Rechtsprechung
| BGH, 15.05.2006 - II ZB 5/05 |
Volltextveröffentlichungen (8)
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ZPO § 253 § 519 Abs. 2
Anforderungen an die Bezeichnung der Parteien - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Verfahrensrecht - Parteibezeichnung als Teil der Prozesshandlung auslegungsfähig
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Verfahrensgang
- AG Oranienburg, 29.09.2004 - 28 C 70/04
- LG Neuruppin, 27.01.2005 - 4 S 300/04
- BGH, 15.05.2006 - II ZB 5/05
Zeitschriftenfundstellen
- NJW-RR 2006, 1569
- FamRZ 2006, 1193 (Ls.)
Wird zitiert von ... (21)
- BAG, 23.06.2009 - 2 AZR 474/07
Außerordentliche, hilfsweise ordentliche Tat- bzw. Verdachtskündigung
Entscheidend ist, welchen Sinn die Erklärung aus Sicht des Gerichts und des Prozessgegners hat (…Senat 28. August 2008 - 2 AZR 279/07 - aaO.; BGH 15. Mai 2006 - II ZB 5/05 - NJW-RR 2006, 1569). - BGH, 06.07.2006 - IX ZR 88/02
Steuerrecht - Ersatzfähiger Schaden eines Mandanten eines Steuerberaters
Es entspricht ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass auch bei äußerlich unrichtiger Bezeichnung grundsätzlich das Rechtssubjekt als Partei anzusehen ist, das durch die fehlerhafte Bezeichnung nach deren objektivem Sinn betroffen werden soll (BGH, Beschl. v. 15. Mai 2006 - II ZB 5/05, Rn. 11, z.V.b.). - BAG, 01.03.2007 - 2 AZR 525/05
Kündigungsschutzklage
Entscheidend ist, welchen Sinn die Erklärung aus der Sicht des Gerichts und des Prozessgegners hat (BGH 15. Mai 2006 - II ZB 5/05 - NJW-RR 2006, 1569).
- BGH, 09.09.2008 - VI ZB 53/07
Verfahrensrecht - Auslegung der Berufungsschrift
Etwas anderes gilt nur, wenn die Rechtsmittelschrift eine Beschränkung der Anfechtung erkennen lässt (vgl. Senatsurteil vom 21. Juni 1983 - VI ZR 245/81 - VersR 1983, 984, 985; BGH, Urteile vom 19. März 1969 - VIII ZR 63/67 - NJW 1969, 928 f.; vom 16. November 1993 - XI ZR 214/92 - NJW 1994, 512, 514 unter B. II. 1., insoweit in BGHZ 124, 151 nicht abgedruckt; vom 8. November 2001 - VII ZR 65/01 - NJW 2002, 831, 832;… vom 14. Februar 2008 - III ZR 73/07 - aaO; Beschluss vom 15. Mai 2006 - II ZB 5/05 - NJW-RR 2006, 1569, 1570).Entgegen der Auffassung der Rechtsbeschwerde ist eine Zulassung auch nicht aus dem Gesichtspunkt der Divergenz zum Urteil des V. Zivilsenats vom 11. Juli 2003 (V ZR 233/01, NJW 2003, 3203) oder zum Beschluss des II. Zivilsenats vom 5. Mai 2006 (II ZB 5/05, NJW-RR 2006, 1569) erforderlich.
- BAG, 28.08.2008 - 2 AZR 279/07
Kündigungsschutzklage - Auslegung der Klageschrift - unrichtige …
Entscheidend ist, welchen Sinn die Erklärung aus der Sicht des Gerichts und des Prozessgegners hat (BGH 15. Mai 2006 - II ZB 5/05 - NJW-RR 2006, 1569). - BGH, 11.05.2010 - VIII ZB 93/09
Verfahrensrecht - Anforderungen an die Bezeichnung des Rechtsmittelgegners
Jedenfalls in denjenigen Fallgestaltungen, in denen der in der Vorinstanz obsiegende Gegner aus mehreren Streitgenossen besteht, richtet sich das Rechtsmittel im Zweifel gegen die gesamte angefochtene Entscheidung und somit gegen alle gegnerischen Streitgenossen, es sei denn, die Rechtsmittelschrift lässt eine Beschränkung der Anfechtung erkennen (im Anschluss an BGH, Beschluss vom 15. Mai 2006 - II ZB 5/05, NJW-RR 2006, 1569; Urteil vom 14. Februar 2008 - III ZR 73/07, [...]; Beschluss vom 9. September 2008 - VI ZB 53/07, NJW-RR 2009, 208).*).Jedenfalls in denjenigen Fallgestaltungen, in denen der in der Vorinstanz obsiegende Gegner aus mehreren Streitgenossen besteht, richtet sich das Rechtsmittel im Zweifel gegen die gesamte angefochtene Entscheidung und somit gegen alle gegnerischen Streitgenossen, es sei denn, die Rechtsmittelschrift lässt eine Beschränkung der Anfechtung erkennen (BGH, Beschluss vom 15. Mai 2006 - II ZB 5/05, NJW-RR 2006, 1569, Tz. 9; Urteil vom 14. Februar 2008 - III ZR 73/07, [...], Tz. 6; Beschluss vom 9. September 2008 - VI ZB 53/07, NJW-RR 2009, 208, Tz. 5; vgl. ferner Urteil vom 8. November 2001 - VII ZR 65/01, NJW 2002, 831, unter II 1; jeweils m.w.N.).
- OLG Brandenburg, 05.12.2007 - 7 U 102/07
Klageschrift: Insolvenzrechtliche Rückgewähr vereinnahmter Steuerforderungen; …
Bei unrichtiger äußerer Bezeichnung ist grundsätzlich diejenige Person als Partei anzusprechen, die nach dem Gesamtzusammenhang der Prozesserklärung erkennbar, d.h. aus der Sicht des Gerichts und des Prozessgegners, durch die Parteibezeichnung betroffen werden soll (ständ. Rechtsprechung, vgl. BGH NJW 1983, 2448/2449; BGH NJW-RR 2006, 1569/1570 - jeweils mit weiteren Nachweisen).Als Auslegungsmittel können die Klagebegründung und etwa dieser beigefügte weitere Schriftstücke, auch spätere Prozessvorgänge herangezogen werden (BGH NJW-RR 2006, 1569/1570).
Selbst eine - vermeintlich - eindeutige Parteibezeichnung ist der Auslegung zugänglich (vgl. OLG Koblenz…, Urt. vom 30. Juli 2007, Az. 12 U 234/06 für den Fall der Bezeichnung der Klägerseite als "E.T. GmbH" statt richtig als "T. GmbH"; BGH NJW-RR 2006, 1569/1570 für den Fall der Benennung einer - tatsächlich auch existenten - "F. AG & Co. KG" statt richtig "F. Vertrieb und Service AG & Co. KG").
- OLG Düsseldorf, 09.11.2009 - 24 U 61/09
Mietrecht - Konkurrenzschutz: Bäckerei gegen "Subway"
Lässt sich daraus innerhalb der Berufungsfrist für das Gericht und für den Gegner mit der erforderlichen Sicherheit entnehmen, für und gegen wen das Rechtsmittel eingelegt werden soll, reicht das aus (BGH NJW-RR 2006, 1569 f.; NJW 2002, 831 (832); NJW 1985, 2651).Bei - wie hier - mehreren obsiegenden Streitgenossen ist im Zweifel davon auszugehen, dass sich das Rechtsmittel gegen alle Streitgenossen richtet, es sei denn, dass die Rechtsmittelschrift - wie hier nicht - eine Beschränkung der Anfechtung erkennen lässt (BGH NJW-RR 2006, 1569 f.; 2002, 831 (832)).
- BGH, 14.02.2008 - III ZR 73/07
Anforderungen an die Bezeichnung der Parteien in der Berufungsschrift
Etwas anderes gilt nur, wenn die Rechtsmittelschrift eine Beschränkung der Anfechtung erkennen lässt (BGH, Urteil vom 19. März 1969 - VIII ZR 63/67 - NJW 1969, 928 f.; Urteil vom 21. Juni 1983 - VI ZR 245/81 - VersR 1983, 984, 985; Urteil vom 16. November 1993 - XI ZR 214/92 - NJW 1994, 512, 514 unter B II 1, insoweit in BGHZ 124, 151 nicht abgedruckt; Urteil vom 8. November 2001 - VII ZR 65/01 - NJW 2002, 831, 832; Beschluss vom 15. Mai 2006 - II ZB 5/05 - NJW-RR 2006, 1569, 1570 Rn. 9). - BGH, 22.09.2011 - IX ZR 209/10
Kapitalanlage - Berechnung des Rückgewährsanspruchs gegen Anlagevermittler
Dabei können als Auslegungsmittel auch spätere Prozessvorgänge herangezogen werden (BGH, Urteil vom 26. Februar 1987 - VII ZR 58/86, WM 1987, 739, 740; vom 12. Oktober 1987 - II ZR 21/87, ZIP 1988, 571, 574; Beschluss vom 3. Februar 1999 - VIII ZB 35/98, ZIP 1999, 616, 617; v. 15. Mai 2006 - II ZB 5/05, NJW-RR 2006, 1569 Rn. 11;… vom 5. Februar 2009 - IX ZB 136/06, NJW-RR 2009, 854 Rn. 9). - BGH, 05.02.2009 - IX ZB 136/06
Verfahrensrecht - Unrichtige Parteibezeichnung: Auslegungsfrage
- KG, 30.01.2007 - 6 U 132/06
Berufshaftpflichtversicherung: Verletzung der Anzeigeobliegenheit durch den …
- BGH, 15.12.2010 - XII ZR 18/09
Verfahrensrecht - Anforderungen an die Bezeichnung des Rechtsmittelgegners
- BAG, 20.01.2010 - 7 AZR 753/08
Befristung - Hochschule - Abgeschlossene Promotion
- BGH, 30.06.2011 - IX ZR 35/10
Verfahrensrecht - Keine Beweiserhebung über Erteilung rechtlicher Hinweise
- BGH, 14.07.2009 - X ZR 39/05
- BGH, 30.05.2011 - IX ZR 207/08
Verfahrensrecht - Rücknahme der Nichtzulassungsbeschwerde
- OLG Stuttgart, 08.07.2011 - 20 W 14/08
Spruchverfahren: Ermittlung des Werts eines Energieversorgungsunternehmens; …
- OLG Frankfurt, 17.09.2008 - 23 U 165/07
Insolvenzverfahren: Verwertungsrecht des Insolvenzverwalters an nicht zur …
- OLG Koblenz, 10.11.2010 - 5 U 932/10
- VG Aachen, 29.05.2012 - 2 K 1452/11
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