Rechtsprechung
   BFH, 14.12.1978 - I R 121/76   

Volltextveröffentlichungen (2)

Kurzfassungen/Presse

  • NWB SteuerXpert START (Leitsatz)

    GewStG § 2 Abs. 1; GewStDV § 1 Abs. 1
    Für Rundfunkanstalt tätige Rundfunkermittler sind gewerbesteuerpflichtig, wenn Umfang ihrer Tätigkeit und Höhe ihrer Einnahmen weitgehend vom persönlichen Einsatz abhängen

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 126, 311
  • BB 1979, 145
  • DB 1979, 482
  • BStBl II 1979, 188



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Wird zitiert von ... (33)  

  • BFH, 02.12.1998 - X R 83/96  

    Zum Begriff der Selbständigkeit im Steuerrecht

    Ein Rundfunkermittler, der im Auftrage einer Rundfunkanstalt Schwarzhörer aufspürt, ist kein Arbeitnehmer, sondern Gewerbetreibender, wenn die Höhe seiner Einnahmen weitgehend von seinem eigenen Arbeitseinsatz abhängt und er auch im übrigen --insbesondere bei Ausfallzeiten-- ein Unternehmerrisiko in Gestalt des Entgeltrisikos trägt (Bestätigung des BFH-Urteils vom 14. Dezember 1978 I R 121/76, BFHE 126, 311, BStBl II 1979, 188).

    Soweit der Bundesfinanzhof (BFH) in seinem Urteil vom 14. Dezember 1978 I R 121/76 (BFHE 126, 311, BStBl II 1979, 188) die nichthoheitliche Tätigkeit des Rundfunkermittlers daraus herleite, daß diesem keine Zwangsbefugnisse zustünden, sei anzumerken, daß den unstreitig hoheitlich tätigen staatlichen Rundfunkanstalten selbst ein solches Beitreibungsrecht nicht zustehe.

    Der BFH hat in ständiger Rechtsprechung entschieden, daß der Rundfunkermittler ein Gewerbe ausübt (Urteile vom 27. Juni 1978 VIII R 184/75, BFHE 126, 40, BStBl II 1979, 53; in BFHE 126, 311, BStBl II 1979, 188, 190 a.E.; Beschluß vom 10. August 1994 I B 17/94, BFH/NV 1995, 205).

    c) Der Kläger kann eigene Unternehmerinitiative entfalten und durch den Umfang seines Arbeitseinsatzes den Erfolg seiner Tätigkeit beeinflussen (vgl. hierzu BFH-Urteile in BFHE 126, 311, BStBl II 1979, 188; vom 13. Februar 1980 I R 17/78, BFHE 129, 565, BStBl II 1980, 303).

    Er ist hinsichtlich der Einteilung seiner Zeit frei, auch wenn die persönliche Kontaktaufnahme zu Gebührenschuldnern nur innerhalb eines durch Rechtsvorschriften und nach der Natur der Sache vorgegebenen Zeitrahmens zulässig und möglich ist (vgl. Urteil in BFHE 126, 311, 316, BStBl II 1979, 188, 190).

  • BFH, 14.12.1988 - X R 34/82  
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  • BFH, 20.04.1988 - X R 40/81  

    Arbeitnehmereigenschaft

    a) Arbeitnehmer im steuerrechtlichen Sinne (zur Eigenständigkeit des Begriffs auf den verschiedenen Rechtsgebieten vgl. auch Urteil des Bundesgerichtshofs - BGH - vom 15. Dezember 1986 StbSt (R) 2/86 in Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 1987, 2.751) ist in Anlehnung an § 1 Abs. 2 der Lohnsteuer-Durchführungsverordnung (LStDV) die natürliche Person, die in einem Dienstverhältnis weisungsgebunden und/oder organisatorisch eingegliedert ihre Arbeitskraft schuldet und dabei vom Vermögensrisiko der Erwerbstätigkeit grundsätzlich freigestellt ist (Lang in Stolterfoth, Grundfragen des Lohnsteuerrechts, Jahrbuch der deutschen steuerjuristischen Gesellschaft, 1986 - JDStJG 1986 -, 15, 33; Schmidt/Drenseck, a.a.O.; speziell zum Fehlen des Unternehmerrisikos: BFH-Urteile vom 20. Januar 1972 IV R 1/69, BFHE 104, 169, BStBl II 1972, 214, 215; vom 14. Dezember 1978 I R 121/76, BFHE 126, 311, BStBl II 1979, 188, 189 f.; in BFHE 129, 565, BStBl II 1980, 303 f.; vom 14. Juni 1985 VI R 150-152/82, BFHE 144, 225, BStBl II 1985, 661, 663).
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