Weitere Entscheidung unten: OVG Nordrhein-Westfalen, 13.02.1997

Rechtsprechung
   BVerwG, 21.03.1996 - 4 C 26.94   

Volltextveröffentlichungen (2)

  • Datenbank zur Rechtsprechung im Kommunalrecht (Leitsatz/Volltext)

    Vorgehen einer Gemeinde gegen fernstraßenrechtliche Planung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Fernstraßenrecht: Abwehranspruch einer Gemeinde gegen fernstraßenrechtliche Planfeststellung, Konkurrenz zwischen Fachplanung und Bauleitplanung

Verfahrensgang

  • VGH Bayern, 05.07.1994 - 8 A 93.40054
  • BVerwG, 21.03.1996 - 4 C 26.94

Zeitschriftenfundstellen

  • BVerwGE 100, 388
  • NJW 1997, 1938 (Ls.)
  • NZV 1996, 383 (Ls.)
  • DVBl 1996, 914
  • DÖV 1997, 794
  • NVwZ 1997, 169
  • ZfBR 1996, 280



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Wird zitiert von ... (189)  

  • VG Stuttgart, 19.02.2004 - 1 K 1483/03  

    Planfeststellung für den Bau einer Landesmesse

    Eine umfassende objektiv-rechtliche Planprüfung kann sie weder unter dem Aspekt ihrer Enteignungsbetroffenheit (vgl. BVerwG Urt. v. 11.01.2001, Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 161; Urt. v. 26.02.1999, Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 148; Urt. v. 27.08.1997, Buchholz 316 § 73 VwVfG Nr. 24; Urt. v. 18.06.1997, Buchholz 442.09 § 18 AEG Nr. 27; Beschl. v. 30.12.1996, Buchholz 442.09 § 18 AEG Nr. 23; Urt. v. 12.12.1996, Buchholz 11 Art. 28 GG Nr. 107; Urt. v. 21.03.1996, BVerwGE 100, 388) noch unter dem Aspekt ihrer Planungshoheit bzw. sonstiger gemeindlicher Befugnisse verlangen (vgl. BVerwG, Beschl. v. 05.11.2002, Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 171; noch offengelassen in Beschl. v. 03.09.1997, Buchholz 442.09 § 18 AEG Nr. 31 u. in Beschl. v. 26.11.1991, Buchholz 451.11 AbfG Nr. 45 S. 102 für den Fall einer nachhaltigen Beeinträchtigung der Planungshoheit).

    124 c) Soweit von einer Gemeinde auf eigenem Grund und Boden kommunale Einrichtungen betrieben werden, ist die - ansonsten eher schwache - zivilrechtliche Eigentümerstellung allerdings durch die Selbstverwaltungsgarantie verfassungsrechtlich "aufgeladen" (vgl. Vallendar, UPR 2003, 41 im Anschluss an Kirchberg/Boll/Schütz, NVwZ 2002, 550 ; auch BVerwG, Urt. v. 21.03.1996, BVerwGE 100, 388).

    Gleiches gilt, soweit die Klägerin infolge der aufgrund der Planänderungen vorgesehenen Ausbildung der Südzufahrt zum Westeingang als Vollanschluss (vgl. Planordner 9-a, J.II.2.1-a mit Erläuterung Nr. 419) Beeinträchtigungen auf der Flughafenstraße befürchtet; auch die von ihr in Bezug genommene Stellungnahme von Modus Consult vom 21.11.2002 (a.a.O., S. 3) erschöpft sich in bloßen Befürchtungen bzw. Spekulationen (vgl. BVerwG, Urt. v. 21.03.1996, a.a.O.).

    Insofern wäre ein etwaiger Abwägungsmangel auch nicht auf das Abwägungsergebnis von Einfluss gewesen; selbst wenn eine notwendige Folgemaßnahme in Rede stünde, könnte eine solche in einem ergänzenden Verfahren planfestgestellt werden (vgl. § 75 Abs. 1a LVwVfG; BVerwG, Urt. v. 21.03.1996, a.a.O.).

    Zwar können sich die Gemeinden insbesondere dann gegen eine Fachplanung auf ihrem Gebiet wehren, wenn eine eigene hinreichend bestimmte Planung nachhaltig gestört wird oder das Vorhaben wegen seiner Großräumigkeit wesentliche Teile des Gemeindegebiets einer durchsetzbaren Planung entzieht (vgl. BVerwG, Urt. v. 16.12.1988, BVerwGE 81, 95 ; Urt. v. 04.05.1988, BVerwGE 79, 318 ; Urt. v. 15.12.1989, BVerwGE 84, 209 ; Urt. v. 27.03.1992, BVerwGE 90, 96 ; Urt. v. 21.03.1996, BVerwGE 100, 388; Urt. v. 27.10.1998, Buchholz 11 Art. 28 GG Nr. 120).

    Allerdings musste die Planfeststellungsbehörde auch auf noch nicht verfestigte, aber hinreichend konkrete Planungsabsichten abwägend so weit wie möglich Rücksicht nehmen, nämlich in der Weise, dass durch die Fachplanung von der Gemeinde konkret in Betracht gezogene städtebauliche Planungsmöglichkeiten nicht unnötigerweise "verbaut" werden (vgl. BVerwG, Urt. v. 21.03.1996, a.a.O.).

    Danach konnte die Klägerin allenfalls noch beanspruchen, dass auf ihre - rechzeitig mitgeteilten - Planungsabsichten in der Weise Rücksicht genommen würde, dass von ihr konkret in Betracht gezogene städtebauliche Planungsmöglichkeiten nicht unnötigerweise "verbaut" oder die Realisierbarkeit lediglich globaler Planungsabsichten nicht gänzlich verhindert oder grundlegend behindert würden (vgl. BVerwG, Urt. v. 21.03.1996, a.a.O.; Beschl. v. 30.12.1996, Buchholz 442.09 § 18 AEG Nr. 23; Urt. v. 18.06.1997, Buchholz 442.09 § 18 AEG Nr. 27).

    Eine Fachplanung kann eben nur so konkret auf die Bauleitplanung Rücksicht nehmen, wie diese konkret ist (vgl. BVerwG, Urt. v. 21.03.1996, a.a.O.).

    Die Klägerin verkennt auch in vorliegendem Zusammenhang, dass etwaige abwägungserhebliche Belange grundrechtsbetroffener Einwohner (vgl. BVerwG, Beschl. v. 19.02.1992, Buchholz 310 § 47 VwGO Nr. 63) noch keinen abwägungserheblichen städtebaulichen Belang begründen (vgl. BVerwG, Urt. v. 12.04.2000, BVerwGE 111, 108; Beschl. v. v. 20.08.1990, a.a.O.) und die gesetzlichen Anforderungen des Immissionsschutzes auch im Hinblick auf § 50 BImSchG bzw. § 1 Abs. 5 S. 2 Nr. 1 u. 7 BauGB (vgl. BVerwG, Urt. v. 21.03.1996, a.a.O.) nicht dem Selbstverwaltungsrecht der Gemeinde zugeordnet sind, sondern dem allgemeinen Interesse dienen.

    Diesem Hinweis liegt die zutreffende Auffassung zugrunde, dass grundsätzlich diejenige Planung auf eine andere Planung Rücksicht zu nehmen hat, die den zeitlichen Vorsprung hat (vgl. BVerwG, Beschl. v. 05.11.2002, Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 171; Urt. v. 21.03.1996, BVerwGE 100, 388 m.w.N.; Urt. v. 27.08.1997, Buchholz 316 § 73 VwVfG Nr. 24).

    Insofern hätte die Klägerin sogar etwaige planerische Erschwernisse und planerischen Anpassungsbedarf für die Bauleitplanung wie auch mögliche Reduzierungen der als Wohnland geeigneten Fläche hinzunehmen (vgl. BVerwG, Urt. v. 21.03.1996, a.a.O.).

  • BVerwG, 16.03.2006 - 4 A 1001.04  

    Gemeindeklagen gegen luftrechtliche Planfeststellung; Ziel der Raumordnung;

    Eine Parallele besteht hingegen zur fernstraßenrechtlichen Rechtsprechung des Senats, nach der die gesetzgeberische Bedarfsentscheidung zwar als "feste Größe" in die Abwägung nach § 17 Abs. 1 Satz 2 FStrG hineinwirkt, in der Abwägung jedoch durch andere Belange überwunden werden kann (vgl. etwa Urteil vom 21. März 1996 - BVerwG 4 C 26.94 - BVerwGE 100, 388 ).

    Teilt das Gericht diese Ansicht, hat es die Bedarfsentscheidung des Gesetzgebers gemäß Art. 100 GG dem Bundesverfassungsgericht zur Überprüfung vorzulegen (BVerwG, Urteile vom 8. Juni 1995 - BVerwG 4 C 4.94 - BVerwGE 98, 339 und vom 21. März 1996 - BVerwG 4 C 26.94 - BVerwGE 100, 388 ).

    Einschränkungen der Recht-mäßigkeitskontrolle, die sich aus der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts für Anfechtungsklagen einer Gemeinde gegen Planfeststellungsbeschlüsse ergeben (vgl. dazu BVerwG, Urteil vom 21. März 1996 - BVerwG 4 C 26.94 - BVerwGE 100, 388 ), lassen sich auf die Inzidentkontrolle einer untergesetzlichen Rechtsnorm, wie sie hier in Gestalt eines Landesentwicklungsplans ansteht, nicht übertragen.

    Gemeinden sind nicht berechtigt, sich über die Anrufung der Verwaltungsgerichte zum "Kontrolleur" der zur Wahrung öffentlicher Belange jeweils berufenen staatlichen Behörden aufzuschwingen; sie können auch nicht die grundrechtlich geschützten Abwehrinteressen ihrer Einwohner bei sich bündeln, indem sie diese als Sachwalterin der örtlichen Gemeinschaft geltend machen (BVerwG, Beschluss vom 21. Januar 1993 - BVerwG 4 B 206.92 - NVwZ 1993, 884 ; BVerwG, Urteil vom 21. März 1996 - BVerwG 4 C 26.94 - BVerwGE 100, 388 ; BVerwG, Beschluss vom 15. April 1999 - BVerwG 4 VR 18.98 - a.a.O.).

  • BVerwG, 16.03.2006 - 4 A 1075.04  

    Ziel der Raumordnung; gebietsscharfe Standortvorgaben für eine

    Eine Parallele besteht hingegen zur fernstraßenrechtlichen Rechtsprechung des Senats, nach der die gesetzgeberische Bedarfsentscheidung zwar als "feste Größe" in die Abwägung nach § 17 Abs. 1 Satz 2 FStrG hineinwirkt, in der Abwägung jedoch durch andere Belange überwunden werden kann (vgl. etwa Urteil vom 21. März 1996 - BVerwG 4 C 26.94 - BVerwGE 100, 388, 390).

    Teilt das Gericht diese Ansicht, hat es die Bedarfsentscheidung des Gesetzgebers gemäß Art. 100 GG dem Bundesverfassungsgericht vorzulegen (BVerwG, Urteile vom 8. Juni 1995 - BVerwG 4 C 4.94 - BVerwGE 98, 339, 347 und vom 21. März 1996 - BVerwG 4 C 26.94 - BVerwGE 100, 388, 390).

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Rechtsprechung
   OVG Nordrhein-Westfalen, 13.02.1997 - 10 E 45/97   

Kurzfassungen/Presse

Zeitschriftenfundstellen

  • DÖV 1997, 794
  • BauR 1998, 324
  • BauR 1998, 325
  • NVwZ 1998, 534



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Wird zitiert von ... (6)  

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 21.02.2001 - 10 E 811/00  
    Die vom Verwaltungsgericht für dessen Auffassung zitierten Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen, OVG NRW, Beschlüsse vom 8. September 1992 - 11 B 3495/92 -, NWVBl 1993, 97 ff, und vom 13. Februar 1997 - 10 E 45/97 -, BRS 59, Nr. 227 = DÖV 1997, 749, betreffen andere Sachverhalte.

    Der Streitwert für das Vollstreckungsverfahren nach § 172 VwGO entspricht dem des vorangegangenen Erkenntnisverfahrens, OVG NRW, Beschluss vom 13. Februar 1997 - 10 E 45/97 -, BRS 59, Nr. 227 = DÖV 1997, 749 (insoweit dort nicht abgedruckt); VGH Mannheim, Beschluss vom 12. Juli 2000 - 13 S 352/00 -, NVwZ-RR 2001, 72.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 10.07.2006 - 8 E 91/06  

    VwGO § 171; VwGO § 172

    OVG NRW, Beschlüsse vom 29.9.1998 - 10 E 785/98 - und vom 13.2.1997 - 10 E 45/97 -, DÖV 1997, 794 = NVwZ 1998, 534 = NWVBl.
  • OVG Saarland, 21.12.2010 - 2 E 291/10  

    Verfahrensrecht - Vollstreckung eines Verpflichtungsurteils

    zum Beispiel Kopp/Schenke a.a.O, § 172 Rdnr. 8; Bader u.a., VwGO, 4. Auflage 2007, § 172 Rdnr. 12; Schoch/Schmidt-Aßmann/Pietzner, VwGO, Stand 2010, § 172 VwGO Rdnr. 54-58; BVerwG, Beschluss vom 21.12.2001 - 2 AV 3/01 - zitiert nach Juris; OVG Münster, Beschluss vom 15.6.2010 - 13 E 201/10 - NVwZ-RR 2010, 750; OVG Lüneburg, Beschluss vom 10.12.1973 - I B 155/73 - NJW 1974, 918; anderer Ansicht möglicherweise OVG Münster, Beschluss vom 13.2.1997 - 10 E 45/97 - zitiert nach Juris, das sich mit der Frage befasst, ob nach - im entschiedenen Fall verneinter - Änderung der Identität der baulichen Anlage ein neuer Titel erforderlich wird.
mehr
  • VGH Bayern, 19.10.2005 - 22 C 05.2553  

    Prozessvergleich über Beschränkung der Nutzungszeiten einer städtischen

    Deshalb sind Prozessvergleichsverpflichtungen von Behörden auf Handlungen, Duldungen oder Unterlassungen nach § 172 VwGO zu vollstrecken (OVG NW vom 13.2.1997, NvwZ 1998, 534; Eyermann/P. Schmidt, VwGO, 11. Aufl. 2000, RdNr. 7 zu § 172; Kopp/Schenke, VwGO, 12. Aufl. 2000, RdNr. 2 zu § 172; Schoch/Schmidt-Aßmann/Pietzner, VwGO, RdNr. 21 zu § 172; Redeker/ v. Oertzen, VwGO, 12. Aufl. 1997, RdNr. 3 zu § 172).
  • VG Gelsenkirchen, 04.04.2008 - 12 M 69/07  

    Vollstreckung, Behörde, öffentliche, Vergleich

    vgl. OVG NRW, Beschlüsse vom 10. Juli 2006 - 8 E 91/06 -29. September 1998 - 10 E 785/98 - und vom 13. Februar 1997 - 10 E 45/97 -, DÖV 1997, 794 = NVwZ 1998, 534 = NWVBl.
  • OVG Rheinland-Pfalz, 23.01.2002 - 10 B 11772/01  
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