbot; Verkehrsverbot; …
Sind Verkehrszeichen so aufgestellt oder angebracht, dass sie ein durchschnittlicher Kraftfahrer bei Einhaltung der nach § 1 StVO erforderlichen Sorgfalt schon "mit einem raschen und beiläufigen Blick" erfassen kann (BGH, Urteil vom 8. April 1970 - III ZR 167/68 - NJW 1970, 1126 f.), äußern sie ihre Rechtswirkung gegenüber jedem von der Regelung betroffenen Verkehrsteilnehmer, gleichgültig, ob er das Verkehrszeichen tatsächlich wahrnimmt oder nicht (Urteil vom 11. Dezember 1996 - BVerwG 11 C 15.95 - BVerwGE 102, 316 ).Dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 11. Dezember 1996 (a.a.O.) lässt sich Gegenteiliges nicht entnehmen (so aber VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 2. März 2009 - 5 S 3047/08 - JZ 2009, 738).
- OVG Hamburg, 11.02.2002 - 3 Bf 237/00 Ein Verkehrszeichen ist nach allgemeiner Auffassung ein (sofort vollziehbarer) Verwaltungsakt in Gestalt einer Allgemeinverfügung mit Dauerwirkung im Sinne von § 35 Satz 2 Alt. 3 VwVfG (st. Rspr., vgl. etwa BVerwG, Urt. v. 11.12.1996, BVerwGE 102 S. 316, 318;… OVG Hamburg, Urt. v. 7.12.1999, NordÖR 2000 S. 330, 331).
Zugleich umfasst die Regelung das im Wege der Ersatzvornahme durchsetzbare Gebot, ein verbotswidrig abgestelltes Fahrzeug alsbald zu entfernen (st.Rspr., vgl. nur BVerwG, Beschl. v. 26.1.1988, Buchholz 442.151 § 13 StVO Nr. 4; Urt. v. 11.12.1996, BVerwGE 102 S. 316, 319; OVG Hamburg, Beschl. v. 29.11.2000, VRS Bd. 100 S. 478, 479).
Kann sie ein Kraftfahrer bei Aufbietung der ihm im Verkehr obliegenden Sorgfalt ohne weiteres erfassen, so äußern sie ihre Rechtswirkung gegenüber jedem von der Regelung betroffenen Verkehrsteilnehmer, gleichgültig, ob er die Beschilderung konkret wahrgenommen hat oder nicht (vgl. nur BVerwG, Urt. v. 11.12.1996, BVerwGE 102 S. 316, 318).
- OVG Hamburg, 04.11.2003 - 3 Bf 23/03
Abschleppkosten: Auch Abwesende müssen Verkehrszeichen beachten
- VG Neustadt, 13.09.2011 - 5 K 369/11
Falschparken, Behindertenparkplatz, Abschleppen
- OVG Hamburg, 28.03.2000 - 3 Bf 215/98
Preisgestaltung auch der abgebrochenen Umsetzungsvorgänge - Rechtswidrigkeit der …
- BVerwG, 15.04.1999 - 3 C 25.98
Ozongesetz 1995; Schutzpflicht, verfassungsrechtliche; Verfassungswidrigkeit …
- OVG Hamburg, 14.08.2001 - 3 Bf 429/00
Schützt das Handy Falschparker vor dem Abschleppen?
- VG Aachen, 18.04.2007 - 6 K 1149/06
- VerfGH Berlin, 05.03.2004 - VerfGH 30/02
Art 7 Verf BE, Art 10 Abs 1 Verf BE
- VG Bremen, 07.05.2009 - 5 K 3822/08
Abschleppkosten bei Parken in Haltverbotszone aus Anlass einer Veranstaltung nach …
- VGH Baden-Württemberg, 27.06.2002 - 1 S 1531/01
Kosten eines abgebrochenen Abschleppvorganges
- OVG Hamburg, 29.01.2008 - 3 Bf 253/04
Ersatz von Abschleppkosten bei Parken in vorübergehend eingerichtetem Halteverbot
- OVG Hamburg, 30.06.2009 - 3 Bf 408/08
Verkehrszeichen; Halteverbot; Sichtbarkeitsgrundsatz
- BVerwG, 01.11.2006 - 9 B 25.05
Verwaltungsakt; Allgemeinverfügung; Zustandsregelung; Schifffahrtszeichen; …
- VGH Baden-Württemberg, 19.11.2009 - 5 S 575/09
Anspruch auf Wiederaufgreifen eines Verwaltungsverfahrens bei Verkehrsschildern
- VG Aachen, 12.03.2012 - 6 K 372/11
Keine Abschleppkosten bei witterungsbedingter Nichterkennbarkeit einer die …
- OVG Hamburg, 04.11.2002 - 3 Bf 23/02
- VGH Bayern, 31.03.2009 - 11 ZB 07.630
Antrag auf Zulassung der Berufung (unzulässig); verkehrsrechtliche Anordnung …
- BVerwG, 27.05.2002 - 3 B 67.02
Umfang der Nachforschungspflichten vor dem Umsetzen eines Kfz
- VGH Baden-Württemberg, 13.02.2007 - 1 S 822/05
Abschleppen eines zunächst erlaubt abgestellte KFZ nach Aufstellen eines mobilen …
- VerfGH Berlin, 13.04.2005 - VerfGH 37/02
Beschluss des AG zur Überbürdung der Kosten des Bußgeldverfahrens gem § 25a …
- VGH Baden-Württemberg, 02.03.2009 - 5 S 3047/08
Bekanntgabe eines Verkehrszeichens durch Aufstellung wirkt gegen alle
- BVerwG, 29.02.2012 - 7 C 8.11
Saatgut; Organismus, gentechnisch veränderter; Aussaat; Freisetzung; …
- VGH Hessen, 05.03.1999 - 2 TZ 4591/98
Kennzeichnung von Parkmöglichkeiten für Anwohner
- VGH Hessen, 29.10.2007 - 2 UZ 1864/06
Beginn des Laufs der Anfechtungsfrist einer durch Verkehrszeichen bekannt …
- VGH Hessen, 11.11.1997 - 11 UE 3450/95
Erstattung von Abschleppkosten für ein vor einer abgelaufenen Parkuhr stehendes …
- VG Aachen, 05.10.2005 - 6 K 805/03
- VG Münster, 21.08.2007 - 1 K 341/05
- OVG Hamburg, 29.11.2000 - 3 Bf 275/99
- VG Berlin, 05.12.2000 - 9 A 467.98
Umsetzungsgebühren
- VG Köln, 03.03.2008 - 20 K 2070/06
Kfz-Umsetzungsgebühren
- VG Köln, 28.05.2009 - 20 K 7642/08
Berechtigung des Abschleppens nach einer Vorlaufzeit von 48 Stunden
- VGH Bayern, 02.03.2010 - 8 BV 08.3320
Erbe des ursprünglichen Namensgebers kann nicht gegen Straßenumbenennung vorgehen
- VG Bayreuth, 25.09.2012 - B 1 K 10.551
Parken im absoluten Halteverbot
- VG Braunschweig, 01.09.2005 - 5 A 59/05
Abschleppkosten; Abschleppkosten; Halteverbotsschild, mobil; Verhältnismäßigkeit; …
- VG Karlsruhe, 08.10.2008 - 4 K 1514/08
- VG Köln, 18.12.2008 - 20 K 3999/07
Keine Verpflichtung zur Umschau nach Halteverbotsschildern, wenn vor einem …
- OVG Hamburg, 27.11.2009 - 3 Bf 36/06
Kostentragungspflicht für ein abgeschlepptes Fahrzeug eines Handwerkerbetriebes
- VGH Baden-Württemberg, 10.02.2011 - 5 S 2285/09
(Anfechtungsfrist für Verkehrszeichen; zuständiger Klagegegner bei behördlichem …
- VGH Baden-Württemberg, 19.08.2003 - 1 S 2659/02
Abschleppen trotz Anwohnerparkberechtigung
- VG Köln, 20.11.2008 - 20 K 5343/07
- VG Köln, 20.11.2008 - 20 K 4919/07
- VG Hamburg, 12.04.2011 - 21 K 1902/09
Maßgeblicher Zeitpunkt für die Beurteilung der Rechtmäßigkeit einer …
- VGH Baden-Württemberg, 17.06.2003 - 1 S 2025/01
Zuständigkeit für Abschleppanordnung
- VG München, 01.02.2006 - M 23 K 05.1174
§§ 45 Abs. 1, 45 Abs. 9 StVO; §§ 68, 70 VwGO
- OVG Schleswig-Holstein, 06.09.2005 - 4 LB 18/04
- VG Bremen, 08.09.2008 - 5 K 3654/07
Parken im Halteverbot nach Wendemanöver
- VGH Bayern, 29.07.2009 - 11 BV 08.481
Lkw-Überholverbot auf Autobahn; Streckenbeeinflussungsanlage; Bekanntgabe von …
- OLG Celle, 25.07.2011 - 311 SsRs 114/11
Geschwindigkeitsmessung, Verkehrszeichen
- BVerwG, 03.05.1999 - 3 B 48.99
- LAG Hamm, 05.10.2007 - 10 Ta 245/07
Gegenstandswert im Beschlussverfahren; Zwangsvollstreckung eines …
- VGH Hessen, 11.11.1997 - 11 UE 3450/96
- VGH Baden-Württemberg, 14.08.2002 - 5 S 1608/02
Beschränkung des Gemeingebrauchs umfaßt Sondernutzungen
- VG Koblenz, 10.11.2008 - 3 K 416/08
Kostentragung bei abgebrochenem Abschleppvorgang
- VG Koblenz, 18.01.2010 - 4 K 536/09
Zur Rechtmäßigkeit des Abschleppens des Fahrzeugs eines Schwerbeschädigten aus …
- BVerwG, 09.08.2004 - 3 B 23.04
- OVG Hamburg, 25.03.2003 - 3 Bf 113/02
- LAG Hamm, 24.09.2007 - 10 Ta 692/06
Gegenstandswert im Beschlussverfahren; Zwangsvollstreckung; Beschwerdewert für …
- VG Lüneburg, 14.12.2005 - 5 A 51/05
Abstellverbot für Fahrräder auf Gehwegen; Abstellen von Fahrrädern
- VG Hamburg, 02.09.2009 - 4 K 2377/08
Abschleppkosten; Bestreiten der Haltereigenschaft im Gerichtsverfahren
- VGH Hessen, 17.03.1998 - 11 UE 327/96
Haftung für Abschleppkosten
- VG Freiburg, 15.03.2007 - 4 K 2130/05
Streit um Radwegbenutzungspflicht
- OVG Hamburg, 07.12.1999 - 3 Bf 51/96
- VG Hannover, 23.07.2003 - 11 A 5004/01
Radwegbenutzungspflicht für "linken" Radweg darf nur in Ausnahmefällen eingeführt …
- VG Aachen, 19.01.2007 - 2 L 432/06
Die Einführung des gebührenpflichtigen Parkens in Einruhr ist zulässig
- VG Berlin, 16.01.2008 - 11 A 720.07
Umsetzen eines PKW auch bei umgedrehten mobilen Halteverbotsschildern zulässig
- VG Düsseldorf, 04.09.2012 - 14 K 5481/11
- VG Frankfurt/Main, 16.05.2001 - 12 E 1151/00
- VG Stuttgart, 18.10.2002 - 10 K 4293/01
Anliegerrechte zur Anbindung an Verkehrsflächen
- VG Braunschweig, 24.10.2003 - 5 A 127/03
PKW-Abschleppkosten; Abschleppen; Ermessen; Ersatzvornahme; Kosten; PKW; …
- VG Freiburg, 18.05.2004 - 4 K 414/02
Tempo-30-Zone - Widerspruch gegen die diese anordnenden Verkehrszeichen; …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 13.09.2004 - 5 E 785/04
- VG Hamburg, 07.08.2008 - 10 K 3432/07
Anforderungen an den Verkehrsteilnehmer an die Wahrnehmung mehrerer …
- VG Karlsruhe, 03.11.2008 - 2 K 4042/07
- VG Aachen, 23.04.2010 - 2 L 114/10
LKW-Durchfahrverbot auf der B 265 in Weiler in der Ebene
- VG Köln, 11.10.2007 - 20 K 2162/06
- VG Düsseldorf, 23.04.2010 - 14 K 8083/09
- VG Hamburg, 06.09.2000 - 3 VG 1658/00
Abschleppen vom Behindertenparkplatz nach 3 Minuten? JA!
- VG Hamburg, 05.10.2000 - 8 VG 3544/99
Abschleppen wenn lediglich der Schwerbehindertenausweis ausliegt?
- OVG Hamburg, 14.08.2001 - 3 B 429/00
- VG Saarlouis, 28.05.2008 - 6 K 936/07
Vollstreckung der Beseitigung von Störungshandlungen(hier: Parken in einer …
- VG Bremen, 06.10.2008 - 5 K 1622/08
Parken auf Behindertenparkplatz
- VGH Bayern, 22.10.2008 - 10 B 08.1984
Abschleppmaßnahme; mobiles Halteverbot; Vorlaufzeit; Beweislast
- VG Saarlouis, 12.05.2011 - 10 K 647/10
Straßenverkehrsbehördliche Festsetzung einer Bushaltestelle
- VG Berlin, 30.06.2011 - 20 K 176.10
§ 1 PolBenGebO BE, § 14 ASOG BE 2006, § 17 ASOG BE 2006
- VG Augsburg, 11.08.2011 - Au 5 K 10.856
Abschleppkosten; Behindertenparkplatz; Sicherstellung
- VG Berlin, 11.01.2012 - 1 K 149.11
§ 14 Abs 2 StrG BE
- BVerwG, 17.04.1997 - 3 B 72.97
- VG Hamburg, 06.04.2005 - 21 E 878/05
- VG Karlsruhe, 14.04.2005 - 11 K 4036/04
- VG Karlsruhe, 14.04.2005 - 11 K 3908/04
- VG Hamburg, 28.06.2007 - 15 K 843/07
Die zuständige Behörde ist im Prozess um die Erstattung von Abschleppkosten nach …
- VG München, 18.01.2008 - M 23 K 07.3138
Verkehrszeichen; Allgemeinverfügung; Öffentliche Bekanntgabe
- VG Würzburg, 02.04.2008 - W 5 K 07.1348
- VG Augsburg, 30.09.2008 - Au 3 K 07.1404
Zusatzschild, das einzelne Verkehrsart von Verkehrsverbot ausnimmt; …
- OVG Berlin-Brandenburg, 23.02.2009 - 1 N 111.08
(Wegfahrgebot nach Aufstellung mobiler Halteverbotsschilder); (Wegfahrgebot nach …
- VG Berlin, 22.07.2011 - 20 L 154.11
§ 80 Abs 5 VwGO, PolBenGebO BE, § 1 GebG BE, § 3 GebG BE, § 10 GebG BE
- VG Berlin, 28.12.2011 - 20 L 306.11
§ 80 Abs 5 VwGO, PolBenGebO BE
- VG Ansbach, 17.01.2012 - AN 1 K 11. 00725
Abschleppkosten; erhebliche Gefährdung des Straßenverkehrs
