Rechtsprechung
| EuGH, 21.07.2005 - C-231/03 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- lexetius.com
Artikel 43 EG, 49 EG und 81 EG - Konzession für die Verwaltung der öffentlichen Dienstleistung der Gasversorgung
- Europäischer Gerichtshof
Coname
Artikel 43 EG, 49 EG und 81 EG - Konzession für die Verwaltung der öffentlichen Dienstleistung der Gasversorgung
- oeffentliche-auftraege.de
Öffentlicher Auftrag: auch Dienstleistungskonzessionen unterliegen den Grundregeln des EG-Vertrages (u.a. Gleichbehandlungsgrundsatz und Verbot der Diskriminierung)
- Zeitschrift für Neues Energierecht (ZNER)
Pflicht zur Wahrung von Transparenz bei Vergabe einer Dienstleistungskonzession
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Artikel 43 EG, 49 EG und 81 EG - Konzession für die Verwaltung der öffentlichen Dienstleistung der Gasversorgung
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Vergabe - Transparenz bei Vergabe einer Konzession für öffentl. Dienstleistung
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Kurzfassungen/Presse (3)
- Europäischer Gerichtshof (Pressemitteilung)
Freier Dienstleistungsverkehr - DIE VERGABE EINER KONZESSION FÜR EINE ÖFFENTLICHE DIENSTLEISTUNG DURCH EINE GEMEINDE AN EINE GESELLSCHAFT MIT ÜBERWIEGEND ÖFFENTLICHEM STAMMKAPITAL MUSS KRITERIEN DER TRANSPARENZ WAHREN
- anwaltskanzlei-lankau.de
, S. 4 (Kurzinformation)
Auch nicht den EG-Vergaberichtlinien unterfallende Konzessionen für eine öffentliche Dienstleistung müssen grundsätzlich potenziell interessierten Anbietern aus anderen Mitgliedstaaten zugänglich sein
- forumz.de (Kurzinformation)
Vergabe einer Dienstleistungskonzession
Besprechungen u.ä. (3)
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Keine öffentliche Auftragsvergabe darf "rechtsfrei" erfolgen! (IBR 2005, 1220)
- hu-berlin.de (Entscheidungsanmerkung)
Konzession für die Verwaltung der öffentlichen Dienstleistung der Gasversorgung
- hu-berlin.de (Kurzanmerkung)
Konzession für die Verwaltung der öffentlichen Dienstleistung der Gasversorgung (RA Birgit Ortlieb)
Sonstiges (3)
- Europäischer Gerichtshof (Verfahrensmitteilung)
Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt mit Beschluss des Tribunale Amministrativo Regionale per la Lombardia ( detachierte Abteilung Brescia vom 8. Oktober 2002, 17. Dezember 2002 und 14. Februar 2003 in dem Rechtsstreit Consorzio Aziende Metano - CO.NA.ME. gegen Comune di Cingia de' Botti und Padania Acque S.p.A.
- wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des EuGH vom 21.07.2005, Az.: C-231/03 (Vorabentscheidungsersuchen; sachlicher Geltungsbereich der Sektorenrichtlinien)" von RA Dr. Friedrich Ludwig Hausmann, original erschienen in: VergabeR 2005, 612 - 615.
- wkdis.de (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)
Zusammenfassung von "Vergaberechtliche Wirkung der Grundfreiheiten und das Ende der Inländerdiskriminierung? - Zugleich eine Anmerkung zum EuGH-Urteil Coname" von RA Dr. Christian Braun und RA Christian Hauswaldt, original erschienen in: EuZW 2006, 176 - 178.
Verfahrensgang
- Tribunale amministrativo regionale di Brescia [Italien], 13.05.2003 - 681
- Generalanwalt beim EuGH, 12.04.2005 - C-231/03
- EuGH, 21.07.2005 - C-231/03
Zeitschriftenfundstellen
- Slg. 2005, I-7287
- EuZW 2005, 529
- NZBau 2005, 592
- DVBl 2006, 127 (Ls.)
- BauR 2005, 1822 (Ls.)
- IBR 2005, 1220
- NVwZ 2005, 1052
- VergabeR 2005, 609
- ZfBR 2005, 701
Wird zitiert von ... (68)
- EuG, 20.05.2010 - T-258/06
Auf öffentliche Aufträge anwendbare Vorschriften - Vergabe öffentlicher Aufträge, …
Die Rechtsprechung des Gerichtshofs, auf die sich die Mitteilung stütze, und insbesondere die Urteile vom 7. Dezember 2000, Telaustria und Telefonadress (C-324/98, Slg. 2000, I-10745, im Folgenden: Urteil Telaustria), vom 21. Juli 2005, Coname (C-231/03, Slg. 2005, I-7287), und vom 13. Oktober 2005, Parking Brixen (C-458/03, Slg. 2005, I-8585), beträfen nur Dienstleistungskonzessionen, d. h. einen Bereich, auf den die Mitteilung nicht anwendbar sei.Jedenfalls seien die öffentlichen Aufträge unterhalb der Schwellenwerte in der Regel als wirtschaftlich geringwertig anzusehen und tangierten nicht die Grundfreiheiten, weil die Auswirkungen auf diese eher zufällig und mittelbar seien (Urteil Coname, oben in Randnr. 36 angeführt, Randnr. 20).
Der Gerichtshof habe hierzu im Urteil Coname (oben in Randnr. 36 angeführt) ausgeführt, dass es Aufträge gebe, bei denen die Auswirkungen auf die einschlägigen Grundprinzipien des EG-Vertrags zu zufällig und mittelbar seien, um deren Verletzung annehmen zu können.
Dieses Ergebnis werde im Wege des Umkehrschlusses durch das Urteil Coname (oben in Randnr. 36 angeführt) bestätigt, das Aufträge mit ganz geringer wirtschaftlicher Bedeutung betroffen habe.
Ebenso habe der Gerichtshof im Urteil Coname (oben in Randnr. 36 angeführt) bestätigt, dass für Verträge außerhalb des Anwendungsbereichs der Richtlinie, etwa für Konzessionsverträge, weiterhin die allgemeinen Regeln des EG-Vertrags gälten.
Der Gerichtshof habe auch den Inhalt der Transparenzpflicht konkretisiert und festgestellt, dass in einem anderen Mitgliedstaat niedergelassene Unternehmen vor der Vergabe Zugang zu angemessenen Informationen über den jeweiligen Auftrag haben müssten, so dass sie gegebenenfalls ihr Interesse am Erhalt dieses Auftrags bekunden könnten (Urteil Coname, oben in Randnr. 36 angeführt, Randnr. 21).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Gerichtshofs zur Vergabe von Aufträgen, die aufgrund des Auftragswerts nicht den in den Gemeinschaftsvorschriften vorgesehenen Verfahren unterliegen, sind die Auftraggeber nämlich gleichwohl verpflichtet, die Grundregeln des EG-Vertrags im Allgemeinen (Beschluss Vestergaard, Randnr. 20, und Urteil Kommission/Frankreich, oben in Randnr. 38 angeführt, Randnr. 32) und das Verbot der Diskriminierung aus Gründen der Staatsangehörigkeit im Besonderen zu beachten (vgl. in diesem Sinne Urteil des Gerichtshofs vom 18. November 1999, Unitron Scandinavia und 3 S, C-275/98, Slg. 1999, I-8291, Randnr. 29, oben in Randnr. 36 angeführte Urteile Telaustria, Randnr. 62, Coname, Randnr. 16, und Parking Brixen, Randnr. 46, sowie Urteil vom 6. April 2006, ANAV, C-410/04, Slg. 2006, I-3303, Randnr. 18).
Die den öffentlichen Auftraggebern obliegende Transparenzpflicht umfasst nach Auffassung des Gerichtshofs insbesondere Erfordernisse, die geeignet sind, einem Unternehmen, das in einem anderen als dem in Rede stehenden Mitgliedstaat niedergelassen ist, vor der Vergabe des öffentlichen Auftrags Zugang zu angemessenen Informationen über ihn zu ermöglichen, so dass dieses Unternehmen gegebenenfalls sein Interesse am Erhalt des Auftrags hätte bekunden können (vgl. in diesem Sinne Urteil Coname, oben in Randnr. 36 angeführt, Randnr. 21).
Hierzu ist darauf hinzuweisen, dass der Gerichtshof in den Urteilen, auf die sich die Bundesrepublik Deutschland stützt, um ihr Vorbringen zu untermauern, zu Konzessionsverträgen bereits entschieden hat, dass die Vergabe einer solchen Konzession zwar nicht durch eine der Vergaberichtlinien geregelt wird, für solche Verträge aber weiterhin die allgemeinen Regeln des EG-Vertrags gelten (vgl. in diesem Sinne Urteil Coname, oben in Randnr. 36 angeführt, Randnr. 16, bestätigt durch das Urteil Kommission/Frankreich, oben in Randnr. 38 angeführt, Randnr. 33).
Ferner ergibt sich nach dieser Rechtsprechung die Transparenzpflicht unmittelbar aus den allgemeinen Regeln des EG-Vertrags, insbesondere aus dem Grundsatz der Gleichbehandlung und dem Diskriminierungsverbot (oben in Randnr. 36 angeführte Urteile Telaustria, Randnr. 61, und Parking Brixen, Randnr. 49), wobei diese Transparenzpflicht ihrerseits eine Verpflichtung zur vorherigen Bekanntmachung umfasst (vgl. in diesem Sinne Urteil Coname, Randnr. 21).
Zwar ist es, wie der Gerichtshof anerkennt, durchaus vorstellbar, dass wegen besonderer Umstände, etwa einer sehr geringen wirtschaftlichen Bedeutung, vernünftigerweise angenommen werden könnte, dass ein Unternehmen mit Sitz in einem anderen Mitgliedstaat als demjenigen, dem die einen bestimmten öffentlichen Auftrag ausschreibende Stelle angehört, kein Interesse an dem in Rede stehenden Auftrag hätte und dass die Auswirkungen auf die betreffenden Grundfreiheiten daher zu zufällig und zu mittelbar wären, als dass auf ihre Verletzung geschlossen werden könnte (vgl. in diesem Sinne Urteil Coname, oben in Randnr. 36 angeführt, Randnr. 20 und die dort angeführte Rechtsprechung).
Zum einen wird in Punkt 2.1.3 Abs. 1 der Mitteilung auf die Rechtsprechung hingewiesen, wonach das Transparenzerfordernis nicht notwendigerweise eine Verpflichtung zu einer förmlichen Ausschreibung umfasst (Urteil Coname, oben in Randnr. 36 angeführt, Randnr. 21).
Die sich aus dem EG-Vertrag ergebenden Grundsätze können demnach kein Öffentlichkeitserfordernis aufstellen, wenn die Richtlinien ausdrücklich eine Befreiung vorsehen, denn sonst wäre diese Befreiung wirkungslos (vgl. in diesem Sinne auch die Schlussanträge von Generalanwältin Stix-Hackl in der Rechtssache Coname, oben in Randnr. 36 angeführt, Slg. 2005, I-7289, Nr. 93).
- Generalanwalt beim EuGH, 14.09.2006 - C-532/03
Öffentliche Aufträge - Artikel 43 EG und 49 EG - Richtlinie 92/50/EWG …
(4) - Urteil vom 21. Juli 2005 in der Rechtssache C-231/03 (Coname, Slg. 2005, I-7287).(10) - Meine Schlussanträge vom 12. April 2005 in der Rechtssache C-231/03 (Urteil zitiert in Fußnote 4), Nr. 81 mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung.
(11) - Urteile in der Rechtssache C-231/03 (zitiert in Fußnote 4), Randnr. 16, und in der Rechtssache C-264/03 (zitiert in Fußnote 9), Randnr. 32.
(14) - Meine Schlussanträge in der Rechtssache C-231/03 (Urteil zitiert in Fußnote 4), Nrn. 88 ff.
(16) - Urteil in der Rechtssache C-231/03 (zitiert in Fußnote 4), Randnr. 21.
(18) - Urteil in der Rechtssache C-231/03 (zitiert in Fußnote 4), Randnr. 21. Das zeigt auch die französische Fassung des Urteils (un appel d"offres).
(19) - Meine Schlussanträge in der Rechtssache C-231/03 (Urteil zitiert in Fußnote 4), Nrn. 69 ff.
(20) - Vgl. meine Schlussanträge in der Rechtssache C-231/03 (zitiert in Fußnote 4), Nr. 78.
(23) - Vgl. meine Schlussanträge in der Rechtssache C-231/03 (Urteil zitiert in Fußnote 4), Nr. 97.
(24) - Urteil in der Rechtssache C-231/03 (zitiert in Fußnote 4), Randnr. 20.
(30) - Urteil in der Rechtssache C-231/03 (zitiert in Fußnote 4), Randnr. 23: "Die Tatsache, dass die Gemeinde Cingia de" Botti eine Beteiligung von 0, 97 % am Stammkapital von Padania hält, stellt für sich allein keinen objektiven Umstand dar, der eine solche unterschiedliche Behandlung rechtfertigen könnte.".
(35) - Vgl. meine Schlussanträge in der Rechtssache C-231/03 (Urteil zitiert in Fußnote 4), Nr. 93, und dem folgend die Schlussanträge von Generalanwalt Jacobs vom 2. Juni 2005 in der Rechtssache C-525/03 (Kommission/Italien, Urteil vom 27. Oktober 2005, Slg. 2005, I-9405), Nr. 47.
- Generalanwalt beim EuGH, 04.06.2008 - C-324/07
Vergabe - Genossenschaftsbeitritt: Übertragung von Aufgaben an diese
Zwischenzeitlich wurde dieser Aspekt im Urteil Coname im Jahre 2005 zwar gegenteilig beantwortet, denn ein Geschäftsanteil von 0, 97 % des Stammkapitals wurde als unzureichend beurteilt.(56).17 - Vgl. nur Urteile vom 7. Dezember 2000, Telaustria und Telefonadress (C-324/98, Slg. 2000, I-10745, Randnrn. 56 und 57), vom 21. Juli 2005, Coname (C-231/03, Slg. 2005, I-7287, Randnrn. 9 und 16), Parking Brixen (oben in Fn. 12 angeführt, Randnr. 42) und vom 18. Juli 2007, Kommission/Italien (C-382/05, Slg. 2007, I-6657, Randnr. 29).
21 - Urteile Coname (oben in Fn. 17 angeführt, Randnr. 16), Parking Brixen (oben in Fn. 12 angeführt, Randnr. 46) und vom 6. April 2006, ANAV (C-410/04, Slg. 2006, I-3303, Randnrn. 18 ff ).
31 - Vgl. nur Urteile Coname (oben in Fn. 17 angeführt, Randnr. 26), Kommission/Österreich (oben in Fn. 29 angeführt, Randnr. 46), ANAV (oben in Fn. 21 angeführt, Randnr. 31) und vom 18. Januar 2007, Auroux u. a. (C-220/05, Slg. 2007, I-389, Randnr. 64).
32 - In diesem Sinne Urteile Coname (oben in Fn. 17 angeführt, Randnr. 26) und ANAV (oben in Fn. 21 angeführt, Randnrn. 30 bis 32).
56 - Urteil Coname (oben in Fn. 17 angeführt), Randnrn.
- EuGH, 13.11.2008 - C-324/07
Öffentliche Aufträge - Vergabeverfahren - Öffentliche Dienstleistungskonzessionen …
Auch wenn solche Verträge vom Anwendungsbereich dieser Richtlinie ausgenommen sind, müssen die öffentlichen Stellen, die sie schließen, doch die Grundregeln des EG-Vertrags, das Verbot der Diskriminierung aus Gründen der Staatsangehörigkeit und den Gleichbehandlungsgrundsatz sowie die daraus folgende Transparenzpflicht beachten (vgl. in diesem Sinne Urteile Telaustria und Telefonadress, Randnrn. 60 bis 62, und vom 21. Juli 2005, Coname, C-231/03, Slg. 2005, I-7287, Randnrn. 16 bis 19).Diese Transparenzpflicht gebietet der konzessionserteilenden Stelle, ohne zwangsläufig eine Verpflichtung zur Ausschreibung zu implizieren, zugunsten der potenziellen Konzessionsnehmer einen angemessenen Grad an Öffentlichkeit sicherzustellen, der die öffentlichen Dienstleistungskonzessionen dem Wettbewerb öffnet und die Nachprüfung ermöglicht, ob die Vergabeverfahren unparteiisch durchgeführt worden sind (vgl. in diesem Sinne Urteile Telaustria und Telefonadress, Randnr. 62, und Coname, Randnr. 21).
Diese Schlussfolgerung wird durch das Urteil Coname nicht erschüttert.
Der Gerichtshof hat darin zwar eine Beteiligung von 0, 97 % als so geringfügig angesehen, dass sie einer Gemeinde die Kontrolle über den Konzessionsinhaber, der eine öffentliche Dienstleistung verwaltet, nicht ermöglichen kann (vgl. Urteil Coname, Randnr. 24).
- EuGH, 13.04.2010 - C-91/08
Dienstleistungskonzessionen - Vergabeverfahren - Transparenzgebot - Späterer …
60 bis 62, vom 21. Juli 2005, Coname, C-231/03, Slg. 2005, I-7287, Randnrn.Beim gegenwärtigen Stand des Unionsrechts werden Dienstleistungskonzessionsverträge von keiner der Richtlinien erfasst, mit denen der Unionsgesetzgeber den Bereich des öffentlichen Auftragswesens geregelt hat (vgl. Urteile Coname, Randnr. 16, und vom 17. Juli 2008, ASM Brescia, C-347/06, Slg. 2008, I-5641, Randnr. 57).
Die öffentlichen Stellen, die solche Verträge schließen, haben jedoch die Grundregeln des EG-Vertrags, insbesondere die Art. 43 EG und 49 EG, sowie die daraus fließende Transparenzpflicht zu beachten (vgl. in diesem Sinne Urteile Telaustria und Telefonadress, Randnrn. 60 bis 62, Coname, Randnrn. 16 bis 19, und Parking Brixen, Randnrn. 46 bis 49).
Diese Transparenzpflicht besteht in dem Fall, in dem ein Unternehmen, das in einem anderen Mitgliedstaat als dem, in dem die betreffende Dienstleistungskonzession erteilt wird, ansässig ist, an dieser interessiert sein kann (vgl. in diesem Sinne Urteil Coname, Randnr. 17; vgl. entsprechend auch Urteile vom 13. November 2007, Kommission/Irland, C-507/03, Slg. 2007, I-9777, Randnr. 29, und vom 21. Februar 2008, Kommission/Italien, C-412/04, Slg. 2008, I-619, Randnr. 66).
Dazu ist festzustellen, dass sich die Transparenzpflicht aus dem Unionsrecht, insbesondere aus den Art. 43 EG und 49 EG, ergibt (vgl. in diesem Sinne Urteil Coname, Randnrn. 17 bis 19).
- EuGH, 13.10.2005 - C-458/03
Öffentliche Aufträge - Verfahren zur Vergabe öffentlicher Aufträge - …
Auch wenn Verträge über öffentliche Dienstleistungskonzessionen beim derzeitigen Stand des Gemeinschaftsrechts vom Anwendungsbereich der Richtlinie 92/50 ausgenommen sind, haben die öffentlichen Stellen, die sie schließen, doch die Grundregeln des EG-Vertrags im Allgemeinen und das Verbot der Diskriminierung aus Gründen der Staatsangehörigkeit im Besonderen zu beachten (vgl. in diesem Sinne Urteile vom 7. Dezember 2000 in der Rechtssache C-324/98, Telaustria und Telefonadress, Slg. 2000, I-10745, Randnr. 60, und vom 21. Juli 2005 in der Rechtssache C-231/03, Coname, noch nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht, Randnr. 16). - OLG Düsseldorf, 23.05.2007 - Verg 50/06
Vergabe - Ausschreibungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen
- EuGH, 10.09.2009 - C-573/07
Öffentliche Aufträge - Verfahren zur Vergabe - Auftrag über die Dienstleistung …
Diesem Ergebnis stehen nicht die Ausführungen in Randnr. 26 des Urteils vom 21. Juli 2005, Coname (C-231/03, Slg. 2005, I-7287), entgegen, wonach der Umstand, dass eine Gesellschaft, wie sie in jener Rechtssache in Rede stand, für privates Kapital geöffnet wird, es nicht ausschließt, diese Gesellschaft als eine Struktur zu betrachten, vermittels deren die an ihr beteiligten Gemeinden intern eine öffentliche Dienstleistung verwalten.In dieser Rechtssache war eine öffentliche Dienstleistung an eine Gesellschaft vergeben worden, deren Kapital zum Zeitpunkt der Vergabe nicht vollständig, doch überwiegend in öffentlicher Hand war, so dass es sich um gemischt öffentlich-privates Kapital handelte (vgl. Urteil Coname, Randnrn. 5 und 28).
Auch diese Schlussfolgerung wird nicht durch das Urteil Coname erschüttert.
- VG Münster, 09.03.2007 - 1 L 64/07
Vergabe - Erteilung einer Dienstleistungskonzession
EuGH, Urteile vom 13. Oktober 2005, Rechtssache C- 458/03 (Parking Brixen), Rdnrn. 46-49, Sammlung der Rechtsprechung (Slg.) 2005, Seite I-08612; vom 7. Dezember 2000, Rechtssache C-324/98 (Telaustria), Rdnr. 62, Slg. I 2000, Seite I- 10745; vom 21. Juli 2005, Rechtssache C-231/03 (Coname), Slg. 2005, Seite I-07287; und vom 6. April 2006, Rechtssache C-410/04 (ANAV), Rdnrn. 18-22, Slg. 2006, Seite I-03303.EuGH, Urteil vom 21. Juli 2005, a.a.O. (…Rdnr. 20).
EuGH, Urteil vom 21. Juli 2005, a.a.O. (…Rdnr. 21).
EuGH, Urteil vom 21. Juli 2005, a.a.O. (…Rdnr. 21).
- EuGH, 29.11.2012 - C-182/11
Öffentliche Dienstleistungsaufträge - Richtlinie 2004/18/EG - Öffentlicher …
Hat ein öffentlicher Auftraggeber innerhalb einer gemeinsam gehaltenen beauftragten Einrichtung eine Stellung inne, die ihm nicht die geringste Möglichkeit einer Beteiligung an der Kontrolle über diese Einrichtung sichert, würde damit nämlich einer Umgehung der unionsrechtlichen Vorschriften über öffentliche Aufträge und Dienstleistungskonzessionen Tür und Tor geöffnet, da ein rein formaler Beitritt zu einer solchen Einrichtung oder deren gemeinsamem Leitungsorgan diesen öffentlichen Auftraggeber von der Verpflichtung befreien würde, ein Ausschreibungsverfahren nach den Unionsvorschriften durchzuführen, obwohl er bei dieser Einrichtung in keiner Weise an der Ausübung der "Kontrolle wie über eigene Dienststellen" beteiligt wäre (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 21. Juli 2005, Coname, C-231/03, Slg. 2005, I-7287, Randnr. 24). - EuGH, 03.06.2010 - C-203/08
Art. 49 EG - Beschränkung des freien Dienstleistungsverkehrs - Glücksspiele …
- EuGH, 09.09.2010 - C-64/08
Freier Dienstleistungsverkehr - Niederlassungsfreiheit - Nationale Regelung zur …
- Generalanwalt beim EuGH, 14.09.2006 - C-507/03
Öffentliche Aufträge - Artikel 43 EG und 49 EG - Richtlinie 92/50/EWG …
- Generalanwalt beim EuGH, 17.12.2009 - C-203/08
Freier Dienstleistungsverkehr - Glücksspiele - Wetten und Lotterien im Internet - …
- EuGH, 06.04.2006 - C-410/04
Freier Dienstleistungsverkehr - Öffentlicher Nahverkehrsdienst - Vergabe ohne …
- EuGH, 13.11.2007 - C-507/03
Öffentliche Aufträge - Erteilung eines öffentlichen Auftrags an die irische Post …
- EuGH, 10.09.2009 - C-206/08
Koordinierung der Zuschlagserteilung durch Auftraggeber im Bereich der Wasser-, …
- Generalanwalt beim EuGH, 17.12.2009 - C-258/08
Ladbrokes Betting & Gaming und Ladbrokes International - Freier …
- OLG München, 02.07.2009 - Verg 5/09
Vergabe - Rettungsdienstleistungen: Dienstleistungskonzession oder -auftrag?
- OLG Düsseldorf, 04.05.2009 - Verg 68/08
Vergabe - Ausschluss wegen Unvollständigkeit
- EuGH, 13.09.2007 - C-260/04
Vertragsverletzung - Niederlassungsfreiheit und freier Dienstleistungsverkehr - …
- Generalanwalt beim EuGH, 24.04.2008 - C-347/06
Erdgasbinnenmarkt - Automatische Verlängerung der Konzessionen für die Verwaltung …
- EuGH, 18.07.2007 - C-382/05
Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Öffentliche Dienstleistungsaufträge - …
- EuGH, 15.05.2008 - C-147/06
Öffentliche Bauaufträge - Vergabeverfahren - Ungewöhnlich niedrige Angebote …
- EuGH, 20.10.2005 - C-264/03
Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Öffentliche Aufträge - Richtlinie …
- OLG Jena, 08.05.2008 - 9 Verg 2/08
Vergabe - Abgrenzung Dienstleistungskonzession und Dienstleistungsvertrag
- EuGH, 17.07.2008 - C-347/06
Art. 43 EG, 49 EG und 86 EG - Konzession für die öffentliche …
- EuGH, 14.06.2007 - C-6/05
Freier Warenverkehr - Richtlinie 93/42/EWG - Beschaffung von mit der …
- LG Frankfurt/Main, 28.01.2008 - 4 O 201/06
Vorlage zur Vorabentscheidung durch den Gerichtshof der Europäischen …
- Generalanwalt beim EuGH, 13.03.2008 - C-454/06
Öffentliche Dienstleistungsaufträge - Nachrichtenagenturen - Begriff der Vergabe …
- Generalanwalt beim EuGH, 02.06.2009 - C-196/08
Vergabe - ÖPP: Unmittelbaren Vergabe einer öffentlichen Dienstleistung
- EuGH, 27.10.2005 - C-234/03
Niederlassungsfreiheit - Freier Dienstleistungsverkehr - Richtlinie 92/50/EWG - …
- Generalanwalt beim EuGH, 08.10.2008 - C-213/07
Öffentliche Aufträge - Verfahren zur Vergabe öffentlicher Bauaufträge - …
- OLG Düsseldorf, 21.04.2010 - Verg 55/09
Vergabe - Ausschreibung der Baubegleitenden Rechtsberatung nach VOF!
- OLG Düsseldorf, 13.08.2008 - Verg 42/07
Vergabe
- OLG Naumburg, 04.11.2010 - 1 Verg 10/10
Vergabe - Rettungsdienstleistungen: Vergaberechtsweg oder Verwaltungsrechtsweg?
- VK Sachsen, 13.08.2009 - 1/SVK/034-09
Vergabe - Wann liegt eine Dienstleistungskonzession vor?
- Generalanwalt beim EuGH, 21.11.2006 - C-6/05
Öffentliche Beschaffung von mit der CE-Kennzeichnung versehenen Medizinprodukten …
- VG Mainz, 30.08.2010 - 6 L 849/10
Vergabe - Ausschließliches Recht zur Werbung im öffentlichen Raum
- Generalanwalt beim EuGH, 29.06.2010 - C-226/09
Öffentliche Aufträge - Anhang II Teil B der Richtlinie 2004/18 - Nach Ablauf der …
- Generalanwalt beim EuGH, 14.04.2010 - C-271/08
Vergabe - Dienstleistungsaufträgen über die betriebliche Altersvorsorge
- Generalanwalt beim EuGH, 11.02.2010 - C-160/08
Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Art. 226 EG - Tätigkeiten, die …
- VK Südbayern, 03.04.2009 - Z3-3-3194-1-49-12/08
Vergabe - Vergabe von Rettungsdienstleistungen
- Generalanwalt beim EuGH, 30.09.2009 - C-570/07
Schlussanträge zur Frage der Vereinbarkeit der asturischen Rechtsvorschriften zur …
- OLG Jena, 11.12.2009 - 9 Verg 2/08
Vergabe - Abgrenzung zwischen Dienstleistungskonzession und -auftrag
- Generalanwalt beim EuGH, 12.09.2007 - C-380/05
Centro Europa 7
- Generalanwalt beim EuGH, 29.10.2009 - C-145/08
Vergabe - Antragsbefugnis eines Mietglieds einer Bietergemeinschaft
- Generalanwalt beim EuGH, 28.09.2006 - C-295/05
Vergabe - Wann liegt eine Quasi-In-House-Vergabe vor?
- Generalanwalt beim EuGH, 15.06.2006 - C-220/05
Öffentliche Aufträge - Richtlinie 93/37/EG - Begriff des öffentlichen Bauauftrags …
- EuGH, 15.05.2008 - C-148/06
Vergabe - Automatischer Ausschluss ungewöhnlich niedriger Angebote?
- VK Sachsen, 11.10.2010 - 1/SVK/034-10
Vergabe - Sozialrecht contra Vergabrecht
- VK Sachsen, 26.03.2008 - 1/SVK/005-08
Vergabe - Ausschreibung von Krankentransporte unterliegt dem Vergaberecht
- VK Niedersachsen, 15.05.2008 - VgK-12/08
Vergabe - Zur Verpflichtung zur Einhaltung der Tariftreue
- Generalanwalt beim EuGH, 27.10.2009 - C-91/08
Vergabe - Einrichtung des öffentlichen Rechts
- Generalanwalt beim EuGH, 23.05.2012 - C-159/11
Azienda Sanitaria Locale di Lecce - Vergaberecht - Öffentlich-öffentliche …
- Generalanwalt beim EuGH, 18.01.2007 - C-195/04
Vertragsverletzungsverfahren - Öffentlicher Auftrag über die Lieferung einer …
- Generalanwalt beim EuGH, 15.02.2007 - C-237/05
Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Öffentliche Dienstleistungsaufträge - …
- VG München, 17.10.2007 - M 7 K 05.5966
Vergabe - Ausschreibung des Betriebs einer strahlentherapeutischen Praxis
- Generalanwalt beim EuGH, 29.10.2009 - C-148/08
Vergabe - Antragsbefugnis eines Mietglieds einer Bietergemeinschaft
- Generalanwalt beim EuGH, 29.03.2007 - C-260/04
Vertragsverletzung - Niederlassungsfreiheit und freier Dienstleistungsverkehr - …
- Generalanwalt beim EuGH, 19.07.2012 - C-182/11
Econord - Verwaltung des städtischen Gesundheitsdienstes durch eine …
- Generalanwalt beim EuGH, 20.09.2007 - C-220/06
Vergabe - In-House-Vergabe von Postdienstleistungen
- VK Brandenburg, 22.05.2008 - VK 11/08
Vergabe - Voraussetzung einer Freihändigen Vergabe
- Generalanwalt beim EuGH, 12.01.2006 - C-410/04
Vergabe - Unmittelbare Vergabe eines öffentlichen Nahverkehrsdienstes
- Generalanwalt beim EuGH, 27.11.2007 - C-147/06
SECAP SpA (C-147/06), Santorso Soc. coop. arl (C-148/06) / Comune di Torino - …
- VG Aachen, 06.09.2006 - 6 L 133/06
- VK Arnsberg, 26.10.2005 - VK 15/05
Vergabe - Bekanntmachungspflicht für Inhouse-Geschäfte?
- EuGH, 10.09.2009 - C-206/09
Rechtsprechung
| Generalanwalt beim EuGH, 12.04.2005 - C-231/03 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Europäischer Gerichtshof
Coname
Öffentliche Aufträge - Artikel 43 EG - Artikel 49 EG - Reichweite der primärrechtlichen Verpflichtungen
- ibr-online
Vergabe - Wann ist eine Direktvergabe zulässig?
Kurzfassungen/Presse (2)
Besprechungen u.ä. (3)
- ibr-online (Entscheidungsbesprechung)
Transparenzanforderungen für Auftragsvergaben außerhalb des Anwendungsbereiches der Vergaberichtlinien? (IBR 2005, 1174)
- hu-berlin.de (Entscheidungsanmerkung)
Konkretisierung des Verfahrens zur Vergabe von Dienstleistungskonzession
- hu-berlin.de (Entscheidungsanmerkung)
Konkretisierung des Verfahrens zur Vergabe von Dienstleistungskonzession (RA Birgit Ortlieb)
Verfahrensgang
- Tribunale amministrativo regionale di Brescia [Italien], 13.05.2003 - 681
- Generalanwalt beim EuGH, 12.04.2005 - C-231/03
- EuGH, 21.07.2005 - C-231/03
Zeitschriftenfundstellen
- Slg. 2005, I-7287
- IBR 2005, 1174
