Schlußanträge unten: Generalanwalt beim EuGH, 25.06.2009

Rechtsprechung
   EuGH, 22.10.2009 - C-301/08   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • lexetius.com

    Verkehrspolitik - Verordnung (EG) Nr. 2027/97 - Warschauer Abkommen - Haftung von Luftfahrtunternehmen bei Unfällen - Frist für die Erhebung einer Klage auf Schadensersatz

  • Europäischer Gerichtshof

    Bogiatzi

    Verkehrspolitik - Verordnung (EG) Nr. 2027/97 - Warschauer Abkommen - Haftung von Luftfahrtunternehmen bei Unfällen - Frist für die Erhebung einer Klage auf Schadensersatz

  • reise-recht-wiki.de

    Bogiatzi v. Deutscher Luftpool, Niveau des Schutzes von Fluggästen und Haftungsgrenzen für Airlines bei Schadensersatzansprüchen

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Fehlende Auslegungskompetenz des Gerichtshofs im Rahmen von Vorabentscheidsverfahrenfür das Warschauer Abkommen; Gemeinschaftsrechtliche Unbedenklichkeit der in Art. 29 Warschauer Abkommen enthaltenen Ausschlussfrist zur Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen wegen eines im Zusammenhang mit der Benutzung eines Flugzeugs erlittenen Unfalls; Irène Bogiatzi gegen Deutscher Luftpool u.a.

Sonstiges

  • Europäischer Gerichtshof (Verfahrensmitteilung)

    Vorabentscheidungsersuchen der Cour de cassation du Grand-Duché de Luxembourg, eingereicht am 7. Juli 2008 - Irène Bogiatzi, verheiratete Ventouras / Deutscher Luftpool, Société Luxair SA, Europäische Gemeinschaften, Großherzogtum Luxemburg, Le Foyer Assurances SA

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • Slg. 2009, I-10185



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Wird zitiert von ... (12)  

  • EuGH, 22.11.2012 - C-139/11  

    Luftverkehr - Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen für Fluggäste -

    Die mit der Berufung angerufene Audiencia Provincial de Barcelona ist der Ansicht, dass es mangels einer ausdrücklichen einschlägigen Bestimmung in der Verordnung Nr. 261/2004 aufgrund der Urteile vom 10. Januar 2006, 1ATA und ELFAA (C-344/04, Slg. 2006, I-403), sowie vom 22. Dezember 2008, Wallentin-Hermann (C-549/07, Slg. 2008, I-11061), in Verbindung mit dem Urteil vom 22. Oktober 2009, Bogiatzi (C-301/08, Slg. 2009, I-10185), nicht möglich sei, mit hinreichender Gewissheit eine Feststellung über die anwendbare Klagefrist zu treffen.

    Diese Feststellung steht auch nicht im Widerspruch zum Urteil Bogiatzi, worin der Gerichtshof für Recht erkannt hat, dass die Verordnung Nr. 2027/97 dahin auszulegen ist, dass sie in einem Fall, in dem ein Reisender das Luftfahrtunternehmen wegen eines Schadens in Anspruch nimmt, den er bei einem Flug zwischen Mitgliedstaaten erlitten hat, der Anwendung von Art. 29 des Warschauer Abkommens nicht entgegensteht.

    In dieser Hinsicht ist festzustellen, dass, wie es aus Art. 1 der Verordnung Nr. 2027/97 in der Fassung, die zur Zeit des dem Urteil Bogiatzi zugrunde liegenden Sachverhalts galt, folgt, diese Verordnung die Haftung von Luftfahrtunternehmern bei einem Unfall betrifft, die auch von Art. 17 des Warschauer Abkommens erfasst wird.

    Die Verordnung Nr. 2027/97 hatte, was den Luftverkehr zwischen Mitgliedstaaten betrifft, ausschließlich zum Ziel, bestimmte Vorschriften mit einem umfassenderen Schutz von Fluggästen, die von Unfällen im Luftverkehr betroffen sind, an die Stelle von Vorschriften des Warschauer Abkommens zu setzen, ohne dass deswegen die Anwendung der übrigen Bestimmungen ausgeschlossen worden wäre, zu denen insbesondere die Modalitäten der Erhebung der in Art. 29 dieses Abkommens vorgesehenen Schadensersatzklage gehören (vgl. in diesem Sinne das vorgenannte Urteil Bogiatzi, Randnrn. 41 und 44).

  • EuGH, 04.05.2010 - C-533/08  

    Justizielle Zusammenarbeit in Zivil- und Handelssachen - Gerichtliche

    Diese Feststellung steht im Einklang mit der ständigen Rechtsprechung, wonach von den Mitgliedstaaten mit Drittstaaten geschlossene Übereinkommen in den Beziehungen zwischen den Mitgliedstaaten nicht entgegen den Zielen des Unionsrechts angewandt werden dürfen (vgl. in diesem Sinne Urteile vom 22. September 1988, Deserbais, 286/86, Slg. 1988, 4907, Randnr. 18, vom 6. April 1995, RTE und ITP/Kommission, C-241/91 P und C-242/91 P, Slg. 1995, I-743, Randnr. 84, sowie vom 22. Oktober 2009, Bogiatzi, C-301/08, Slg. 2009, I-0000, Randnr. 19).

    Dagegen ist der Gerichtshof grundsätzlich nicht dafür zuständig, im Rahmen eines Vorabentscheidungsverfahrens internationale Übereinkommen auszulegen, die zwischen Mitgliedstaaten und Drittstaaten geschlossen worden sind (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 27. November 1973, Vandeweghe u. a., 130/73, Slg. 1973, 1329, Randnr. 2, Beschluss vom 12. November 1998, Hartmann, C-162/98, Slg. 1998, I-7083, Randnr. 9, und Urteil Bogiatzi, Randnr. 24).

    Lediglich wenn und soweit die Union die Zuständigkeiten übernommen hat, die zuvor von den Mitgliedstaaten im Anwendungsbereich eines internationalen Übereinkommens, das nicht von der Union geschlossen wurde, ausgeübt wurden, und die Bestimmungen dieses Übereinkommens damit für die Union bindend geworden sind, ist der Gerichtshof für die Auslegung eines solchen Übereinkommens zuständig (vgl. u. a. Urteile vom 12. Dezember 1972, 1nternational Fruit Company u. a., 21/72 bis 24/72, Slg. 1972, 1219, Randnr. 18, vom 3. Juni 2008, 1ntertanko u. a., C 308/06, Slg. 2008, I-4057, Randnr. 48, sowie Bogiatzi, Randnr. 25).

  • EuGH, 21.12.2011 - C-366/10  

    Vorabentscheidungsersuchen - Richtlinie 2003/87/EG - System für den Handel mit

    Im Ausgangsverfahren ist die Union folglich nur dann an die Bestimmungen des Chicagoer Abkommens gebunden, wenn und soweit sie die Befugnisse, die im Anwendungsbereich dieser internationalen Übereinkunft, wie er in den Randnrn. 57 bis 59 des vorliegenden Urteils dargestellt wird, zuvor von den Mitgliedstaaten der Union ausgeübt wurden, aufgrund des EU- und des AEU-Vertrags übernommen hat (vgl. in diesem Sinne Urteile International Fruit Company u. a., Randnr. 18, vom 14. Juli 1994, Peralta, C-379/92, Slg. 1994, I-3453, Randnr. 16, und vom 22. Oktober 2009, Bogiatzi, C-301/08, Slg. 2009, I-10185, Randnr. 25).

    Eine Bindung der Union setzt nämlich ferner voraus, dass die Union die zuvor von den Mitgliedstaaten ausgeübten Befugnisse bezüglich der betreffenden Übereinkunft vollständig übernommen hat und diese somit vollständig auf sie übergangen sind (vgl. in diesem Sinne Urteile Intertanko u. a., Randnr. 49, und Bogiatzi, Randnr. 33).

mehr
  • EuGH, 16.10.2012 - C-364/10  

    Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Art. 259 AEUV -

    Schließlich seien viertens die Urteile vom 6. April 1995, RTE und ITP/Kommission (C-241/91 P und C-242/91 P, Slg. 1995, I-743), sowie vom 22. Oktober 2009, Bogiatzi (C-301/08, Slg. 2009, I-10185), nur relevant, wenn die Zuständigkeit der Union nicht bestritten werde, was im vorliegenden Fall gerade nicht zutreffe.
  • Generalanwalt beim EuGH, 06.10.2011 - C-366/10  

    Gutachterin: Emissionsabgaben für Airlines sind zulässig // Gebühren gelten auch

    (43)  - Urteil International Fruit Company (zitiert in Fn. 30, insbesondere Randnr. 18); zur Theorie der Funktionsnachfolge vgl. außerdem Urteile vom 22. Oktober 2009, Bogiatzi (C-301/08, Slg. 2009, I-10185, Randnr. 25), und vom 4. Mai 2010, TNT Express Nederland (C-533/08, noch nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht, Randnr. 62).

    (45)  - Im selben Sinne - bezogen auf das Warschauer Abkommen vom 12. Oktober 1929 zur Vereinheitlichung von Regeln über die Beförderung im internationalen Luftverkehr - das Urteil Bogiatzi (zitiert in Fn. 43, Randnrn. 32 und 33).

  • EuGH, 15.03.2012 - C-135/10  

    Urheberrecht und verwandte Schutzrechte - Unmittelbare Anwendbarkeit des

    Ferner sind nach ständiger Rechtsprechung des Gerichtshofs die Bestimmungen der von der Union geschlossenen Übereinkünfte integraler Bestandteil der Unionsrechtsordnung (Urteile vom 30. April 1974, Haegeman, 181/73, Slg. 1974, 449, Randnr. 5, vom 30. September 1987, Demirel, 12/86, Slg. 1987, 3719, Randnr. 7, und vom 22. Oktober 2009, Bogiatzi, C-301/08, Slg. 2009, I-10185, Randnr. 23) und daher in der Union anwendbar.
  • EuGH, 23.12.2009 - C-403/09  

    EuGH erschwert Kindesentführung bei Scheidung über Grenzen hinweg // Integration

    Nach ständiger Rechtsprechung sind bei der Auslegung einer Gemeinschaftsvorschrift nicht nur ihr Wortlaut und ihr Zusammenhang zu berücksichtigen, sondern auch die Ziele, die mit der Regelung, zu der sie gehört, verfolgt werden (vgl. in diesem Sinne u. a. Urteile vom 18. Mai 2000, KVS International, C-301/98, Slg. 2000, I-3583, Randnr. 21, vom 23. November 2006, ZVK, C-300/05, Slg. 2006, I-11169, Randnr. 15, und vom 22. Oktober 2009, Bogiatzi [verheiratete Ventouras], C-301/08, Slg. 2009, I-0000, Randnr. 39).
  • EuGH, 20.05.2010 - C-160/09  

    Verordnung (EWG) Nr. 1591/84 - Kooperationsabkommen zwischen der Europäischen

    Diese Klausel ist im Kooperationsabkommen enthalten, das im Namen der Gemeinschaft durch die Verordnung Nr. 1591/84 genehmigt wurde, und ist demnach nach ständiger Rechtsprechung eine Handlung der Gemeinschaftsorgane, für deren Auslegung der Gerichtshof im Rahmen eines Vorabentscheidungsverfahrens zuständig ist (vgl. in diesem Sinne Urteile vom 30. April 1974, Haegeman, 181/73, Slg. 1974, 449, Randnrn. 4 bis 6, vom 16. Juni 1998, Racke, C-162/96, Slg. 1998, I-3655, Randnr. 41, und vom 22. Oktober 2009, Bogiatzi, C-301/08, Slg. 2009, I-0000, Randnr. 23).
  • EuG, 08.07.2010 - T-160/08  

    Rechtsmittel - Öffentlicher Dienst - Beamte - Aufhebung der Beurteilung der

    Hierzu ist zunächst festzustellen, dass nach ständiger Rechtsprechung bei der Auslegung einer Gemeinschaftsvorschrift nicht nur ihr Wortlaut und ihr Zusammenhang zu berücksichtigen sind, sondern auch die Ziele, die mit der Regelung, zu der sie gehört, verfolgt werden (Urteile des Gerichtshofs vom 30. Juli 1996, Bosphorus, C-84/95, Slg. 1996, I-3953, Randnr. 11, und vom 22. Oktober 2009, Bogiatzi, C-301/08, Slg. 2009, I-0000, Randnr. 39; Urteil des Gerichts vom 26. Juni 2008, Alferink u. a./Kommission, T-94/98, Slg. 2008, II-1125, Randnr. 68).
  • EuGH, 30.09.2010 - C-132/09  

    Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Zuständigkeit des Gerichtshofs -

    Zu internationalen Abkommen im Allgemeinen ist darauf hinzuweisen, dass der Gerichtshof nach seiner Rechtsprechung, wenn die Gemeinschaft nicht Vertragspartei eines Abkommens ist, grundsätzlich nicht dafür zuständig ist, die Bestimmungen dieses Abkommens im Rahmen eines Vorabentscheidungsverfahrens auszulegen (vgl. Urteil vom 27. November 1973, Vandeweghe u. a., 130/73, Slg. 1973, 1329, Randnr. 2, Beschluss vom 12. November 1998, Hartmann, C-162/98, Slg. 1998, I-7083, Randnr. 9, Urteile vom 22. Oktober 2009, Bogiatzi, C-301/08, Slg. 2009, I-10185, Randnr. 24, und vom 4. Mai 2010, TNT Express Nederland, C-533/08, Slg. 2010, I-0000, Randnr. 61).
  • Generalanwalt beim EuGH, 28.01.2010 - C-533/08  

    Justizielle Zusammenarbeit in Zivilsachen - Zuständigkeit und Anerkennung und

  • Generalanwalt beim EuGH, 06.03.2012 - C-364/10  

    Ungarn / Slowakei - Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Art. 259 AEUV

Rechtsprechung
   Generalanwalt beim EuGH, 25.06.2009 - C-301/08   

Volltextveröffentlichungen

  • Europäischer Gerichtshof

    Bogiatzi

    Verordnung (EG) Nr. 2027/97 - Art. 29 des Warschauer Abkommens - Haftung eines Luftfahrtunternehmens der Gemeinschaft für Schäden, die ein Fluggast bei einem Unfall erlitten hat - Fristen für die Erhebung einer Schadensersatzklage - Völkerrechtlicher Vertrag, der von den Mitgliedstaaten geschlossen wurde - Zuständigkeit des Gerichtshofs nach Art. 234 EG für die Auslegung von Art. 29 des Warschauer Abkommens - Auswirkungen einer Gemeinschaftsverordnung auf einen völkerrechtlichen Vertrag - Art. 307 EG

Kurzfassungen/Presse

  • Jurion(Abodienst) (Verschiedene Textarten)

    Verordnung über die Haftung von Luftfahrtunternehmen bei Unfällen steht Anwendung der Klagefrist des Warschauer Abkommens nicht entgegen

Verfahrensgang

  • Cour de cassation [Luxemburg], 26.06.2008 - 2526
  • Generalanwalt beim EuGH, 25.06.2009 - C-301/08
  • EuGH, 22.10.2009 - C-301/08
  • Cour de cassation [Luxemburg], 08.07.2010 - 2526

Zeitschriftenfundstellen

  • Slg. 2009, I-10185



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Wird zitiert von ...  

  • Generalanwalt beim EuGH, 30.09.2009 - C-546/07  

    Polen sollen hier nicht nur für deutsche Firmen arbeiten dürfen //

    14 - Vgl. in diesem Sinne Urteil Gottardo, in Fn. 8 angeführt, Randnr. 33; vgl. in diesem Zusammenhang auch meine jüngsten Schlussanträge vom 25. Juni 2009 in der Rechtssache Bogiatzi (C-301/08, beim Gerichtshof anhängig, Nr. 55).
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