Rechtsprechung
| BFH, 08.11.2000 - II R 64/98 |
Volltextveröffentlichungen (9)
- lexetius.com
GrEStG i. d. F. des JStG 1997 § 1 Abs. 2a, § 23 Abs. 3
- Simons & Moll-Simons
GrEStG i.d.F. des JStG 1997 § 1 Abs. 2a, § 23 Abs. 3
- IWW
- DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Änderungen des Gesellschafterbestands innerhalb des Fünfjahreszeitraums - Keine Berücksichtigung vor dem 1. 1. 1997 - Keine echte oder unechte Rückwirkung
- NWB SteuerXpert START
GrEStG i. d. F. des JStG 1997 § 1 Abs. 2 a GrEStG i. d. F. des JStG 1997 § 23 Abs. 3
Berücksichtigung von Änderungen im Gesellschafterbestand einer Personengesellschaft, die vor dem 1. Januar 1997 vorgenommen wurden, bei der Anwendung des § 1 Abs. 2 a - MittBayNot (Mitteilungen des Bayerischen Notarvereins, der Notarkasse und der Landesnotarkammer Bayern) (Volltext und Entscheidungsanmerkung, Teil der PDF-Heftausgabe, Seite 125)
§§ 1, 23 GrEStG 1997
Zeitlicher Anwendungsbereich von § 1 Abs. 2a GrEStG - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
GrEStG (i.d.F. des JStG 1997 JStG 1997) § 1 Abs. 2a, § 23 Abs. 3
Grunderwerbsteuer bei Personengesellschaften - Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
- Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Anwendungsbereich des § 1 Abs. 2 a GrEStG gemäß § 23 Abs. 3 GrEStG
Besprechungen u.ä.
- MittBayNot (Mitteilungen des Bayerischen Notarvereins, der Notarkasse und der Landesnotarkammer Bayern) (Volltext und Entscheidungsanmerkung, Teil der PDF-Heftausgabe, Seite 125)
§§ 1, 23 GrEStG 1997
Zeitlicher Anwendungsbereich von § 1 Abs. 2a GrEStG
Sonstiges
Verfahrensgang
- FG Berlin, 01.10.1998 - 1 K 1214/98
- BFH, 08.11.2000 - II R 64/98
Zeitschriftenfundstellen
- BFHE 194, 252
- BB 2001, 296
- DB 2001, 312
- BStBl II 2001, 422
Wird zitiert von ... (18)
- BFH, 16.12.2003 - IX R 46/02
Steuerrecht - § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 1 EStG verfassungswidrig?
e) Der vorlegende Senat gründet seine Auffassung auf diese neuere Rechtsprechung des BVerfG (in diesem Sinne auch BFH-Urteile vom 12. Oktober 2000 III R 35/95, BFHE 193, 204, BStBl II 2001, 499, unter II. 1. b; vom 8. November 2000 II R 64/98, BFHE 194, 252, BStBl II 2001, 422, unter II. 1. b ee;… BFH-Beschluss vom 24. April 2001 VII S 6/01, BFH/NV 2001, 1303). - BFH, 20.10.2004 - II R 54/02
Steuerrecht - Fehlerhafte Personengesellschaftsverhältnisse: Grunderwerbssteuer
Änderungen im Gesellschafterbestand einer Personengesellschaft, die vor dem 1. Januar 1997 vorgenommen worden sind, sind gemäß § 23 Abs. 3 GrEStG bei der Anwendung des § 1 Abs. 2a GrEStG nicht zu berücksichtigen (Urteil des Bundesfinanzhofs -BFH- vom 8. November 2000 II R 64/98, BFHE 194, 252, BStBl II 2001, 422).Ein zwar fehlerhaft vollzogener, aber gleichwohl zivilrechtlich voll wirksamer Beitritt zu einer GbR ist in Bezug auf eine durch ihn etwa bewirkte Änderung des Gesellschafterbestandes i.S. des § 1 Abs. 2a GrEStG nach den im Zeitpunkt seines Vollzugs geltenden grunderwerbsteuerrechtlichen Regelungen zu beurteilen (vgl. auch BFH-Urteil in BFHE 194, 252, BStBl II 2001, 422).
- BFH, 27.04.2005 - II R 61/03
Unmittelbare Änderung des Gesellschafterbestands i.S. von § 1 Abs. 2a …
Die Änderung des Gesellschafterbestandes nach § 1 Abs. 2a Satz 1 GrEStG kann in einem einzelnen Rechtsvorgang oder in Teilakten über einen Zeitraum von längstens fünf Jahren erfolgen (vgl. zu § 1 Abs. 2a GrEStG a.F. Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 8. November 2000 II R 64/98, BFHE 194, 252, BStBl II 2001, 422).
- BFH, 11.09.2002 - II B 113/02
Grunderwerbsteuer bei Personengesellschaften
§ 1 Abs. 2a GrEStG enthält die Fiktion eines (auf Übereignung des Grundstücks auf eine neue Personengesellschaft gerichteten) Rechtsgeschäfts (BFH-Urteil vom 8. November 2000 II R 64/98, BFHE 194, 252, BStBl II 2001, 422). - FG Hessen, 20.05.2008 - 8 K 1797/03
Dauerschuldzinsen: Für die Berechnung der Jahresfrist ist die tatsächliche Dauer …
Der BFH knüpfe in seinem Urteil vom 08.11.2000 II R 64/98, BStBl II 2001, 422 daran an, dass ein Eingriff in die Grundrechte des Einzelnen zulässig sein könne, wenn die Interessen der Allgemeinheit gegenüber dem Vertrauen des Einzelnen in das Fortbestehen der bestehenden Rechtslage überwiegen würden.Denn im Hinblick auf das in Art. 20 Abs. 3 GG normierte Rechtsstaatsprinzip bedarf es besonderer Rechtfertigung, wenn der Gesetzgeber die Rechtsfolgen eines der Vergangenheit zugehörigen Verhaltens nachträglich belastend ändert (BFH in BStBl II 2001, 422).
- FG Niedersachsen, 20.02.2007 - 13 K 206/05
Abzugsfähigkeit von Unterhaltsleistungen als außergewöhnliche Belastung
Denn in Anlehnung an das Urteil des BFH vom 8. November 2000 (II R 64/98, BFHE 194, 252, BStBl. II 2001, 422), das zur zeitlichen Anwendung des § 1 Abs. 2a GrEStG alter Fassung in Verbindung mit § 23 Abs. 3 GrEStG ergangen ist und insbesondere mit Blick auf das Rechtsstaatsprinzip des Art. 20 Abs. 3 GG eine für den Steuerbürger vorhersehbare Besteuerungsrechtslage verlangt, beginnt der Lauf der Fünfjahresfrist für "mittelbare" Änderungen des Gesellschafterbestandes erstmals nach dem Inkrafttreten der neuen Vorschrift, nämlich am 1. Januar 2000.Denn mit der Neufassung des § 1 Abs. 2a GrEStG sind "mittelbare" Anteilsübertragungen erstmals in den Gesetzestatbestand aufgenommen worden, die die Grunderwerbsbesteuerung verschärfen, damit die Rechtsposition des Steuerbürgers (nur künftig) verschlechtern (vgl. auch NFG-Urteil vom 11. Juli 2000 7 K 374/99, EFG 2000, 1408 sowie anschließendes BFH-Urteil vom 30. April 2003 II R 79/00 BFHE 202, 387, BStBl. II 2003, 890 - ähnlich wie das BFH-Urteil vom 8. November 2000, a.a.O.; offen lassend dagegen BFH-Urteil vom 27. April 2005 II R 61/03, BFHE 210, 56, BStBl. II 2005, 649).
- FG Niedersachsen, 03.05.2006 - 7 K 374/03
"Mittelbare" Veränderung des Gesellschafterbestands nach § 1 Abs. …
Denn in Anlehnung an das Urteil des BFH vom 8. November 2000 (II R 64/98, BFHE 194, 252, BStBl. II 2001, 422), das zur zeitlichen Anwendung des § 1 Abs. 2a GrEStG alter Fassung in Verbindung mit § 23 Abs. 3 GrEStG ergangen ist und insbesondere mit Blick auf das Rechtsstaatsprinzip des Art. 20 Abs. 3 GG eine für den Steuerbürger vorhersehbare Besteuerungsrechtslage verlangt, beginnt der Lauf der Fünfjahresfrist für "mittelbare" Änderungen des Gesellschafterbestandes erstmals nach dem Inkrafttreten der neuen Vorschrift, nämlich am 1. Januar 2000.Denn mit der Neufassung des § 1 Abs. 2a GrEStG sind "mittelbare" Anteilsübertragungen erstmals in den Gesetzestatbestand aufgenommen worden, die die Grunderwerbsbesteuerung verschärfen, damit die Rechtsposition des Steuerbürgers (nur künftig) verschlechtern (vgl. auch NFG-Urteil vom 11. Juli 2000 7 K 374/99, EFG 2000, 1408 sowie anschließendes BFH-Urteil vom 30. April 2003 II R 79/00 BFHE 202, 387, BStBl. II 2003, 890 - ähnlich wie das BFH-Urteil vom 8. November 2000, a.a.O.; offen lassend dagegen BFH-Urteil vom 27. April 2005 II R 61/03, BFHE 210, 56, BStBl. II 2005, 649).
- FG Münster, 12.10.2004 - 8 K 5451/01
Änderung des Gesellschafterbestandes
Der BFH habe daher in seinem Urteil vom 08.11.2000 II R 64/98 BStBl. II 2001, 422 als Rechtsgeschäft im Sinne des § 1 Abs. 2 a GrEStG die Summe aller Rechtsakte (hier: Anteilserwerb), die die vollständige oder wesentliche Änderung des Gesellschafterbestandes bedeuten würde, angesehen.Dies kann sich über einen Zeitraum von längstens 5 Jahren hinziehen und in eine unbegrenzte Zahl von Teilakten zerfallen, die zusammen genommen tatbestandserfüllend sind und deren letzter die wesentliche Änderung des Gesellschafterbestandes endgültig herbeiführt (vgl. BFH-Urteil vom 08.11.2000 II R 64/98 BStBl. II 2001, 422).
- FG Düsseldorf, 15.12.2004 - 7 K 1423/02
Grundbesitzhaltende Personengesellschaft; Gesellschafterwechsel; Sukzessiver …
Dies ergebe sich aus dem BFH-Urteil vom 08.11.2000, DStR 2001 S. 166 ff. Mithin sei als Gegenleistung für den auf die Grundstücke entfallenden jeweiligen Anteilserwerb bei Anwendung der Boruttau'schen Formel.Aus der Entscheidung des BFH vom 8. November 2000 (II R 64/98, BStBl II 2001, 422) lässt sich ableiten, dass nicht allein der letzte Erwerbsakt als Rechtsgeschäft im Sinne des § 1 Abs. 2a GrEStG der Besteuerung unterliegt, sondern die Summe aller Rechtsakte.
- BFH, 16.02.2005 - II R 59/02
GrESt: PersG; Änderung des Gesellschafterbestands
Das fingierte Rechtsgeschäft kann nicht nur ein einzelner Rechtsvorgang sein, sondern auch eine Summe von Teilakten umfassen, die zusammen die vollständige oder wesentliche Änderung des Gesellschafterbestands einer Personengesellschaft ausmachen (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 8. November 2000 II R 64/98, BFHE 194, 252, BStBl II 2001, 422). - FG Münster, 12.06.2007 - 8 V 882/07
Erfassung eines Veräußerungsgewinns durch Einbringung von Anteilen an einer AG in …
- FG München, 11.02.2002 - 13 V 3920/01
Keine wesentliche Beteiligung i. S. des § 17 EStG durch Rückwirkung; …
- FG Münster, 19.09.2007 - 8 K 3489/05
Erfüllung des Grunderwerbsteuertatbestandes des § 1 Abs. 2a …
- FG Berlin, 15.03.2002 - 1 K 1400/01
Zeitpunkt des Erwerbs eines Grundstückes
- FG Sachsen, 18.07.2002 - 2 V 421/02
Rückgängigmachung eines in mehreren Teilakten erfolgten, …
- FG Nürnberg, 31.07.2002 - IV 80/02
Zur Frage, ob § 1 Abs. 2a GrEStG auch bei einem Gesellschafterwechsel einer …
- FG Nürnberg, 13.08.2002 - IV 81/02
Zur Frage, ob § 1 Abs. 2 a GrEStG auch bei einem Gesellschafterwechsel …
- FG Baden-Württemberg, 24.09.2003 - 5 K 248/02
Grunderwerbsteuer: Änderung des Gesellschafterbestandes
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