Rechtsprechung
   BGH, 12.01.1960 - I ZR 30/58   

Volltextveröffentlichungen (2)

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    Plagiatsvorwurf / La chatte

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1960, 672 (Ls.)
  • MDR 1960, 371
  • GRUR 1960, 500
  • BB 1960, 265



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Wird zitiert von ... (31)  

  • BGH, 18.11.2014 - VI ZR 76/14  

    Nachtrag zu einer ursprünglich zulässigen Verdachtsberichterstattung nach

    In dieser Wirkung kann auch dann ein rechtswidriger Zustand liegen, wenn die Äußerung zwar zunächst gerechtfertigt war, die den Rechtfertigungsgrund ergebenden Tatsachen aber in der Folgezeit fortgefallen sind (Senatsurteile vom 10. Juli 1959 - VI ZR 149/58, NJW 1959, 2011, 2012; vom 11. Januar 1966 - VI ZR 221/63, NJW 1966, 647, 649; vom 30. November 1971 - VI ZR 115/70, BGHZ 57, 325, 328 f.; BGH, Urteile vom 25. April 1958 - I ZR 97/57, NJW 1958, 1043 und vom 12. Januar 1960 - I ZR 30/58, JZ 1960, 701, 702; Kamps in Götting/Schertz/Seitz, Handbuch des Persönlichkeitsrechts, § 49 Rn. 19; Wenzel/Gamer, Das Recht der Wort- und Bildberichterstattung, 5. Aufl., Kap. 13 Rn. 23 f.; a.A. Soehring in ders./Hoene, Presserecht, 5. Aufl., § 31 Rn. 3a f.).

    Unter Abwägung der beiderseitigen Grundrechtspositionen ist die schonendste Maßnahme zu wählen, die zur Beseitigung des Störungszustandes geeignet ist (Senatsurteile vom 3. Juni 1969 - VI ZR 17/68, WM 1969, 915, 917; vom 30. November 1971 - VI ZR 115/70, BGHZ 57, 325, 333; vom 25. November 1986 - VI ZR 57/86, BGHZ 99, 133, 138; BGH, Urteil vom 21. Januar 1960 - I ZR 30/58, JZ 1960, 701, 702 f.; Seyfarth, NJW 1999, 1287, 1294; MünchKomm-BGB/Rixecker, 6. Aufl., Anhang zu § 12 Rn. 223; Wenzel/Gamer, Das Recht der Wort- und Bildberichterstattung, 5. Aufl., Kap. 13 Rn. 25; Kamps in Götting/Schertz/Seitz, Handbuch des Persönlichkeitsrechts, § 49 Rn. 33 f., 49; vgl. auch BVerfGE 97, 125, 150).

    Das Berufungsgericht hat bei der Entscheidung über das schonendste Mittel diesem Gedanken bereits insoweit Rechnung getragen, als es die Erklärung für ausreichend erachtet hat, dass der Verdacht nicht aufrechterhalten werde (vgl. BVerfG, NJW 2004, 354, 355; BGH, Urteile vom 25. April 1958 - I ZR 97/57, NJW 1958, 1043 und vom 12. Januar 1960 - I ZR 30/58, JZ 1960, 701, 703; vgl. Soehring in ders./Hoene, Presserecht, 5. Aufl., § 31 Rn. 4a).

    Um den Eindruck eines Fehlers durch die frühere Berichterstattung zu vermeiden, ist dabei ein Hinweis auf die zwischenzeitliche Klärung des Sachverhalts, deren Einzelheiten nicht ausgeführt werden müssen, aufzunehmen (vgl. BGH, Urteil vom 12. Januar 1960 - I ZR 30/58, aaO).

  • BGH, 28.07.2015 - VI ZR 340/14  

    Löschungsanspruch gegen Äußerungen auf Webseiten Dritter

    Er kann den Störer nicht nur gemäß § 1004 Abs. 1 Satz 2 BGB analog auf Unterlassung weiterer Störungen, sondern in entsprechender Anwendung von Satz 1 dieser Bestimmung auch auf Beseitigung eines durch die unwahren Tatsachenbehauptungen geschaffenen Zustands fortdauernder Rufbeeinträchtigung in Anspruch nehmen, der sich für ihn als eine stetig sich erneuernde und fortwirkende Quelle der Ehrverletzung darstellt (vgl. Senatsurteil vom 30. November 1971 - VI ZR 115/70, BGHZ 57, 325, 326 ff., 332 f.; BGH, Urteile vom 12. Januar 1960 - I ZR 30/58, JZ 1960, 701, 702; vom 28. September 1973 - I ZR 136/71, NJW 1973, 2285, 2286; BVerfG, AfP 1997, 619, 620; NK-BGB/Katzenmeier, 2. Auflage, Vor §§ 823 ff Rn. 79 ff., § 823 Rn. 241 ff.; MünchKommBGB/Rixecker, 6. Aufl., Anhang zu § 12 Rn. 219 ff.; Staudinger/Hager, 13. Bearb. 1999, § 823 C 271; Palandt/Sprau, BGB, 74. Aufl., Einf v § 823 Rn. 38; Teplitzky, Wettbewerbsrechtliche Ansprüche und Verfahren, 10. Aufl., 22. Kapitel, Rn. 2; vgl. auch Senatsurteil vom 14. Mai 2013 - VI ZR 269/12, BGHZ 197, 213 Rn. 28 sowie zum Beseitigungsanspruch in Gestalt der Veröffentlichung einer strafbewehrten Unterlassungsverpflichtung bei unzulässiger Meinungsäußerung: Senatsurteil vom 25. November 1986 - VI ZR 57/86, BGHZ 99, 133, 136 ff.).

    Die Löschung bzw. das Hinwirken auf Löschung im Internet abrufbarer Tatsachenbehauptungen kann dementsprechend nur verlangt werden, wenn und soweit die beanstandeten Behauptungen nachweislich falsch sind und die begehrte Abhilfemaßnahme unter Abwägung der beiderseitigen Rechtspositionen, insbesondere der Schwere der Beeinträchtigung, zur Beseitigung des Störungszustands geeignet, erforderlich und dem Störer zumutbar ist (vgl. Senatsurteile vom 3. Mai 1977 - VI ZR 36/74, BGHZ 68, 331, 337; vom 25. November 1986 - VI ZR 57/86, BGHZ 99, 133, 138; vom 18. November 2014 - VI ZR 76/14, AfP 2015, 36 Rn. 40; BGH, Urteile vom 12. Januar 1960 - I ZR 30/58, JZ 1960, 701, 702 f.; vom 18. September 2014 - I ZR 76/13, GRUR 2015, 258 Rn. 62 ff.; MünchKomm-BGB/Rixecker, 6. Aufl., Anhang zu § 12 Rn. 223; Wenzel/Gamer, Das Recht der Wort- und Bildberichterstattung, 5. Aufl., Kap. 13 Rn. 25; Kamps in Götting/Schertz/Seitz, Handbuch des Persönlichkeitsrechts, § 49 Rn. 33 f., 49; jeweils mwN).

  • BGH, 22.04.2008 - VI ZR 83/07  

    Richtigstellungsanspruch des BKA gegen FOCUS

    Demgegenüber wird der verschuldensunabhängige Anspruch auf Richtigstellung bei einer fortdauernden Beeinträchtigung nicht ausgeschlossen, weil kein rechtfertigender Grund erkennbar ist, an Behauptungen festzuhalten, die - wie hier - als unwahr anzusehen sind (vgl. BVerfGE 97, 125, 149; BGH, Urteil vom 12. Januar 1960 - I ZR 30/58 - MDR 1960, 371; Damm/Rehbock, aaO, Rn. 869; Soehring, aaO, Rn. 31.4; Soehring/Seelmann-Eggebert, NJW 2005, 571, 581).
  • BGH, 30.11.1971 - VI ZR 115/70  

    Pflicht eines Presseorgans zur Mitteilung über Freispruch

    Die Pflicht, eine Erklärung abzugeben, die einen geschaffenen Störungszustand beseitigt oder doch mindert, ist aber nicht schlechthin davon abhängig, ob die Beklagte im Zeitpunkt der Äußerung rechtswidrig gehandelt hat (BGH Urt. v. 12. Januar 1960 - I ZR 30/58 = LM BGB § 1004 Nr. 49 = JZ 1960, 170 [BVerfG 17.03.1959 - 1 BvL 5/57]; vgl. auch Urt. v. 11. Januar 1966 - VI ZR 221/63 = LM GG Art. 5 Nr. 22 = NJW 1966, 647 [BGH 11.01.1966 - VI ZR 221/63]).

    Auch zur (hier entsprechenden) Anwendung des § 1004 Abs. 2 BGB ist erforderlich, daß die Folgen eines rechtmäßigen Eingriffs in den Duldungsbereich fallen (Erman/Hefermehl 4. Aufl. § 1004, 9 und 10; vgl. auch Westermann JZ 1960, 692, 694 [BGH 12.01.1960 - I ZR 30/58] II a.E; Baur, AcP 160, 465, 480 ff).

    In I ZR 30/58 gab der Gesichtspunkt der Wahrnehmung berechtigter Interessen einen Rechtfertigungsgrund für die Behauptung und Verbreitung nicht erweislich wahrer Tatsachen, aber damit nicht für Bestehenlassen einer erwiesen unwahren Tatsachenbehauptung (vgl. Neumann-Duesberg in Schulze BGHZ Nr. 67 Anm. 22).

  • OLG Hamburg, 07.07.2015 - 7 U 29/12  

    "Recht auf Vergessenwerden" auch bei Betreibern von Archiven

    Dass die Begründung eines Zustandes nicht rechtswidrig gewesen ist, steht seiner Beurteilung als Störung bei seiner Fortdauer nach den allgemeinen Grundsätzen nicht entgegen (s. z.B. BGH, Urt. v. 18.11.2014, Az. VI ZR 76/14; std. Rspr seit BGH, Urt. v. 12.1. 1960, GRUR 1960, S. 500 ff., 502 ff.).
  • BGH, 12.02.1985 - VI ZR 225/83  

    Darlegungs- und Beweislast für die Wahrnehmung berechtigter Interessen bei

    Die Vorschrift des § 193 StGB nimmt dem Mitteilenden das Risiko ab, daß sich eine von ihm aufgestellte Behauptung trotz Beachtung der von ihm zu verlangenden Sorgfaltspflichten nachträglich als falsch erweist; sie greift also - den Nachweis sorgfältiger Recherchen vorausgesetzt - sogar in solchen Fällen ein, in denen dieses Risiko infolge festgestellter Unwahrheit der Behauptung praktisch wird (BGH, Urteil vom 12. Januar 1960 - I ZR 30/58 - GRUR 1960, 500, 502; Wenzel , Das Recht der Wort- und Bildberichterstattung, 2. Aufl., Rdn. 5.33 f und 5.98).
  • BGH, 19.12.1960 - GSZ 1/60  

    Sportplatzasche - § 839 BGB, keine Naturalrestitution

    In Anlehnung an § 1004 BGB und verwandte Bestimmungen hat die Rechtsprechung den Grundsatz entwickelt, daß der Betroffene vom Störer Widerruf einer unrichtigen Behauptung verlangen kann, um einem Zustand fortdauernder Rufbeeinträchtigung ein Ende zu machen und so die rechtswidrige Störung abzustellen (vgl. RGZ 148, 114 [123]; RG JW 1933, 1400; RG DR 1939, 2009; RArbGE 19, 260; OGHZ 1, 182; BGHZ 14, 163 [173]; 31, 308; I ZR 87/51 vom 18. Januar 1952 = LM § 812 BGB Nr. 6 = NJW 1952, 417; I ZR 97/57 vom 25. April 1958 = LM § 14 UWG Nr. 6 = JZ 1958, 438; I ZR 30/58 vom 12. Januar 1960 = LM § 1004 BGB Nr. 49 = JZ 1960, 701).
  • OLG Hamburg, 28.01.2014 - 7 U 44/12  

    Persönlichkeitsrechtsverletzung in der Presse: Berichtigungsanspruch bei

    Deshalb kann nur eine Erklärung des Inhalts verlangt werden, dass der Verdacht nicht aufrechterhalten wird, zumal diese auch den Interessen des Betroffenen genügt (vgl. bereits BGH NJW 1960, 672 - La Chatte ebenso Prinz/Peters, a.a.O., Rn. 681).

    Es reicht, dass der von ihr geschaffene Störungszustand als rechtswidrig fortdauert (vgl. bereits BGH NJW 1960, 672 - La Chatte; Prinz/Peters, a.a.O., Rn. 681).

  • BGH, 13.12.1984 - I ZR 107/82  

    Feststellungsinteresse

    Dem stehen die vom Berufungsgericht genannten Entscheidungen des Bundesgerichtshofes vom 12.1.1960 - I ZR 30/58 (GRUR 1960, 500, 504 - Plagiatsvorwurf) und vom 20.11.1975 - KZR 1/75 (GRUR 1976, 206, 209 = WRP 1976, 156 - Rossignol) nicht entgegen, da es sich in jenen Fällen um die Feststellung der Zulässigkeit von künftigen Verhaltensweisen ging, die - anders als vorliegend - in hohem Maße hypothetisch waren und deren Bewertung in der Tat von den erst in der Zukunft zu erwartenden und unbestimmten und in den dort vorliegenden Sachverhalten noch nicht konkretisierten Umständen abhing.
  • BGH, 25.05.1962 - I ZR 181/60  
    Ergibt sich, daß dieser Einwand des Beklagten durchschlägt, so bleibt den Klägern die Möglichkeit offen, ihrerseits die Unwahrheit der Äußerungen zu beweisen und dadurch die Grundlage des Beseitigungsanspruchs aus § 1004 BGB (Widerruf bzw. Zurücknahme) darzutun (BGH GRUR 1958, 448, 449 - Blankoverordnungen; 1960, 500, 502 - Plagiatsvorwurf).

    In diesem Falle bedarf ferner der Prüfung, welche Form der Verurteilung als für die Beseitigung einer fortwirkenden Beeinträchtigung der Ehre der Kläger erforderlich, aber auch ausreichend erscheint; namentlich kann dann eine Erklärung des Beklagten ausreichen, daß sich die beanstandeten Äußerungen nach inzwischen erfolgter Klärung des Sachverhalts als unzutreffend erwiesen haben und deshalb nicht mehr aufrechterhalten werden (vgl. BGH GRUR 1960, 500, 503).

  • BGH, 07.10.1982 - I ZR 120/80  

    Rechtsschutzbedürfnis wegen Vermeidung der Aufhebung einer erlassenen

  • BGH, 12.03.1992 - I ZR 58/90  

    Plagiatsvorwurf II - Anschwärzung; Urteilsbekanntmachung

  • OLG Saarbrücken, 13.06.2012 - 5 U 5/12  

    Zur Wirksamkeit eines sog. E-Mail-"Disclaimers"; Schutz vor Veröffentlichung

  • BAG, 26.02.1987 - 6 AZR 571/83  

    Anspruch auf Arbeitsbefreiung ohne Anrechnung auf den Jahresurlaub für den Besuch

  • OLG München, 11.12.2003 - 29 U 4296/03  

    Wettbewerbsverstoß durch unsachliche Herabwürdigung eines Mitbewerbers

  • BGH, 05.06.1962 - VI ZR 236/61  

    Voraussetzungen des Widerrufs einer ehrkränkenden Behauptung

  • BGH, 23.06.1967 - Ib ZR 54/66  

    Vertrieb einer Lebensmittelmarkte - Ähnlichkeit mit bestehendem Produktdesign der

  • BGH, 20.11.1975 - KZR 1/75  

    Verbot der unbilligen Behinderung oder der unterschiedlichen Behandlung von

  • BGH, 22.03.1983 - VI ZR 13/81  

    Subsidiarität von Leistungspflichten aus der Familienkrankenhilfe bei eigener

  • OLG Brandenburg, 09.08.2001 - 9 UF 238/00  

    Verpflichtung zur Zahlung von Trennungsunterhalt; Wirksamkeit einer

  • BGH, 01.02.1977 - VI ZR 204/74  

    "Halsabschneider"

  • OLG Düsseldorf, 30.03.1995 - 6 U 41/94  
  • BGH, 16.05.1961 - I ZR 175/58  

    Torsana

  • BAG, 14.07.1988 - 6 AZR 89/86  

    Anspruch auf tarifliche Auswärtszulage sowie Überstundenzuschläge und erhöhten

  • BGH, 03.12.1973 - II ZR 85/70  

    Anfechtung eines Abberufungsbeschlusses eines Genossenschaftsmitglieds -

  • BGH, 03.03.1970 - VI ZR 115/68  

    Voraussetzungen für einen Anspruch auf Schmerzensgeld - Antrag auf Abtrennung der

  • BGH, 22.05.1964 - Ib ZR 138/62  

    Antrag auf Unterlassung nicht erweislich wahrer Tatsachenbehauptungen -

  • BGH, 15.06.1967 - Ib ZR 157/64  

    Vorwurf einer rechtsverletzenden Nachahmung - Ausnutzung einer wettbewerblichen

  • BGH, 16.04.1969 - I ZR 109/67  

    Genehmigung der Verfügung eines Nichtberechtigten durch einen Berechtigten -

  • BGH, 19.12.1980 - I ZR 187/78  

    Zulässigkeit einer Verknüpfung zwischen Anzeigenblatt und Tageszeitung zur

  • BGH, 13.10.1961 - I ZR 6/60  

    Rechtsmittel

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