Rechtsprechung
| BVerwG, 01.03.1991 - 8 C 59.89 |
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- Jurion
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Erschließungsbeitragsrecht: Begriff des "Heranfahrenkönnens" an ein Grundstück
Verfahrensgang
- VG Stuttgart, 03.12.1986 - 7 K 640/86
- VGH Baden-Württemberg, 20.04.1989 - 2 S 395/87
- BVerwG, 01.03.1991 - 8 C 59.89
Zeitschriftenfundstellen
- BVerwGE 88, 70
- ZMR 1992, 211
- VBlBW 1992, 10
- VBlBW 1992, 9
- DVBl 1991, 593
- DÖV 1991, 1068
- Rpfleger 1992, 71
- BauR 1991, 454
- NVwZ 1991, 1090
- ZfBR 1991, 169
- ZfBR 1995, 40
Wird zitiert von ... (106)
- BVerwG, 27.09.2006 - 9 C 4.05
Erschließungsbeitrag; Erschlossensein; Mischgebiet; Wohnnutzung; gewerbliche …
Es hat den Umstand, dass das Grundstück der Klägerin bereits durch die Hauptstraße über eine (Erst-)Erschließung verfügt, zutreffend außer Betracht gelassen (sog. "Hinwegdenken" der Ersterschließung, vgl. Urteile vom 26. September 1983 - BVerwG 8 C 86.81 - BVerwGE 68, 41 und vom 1. März 1991 - BVerwG 8 C 59.89 - BVerwGE 88, 70 ;… Driehaus, Erschließungs- und Ausbaubeiträge, 7. Aufl. 2004, § 17 Rn. 89).Für Grundstücke in Gewerbegebieten ist in der Regel für das Erschlossensein ein Herauffahrenkönnen erforderlich (vgl. Urteil vom 1. März 1991 - BVerwG 8 C 59.89 - BVerwGE 88, 70 ; stRspr).
Für ein Mischgebiet hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass die Lage eines Grundstücks in einem solchen Gebiet keinen Rechtsanspruch darauf begründet, auf diesem Grundstück jede gemäß § 6 Abs. 2 BauNVO in dieser Gebietsart zulässige Nutzung auszuüben (vgl. Urteil vom 1. März 1991 a.a.O.).
Führen weitere Festsetzungen dazu, dass auf diesem Grundstück im Mischgebiet nur eine bestimmte Nutzung verwirklicht werden darf, ist dieses Grundstück erschlossen durch die Straße, die ihm diese Art der baulichen Nutzbarkeit vermittelt (vgl. Urteil vom 1. März 1991 a.a.O.).
Sind - wie hier - keine Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass nach dem einschlägigen Bebauungsplan für eine gerade durch die Straße Hinter der Kirche vermittelte Bebaubarkeit des Grundstücks der Klägerin ausnahmsweise eine Erreichbarkeit in Form des Herauffahrenkönnens erforderlich sein soll, muss angenommen werden, für das bebauungsrechtliche ebenso wie für das erschließungsbeitragsrechtliche Erschlossensein dieses Grundstücks reiche der Regel entsprechend aus, wenn es über die Straße Hinter der Kirche mit Personen- und Versorgungsfahrzeugen erreichbar ist (vgl. Urteil vom 1. März 1991 a.a.O. S. 76 f.).
Danach verlangt der ein Erschlossensein begründende Erschließungsvorteil bei einem Mischgebietsgrundstück - vorbehaltlich besonderer Festsetzungen in einem Bebauungsplan - nicht, dass die Erschließungsanlage dem Grundstück eine Bebaubarkeit für alle nach § 6 Abs. 2 BauNVO zulässigen Nutzungsarten ermöglicht (vgl. Urteil vom 1. März 1991 a.a.O.).
- VGH Baden-Württemberg, 01.09.1997 - 2 S 661/96
Erschlossensein eines Grundstücks - Zuwegung - rechtliches Hindernis
Das erschließungsbeitragsrechtliche Erschlossensein im Sinne des § 131 Abs. 1 S. 1 BauGB wird wesentlich vom bebauungsrechtlichen Erschlossensein (§§ 30ff. BauGB) bestimmt mit der Folge, daß die Frage, welche Form der Erreichbarkeit eines Grundstücks für dessen erschließungsbeitragsrechtliches Erschlossensein erforderlich ist, wesentlich vom Bebauungsrecht abhängt (BVerwG, st.Rspr. s. etwa BVerwGE 88, 70, 72; Urteil vom 17.6.1994 - BVerwG 8 C 24.92 -, DVBl. 1995, 55).Herangefahren werden kann in diesem Sinn an ein Anliegergrundstück mit Kraftwagen regelmäßig dann, wenn auf der Fahrbahn einer öffentlichen Straße bis zur Höhe dieses Grundstücks mit Personen- und Versorgungsfahrzeugen gefahren und von da ab gegebenenfalls über einen Gehweg und/oder Radweg das Grundstück betreten werden kann (BVerwGE 88, 70, 77f.).
Voraussetzung ist jedoch, daß der zwischen Fahrbahn und Grundstücksgrenze liegende Zwischenraum in zumutbarer Weise überwunden werden kann (vgl. BVerwGE 88, 70, 79).
Ob diese Voraussetzungen für das Erschlossensein durch die abgerechnete Anbaustraße vorliegen, ist allein mit Blick auf die wegemäßige Erschließung durch diese Straße zu beurteilen, eine durch eine andere Anbaustraße vermittelte Bebaubarkeit mithin hinwegzudenken (vgl. BVerwGE 68, 41, 45; 88, 70, 75; Urteil vom 10.12.1993, NVwZ 1994, 910, 911).
Dabei geht der Senat davon aus, daß das einfache Überqueren des im Süden 3 m und im Norden 7 m breiten Grünstreifens vor dem Grundstück der Kläger nicht dem genügt, was erforderlich wäre, um den zwischen der Fahrbahn und der Grundstücksgrenze liegenden Zwischenraum in zumutbarer Weise (vgl. BVerwGE 88, 70, 79) zu überwinden.
Nach der bereits mehrfach zitierten grundlegenden Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 1.3.1991 (BVerwGE 88, 70ff.) genügt für die Bebaubarkeit eines Grundstücks regelmäßig dessen Erreichbarkeit mit Kraftwagen im Sinne eines Heranfahrenkönnens bis auf Höhe des Grundstücks.
- BVerwG, 04.06.1993 - 8 C 33.91
Wegemäßige Erschließung eines Grundstücks als Grundlage für die Erhebung eines …
Es läßt vielmehr in der Regel ein Heranfahrenkönnen durch Personen- und kleinere Versorgungsfahrzeuge genügen im Anschluß an Urteil vom 1. März 1991- BVerwG 8 C 59.89 - BVerwGE 88, 70 ff..*).Beizupflichten ist ihm ferner, wenn es meint, bei Anbaustraßen knüpfe das erschließungsbeitragsrechtliche Erschlossensein (§ 131 Abs. 1 BBauG) mit der Folge an das bebauungsrechtliche Erschlossensein (§§ 30 ff. BBauG) an, daß die Frage, in welcher Form ein Grundstück wegemäßig erreichbar sein muß, um als erschließungsbeitragsrechtlich erschlossen angesehen werden zu können, nur vordergründig eine erschließungsbeitragsrechtliche, in der Sache dagegen wesentlich eine bebauungsrechtliche Frage ist (vgl. u.a. Urteil vom 1. März 1991 - BVerwG 8 C 59.89 - BVerwGE 88, 70 [72]).
Der erkennende Senat hat im Zusammenhang mit Grundstücken in Wohngebieten bereits entschieden, das Erschlossensein im Sinne des § 131 Abs. 1 BBauG durch eine Anbaustraße setze in der Regel die Erreichbarkeit dieser Grundstücke in der Form eines Heranfahrenkönnens voraus, das heißt, es verlange grundsätzlich, daß mit Personen- und Versorgungsfahrzeugen bis zur Höhe dieser Grundstücke gefahren und sie von da ab - gegebenenfalls über einen Gehweg und/oder Radweg - betreten werden können (Urteil vom 1. März 1991 - BVerwG 8 C 59.89 - a.a.O., S. 77 ff.).
- BVerwG, 17.06.1994 - 8 C 24.92
Erschließungsbeitragsrecht: Erschlossensein durch eine Anbaustraße bei …
"Das erschließungsbeitragsrechtliche Erschlossensein (§ 131 Abs. 1 Satz 1 BauGB) durch Anbaustraßen knüpft grundsätzlich mit der Folge an das bebauungsrechtliche Erschlossensein an, daß die Frage, welche Form der Erreichbarkeit eines Grundstücks für dessen erschließungsbeitragsrechtliches Erschlossensein erforderlich ist, in der Sache im wesentlichen eine bebauungsrechtliche Frage ist (wie u.a. Urteil vom 1. März 1991 - BVerwG 8 C 59.89 - BVerwGE 88, 70 [72]).a) In Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. etwa Urteil vom 1. März 1991 - BVerwG 8 C 59.89 - BVerwGE 88, 70 [72]) geht das Berufungsgericht davon aus, bei - wie hier - Anbaustraßen (§ 127 Abs. 2 Nr. 1 BauGB) knüpfe das erschließungsbeitragsrechtliche Erschlossensein im Sinne des § 131 Abs. 1 Satz 1 BauGB grundsätzlich mit der Folge an das bebauungsrechtliche Erschlossensein (§§ 30 ff. BauGB) an, daß die Frage, welche Form der Erreichbarkeit eines Grundstücks - eine Erreichbarkeit lediglich für Fußgänger (Zugang), eine Erreichbarkeit in Gestalt der Möglichkeit, mit Personen- und Versorgungsfahrzeugen auf der Fahrbahn der Straße bis zur Höhe des Grundstücks zu fahren und es von da ab ggf. über einen Geh- und/oder Radweg betreten zu können, oder eine Erreichbarkeit in Gestalt der Möglichkeit, auf das Grundstück mit Kraftfahrzeugen herauffahren zu können - für dessen erschließungsbeitragsrechtliches Erschlossensein erforderlich ist, wesentlich eine bebauungsrechtliche Frage ist.
Denn nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. u.a. Urteil vom 1. März 1991 - BVerwG 8 C 59.89 - aaO., S. 72 m.w.N.) wird das erschließungsbeitragsrechtliche Erschlossensein (lediglich) "wesentlich" von dem bebauungsrechtlichen Erschlossensein bestimmt.
- BVerwG, 06.12.1996 - 8 C 32.95
Erschließungsbeitragsrecht - Begriff der beitragsfähigen Erschließungsanlage, …
Auf der Grundlage dieser Feststellungen ist davon auszugehen, daß (auch) die Straße Am Göhlenbach dem Grundstück das vermittelt, was es zu seiner zulässigen baulichen Nutzung an verkehrsmäßiger Erschließung braucht, nämlich eine Erreichbarkeit in Form eines mit Kraftfahrzeugen auf der Fahrbahn an das Grundstück Heranfahren- und es von da ab - über den Gehweg - Betretenkönnens (vgl. u. a. Urteil vom 1. März 1991 - BVerwG 8 C 59.89 - BVerwGE 88, 70 [76 ff.]); die Verkehrsanlage ist folglich insoweit zum Anbau bestimmt.Das gilt unabhängig davon, daß der einschlägige Bebauungsplan für dieses Grundstück ein Zu- und Abfahrtsverbot zur Straße Am Göhlenbach anordnet (vgl. dazu Urteil vom 1. März 1991 - BVerwG 8 C 59.89 - a.a.O. [S. 75 f.]).
- BVerwG, 23.01.1992 - 4 NB 2.90
Verwaltungsprozessrecht: Antragsbefugnis im Normenkontrollverfahren; …
Im übrigen ist in der Rechtsprechung geklärt, daß zu den Mindestvoraussetzungen der wegemäßigen Erschließung im Regelfall gehört, daß an das Baugrundstück herangefahren werden kann, weil - im Grundsatz - nur so gesichert ist, daß die Grundstücke für Kraftfahrzeuge, besonders auch solche der Polizei, der Feuerwehr, des Rettungswesens und der Ver- und Entsorgung, erreichbar sind (vgl. z.B. Urteil vom 30. August 1985 - BVerwG 4 C - 14 - 48.81 - Buchholz 406.11 § 35 BBauG Nr. 228; Urteil vom 1. März 1991 - BVerwG 8 C 59.89 - NVwZ 1991, 109O [1092]). - OVG Hamburg, 26.09.2008 - 1 Bf 443/03
Mehrfach erschlossenes übergroßes Grundstück
Ob ein Grundstück durch eine Anbaustraße erschlossen wird, hängt somit ausschlaggebend von den Anforderungen ab, die das Bebauungsrecht an seine verkehrsmäßige Erschließung stellt (…vgl. BVerwG, Beschl. v. 31.5.2000, KStZ 2001 S. 11, Urt. v. 17.6.1994, BVerwGE 96, 116; Urt. v. 1.3.1991, BVerwGE 88, 70).Nah heran gefahren werden kann in diesem Sinne an ein Anliegergrundstück mit Kraftwagen regelmäßig dann, wenn auf der Fahrbahn einer öffentlichen Straße bis zur Höhe des Grundstücks mit Personen- und Versorgungsfahrzeugen gefahren, dort gehalten und von da ab ggf. über einen Gehweg und/oder Radweg das Grundstück betreten werden kann (BVerwG, Urt. v. 1.3.1991, BVerwGE 88, 70).
Das rechtfertigt nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Urt. v. 1.3.1991, BVerwGE 88, 70) indes nicht den Schluss, dass dann, wenn es daran fehlt, die Bebauung eines solchen Grundstücks z.B. mit Wohngebäuden unzulässig sein soll.
- BVerwG, 29.11.1991 - 8 C 105.89
Erschließungsbeitragsrecht: Verteilung des beitragsfähigen Erschließungsaufwands, …
§ 30 BBauG/BauGB verlangt bei qualifiziert beplanten Wohngebieten als wegemäßige Erschließung in der Regel nur, daß mit Personen- und Versorgungsfahrzeugen an die Grenze bzw. - ebenfalls durch einen zur öffentlichen Straße gehörenden Geh- und/oder Radweg getrennt - bis fast an die Grenze der einzelnen Baugrundstücke herangefahren werden kann (im Anschluß an das Urteil vom 1. März 1991 - BVerwG 8 C 59.89 - Buchholz 406.11 § 131 BBauG Nr. 84, st. Rspr.).Der erkennende Senat hat mehrfach ausgesprochen, daß § 30 BBauG - mit entsprechenden Konsequenzen für das Erschließungsbeitragsrecht - bei qualifiziert beplanten Wohngebieten als wegemäßige Erschließung in der Regel nur verlangt, daß mit Personen- und Versorgungsfahrzeugen an die Grenze bzw. (allenfalls durch einen zur öffentlichen Straße gehörenden Geh- und/oder Radweg getrennt) bis fast an die Grenze der einzelnen Baugrundstücke h e r a n g e f a h r e n werden kann (Urteile vom 30. August 1985 - BVerwG 4 C 48.81 - Buchholz 406.11 § 35 BBauG Nr. 228 S. 136 (137), vom 18. April 1986 - BVerwG 8 C 51.85 u.a. - BVerwGE 74, 149 (154 ff.)), vom 20. August 1986 - BVerwG 8 C 58.85 - Buchholz 406.11 § 127 BBauG Nr. 49 S. 47 (49), vom 3. November 1987 - BVerwG 8 C 77.86 - BVerwGE 78, 237 (240 ff.), vom 21. Oktober 1988 - BVerwG 8 C 56.87 - Buchholz 406.11 § 131 BBauG Nr. 76 S. 19 und vom 1. März 1991 - BVerwG 8 C 59.89 - Buchholz 406.11 § 131 BBauG Nr. 84 S. 56 (62 f.)).
Daß auch aus Festsetzungen, die Stellplätze oder Garagen betreffen, nicht um ihrer selbst willen etwas für die Anforderungen an die (Zweit-)Erschließung hergeleitet werden kann, hat der erkennende Senat in seinem Urteil vom 1. März 1991, a.a.O. S. 60 f. näher ausgeführt.
- BVerwG, 21.07.2009 - 9 B 71.08
Erschließungsbeitrag; Erschlossensein; Erschließungsanlage; begrenzte …
Das Bundesverwaltungsgericht hat bereits entschieden, dass ein Bebauungsplan mit der Ge-stattung von Stellplätzen oder Garagen keine Aussage darüber trifft, welche bebauungsrechtlichen Anforderungen an die Bebaubarkeit eines Grundstücks mit baulichen (Haupt-)Anlagen zu stellen sind (Urteil vom 1. März 1991 - BVerwG 8 C 59.89 - BVerwGE 88, 70 = Buchholz 406.11 § 131 BBauG/BauGB Nr. 84 S. 60).Die Beschwerde zitiert bzw. formuliert insoweit jeweils abstrakte Rechtssätze aus der bereits erwähnten Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 1. März 1991 (a.a.O., BVerwGE 88, 70) und aus dem Urteil des Berufungsgerichts.
- BVerwG, 17.06.1994 - 8 C 25.92
Erschließungsbeitragsrecht: Erschlossensein durch eine Anbaustraße bei …
Das erschließungsbeitragsrechtliche Erschlossensein (§ 131 Abs. 1 Satz 1 BauGB ) durch Anbaustraßen knüpft grundsätzlich mit der Folge an das bebauungsrechtliche Erschlossensein an, daß die Frage, welche Form der Erreichbarkeit eines Grundstücks für dessen erschließungsbeitragsrechtliches Erschlossensein erforderlich ist, in der Sache im wesentlichen eine bebauungsrechtliche Frage ist (wie u.a. Urteil vom 1. März 1991 - BVerwG 8 C 59.89 - BVerwGE 88, 70 [72]).a) In Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. etwa Urteil vom 1. März 1991 - BVerwG 8 C 59.89 - BVerwGE 88, 70 [72]) geht das Berufungsgericht davon aus, bei - wie hier - Anbaustraßen (§ 127 Abs. 2 Nr. 1 BauGB ) knüpfe das erschließungsbeitragsrechtliche Erschlossensein im Sinne des § 131 Abs. 1 Satz 1 BauGB grundsätzlich mit der Folge an das bebauungsrechtliche Erschlossensein (§§ 30 ff. BauGB ) an, daß die Frage, welche Form der Erreichbarkeit eines Grundstücks - eine Erreichbarkeit lediglich für Fußgänger (Zugang), eine Erreichbarkeit in Gestalt der Möglichkeit, mit Personen- und Versorgungsfahrzeugen auf der Fahrbahn der Straße bis zur Höhe des Grundstücks zu fahren und es von da ab ggf. über einen Geh- und/oder Radweg betreten zu können, oder eine Erreichbarkeit in Gestalt der Möglichkeit, auf das Grundstück mit Kraftfahrzeugen herauffahren zu können - für dessen erschließungsbeitragsrechtliches Erschlossensein erforderlich ist, wesentlich eine bebauungsrechtliche Frage ist.
Denn nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. u.a. Urteil vom 1. März 1991 - BVerwG 8 C 59.89 - aaO., S. 72 m.w.N.) wird das erschließungsbeitragsrechtliche Erschlossensein (lediglich) "wesentlich" von dem bebauungsrechtlichen Erschlossensein bestimmt.
- OVG Rheinland-Pfalz, 21.08.2007 - 6 A 10527/07
Beitrag, Beitragsrecht, Ausbau, Ausbaubeitrag, Ausbaubeitragsrecht, …
- VG Münster, 08.05.2008 - 3 K 465/06
- BVerwG, 31.05.2000 - 11 B 10.00
Abgabenrecht; Baurecht
- BVerwG, 29.08.2000 - 11 B 48.00
Abgabenrecht; Baurecht
- VGH Baden-Württemberg, 19.06.2012 - 2 S 3312/11
Heranziehung eines Hinterliegergrundstücks zu Erschließungsbeiträgen
- OVG Sachsen-Anhalt, 06.04.2001 - 1 L 11/01
- OVG Nordrhein-Westfalen, 30.08.2010 - 15 A 646/07
Vorliegen eines Gestaltungsmissbrauchs i.S.d. Abgabenordnung ( AO ) bei Teilung …
- VGH Baden-Württemberg, 01.06.1992 - 2 S 288/91
Erschlossensein eines Wohngrundstückes - Heranfahrmöglichkeit - tatsächliches …
- VGH Bayern, 18.12.2006 - 6 ZB 05.672
Unbefestigte Verkehrsgrünfläche: Grundstück erschlossen?
- BVerwG, 29.05.1991 - 8 C 67.89
Erschließungsbeitragsrecht: "Erschlossen-Sein" eines Grundstücks bei ausräumbarem …
- OVG Thüringen, 10.02.2003 - 4 ZEO 1139/98
Immobilien - Grundstück durch Grünstreifen v. Straße getrennt: Beitragspflicht?
- VGH Baden-Württemberg, 15.07.2008 - 3 S 2772/06
Fristwahrende Geltendmachung von Mängeln bei der Aufstellung eines Bebauungsplans
- VGH Baden-Württemberg, 10.11.2005 - 2 S 913/05
Erschließungsbeitrag; Erschließung eines Grundstücks infolge Anliegergebrauchs …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 01.04.2005 - 3 A 3243/02
Grundstücksbezogener Artzuschlag zulässig?
- BVerwG, 10.12.1993 - 8 C 59.91
Erschließung durch ausschließliche Verbindung über unbefahrbaren Wohnweg?
- VGH Baden-Württemberg, 26.06.2012 - 2 S 3258/11
Erschlossensein eines Grundstücks und Entstehen der Beitragspflicht
- VG Saarlouis, 07.11.2007 - 5 K 275/07
Einfügen; überbaubare Grundstücksfläche; Erschließung
- BVerwG, 31.08.2001 - 9 B 38.01
Qualität einer zweiten Erschließungsanlage
- VGH Baden-Württemberg, 28.02.2008 - 2 S 1946/06
Gestaltungsmissbrauch im Erschließungsbeitragsrecht
- OVG Nordrhein-Westfalen, 30.10.2009 - 7 A 2548/08
Immobilien - Angemessene Breite eines Wohnweges
- BVerwG, 06.12.1996 - 8 C 28.95
- BVerwG, 06.12.1996 - 8 C 29.95
- BVerwG, 06.12.1996 - 8 C 23.95
- BVerwG, 06.12.1996 - 8 C 30.95
- BVerwG, 06.12.1996 - 8 C 24.95
- BVerwG, 06.12.1996 - 8 C 31.95
- BVerwG, 06.12.1996 - 8 C 26.95
- BVerwG, 06.12.1996 - 8 C 27.95
- OVG Nordrhein-Westfalen, 27.09.2005 - 8 A 2947/03
Verkehrsrechtliche Freigabe eines zu einem Wohngrundstück führenden Weges
- VGH Bayern, 31.08.2010 - 6 ZB 09.1495
Erschließungsbeitragsrecht; erschlossenes Grundstück (verneint); unbefahrbarer …
- OVG Sachsen-Anhalt, 17.02.2011 - 4 L 13/10
Ausreichen einer abstrakten Zugangsmöglichkeit auf ein Grundstück für die Annahme …
- VG Darmstadt, 02.02.2012 - 7 L 966/11
Baurechts
- OVG Schleswig-Holstein, 12.12.1996 - 2 L 357/95
- VG Münster, 09.09.2009 - 3 K 2641/08
- VG Meiningen, 09.11.2010 - 2 K 583/08
Straßenrechts; Erschließung; Anspruch auf Gewerbegrundstück; Anspruch auf …
- VG Lüneburg, 11.02.2011 - 3 A 163/09
Erschlossensein wegen "schutzwürdiger Erwartung" der übrigen Beitragspflichtigen
- VGH Baden-Württemberg, 11.10.2012 - 2 S 185/12
- VGH Baden-Württemberg, 11.07.1995 - 3 S 1242/95
Normenkontrollverfahren: Bekanntmachung eines Bebauungsplans ohne Hinweis auf …
- OVG Schleswig-Holstein, 18.12.2002 - 2 L 246/01
Erschließungsbeitragsrecht: Vorfinanzierungsvertrag ein Erschließungsvertrag, …
- OVG Rheinland-Pfalz, 05.07.2011 - 6 A 10235/11
Überschreitung des durch § 131 Abs. 3 BauGB eingeräumten Spielraums durch …
- OVG Niedersachsen, 17.09.2003 - 9 ME 164/03
Erschließung eines Hinterliegungsgrundstückes
- VGH Bayern, 09.10.2003 - 4 B 00.2191
Leitungsgebundene Erschließung; Wasserversorgung; Abwasserentsorgung; …
- BVerwG, 30.09.2005 - 7 B 54.05
- VGH Baden-Württemberg, 12.09.1996 - 8 S 1844/96
Wegemäßige Erschließung eines Wohngrundstückes im unbeplanten Innenbereich - …
- BVerwG, 05.11.2001 - 4 B 75.01
- OVG Berlin, 14.12.1992 - 2 A 4.89
Bauleitplanung: Festsetzung eines Fußgängerbereichs durch Bebauungsplan, …
- VGH Bayern, 14.10.2003 - 20 B 03.637
Verbringen von Restmüll-/Bioabfallbehältnissen, Befördern von Behältnissen, …
- VG Stuttgart, 13.06.2008 - 2 K 90/08
Zur Bestimmung des Gemeindeanteils in einer Erschließungsbeitragssatzung
- VGH Bayern, 30.06.2008 - 6 ZB 06.1444
Erschließungsbeitragsrecht; Grundstück im Geltungsbereich zweier Bebauungspläne …
- VGH Bayern, 31.05.2011 - 8 B 10.1653
Einziehung einer Stichstraße mit Erschließungsfunktion; Klagebefugnis; …
- OVG Rheinland-Pfalz, 15.03.2005 - 6 A 12088/04
Ausbaubeitragzahlungsbescheid rechtmäßig?
- VGH Baden-Württemberg, 10.07.2008 - 3 S 2772/06
Bekanntmachungshinweis; Rügepflicht; Mängel in der Abwägung; Mängel im …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 07.04.2011 - 2 D 37/09
Festsetzung eines Gehrechts, Fahrrechts und Leitungsrechts im Zuge einer …
- OVG Niedersachsen, 21.07.2000 - 9 M 566/99
Zur Erschließungswirkung eines unbefahrbaren Wohnweges; Brandschutz; …
- VG Meiningen, 18.02.2008 - 1 K 394/07
Ausbaubeiträge; Auslegung von Satzungsinhalten; undifferenzierte …
- BVerwG, 29.05.1991 - 8 C 76.89
- OVG Niedersachsen, 17.08.2000 - 9 L 4119/98
Erschlossensein und planwidrige Nutzung; Artzuschlag; …
- OVG Niedersachsen, 11.09.2003 - 9 ME 117/03
Straßenausbaubeitragspflicht bei Fußgängerstraßen; Erreichbarkeitsanforderungen; …
- OVG Niedersachsen, 21.02.2006 - 9 LA 257/04
Erschließungsbeitrag für ein an einem (unbefahrbaren) Wohnweg gelegenes …
- VGH Hessen, 13.06.2012 - 5 A 893/11
Erschließungsbeitrag
- VGH Baden-Württemberg, 05.06.1997 - 5 S 2740/96
Planfeststellung der Schienenwege von Eisenbahnen: Auswirkung auf die wegemäßige …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 12.02.1999 - 15 A 558/99
- OVG Sachsen-Anhalt, 09.03.2010 - 4 L 169/07
Beurteilung der Erforderlichkeit i.S.d. § 129 Abs. 1 S. 1 Baugesetzbuch ( …
- VG Meiningen, 06.06.2011 - 1 K 477/09
Ausbaubeiträge; ungeteilte Erbengemeinschaft; Veranlagung eines …
- OVG Berlin, 30.07.2003 - 2 B 11.00
- OVG Sachsen-Anhalt, 24.11.2010 - 4 L 181/09
Erschlossensein eines Hinterliegergrundstücks bei einheitlicher Nutzung von …
- BVerwG, 03.02.1992 - 8 B 10.92
- VGH Bayern, 14.11.2003 - 6 B 98.3168
Erschließungsbeitragsrecht, Vorausleistung, einzelne Erschließungsanlage, …
- VGH Baden-Württemberg, 27.10.1994 - 2 S 3009/93
Erschließungsbeitrag: Vergünstigungsregelung für mehrfach erschlossene …
- BVerwG, 12.12.1995 - 8 B 171.95
- VGH Bayern, 18.06.1997 - 6 CS 96.3478
Erschließungsbeitragsrecht: Erschlossensein eines Grundstücks, Dreifach …
- VGH Bayern, 29.04.1998 - 6 CS 96.4220
Erschließungsbeitragsrecht: Erschlossensein eines gewerblich genutzten …
- VG Düsseldorf, 13.02.2003 - 12 K 5936/00
- VG Düsseldorf, 02.08.2004 - 12 L 4687/03
- VG Minden, 23.03.2006 - 9 K 1368/05
- VG Schleswig, 21.03.2007 - 9 A 636/04
Straßenausbaubeiträge - Kreisverkehrsanlage
- VGH Bayern, 23.07.2009 - 6 ZB 07.599
Vorausleistung; Erschließungsbeitrag; Anbaustraße; Erschlossensein; …
- VG Würzburg, 05.05.2010 - W 2 K 10.57
Erschließungsbeitrag; Vorausleistung
- VG Freiburg, 05.11.2003 - 7 K 559/01
Vorausleistung auf Erschließungsbeitragsbescheid bei unzutreffender …
- LG Wuppertal, 02.11.2004 - 1 O 465/03
- VG Stuttgart, 26.10.2005 - 2 K 2617/04
Voraussetzungen des Erschlossenseins eines Grundstücks im …
- VG Minden, 23.03.2006 - 9 K 1369/05
- VG Würzburg, 07.04.2008 - W 5 K 07.1408
Vorbescheid; Abgrenzung Bebauungszusammenhang zu Außenbereich; …
- VG Greifswald, 13.01.2010 - 3 B 1734/09
§ 2 Abs 1 KAG MV, § 7 Abs 1 S 2 KAG MV
- VG München, 23.03.2010 - M 2 S 09.5048
Einstweiliger Rechtsschutz; Erschließungsbeitrag; Erschlossensein; Verzicht; …
- OVG Rheinland-Pfalz, 24.11.1992 - 6 A 10003/92
- VG Weimar, 23.09.1998 - 3 E 98/97
Ausbaubeiträge; Ausbaubeiträge, Beitragsrecht; Beitragsrecht
- VG Weimar, 23.09.1998 - 3 E 101/97
Ausbaubeiträge; Ausbaubeiträge, Beitragsrecht; Beitragsrecht
- VG Minden, 25.10.2002 - 5 K 1533/01
- VG München, 10.03.2008 - M 2 S 07.2218
Erschließungsbeitrag; Abrechnungsgebiet; Stichstraße; Aufrechnung
- VG München, 10.03.2009 - M 2 S 09.253
Vorausleistung; Grünstreifen; ausräumbares Hindernis; Befestigung des Zugangs
- VG München, 25.03.2009 - M 2 S 09.287
Erschließungsbeitrag; Vorausleistung; Erschließungsaufwand; Erschlossensein
- VG München, 25.03.2009 - M 2 S 09.286
Erschließungsbeitrag; Vorausleistung; Erschließungsaufwand; Erschlossensein
- VG München, 23.06.2009 - M 2 K 07.5642
Erschließungsbeitrag; Vorausleistung; Erschlossensein; Innenbereich
- VG München, 12.04.2011 - M 2 K 10.854
Erschließungsbeitrag; Vorausleistung; Erschlossensein; Grünstreifen …
- VG München, 03.05.2011 - M 1 K 10.5979
Innenbereich; Außenbereich; Bebauungszusammenhang; Erschließung
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