Rechtsprechung
   BGH, 15.10.1987 - I ZR 96/85   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • Jurion

    Wahrnehmung von Videorechten durch die GEMA - Vermutung dass die GEMA hinsichtlich der Filmmusik die Rechte der Vervielfältigung und Verbreitung wahrnimmt - Vermutung der Wahrnehmungsbefugnis für Videorechte bei fehlendem Erwerb der Filmherstellungsrechte - Grundsätze zur sogenannten GEMA-Vermutung

  • debier datenbank(Leitsatz frei, Volltext 2,50 €)

    GEMA-Vermutung IV

    §§ 2 Abs. 1 Nr. 2, 16, 17, 31 Abs. 4, 97 UrhG

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    GEMA-Vermutung IV; Vermutung für Wahrnehmung der Rechte an Spielfilmen durch die GEMA

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1988, 1847
  • MDR 1988, 469
  • GRUR 1988, 296
  • ZUM 1988, 241



Kontextvorschau:





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (24)  

  • OLG Köln, 09.01.2009 - 6 U 86/08  

    Der Frosch mit der Maske

    Verträge über Nutzungsrechte für noch nicht bekannte Nutzungsarten waren vor 1966 zwar nicht schlechthin unwirksam, weil es damals keine Vorschrift wie den von 1966 bis 2007 geltenden § 31 Abs. 4 UrhG gab (vgl. nur BGH, GRUR 1988, 296 [299] - GEMA-Vermutung IV; OLG München, ZUM 2000, 61 [64 f.] = OLGR 2000, 144 - Das kalte Herz; Wandtke / Holzapfel, GRUR 2004, 284 [286] m.w.N.).

    Damit stand schon vor Einführung des § 31 Abs. 4 UrhG in seiner von 1966 bis 2007 gültigen Fassung der allgemeine Zweckübertragungsgedanke der Einräumung von Rechten an einer noch nicht bekannten Nutzungsart an sich regelmäßig entgegen (BGH, GRUR 1988, 296 [299] - GEMA-Vermutung IV; vgl. von Gamm, a.a.O., § 31 Rn. 15; Wandtke / Holzapfel, GRUR 2004, 284 [286] m.w.N.), und zwar auch im Verhältnis zwischen Filmschaffenden und Filmherstellern (so in einem obiter dictum BGH, GRUR 1991, 133 [135] - Videozweitauswertung I).

    Für diese Auffassung spricht die vom Bundesgerichtshof betonte Maßgeblichkeit des Zweckübertragungsgedankens - bei möglicher Berücksichtigung des besonderen Verhältnisses von Urheber und Verwertungsgesellschaft -schon für die Frage, ob in Altverträgen die Rechte an einer noch nicht bekannten Nutzungsart wirksam eingeräumt worden sind (BGH, GRUR 1988, 296 [299] - GEMA-Vermutung IV).

  • BGH, 28.10.2010 - I ZR 18/09  

    Der Frosch mit der Maske

    Bis zum Inkrafttreten des Urheberrechtsgesetzes am 1. Januar 1966 konnten zwar Nutzungsrechte für noch nicht bekannte Nutzungsarten wirksam eingeräumt werden (vgl. BGH, Urteil vom 5. Juni 1985 - I ZR 53/83, GRUR 1986, 62, 66 - GEMA-Vermutung I, insoweit nicht in BGHZ 95, 274 abgedruckt; Urteil vom 15. Oktober 1987 - I ZR 96/85, GRUR 1988, 296, 299 - GEMA-Vermutung IV).

    a) Vor dem Inkrafttreten des Urheberrechtsgesetzes standen nach der Rechtsprechung des Reichsgerichts und des Bundesgerichtshofs der das gesamte Urheberrecht beherrschende Leitgedanke einer möglichst weitgehenden Beteiligung des Urhebers an der wirtschaftlichen Verwertung seines Werkes (Beteiligungsgrundsatz) und der darauf beruhende Auslegungsgrundsatz, dass der Urheber im Zweifel nur die Nutzungsrechte einräumt, die für das Erreichen des Vertragszwecks unerlässlich sind (Übertragungszweckgedanke), der grundsätzlich zulässigen Einräumung von Nutzungsrechten für noch nicht bekannten Nutzungsart regelmäßig entgegen (vgl. BGH, GRUR 1988, 296, 299 - GEMA-Vermutung IV).

  • BGH, 02.10.1997 - I ZR 88/95  

    "Spielbankaffaire"; Geltendmachung einer ausschließlichen urheberrechtlichen

    Deshalb ist hier nach dem Recht Luxemburgs zu entscheiden, ob von den Filmurhebern des im Jahre 1956 hergestellten Spielfilms bereits damals über das Recht zur Satellitensendung verfügt werden konnte (vgl. dazu auch - zur Verfügung ausländischer Urheber über Befugnisse aus dem UrhG - BGH, Urteil vom 15.10.1987 - I ZR 96/85, GRUR 1988, 296, 298 - GEMA-Vermutung IV; vgl. weiter - zum Warenzeichenrecht - BGH, Urteil vom 21.10.1964 - Ib ZR 22/63, GRUR Int. 1965, 504, 506 - Carla; Ulmer, Die Immaterialgüterrechte im internationalen Privatrecht, S. 51; Katzenberger, Festschrift Schricker, S. 225, 258; Benkard/Ullmann, Patentgesetz , 9. Aufl., § 15 Rdn. 134, 136; Hiestand, Die Anknüpfung internationaler Lizenzverträge, 1993, S. 113 f. m.w.N.).

    Eine zwingende vertragsrechtliche Vorschrift über die Übertragbarkeit von Rechten an unbekannten Nutzungsarten, die bei Anwendbarkeit des deutschen Rechts als Vertragsstatut neben den Bestimmungen des Rechts des Schutzlandes über die Übertragbarkeit des Rechts an Satellitensendungen zu beachten gewesen wäre (vgl. dazu Katzenberger, Festschrift Schricker, S. 225, 254 ff.), bestand im übrigen zur damaligen Zeit im deutschen Urhebervertragsrecht nicht (zum Recht der DDR vgl. Pfister, Das Urheberrecht im Prozeß der deutschen Einigung, 1996, S. 135 f., 139; Reupert, ZUM 1994, 87, 95 ff.; vgl. auch Wandtke/Haupt, Die Rechte der Urheber und ausübenden Künstler im Arbeits- und Dienstverhältnis, 1993, Rdn. 479; dies. in: Adrian/Nordemann/Wandtke (Hrsg.), Erstreckungsgesetz und Schutz des geistigen Eigentums, 1992, S. 191, 200 ff.; zum damaligen Recht der Bundesrepublik Deutschland vgl. BGH, GRUR 1988, 296, 299 - GEMA-Vermutung IV).

  • BGH, 19.01.2006 - I ZR 5/03  

    Alpensinfonie

    Die Vorschrift des § 31 Abs. 4 UrhG gilt zwar auch für Wahrnehmungsverträge mit Verwertungsgesellschaften (vgl. BGHZ 95, 274, 282 f. - GEMA-Vermutung I; BGH, Urt. v. 15.10.1987 - I ZR 96/85, GRUR 1988, 296, 298 - GEMA-Vermutung IV); die Verwendung von DVDs ist aber im Hinblick auf die seit Jahren bekannte Videokassettennutzung keine unbekannte Nutzungsart im Sinne dieser Vorschrift (vgl. BGH, Urt. v. 19.5.2005 - I ZR 285/02, GRUR 2005, 937, 939 = WRP 2005, 1542 - Der Zauberberg, für BGHZ 163, 109 vorgesehen).
  • BGH, 14.10.1999 - I ZR 117/97  

    Musical-Gala; Unterlassung der bühnenmäßigen Aufführung eines Werkes

    Für die Auslegung des Umfangs einer Rechtseinräumung ist auch bei Wahrnehmungsverträgen mit Verwertungsgesellschaften der Zweckübertragungsgedanke maßgeblich (vgl. BGH, Urt. v. 5.6.1985 - I ZR 53/83, GRUR 1986, 62, 66 - GEMA-Vermutung I, insoweit nicht in BGHZ 95, 274; Urt. v. 15.10.1987 - I ZR 96/85, GRUR 1988, 296, 299 - GEMA-Vermutung IV; Schricker/Reinbothe, Urheberrecht, 2. Aufl., § 6 WahrnG Rdn. 5; Hertin in Fromm/Nordemann, Urheberrecht, 9. Aufl., §§ 31/32 Rdn. 40).
  • BGH, 29.03.2001 - I ZR 182/98  

    Lepo Sumera; Einräumung von Nutzungsrechten an Werken sowjetischer Urheber;

    Soweit auf die Verfügung über das Urheberrecht das Recht des Schutzlandes anzuwenden ist (vgl. BGH, Urt. v. 15.10.1987 - I ZR 96/85, GRUR 1988, 296, 298 - GEMA-Vermutung IV; BGHZ 136, 380, 387 f. - Spielbankaffaire), führt dies ebenfalls zur Anwendung deutschen Rechts.
  • BGH, 11.10.1990 - I ZR 59/89  

    Videozweitauswertung

    Im übrigen wäre auch bei Altverträgen zu berücksichtigen, daß nach früherem Recht der Zweckübertragungsgedanke der Einräumung von Rechten an einer noch nicht bekannten Nutzungsart an sich regelmäßig entgegenstand (vgl. BGH, Urt. v. 15.10.1987 - I ZR 96/85, GRUR 1988, 296, 299 - GEMA-Vermutung IV).

    Die Regelung des § 31 Abs. 4 UrhG gehört zu den zwingenden Normen des Urheberrechtsgesetzes (BGH GRUR 1988, 296, 298 - GEMA-Vermutung IV).

    Maßgebend ist, daß die Nutzungsart nicht nur mit ihren technischen Möglichkeiten bekannt ist, sondern auch als wirtschaftlich bedeutsam und verwertbar (vgl. BGHZ 95, 274, 284 - GEMA-Vermutung I; BGH GRUR 1988, 296, 298 - GEMA-Vermutung IV).

  • BGH, 12.02.2015 - I ZR 204/13  

    Passivlegitimation des Mitveranstalters gegenüber einer Verwertungsgesellschaft -

    Die Beklagte hat sich insbesondere nicht gegen die zugunsten der Klägerin bestehende Vermutung gewandt, dass die Klägerin zur Wahrnehmung der Aufführungsrechte aus §§ 15 Abs. 2, 19 Abs. 2 UrhG befugt ist und die genutzten Musikwerke urheberrechtlich geschützt sind (vgl. BGH, Urteil vom 5. Juni 1985 - I ZR 53/83, BGHZ 95, 274, 276 - GEMA-Vermutung I; Urteil vom 13. Juni 1985 - I ZR 35/83, BGHZ 95, 285, 288 - GEMA-Vermutung II; Urteil vom 5. Dezember 1985 - I ZR 137/83, NJW 1986, 1249, 1250 - GEMA-Vermutung III; Urteil vom 15. Oktober 1987 - I ZR 96/85, GRUR 1988, 296, 297 - GEMA-Vermutung IV).
  • OLG München, 16.11.2006 - 29 U 3486/06  

    Auskunfts- und Vergütungsansprüche der GEMA gegen Werbeagentur wegen Benutzung

    Zugunsten der Beklagten besteht angesichts ihres umfassenden In- und Auslandsrepertoires eine tatsächliche Vermutung ihrer Wahrnehmungsbefugnis für die Aufführungsrechte an in- und ausländischer Tanz- und Unterhaltungsmusik sowie für die sogenannten mechanischen Rechte; die Vermutung erstreckt sich auch darauf, dass diese Werke urheberrechtlich geschützt sind; sie umfasst grundsätzlich auch Filmmusik (vgl. BGHZ 95, 274, 288 - GEMA-Vermutung II; BGH GRUR 1988, 296, 297 - GEMA-Vermutung IV).
  • OLG München, 29.04.2010 - 29 U 3698/09  

    Urheberrechtsschutz: Vervielfältigung von Musikwerken durch Upload auf einen

    Nach dem Recht des Schutzlandes - und damit im Streitfall nach deutschem Recht (§ 31 UrhG) - beurteilt sich auch, ob die Einräumung von Nutzungsrechten mit dinglicher Wirkung gegen Dritte zulässig ist (vgl. Ullrich, ZUM 2010, 311, 321 m.w.N.; BGH GRUR 1988, 296, 298 - GEMA-Vermutung IV zur zwingenden Anwendbarkeit der §§ 31 ff. UrhG bei Verfügungen, die ein ausländischer Urheber über ein ihm für die Bundesrepublik Deutschland gewährtes Recht trifft).

    Im Hinblick darauf, dass die Beklagte mit ihrem Widerklageantrag Schutz für das Inland begehrt, sind wie bereits erörtert, die Vorschriften des deutschen Urheberrechtsgesetzes anwendbar; nach dem Recht des Schutzlandes - und damit im Streitfall nach deutschem Recht - beurteilt sich - unabhängig von der Herkunft bzw. Staatsangehörigkeit des Urhebers - auch, ob die Einräumung von Nutzungsrechten mit dinglicher Wirkung gegen Dritte zulässig ist (vgl. Ullrich, ZUM 2010, 311, 321 m.w.N.; BGH GRUR 1988, 296, 298 - GEMA-Vermutung IV).

  • BGH, 30.09.2010 - Xa ZR 123/09  

    Solara

  • BGH, 26.01.1995 - I ZR 63/93  

    Videozweitauswertung III

  • BGH, 29.06.1989 - I ZR 179/87  

    "Gesetzliche Vermutung"; Umfang der gesetzlichen Vermutung der

  • BGH, 16.11.1989 - I ZR 15/88  

    "Raubkopien"; Anforderungen an die Schätzung eines Mindestschadens aufgrund der

  • OLG Hamburg, 02.09.2009 - 5 U 8/08  

    Unberechtigte Verwendung von Lichtbildern: Bemessung der fiktiven Lizenzgebühr

  • BGH, 11.12.1997 - I ZR 170/95  

    Vervielfältigung und Verbreitung der Neueinspielung einer Liedbearbeitung;

  • OLG Schleswig, 15.05.2001 - 6 U 84/99  

    Zum urheberechtlichen Schutz des Formats einer Fernsehshow

  • BGH, 21.04.1988 - I ZR 210/86  

    "Kopierwerk"; Ansprüche der GEMA gegenüber dem Betreiber eines Kopierwerks

  • BGH, 28.10.2010 - I ZR 85/09  

    Urheberrecht: Einräumung von Nutzungsrechten eines Drehbuchautors an unbekannten

  • LG Kiel, 02.11.2004 - 16 O 112/03  

    Anspruch eines freiberuflichen Fotografen auf Unterlassung und Schadensersatz

  • OLG Hamburg, 05.11.1998 - 3 U 212/97  

    Nutzungsrechte an Fotografien

  • LG München I, 26.07.1995 - 21 O 18884/93  

    Urheberrechtsverletzung durch Verwendung von Fotografien unter Überschreitung der

  • OLG Hamm, 23.08.2012 - 22 W 55/12  

    Streitwert einer Klage auf Unterlassung sowie auf Schadensersatz wegen einer

  • OLG Hamm, 12.03.2012 - 22 W 13/12  

    Streitwert einer Klage wegen Verletzung des Urheberrechts; Höhe der

Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.

Sie müssen eingeloggt sein, um diese Funktion zu nutzen.

Sie haben noch kein Nutzerkonto? In weniger als einer Minute ist es eingerichtet und Sie können sofort diese und weitere kostenlose Zusatzfunktionen nutzen.

| | Was ist die Merkfunktion?

Ablegen in

Benachrichtigen, wenn:




 Alle auswählen Alle auswählen


 


Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht