Rechtsprechung
| EuGH, 24.01.2008 - C-532/06 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- lexetius.com
Richtlinie 92/50/EWG - Öffentliche Dienstleistungsaufträge - Erstellung einer Studie über Katasteraufnahme, Stadtplanung und Umsetzungsmaßnahmen für ein Wohngebiet - Kriterien, die als 'Eignungskriterien' oder 'Zuschlagskriterien' festgelegt werden dürfen - Wirtschaftlich günstigstes Angebot - Beachtung der in den Verdingungsunterlagen oder in der Vergabebekanntmachung festgelegten Zuschlagskriterien - Spätere Festsetzung von Gewichtungskoeffizienten und Unterkriterien für die Zuschlagskriterien - Grundsatz der Gleichbehandlung der Wirtschaftsteilnehmer und Verpflichtung zur Transparenz"
- Europäischer Gerichtshof
Lianakis u.a.
Richtlinie 92/50/EWG - Öffentliche Dienstleistungsaufträge - Erstellung einer Studie über Katasteraufnahme, Stadtplanung und Umsetzungsmaßnahmen für ein Wohngebiet - Kriterien, die als "Eignungskriterien" oder "Zuschlagskriterien" festgelegt werden dürfen - Wirtschaftlich günstigstes Angebot - Beachtung der in den Verdingungsunterlagen oder in der Vergabebekanntmachung festgelegten Zuschlagskriterien - Spätere Festsetzung von Gewichtungskoeffizienten und Unterkriterien für die Zuschlagskriterien - Grundsatz der Gleichbehandlung der Wirtschaftsteilnehmer und Verpflichtung zur Transparenz
- oeffentliche-auftraege.de
Bekanntmachung der Zuschlagskriterien: Pflicht der Vergabestelle zur Bekanntmachung von Gewichtungsregeln und Unterkriterien (EuGH)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Richtlinie 92/50/EWG Art. 23 Abs. 1; Richtlinie 92/50/EWG Art. 32; Richtlinie 92/50/EWG Art. 36
Unternehmensrecht: Richtlinie 92/50/EWG - Öffentliche Dienstleistungsaufträge - Erstellung einer Studie über Katasteraufnahme, Stadtplanung und Umsetzungsmaßnahmen für ein Wohngebiet - Kriterien, die als 'Eignungskriterien' oder 'Zuschlagskriterien' festgelegt werden dürfen - Wirtschaftlich günstigstes Angebot - Beachtung der in den Verdingungsunterlagen oder in der Vergabebekanntmachung festgelegten Zuschlagskriterien - Spätere Festsetzung von Gewichtungskoeffizienten und Unterkriterien für die Zuschlagskriterien - Grundsatz der Gleichbehandlung der Wirtschaftsteilnehmer und Verpflichtung zur Transparenz - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Vergabe - Keine nachträgliche Festlegung von Gewichtung oder Unterkriterien!
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Kurzfassungen/Presse (4)
- cbh.de (Kurzinformation)
Bekanntgabe von Wertungs-Unterkriterien
- dstgb-vis.de (Kurzinformation)
Eignungs- und Zuschlagskriterien
- kommunen-in-nrw.de (Kurzinformation)
Eignungs- und Zuschlagskriterien
- vergabeblog.de (Kurzinformation)
Zum Unterschied zwischen Zuschlags- und Eignungskriterien
Besprechungen u.ä. (3)
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Keine nachträgliche Einführung von Unterkriterien oder Gewichtungskoeffizienten! (IBR 2008, 170)
- heuking.de
(Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)
Flexible Angebotswertung weiterhin möglich
- it-recht-kanzlei.de (Entscheidungsbesprechung)
Die Lianakis-Entscheidung des EuGH: Vergaberechtsschlupflöcher werden weniger (RAin Elisabeth Keller-Stoltenhoff)
Sonstiges (3)
- Europäischer Gerichtshof (Verfahrensmitteilung)
Vorabentscheidungsersuchen des Symvoulio tis Epikrateias (Griechenland), eingereicht am 29. Dezember 2006
- wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des EuGH vom 24.01.2008, Az.: Rs. C-532/06 ("Alexandroupolis" - Vorabentscheidungsersuchen; Eignungskriterien als Zuschlagskriterien; Unterkriterien; Gewichtung)" von RA Thomas Schabel, original erschienen in: VergabeR 2008, 500 - 501.
- wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)
Zusammenfassung von "Entweder - Oder: Eignungs- sind keine Zuschlagskriterien" von RA Dr. Franz Josef Hölzl und RA Pascal Friton, LL.M., original erschienen in: NZBau 2008, 307 - 310.
Verfahrensgang
- Symvoulio tis Epikrateias [Griechenland], 28.11.2006 - 3497/06
- EuGH, 24.01.2008 - C-532/06
Zeitschriftenfundstellen
- Slg. 2008, I-251
- EuZW 2008, 187
- NZBau 2008, 262
- BauR 2008, 1196
- IBR 2008, 170
- NVwZ 2008, 400
- VergabeR 2008, 496
- ZfBR 2008, 309
Wird zitiert von ... (97)
- EuGH, 12.11.2009 - C-199/07
Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Öffentliche Aufträge - Richtlinie …
Nach der Rechtsprechung schließen die Gemeinschaftsrichtlinien im Bereich der öffentlichen Aufträge theoretisch zwar nicht aus, dass die Prüfung der fachlichen Eignung der Bieter und der Zuschlag für den Auftrag gleichzeitig erfolgen können, doch handelt es sich bei diesen beiden Vorgängen um zwei verschiedene Vorgänge, für die unterschiedliche Regeln gelten (vgl. entsprechend Urteile vom 20. September 1988, Beentjes, 31/87, Slg. 1988, 4635, Randnrn. 15 und 16, und vom 24. Januar 2008, Lianakis u. a., C-532/06, Slg. 2008, I-251, Randnr. 26).Die Prüfung der fachlichen Eignung der Bieter wird nämlich von den öffentlichen Auftraggebern im vorliegenden Fall nach dem in den Art. 30 und 31 der Richtlinie 93/38 genannten Kriterien der wirtschaftlichen, finanziellen und technischen Leistungsfähigkeit ("Eignungskriterien") vorgenommen (vgl. entsprechend Urteile Beentjes, Randnr. 17, und Lianakis u. a., Randnr. 27).
Dagegen stützt sich die Erteilung des Zuschlags auf die in Art. 34 Abs. 1 dieser Richtlinie aufgezählten Kriterien, d. h. entweder den niedrigsten Preis oder das wirtschaftlich günstigste Angebot (vgl. entsprechend Urteile Beentjes, Randnr. 18, und Lianakis u. a., Randnr. 28).
63 und 64, und Lianakis u. a., Randnr. 29).
Daher sind als "Zuschlagskriterien" Kriterien ausgeschlossen, die nicht der Ermittlung des wirtschaftlich günstigsten Angebots dienen, sondern die im Wesentlichen mit der Beurteilung der fachlichen Eignung der Bieter für die Ausführung des betreffenden Auftrags zusammenhängen (vgl. entsprechend Urteil Lianakis u. a., Randnr. 30).
- BVerfG, 21.05.2008 - 2 BvR 893/08
Verfassungsmäßigkeit der Nichtherbeiführung einer Vorabentscheidung des …
Zum einen habe der Europäische Gerichtshof mit Urteil vom 24. Januar 2008 (C-532/06, Lianakis, EuZW 2008, S. 187, Rn. 44) entschieden, dass die Grundsätze der Gleichbehandlung und Transparenz geböten, dass in der Bekanntmachung oder den Verdingungsunterlagen auch zur Anwendung kommende Unterkriterien mitgeteilt würden.In dem von dem Kammergericht zitierten Urteil vom 24. Januar 2008 (a.a.O.) habe der Europäische Gerichtshof lediglich entschieden, dass es den Grundsätzen der Gleichbehandlung und der Transparenz entgegenstehe, wenn der öffentliche Auftraggeber im Rahmen eines Vergabeverfahrens nachträglich Unterkriterien festlege.
b) Darüber hinaus ergibt sich aus dem Vortrag der Beschwerdeführer auch insofern keine Verletzung der Vorlagepflicht, als sich die Auslegungen des Urteils des Europäischen Gerichtshofs vom 24. Januar 2008 (a.a.O.) durch das Kammergericht und die Beschwerdeführer nicht unterscheiden.
Wenn die Wertung dieses Zuschlagskriteriums aber Unterkriterien erfordere, könnten diese nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 24. Januar 2008 (a.a.O.) nicht nachträglich mitgeteilt werden, sondern müssten spätestens mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe bekannt gemacht werden.
Diese Interpretation des Urteils des Europäischen Gerichtshofs vom 24. Januar 2008 (a.a.O.) stimmt allerdings mit der von den Beschwerdeführern vorgeschlagenen Auslegung überein, die betont, dass der Europäische Gerichtshof lediglich entschieden habe, dass es dem öffentlichen Auftraggeber verwehrt sei, nachträglich Unterkriterien festzulegen.
- OLG Düsseldorf, 21.05.2008 - Verg 19/08
Vergabe - Vergaberechtsschutz bei Verstößen gegen die HOAI
Umgekehrt darf der Auftraggeber keine Zuschlagskriterien, Unterkriterien oder Gewichtungsregeln anwenden, die er den am Auftrag interessierten Unternehmen nicht vorher zur Kenntnis gebracht hat (EuGH, Urt. v. 24.1.2008 - C-532/06, Lianakis, Rn. 36 - 38 zu Art. 36 der Richtlinie 92/50/EWG).Dies bedeutet, dass prinzipiell nur Faktoren berücksichtigt werden dürfen, die mit dem Gegenstand des Auftrags zusammenhängen, d.h. die sich auf die Leistung beziehen, die den Gegenstand des Auftrags bildet (vgl. EuGH, Urt. v. 24.1.2008 - C-532/06, Lianakis, Rn. 26 - 30 m.w.N., ständige Rechtsprechung des EuGH).
Solches ist ungeachtet der Vergabegrundsätze, die der EuGH unlängst im Urteil vom 24.1.2008 (C-532/06, Rn. 25 ff.) wiederholt hat, auch von den EG-Vergaberichtlinien nicht gefordert.
- OLG Düsseldorf, 05.05.2008 - Verg 5/08
Vergabe - Trennung von Eignungs- und Zuschlagskriterien
Umgekehrt darf der Auftraggeber keine Unterkriterien oder Gewichtungsregeln anwenden, die er den am Auftrag interessierten Unternehmen nicht vorher zur Kenntnis gebracht hat (EuGH, Urt. v. 24.1.2008 - C-532/06, Lianakis, Rn. 36 - 38).Dies bedeutet, dass prinzipiell nur Faktoren berücksichtigt werden dürfen, die mit dem Gegenstand des Auftrags zusammenhängen, d.h. die sich auf die Leistung beziehen, die den Gegenstand des Auftrags bildet (vgl. EuGH, Urt. v. 24.1.2008 - C-532/06, Lianakis, Rn. 26 - 30 m.w.N., ständige Rechtsprechung des EuGH).
Solches ist ungeachtet der Vergabegrundsätze, die der EuGH unlängst im Urteil vom 24.1.2008 (C-532/06, Rn. 25 ff.) wiederholt hat, auch von den EG-Vergaberichtlinien nicht gefordert.
- EuG, 02.03.2010 - T-70/05
Öffentliche Dienstleistungsaufträge - Ausschreibungsverfahren der EMSA - …
Zwar sind in Art. 138 Abs. 2 der Durchführungsbestimmungen die Kriterien, die von den öffentlichen Auftraggebern berücksichtigt werden können, nicht abschließend aufgezählt, so dass diese Bestimmung den öffentlichen Auftraggebern die Wahl der Kriterien für die Zuschlagserteilung überlässt, doch kommen nur Kriterien in Betracht, die der Ermittlung des wirtschaftlich günstigsten Angebots dienen (vgl. in diesem Sinne und entsprechend Urteil des Gerichtshofs vom 24. Januar 2008, Lianakis u. a., C-532/06, Slg. 2008, I-251, Randnr. 29 und die dort angeführte Rechtsprechung; vgl. auch in diesem Sinne Urteile des Gerichts vom 25. Februar 2003, Renco/Rat, T-4/01, Slg. 2003, II-171, Randnr. 66, und Strabag Benelux/Rat, T-183/00, Slg. 2003, II-135, Randnrn. 73 und 74).Die letztgenannten Bestimmungen, die im Licht der in Art. 89 Abs. 1 der Haushaltsordnung enthaltenen Grundsätze der Gleichbehandlung der Wirtschaftsteilnehmer und der Transparenz zu verstehen sind, verlangen, dass den potenziellen Bietern zum Zeitpunkt der Vorbereitung ihrer Angebote alle Kriterien, die vom öffentlichen Auftraggeber bei der Bestimmung des wirtschaftlich günstigsten Angebots berücksichtigt werden, und deren relative Bedeutung bekannt sind (vgl. in diesem Sinne und entsprechend Urteile des Gerichtshofs vom 24. November 2005, ATI EAC e Viaggi di Maio u. a., C-331/04, Slg. 2005, I-10109, Randnr. 24, und Lianakis u. a., oben in Randnr. 131 angeführt, Randnr. 36).
Demnach darf ein öffentlicher Auftraggeber keine Unterkriterien für die Zuschlagskriterien anwenden, die er den Bietern nicht vorher zur Kenntnis gebracht hat (vgl. in diesem Sinne und entsprechend Urteil Lianakis u. a., oben in Randnr. 131 angeführt, Randnr. 38).
Nach ständiger Rechtsprechung darf ein öffentlicher Auftraggeber gleichwohl nach Ablauf der Frist für die Einreichung der Angebote unter drei Bedingungen Gewichtungskoeffizienten für die Unterkriterien von vorab festgelegten Zuschlagskriterien bestimmen, sofern nämlich erstens diese nachträgliche Bestimmung die in den Verdingungsunterlagen oder in der Bekanntmachung des Auftrags bestimmten Zuschlagskriterien für den Auftrag nicht ändert, zweitens nichts enthält, was, wenn es bei der Vorbereitung der Angebote bekannt gewesen wäre, diese Vorbereitung hätte beeinflussen können, und drittens nicht unter Berücksichtigung von Umständen erlassen wurde, die einen der Bieter diskriminieren konnten (vgl. in diesem Sinne und entsprechend Urteile ATI EAC e Viaggi di Maio u. a., oben in Randnr. 146 angeführt, Randnr. 32, und Lianakis u. a., oben in Randnr. 131 angeführt, Randnrn. 42 und 43).
- EuG, 20.09.2011 - T-461/08
Öffentliche Dienstleistungsaufträge - Ausschreibungsverfahren - Dienstleistung …
Zwar sind die Kriterien, die die öffentlichen Auftraggeber beim Zuschlag für das wirtschaftlich günstigste Angebot berücksichtigen können, in Nr. 2.5.1.2 des Leitfadens nicht abschließend aufgezählt, so dass diese Nummer dem öffentlichen Auftraggeber die Wahl der Kriterien für die Zuschlagserteilung lässt, die ihm am besten geeignet erscheinen, jedoch kommen nur Kriterien in Betracht, die der Ermittlung des wirtschaftlich günstigsten Angebots dienen (vgl. in diesem Sinne entsprechend Urteil des Gerichtshofs vom 24. Januar 2008, Lianakis u. a., C-532/06, Slg. 2008, I-251, Randnr. 29 und die dort angeführte Rechtsprechung, Urteile Renco/Rat, oben in Randnr. 109 angeführt, Randnr. 66, und Strabag Benelux/Rat, oben in Randnr. 109 angeführt, Randnrn. 73 und 74).Als Zuschlagskriterien ausgeschlossen sind daher Kriterien, die nicht der Ermittlung des wirtschaftlich günstigsten Angebots dienen, sondern die im Wesentlichen mit der Beurteilung der technischen Eignung der Bieter für die Ausführung des betreffenden Auftrags zusammenhängen (vgl. in diesem Sinne entsprechend Urteile des Gerichtshofs Beentjes, oben in Randnr. 141 angeführt, Randnrn. 15 bis 19, vom 19. Juni 2003, GAT, C-315/01, Slg. 2003, I-6379, Randnrn. 59 bis 67, und Lianakis u. a., Randnrn. 30 bis 32).
Daher hat dieses Kriterium nicht die Eigenschaft eines "Zuschlagskriteriums" im Sinne von Nr. 2.5.1.2 des Leitfadens, das sich nur auf die Qualität zusätzlicher Dienstleistungen bezöge, die jeder Bieter im Hinblick auf seinen eigenen Personalbestand erbringen könnte, und daher auf den relativen wirtschaftlichen Vorteil des jeweiligen Angebots in Bezug auf diese Leistungen (vgl. in diesem Sinne entsprechend Urteil Lianakis u. a., oben in Randnr. 142 angeführt, Randnr. 31; Urteile des Gerichts vom 1. Juli 2008, AWWW/FEACVT, T-211/07, nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht, Randnr. 60, und vom 10. September 2008, Evropaïki Dynamiki/Kommission, T-465/04, nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht, Randnr. 65).
Im Übrigen dürfen die relativen Gewichtungen der verschiedenen Kriterien oder Unterkriterien gemäß dem Grundsatz der Gleichbehandlung und der Nichtdiskriminierung nicht unter Berücksichtigung von Umständen erlassen worden sein, die einen der Bieter diskriminieren konnten (vgl. in diesem Sinne Urteile des Gerichtshofs vom 24. November 2005, ATI EAC e Viaggi di Maio u. a., C-331/04, Slg. 2005, I-10109, Randnr. 32, und Lianakis u. a., oben in Randnr. 142 angeführt, Randnrn. 42 und 43).
- OLG Düsseldorf, 14.01.2009 - Verg 59/08
Vergabe - Zulässige Zuschlagskriterien
Die Vorschrift, die richtlinienkonform anhand von Art. 53 Abs. 1 Richtlinie 2004/18/EG auszulegen ist, überlässt den öffentlichen Auftraggebern die Wahl zwischen dem Kriterium der Wirtschaftlichkeit und dem Kriterium des niedrigsten Preises (vgl. Art. 53 Abs. 1 Richtlinie 2004/18/EG; EuGH, VergabeR 2005, 62- "Sintesi"; EuGH, Urt. v. 24.1.2008, Rs. C-532/06, Tz. 28, VergabeR 2008, 496, 499 - "Lianakis";… Urt. v. 20.9.1988 - Rs. 31/87, Slg. 1988, 4635, Tz. 15 u.16 - "Beentjes").Danach sind als Zuschlagskriterien Kriterien ausgeschlossen, die nicht der Ermittlung des wirtschaftlich günstigsten Angebots dienen, sondern im Wesentlichen und/ oder in erster Linie mit der Beurteilung der fachlichen Eignung der Bieter für die Ausführung des betreffenden Auftrags zusammenhängen (vgl. EuGH, Urt. v. 24.1.2008, Rs. C-532/06, Tz. 30 u. 31, VergabeR 2008, 496, 499 - Lianakis).
- VK Sachsen, 14.04.2008 - 1/SVK/013-08
Vergabe - Bindung an Wertungsmatrix
Auch nach der jüngsten Rechtsprechung des EuGH entschieden darf der öffentliche Auftraggeber im Rahmen eines Vergabeverfahrens nicht nachträglich Gewichtungskoeffizienten und Unterkriterien für die in den Verdingungsunterlagen oder in der Vergabebekanntmachung genannten Zuschlagskriterien festlegen (EuGH, Urteil vom 24.01.2008 - Rs. C-532/06).vorzunehmen (EuGH, Urteil v. 24.11.2005 - Az.: C-331/04; EuGH, Urteil vom 24.01.2008 - Rs. C-532/06).
Es ist nicht zulässig, neue nicht bekanntgegebene Kriterien zu bilden bzw. neue Unterkriterien zu bilden, bzw. zu gewichten, die nicht den vom EuGH (Urteil vom 24.01.2008 - Rs. C-532/06); EuGH, Urteil v. 24.11.2005 - Az.: C-331/04) in seiner Entscheidung gebildeten Kriterien entsprechen.
- OLG Düsseldorf, 10.09.2009 - Verg 12/09
Vergabe - Strikte Trennung zwischen Eignungs- und Zuschlagskriterien!
Selbst wenn man eine gewisse vergaberechtliche Erfahrung der Antragstellerin durch Teilnahme an früheren Ausschreibungen unterstellt, kann nicht davon ausgegangen werden, dass ihr die Entscheidungen des EuGH vom 24.01.2008 - C-532/06 - und des BGH vom 15.04.2008 XZR 129/06 - bekannt waren bzw. sie deren Bedeutung für das vorliegende Vergabeverfahren zutreffend einschätzen konnte.Dies bedeutet, dass prinzipiell nur Faktoren berücksichtigt werden dürfen, die mit dem Gegenstand des Auftrags zusammenhängen, d.h. die sich auf die Leistung beziehen, die den Gegenstand des Auftrags bildet (vgl. EuGH, Urt. v. 24.1.2008 - C-532/06, Lianakis, Rn. 26 - 30 m.w.N, ständige Rechtsprechung des EuGH).
- EuGH, 12.01.2010 - C-229/08
Richtlinie 2000/78/EG - Art. 4 Abs. 1 - Verbot der Diskriminierung wegen des …
Hierzu ist darauf hinzuweisen, dass das vorlegende Gericht zwar seine Frage nach einer möglichen Rechtfertigung der Ungleichbehandlung, die sich aus der Anwendung der im Ausgangsverfahren in Rede stehenden innerstaatlichen Regelung ergibt, der Form nach auf die Auslegung des Art. 6 Abs. 1 der Richtlinie beschränkt hat, dass dies aber nach ständiger Rechtsprechung den Gerichtshof nicht daran hindert, dem Gericht alle Hinweise zur Auslegung des Gemeinschaftsrechts zu geben, die diesem bei der Entscheidung des bei ihm anhängigen Verfahrens von Nutzen sein können, und zwar unabhängig davon, ob es bei seiner Fragestellung darauf Bezug genommen hat (vgl. u. a. Urteile vom 25. Januar 2007, Dyson, C-321/03, Slg. 2007, I-687, Randnr. 24, vom 26. April 2007, Alevizos, C-392/05, Slg. 2007, I-3505, Randnr. 64 und die dort angeführte Rechtsprechung, und vom 24. Januar 2008, Lianakis u. a., C-532/06, Slg. 2008, I-251, Randnr. 23). - OLG Düsseldorf, 28.04.2008 - Verg 1/08
Vergabe - Trennung von Eignungs- und Zuschlagskriterien
- VK Baden-Württemberg, 08.06.2010 - 1 VK 23/10
- OLG Düsseldorf, 27.02.2008 - Verg 41/07
Rechtsnatur von Stundenrichtwerten bei der Ausschreibung von …
- OLG Düsseldorf, 15.12.2008 - 27 U 1/07
Vergabe - Rechtswidrige Zuschlagserteilung: Schadensersatz!
- VK Nordbayern, 01.02.2008 - 21.VK-3194-53/07
Vergabe - Eignungskriterien sind keine "Zuschlagskriterien"!
- OLG München, 29.07.2010 - Verg 9/10
Vergabe - Korrektur eines offensichtlich unzutreffenden Preises
- VK Sachsen, 30.04.2008 - 1/SVK/020-08
Vergabe - Auftrag muss grundsätzlich in Losen vergeben werden!
- VK Bund, 27.11.2009 - VK 1-194/09
- OLG Düsseldorf, 30.07.2009 - Verg 10/09
Vergabe - Umfang der Bekanntgabe eines Wertungssystems
- VK Bund, 16.12.2009 - VK 1-194/09
- OLG Düsseldorf, 17.02.2010 - Verg 42/09
Vergabe - Beschaffungsentscheidung der Vergabestelle
- OLG Düsseldorf, 09.04.2008 - Verg 2/08
Vergabe - Pflicht zur Bekanntgabe von Unterkriterien
- VK Baden-Württemberg, 03.09.2012 - 1 VK 29/12
Vergabe - Keine Vermengung von Eignungs- und Zuschlagskriterien!
- VK Brandenburg, 03.04.2008 - VK 4/08
Vergabe - Nachrangige Dienstleistungen und Bekanntgabe aller Zuschlagskriterien
- OLG München, 19.03.2009 - Verg 2/09
Vergabe - Ausschreibung: Mitteilung von Unterkriterien und Bewertungsmatrix
- VK Niedersachsen, 04.10.2011 - VgK-26/11
Vergabe - Dienstleistungen: Zuschlags-und Eignungskriterien oft vermischt
- OLG Düsseldorf, 13.08.2008 - Verg 28/08
Vergabe - HOAI gilt nicht im Ausland!
- KG, 13.03.2008 - 2 Verg 18/07
Vergabe - Rügen ins Blaue hinein
- OLG Düsseldorf, 22.12.2010 - Verg 40/10
Vergabe - Kein Zuschlag bei nachträglicher Änderung der Bewertungsmatrix
- OLG Düsseldorf, 03.08.2011 - Verg 16/11
Vergabe - Verhandlungsverfahren: Änderungen in der Person des Bieters möglich!
- OLG Düsseldorf, 20.11.2008 - Verg 37/08
Vergabe - Vollständige Mitteilung über nachträglich gebildete Kriterien nötig
- OLG Düsseldorf, 05.05.2009 - Verg 14/09
Vergabe - VOF-Vergabe: Einsatz von Nachunternehmern nicht verschleiern!
- VK Niedersachsen, 31.08.2010 - VgK-34/10
Vergabe - Bekannt gegebene Kriterien und ihre Gewichtung sind bindend!
- OLG Celle, 13.12.2011 - 13 Verg 9/11
Vergabe - Vermischung von Eignungs- und Zuschlagskriterien unzulässig!
- VK Bund, 23.12.2009 - VK 1-221/09
- OLG Frankfurt, 05.10.2010 - 11 Verg 7/10
Vergabe - Rügepflicht nur bei Kenntnis, nicht bei bloßer Vermutung!
- VK Bund, 17.02.2011 - VK 1-127/10
- OLG Brandenburg, 19.12.2011 - Verg W 17/11
Vergabe - VOF: Wie differenziert sind Wertungskriterien bekannt zu machen?
- OLG Düsseldorf, 07.03.2012 - Verg 82/11
Vergabe - Anforderungen an ein transparentes Leistungsverzeichnis
- VK Sachsen, 05.05.2009 - 1/SVK/009-09
Vergabe - Keine nachträgliche Festlegung von Unterkriterien und Bewertungsmatrix
- OLG Düsseldorf, 14.04.2008 - Verg 19/08
Verlängerung der aufschiebenden Wirkung der sofortigen Beschwerde eines Bieters …
- OLG Düsseldorf, 02.05.2008 - Verg 26/08
Verlängerung der aufschiebenden Wirkung der sofortigen Beschwerde eines Bieters …
- OLG Naumburg, 12.04.2012 - 2 Verg 1/12
Vergabe - Struktur und Verlauf eines Verhandlungsverfahrens
- OLG Düsseldorf, 18.02.2008 - Verg 2/08
Anforderungen an die Bekanntgabe der Wertungskriterien
- VK Sachsen, 08.08.2008 - 1/SVK/039-08
Vergabe - Ausschluss wegen Unterschreitung der Mindestsätze?
- VK Schleswig-Holstein, 09.07.2010 - VK-SH 11/10
Vergabe - Rüge für Vergaberechtsverstöße bis zum Ablauf der Angebotsfrist
- VK Sachsen, 24.03.2011 - 1/SVK/005-11
Vergabe - VOF-Verfahren: Bekanntgabe der Gewichtung der Auswahlkriterien?
- OLG Karlsruhe, 20.07.2011 - 15 Verg 6/11
Vergabe - Keine Vermischung von Eignungs- und Zuschlagskriterien!
- OLG Brandenburg, 13.09.2011 - Verg W 10/11
Vergabe - Unerfüllbare Anforderungen: Aufhebung!
- VK Sachsen, 10.06.2008 - 1/SVK/026-08
Vergabe - Fehlende Dokumentation im VOF-Verfahren
- VK Sachsen, 19.05.2010 - 1/SVK/015-10
Vergabe - Keine Toleranzgrenze im Vergaberecht! - Nichtoffenes Verfahren
- Generalanwalt beim EuGH, 15.12.2011 - C-368/10
Kommission / Niederlande - Öffentliche Lieferaufträge - Biologische Erzeugnisse - …
- VK Niedersachsen, 29.10.2010 - VgK-52/10
Vergabe - Rüge durch den den Bieter vetretenden Versicherungsmakler zulässig?
- OLG Celle, 12.01.2012 - 13 Verg 8/11
Vergabe - Angebotswertung: Vergabestelle hat erheblichen Beurteilungsspielraum!
- VK Schleswig-Holstein, 22.04.2008 - VK-SH 3/08
Vergabe - Bekanntmachung von Gewichtungsregeln und Unterkriterien
- OLG Schleswig, 02.07.2010 - 1 Verg 1/10
Anforderungen an die Transparenz der Vergabeentscheidung
- VK Rheinland-Pfalz, 22.08.2011 - VK 2-20/11
Vergabe - Unstrukturiertes Vergabeverfahren: Verstoß gegen Transparenzgebot!
- VK Nordbayern, 18.03.2008 - 21.VK-3194-08/08
Vergabe - Angebotsausschluss wegen fehlender Eignungsnachweise
- VK Nordbayern, 10.02.2010 - 21.VK-3194-01/10
Vergabe - § 107 Abs. 3 Nr. 1 GWB noch anwendbar?
- OLG Düsseldorf, 13.01.2011 - Verg 64/10
Anforderungen an die Transparenz der Vergabeentscheidung
- VK Bund, 09.10.2008 - VK 1-123/08
Vergabe - Keine Vermischung von Eignungs- und Zuschlagskriterien!
- VK Hessen, 13.11.2008 - 69d-VK-54/08
Vergabe - Modifizierte Bewertungsmatrix muss rechtzeitig bekannt gemacht werden
- VK Münster, 28.11.2008 - VK 19/08
Vergabe - Bewertung von Unterkriterien anhand einer Bewertungsskala
- VK Saarland, 12.01.2009 - 1 VK 07/08
- VK Rheinland-Pfalz, 20.04.2010 - VK 2-9/10
Vergabe - Anforderungen an Erklärungen und Nachweise müssen zweifelsfrei sein!
- VK Sachsen, 15.02.2011 - 1/SVK/052-10
Vergabe - Beteiligung von Projektanten auf Bieterseite
- VK Bund, 30.04.2008 - VK 2-43/08
- VK Brandenburg, 19.01.2010 - VK 47/09
Vergabe - Nachträgliche Bekanntgabe von Unterkriterien
- VK Münster, 25.01.2011 - VK 10/10
Vergabe - Zur Wichtung von Eignungs- und Bildung von Unterkriterien
- VK Sachsen, 31.01.2011 - 1/SVK/051-10
Vergabe - Keine Abweichen v. bekannt gegebenen techn. Mindestbedingungen möglich
- VK Bund, 09.09.2011 - VK 1-114/11
Vergabe - Abweichung von Wertungskriterien: Verbot der Zuschlagserteilung!
- VK Bund, 24.10.2008 - VK 2-109/08
- VK Sachsen-Anhalt, 06.03.2009 - 1 VK LVwA 32/08
Vergabe - Eignungskriterien als Zuschlagskriterien?
- VK Mecklenburg-Vorpommern, 11.08.2009 - 3 VK 3/09
- VK Bund, 04.11.2009 - VK 3-190/09
- VK Bund, 26.11.2009 - VK 1-197/09
- VK Bund, 15.01.2010 - VK 1-227/09
- VK Münster, 13.07.2011 - VK 8/11
Vergabe - Abgrenzung zwischen Änderung und Aufhebung der Ausschreibung
- VK Brandenburg, 17.10.2011 - VK 39/11
Vergabe - Rügepflicht: Welche Anforderungen an die Substantiierung?
- OLG Celle, 07.11.2011 - 13 Verg 9/11
Vergabe - Vermengung von Zuschlags- und Eignungskriterien: Erkenntnismaßstab?
- VK Südbayern, 26.03.2009 - Z3-3-3194-1-03-01/09
Vergabe - Fehlerhafte Auswahl der Zuschlagskriterien
- VK Bund, 09.04.2009 - VK 2-187/08
- VK Bund, 22.04.2009 - VK 2-24/09
- VK Sachsen-Anhalt, 08.09.2009 - 1 VK LVwA 50/09
Vergabe - Zum Kriterium "Erfahrungen von Lebenszyklusbetrachtungen v. Bauwerken"
- VK Bund, 09.09.2009 - VK 2-111/09
- VK Bund, 01.10.2009 - VK 3-172/09
- VK Bund, 02.11.2010 - VK 3-102/10
- VK Nordbayern, 04.11.2010 - 21.VK-3194-36/10
Vergabe - Antragsbefugnis bei Hinderung eines Teilnahmeantrags
- VK Mecklenburg-Vorpommern, 23.08.2011 - 1 VK 2/11
Vergabe - Fehlende Angabe in Auftragskriterien: Verstoß gegen Transparenzgebot!
- VK Brandenburg, 11.11.2011 - VK 47/11
Vergabe - VOF: Zuschlagskriterien sind umfassend bekannt zu geben!
- VK Bund, 25.11.2011 - VK 1-138/11
- VK Brandenburg, 29.11.2011 - VK 50/11
Vergabe - Kriterium "fachliche Qualifikation": Auswirkung auf Preiskalkulation?
- VK Rheinland-Pfalz, 19.04.2012 - VK 2-8/12
Vergabe - Keine nachträgliche Festlegung von Wertungskriterien!
- VK Bund, 18.06.2012 - VK 2-53/12
Vergabe - Ansatz von Wahlpositionen nur ausnahmsweise zulässig!
- VK Sachsen-Anhalt, 08.09.2009 - 1 VK LVwA 49/09
Vergabe - Zum Kriterium "Erfahrungen von Lebenszyklusbetrachtungen v. Bauwerken"
- VK Bund, 08.04.2011 - VK 1-14/11
- VK Bund, 18.06.2012 - VK 2-50/12
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