Rechtsprechung
| BGH, 18.05.1995 - I ZR 91/93 |
Busengrapscher/Schlüpferstürmer
Volltextveröffentlichungen (4)
- Rechtsanwälte Peter
Busengrapscher
- DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Wettbewerbswidrige Werbung durch Diskriminierung der Frau
- werbung-schenken.de
Busengrapscher
UWG § 1
Sittliche Anstößigkeit - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
UWG § 1
"Busengrapscher"; Sittenwidrigkeit einer Werbung mit sexuell anzüglichen Bilddarstellungen von Frauen
Zeitschriftenfundstellen
- BGHZ 130, 5
- NJW 1995, 2486
- ZIP 1995, 1216
- MDR 1995, 1030
- GRUR 1995, 592
- DB 1995, 2064
Wird zitiert von ... (22)
- BGH, 06.12.2001 - I ZR 284/00
H.I.V. "POSITIVE" II
Ebensowenig darf sich das Sittenwidrigkeitsurteil des § 1 UWG an allgemeinen ethischen Moralvorstellungen oder Anforderungen an den guten Geschmack orientieren (vgl. BGHZ 130, 5, 7 f.Es kann daher ein eigenes - auch wirtschaftlich begründetes - Anliegen der Gewerbetreibenden sein, nicht zusehen zu müssen, wie andere mit grob anstößigen Methoden den Markterfolg suchen, oder nicht vor die Entscheidung gestellt zu werden, ob sie selbst in gleicher Form Wettbewerb betreiben sollen, um nicht im Wettbewerb zurückzufallen (vgl. BGHZ 130, 5, 12.
Die Bedeutung der Grundrechte ist dabei schon bei der Prüfung, ob das angegriffene Verhalten sittenwidrig ist, mit abzuwägen (vgl. BVerfG GRUR 2001, 1058, 1060; BGHZ 130, 5, 8, 11.
- BGH, 15.05.1997 - I ZR 10/95
Politikerschelte - gefühlsbetonte Werbung; Pflichtangaben
Danach ist es Aufgabe des Wettbewerbsrechts nicht, die Werbung einer Geschmackszensur zu unterziehen (BGHZ 130, 5, 8 - Busengrapscher; BGH GRUR 1995, 595, 596 - Kinderarbeit). - BGH, 06.07.1995 - I ZR 110/93
Kinderarbeit - gefühlsbetonte Werbung; Erstbegehungsgefahr
Es ist nicht Aufgabe des Wettbewerbsrichters, die Werbung einer Geschmackszensur zu unterziehen (…vgl. BGH, Urt. v. 29.5.1970 - I ZR 25/69, GRUR 1970, 557, 558 - Erotik in der Ehe; Urt. v. 18.5.1995 - I ZR 91/93, Umdr. S. 8 - Busengrapscher, zur Veröffentlichung bestimmt).
- BGH, 06.07.1995 - I ZR 239/93
Ölverschmutzte Ente - gefühlsbetonte Werbung; GG - Meinungsfreiheit; GG - …
Es ist nicht Aufgabe des Wettbewerbsrichters, die Werbung einer Geschmackszensur zu unterziehen (…vgl. BGH, Urt. v. 29.5.1970 - I ZR 25/69, GRUR 1970, 557, 558 - Erotik in der Ehe; Urt. v. 18.5.1995 - I ZR 91/93, Umdr. S. 8 - Busengrapscher, zur Veröffentlichung bestimmt). - BPatG, 27.09.2012 - 27 W (pat) 31/11 Ein unerträglicher Verstoß gegen das sittliche Empfinden bei der Verwendung im geschäftlichen Wettbewerb ist aber nur anzunehmen, wenn ein Zeichen im Kontext mit den beanspruchten Waren Aussagen enthält, die menschenverachtend sind oder die Opfer in einen ihrem Andenken unwürdigen Kontext stellt und damit diese oder ihre Angehörigen verletzen muss (BPatG Beschl. v. 31. Juli 2012 27 W (pat) 511/12 - Massaker; BPatG Mitt 1985, 215; BGH GRUR 1995, 592 (594); BPatG BeckRS 2010, 24870 - gefesselte Frau).
- BPatG, 31.07.2012 - 27 W (pat) 511/12 Marken, die Personen als Opfer zeigen, können keinen staatlichen Schutz erfahren (vgl. BPatG Mitt 1985, 215; BGH GRUR 1995, 592 (594); BPatG BeckRS 2010, 24870 - gefesselte Frau).
- BPatG, 17.07.2008 - 26 W (pat) 69/05
DDR-Staatssymbol nicht als Marke geschützt
Gegen die guten Sitten verstoßen, wie bereits die Markenstelle im rechtlichen Ausgangspunkt zutreffend festgestellt hat, solche Marken, die das Empfinden eines beachtlichen Teils der beteiligten Verkehrskreise zu verletzen geeignet sind, indem sie sittlich, politisch oder religiös anstößig wirken, und nicht mehr nur geschmacklos sind (BGH GRUR 1964, 136, 137 - Schweizer; GRUR 1995, 592, 593 f. - Busengrapscher). - BPatG, 03.08.2011 - 26 W (pat) 116/10
FICKEN als Marke für alkoholische Getränke schutzfähig
Ein unerträglicher Verstoß gegen das sittliche Empfinden ist dann anzunehmen, wenn die angemeldete Marke über eine bloße Geschmacklosigkeit hinaus sexuelle Aussagen enthält, die massiv (z. B. geschlechtsspezifisch) diskriminierend und/oder die Menschenwürde beeinträchtigend sind bzw. ernsthaft so verstanden werden können (BGH GRUR 1995, 592, 595 - Busengrapscher; BPatG PAVIS PROMA 26 W (pat) 107/97 -Schenkelspreizer; BPatG PAVIS PROMA 26 W (pat) 244/02 -Ficke). - OLG München, 13.05.1996 - 29 W 1587/96
UWG § 1
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BPatG, 28.09.2010 - 27 W (pat) 96/10
“Gwendoline” - Comic-Zeichnung einer geknebelten und gefesselten Frau als Verstoß …
Marken mit einem Personen als Opfer zeigenden oder sonst diskriminierendem Inhalt können daher keinen staatlichen Schutz erfahren (vgl. BPatG Mitt. 1985, 215; BGH GRUR 1995, 592, 594). - BPatG, 09.02.2011 - 26 W (pat) 31/10
ARSCHLECKEN24 - Kein Markenschutz für Zeichen, die gegen die guten Sitten …
- BPatG, 16.09.1999 - 10 W (pat) 711/99
Frage der "guten Sitten" i.S. von § 7 Abs. 2 GeschmMG
- OLG Hamm, 24.02.2005 - 4 U 173/04
- BPatG, 14.09.2011 - 26 W (pat) 502/11
“Berliner Reichstagsbrand” verstößt als Wortmarke für Spirituosen nicht gegen die …
- BPatG, 21.09.2005 - 26 W (pat) 244/02
Die Eintragung der angemeldeten Marke “Ficke” verstößt nicht gegen die guten …
- BPatG, 28.03.2001 - 26 W (pat) 192/99
- BPatG, 16.10.2001 - 24 W (pat) 132/00
- BPatG, 05.03.2007 - 27 W (pat) 56/06
- BPatG, 23.04.2008 - 26 W (pat) 117/06
Pontifex
- BPatG, 09.02.2011 - 26 W (pat) 36/10
- BPatG, 28.09.2011 - 26 W (pat) 44/10
FICKEN LIQUORS als Marke schutzfähig
- BPatG, 26.09.2011 - 26 W (pat) 8/11
