Weitere Entscheidung unten: BGH, 04.03.1996

Rechtsprechung
   BGH, 27.01.1997 - II ZR 123/94   

Verluste vor Eintragung

§ 11 GmbHG, Vor-GmbH, einheitliche Gründerhaftung (Verlustdeckungshaftung einerseits und Verlustdeckungshaftung bei Scheitern der Eintragung andererseits), grds. keine Außenhaftung der Gründergesellschafter

Volltextveröffentlichungen (10)

  • Alpmann Schmidt

    GmbHG § 11

  • Deutsches Notarinstitut (Volltext, Word-/PDF-format)
  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Vor-GmbH: Unbeschränkte Innenhaftung der Gesellschafter für Anlaufverluste bei Aufgabe der Geschäftstätigkeit und Nichteintragung

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Kurzfassungen/Presse (3)

  • Deutsches Notarinstitut (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    GmbHG § 11
    Änderung der BGH-Rechtsprechung zur Verlustdeckungshaftung

  • gesellschaftsrechtskanzlei.com (Leitsatz)

    Gesellschafter, Gesellschaftsrecht, Gründung, Gründungshaftung, Haftung, Handelsregister, Innenhaftung, Vorgesellschaft

  • streifler.de (Kurzinformation)

    Verlusthaftung

Sonstiges

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Zusammenfassung von "Verjährung eines Verlustdeckungsanspruchs einer Vor-GmbH bei Fälligkeit vor dem 14.12.2004" von RA Stefan Schmid, original erschienen in: GmbHR 2008, 653 - 654.

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 134, 333
  • NJW 1997, 1503
  • NJW 1997, 1507
  • NJW-RR 1997, 1256 (Ls.)
  • ZIP 1997, 679
  • MDR 1997, 665
  • DNotZ 1998, 142
  • NJ 1997, 389
  • WM 1997, 820
  • BB 1997, 905
  • DB 1997, 867
  • JR 1998, 103



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Wird zitiert von ... (77)  

  • BFH, 07.04.1998 - VII R 82/97  

    Haftung der Gesellschafter einer vermögenslosen Vor-GmbH nach Aufgabe der

    b) Die Frage, ob die Vorgründungsgesellschaft als unechte Vorgesellschaft zu qualifizieren ist, hat nach der nunmehr geltenden Rechtsprechung des BGH (Urteil vom 27. Januar 1997 II ZR 123/94, BGHZ 134, 333, Zeitschrift für Wirtschaftsrecht --ZIP-- 1997, 679, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1997, 1507), der sich das Bundesarbeitsgericht --BAG-- (Urteile vom 22. Januar 1997 10 AZR 908/94, NJW 1997, 3331, und vom 27. Mai 1997 9 AZR 483/96, NJW 1998, 628) sowie das Bundessozialgericht --BSG-- (Beschluß vom 31. Mai 1996 2 S (U) 3/96, KTS 1996, 599) angeschlossen haben, entscheidungserhebliche Bedeutung dafür, ob und in welchem Umfang der Gesellschafter einer Vorgesellschaft für die Verbindlichkeiten der gescheiterten GmbH i.G. persönlich in Haftung genommen werden kann.

    Der BGH hat mit Beschluß (Vorlage an den Gemeinsamen Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes) vom 4. März 1996 II ZR 123/94 (NJW 1996, 1210) und Urteil in BGHZ 134, 333, NJW 1997, 1507 seine bisherige Rechtsprechung (vgl. BGH-Urteile vom 9. März 1981 II ZR 54/80, BGHZ 80, 129, 144; vom 7. Mai 1984 II ZR 276/83, BGHZ 91, 148, 152) zur Haftung der Gesellschafter der Vor-GmbH (unmittelbare persönliche Gesellschafterhaftung, aber beschränkt auf die übernommene und noch nicht geleistete Stammeinlage) aufgegeben und festgelegt, daß die Vorgesellschafter für alle Verbindlichkeiten der Gesellschaft zwar unbeschränkt, aber nur mittelbar in Form einer Innenhaftung einstehen müßten.

    Die Gläubiger der Vorgesellschaft können die Gesellschafter grundsätzlich nicht unmittelbar persönlich wegen der Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch nehmen, sondern müssen sich an die Vorgesellschaft halten (BGH in BGHZ 134, 333, NJW 1997, 1507, 1509).

    Die Gesellschafter haften jedoch nicht gesamtschuldnerisch, sondern im Verhältnis ihrer gesellschaftsrechtlichen Beteiligung für die bei der Vorgesellschaft begründeten Verbindlichkeiten (zur eingehenden Begründung verweist der Senat auf das BGH-Urteil in BGHZ 134, 133, NJW 1997, 1507 unter II. 1. der Gründe).

    Eine Ausnahme vom Grundsatz der Innenhaftung der Gesellschafter hält der BGH dann für geboten, wenn die Vorgesellschaft vermögenslos ist, es sich um eine Ein-Mann-Vor-GmbH handelt oder wenn weitere Gläubiger nicht vorhanden sind (vgl. BGH in BGHZ 134, 133, NJW 1997, 1507 unter II. 2 a.E. der Gründe); d.h. in Fällen, in denen eine Inanspruchnahme der Vorgesellschaft offensichtlich aussichtslos oder unzumutbar ist.

    Allein darauf gründet sich die rechtliche Anerkennung, die bereits weitgehend GmbH-Recht zur Geltung bringt (vgl. auch BGH in BGHZ 134, 133, NJW 1997, 1507 unter II. 1. a der Gründe).

    Zwar hat der BGH erwogen, wegen der Schwierigkeit, verläßliche tatsächliche Feststellungen über die Aufgabe der Eintragungsabsicht zu treffen, auch in diesen Fällen nur einen als Innenhaftung ausgestalteten Verlustdeckungsanspruch zu gewähren (Vorlagebeschluß vom 4. März 1996 II ZR 123/94, NJW 1996, 1210); er hat diese Frage in der Entscheidung in BGHZ 134, 133, NJW 1997, 1507, unter II. 3. der Gründe aber ausdrücklich dahinstehen lassen (vgl. auch Anm. Goette, DStR 1997, 628).

  • BGH, 27.09.1999 - II ZR 371/98  

    Haftung der Gesellschafter einer GbR: Ausschluß oder Beschränkung möglich?

    Der möglicherweise aus dem Auftreten als "GbR mbH" oder einer ähnlichen Bezeichnung ersichtliche Wille der Gesellschafter, nur mit ihrem Anteil am Gesellschaftsvermögen zu haften, vermag angesichts dieses Grundgedankens der geltenden Rechtsordnung eine Beschränkung der Haftung auf das Gesellschaftsvermögen ebensowenig herbeizuführen wie das Auftreten für eine Vor-GmbH als "GmbH" oder "GmbH i.G." (BGHZ 134, 333, 335).
  • OLG Dresden, 26.02.2001 - 2 U 2766/00  

    Gesamtvollstreckungsverfahren; Insolvenzverfahren; Innenhaftung; Vorgesellschaft;

    Zudem verbietet der Zweck des § 13 GenG eine Ausdehnung der Haftungsbeschränkung auf das Gründungsstadium einer Genossenschaft, weil ansonsten die Eintragung in das Genossenschaftsregister allein noch den Zeitpunkt der Umwandlung der Vor-Genossenschaft in eine juristische Person dokumentierte (vgl. zur Vor-GmbH: BGHZ 134, 333 [336]).

    (1.2) Dem hiermit verbundenen Gleichlauf der Verlustdeckungshaftung im Gründungsstadium juristischer Personen des Privatrechts (vgl. zur Vor-GmbH: BGHZ 134, 333 ff.; zur Vor-AG: OLG Karlsruhe ZIP 1998, 1961; Wiedemann, ZIP 1997, 2029) stehen die strukturellen Unterschiede zwischen der GmbH sowie der Aktiengesellschaft einerseits und der Genossenschaft andererseits nicht entgegen, da diese nicht haftungsspezifisch sind.

    (2.1) Die Firmierung der Gemeinschuldnerin als "e.G. i.G." vermag den Haftungsumfang nicht zu beeinflussen, da sich die im Hauptbegehren verfolgte Klageforderung nicht auf eine originäre rechtsgeschäftliche Verpflichtung des Beklagten, sondern auf seine Einstandspflicht für Verbindlichkeiten der Vor-Genossenschaft stützt (vgl. zur Vor-GmbH: BGHZ 134, 333 [336]).

    aa) Der spezifischen körperschaftlichen Struktur der Gemeinschuldnerin kann allein durch eine interne Ausgleichsverpflichtung Rechnung getragen werden (vgl. BSG NZG 2000, 611 [612]; Beuthien, Genossenschaftsgesetz, 13. Aufl., § 13 Rn. 4; zur Vor-GmbH: BGHZ 134, 333 [339]).

    Bei allen anderen Fallgestaltungen ist hingegen den Gläubigern eine eigenverantwortliche Geltendmachung eines Innenhaftungsanspruchs vereitelt, da dieser mit dem Scheitern der Eintragung entsteht und erst mit dem Liquidationsbeginn bzw. der Insolvenzeröffnung fällig wird (vgl. für Vor-GmbH: BGHZ 134, 333 [341]; Hachenburg/Ulmer, GmbHG, 8. Aufl., § 11 Rn. 95).

    Auch lassen sich nur durch einen internen Verlustdeckungsanspruch Berechnungsschwierigkeiten ausschließen (vgl. zur Vor-GmbH: BGHZ 134, 333 [341]), was letztlich allen Beteiligten zu Gute kommt.

    (2.2) Bei der Interessenabwägung spricht weiterhin für eine Innenhaftung, dass die Mitglieder einer Vor-Genossenschaft in der Regel an deren Geschäftsführung wenig beteiligt sind und sich bei einer direkten Inanspruchnahme durch die Gläubiger umfangreiche Informationen für eine sachgerechte Rechtsverteidigung erst beschaffen müssten (vgl. zur Vor-GmbH: BGHZ 134, 333 [340]).

    (2.3) Schließlich führt die Innenhaftung des Vor-Genossen zu einer weitgehend homogenen Haftungskonzeption und einem damit verbundenen Gewinn an Rechtseinheitlichkeit, da in der Rechtsprechung zwischenzeitlich anerkannt ist, dass auch die Gesellschafter einer Vor-GmbH sowie die Aktionäre einer Vor-AG zumindest in der Regel einer internen Verlustdeckungspflicht unterliegen (vgl. zur Vor-GmbH: BGHZ 134, 333 [338 ff.]; zur Vor-AG: OLG Karlsruhe ZIP 1998, 1961).

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Rechtsprechung
   BGH, 04.03.1996 - II ZR 123/94   

Volltextveröffentlichungen (3)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • streifler.de (Kurzinformation)

    Aufgabe der Gründung einer GmbH

  • rechtsportal.de (Leitsatz und Auszüge)

    Haftung der Gesellschafter einer Vor-GmbH

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1996, 1210
  • ZIP 1996, 1548
  • ZIP 1996, 590
  • BB 1996, 1349



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Wird zitiert von ... (32)  

  • BAG, 25.01.2006 - 10 AZR 238/05  

    Haftung der Gesellschafter einer Vor-GmbH

    Hinweise des Senats: Fortführung von BGH 27. Januar 1997 - II ZR 123/94 - AP GmbHG § 11 Nr. 10; BAG 15. Dezember 1999 - 10 AZR 165/98 - BAGE 93, 151; 4. April 2001 - 10 AZR 305/00 - EzA GmbHG § 11 Nr. 6.

    aa) Nach der nunmehr übereinstimmenden Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, des Bundesfinanzhofs und des Bundessozialgerichts, welche auch vom Senat geteilt wird, haften die Gesellschafter einer Vor-GmbH für alle Verbindlichkeiten der Vor-Gesellschaft grundsätzlich entsprechend ihrer Beteiligung am Gesellschaftsvermögen (BGH Vorlagebeschluss 4. März 1996 - II ZR 123/94 - AP GmbHG § 11 Nr. 6; 27. Januar 1997 - II ZR 123/94 - AP GmbHG § 11 Nr. 10; BAG 22. Januar 1997 - 10 AZR 908/94 - BAGE 85, 94; 15. Dezember 1999 - 10 AZR 165/98 - BAGE 93, 151; 4. April 2001 - 10 AZR 305/00 - EzA GmbHG § 11 Nr. 6; BSG 8. Dezember 1999 - B 12 KR 10/98 R - BSGE 85, 192; BFH 7. April 1998 - VII R 82/97 - BFHE 185, 356).

    Nach der vom Bundesgerichtshof entwickelten Haftungskonzeption besteht eine einheitliche Gründerhaftung in Form einer bis zur Eintragung der Gesellschaft andauernden Verlustdeckungshaftung, die nicht auf die Höhe des Einlageversprechens beschränkt ist (BGH Vorlagebeschluss 4. März 1996 - II ZR 123/94 - aaO; 27. Januar 1997 - II ZR 123/94 - aaO).

    Hierdurch entstehen den Gläubigern keine unzumutbaren Nachteile (BGH 27. Januar 1997 - II ZR 123/94 - aaO).

    Da in diesen Fällen die Eröffnung der Durchgriffsmöglichkeit keine Abwicklungsschwierigkeiten mit sich bringe, sei der unmittelbare Durchgriff auf die Gründungsgesellschafter ausnahmsweise zulässig (BGH 27. Januar 1997 - II ZR 123/94 - AP GmbHG § 11 Nr. 10).

  • BGH, 27.01.1997 - II ZR 123/94  

    Unbeschränkte Verlustdeckungs- und Vorbelastungs- (Unterbilanz-)haftung der

    Hinweise zum Verfahrensablauf in der Sache II ZR 123/94: Der BGH hatte am 4.3.1996 beschlossen, wegen der seinerzeit bestehenden Abweichung seiner Rechtsansicht von der Rechtsprechung des BSG und des BAG die Sache dem Gemeinsamen Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes vorzulegen; der Vorlagebeschluß ist veröffentlicht in AP Nr. 6 zu § 11 GmbHG = BB 1996, 1349 = DB 1996, 822 = NJW 1996, 1210 = WM 1996, 581 = ZIP 1996, 590.
  • BAG, 25.10.2007 - 8 AZR 917/06  

    Betriebsübergang - Kündigung - Vergütungsansprüche

    Davon ist eine Ausnahme zu machen, wenn es sich um eine vermögenslose Vor-GmbH (BGH 27. Januar 1997 - II ZR 123/94 - BGHZ 134, 333 = AP GmbHG § 11 Nr. 10; BAG 22. Januar 1997 - 10 AZR 908/94 - BAGE 85, 94 = AP GmbHG § 11 Nr. 9 = EzA § 11 GmbHG Nr. 2) oder wie im Streitfalle um eine Einmann-Vor-GmbH (BGH 4. März 1996 - II ZR 123/94 - AP GmbHG § 11 Nr. 6 und 27. Januar 1997 - II ZR 123/94 - aaO; zustimmend: BAG 22. Januar 1997 - 10 AZR 908/94 - aaO) handelt.
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  • BAG, 15.12.1999 - 10 AZR 165/98  

    Arbeit & Soziales - Gesellschafter einer Vor-GmbH haften für Beitragsschulden

    Die Gesellschafter einer Vor-GmbH haften der Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes für Beitragsschulden der Vor-GmbH unmittelbar und entsprechend ihrem Anteil am Gesellschaftsvermögen ua. dann, wenn die Vor-GmbH vermögenslos ist (im Anschluß an: BGH 4. März 1996 - II ZR 123/94 - AP GmbH § 11 Nr. 6; BAG 22. Januar 1997 - 10 AZR 908/94 - BAGE 85, 94; BFH 7. April 1998 - VII R 82/97 - BFHE 185, 356; BSG 8. Dezember 1999 - B 12 KR 10/98 R - ZIP 2000, 494)*).

    Noch während des Verfahrens vor dem Gemeinsamen Senat hat der Bundesgerichtshof ¤ und zwar der für Fragen des Gesellschaftsrechts zuständige Zweite Zivilsenat ¤ seinerseits dem Gemeinsamen Senat die Frage zur Entscheidung vorgelegt, ob die Gesellschafter einer Vor-GmbH für Verbindlichkeiten dieser Gesellschaft unbeschränkt und grundsätzlich nur im Verhältnis zur Vor-Gesellschaft haften (BGH 4. März 1996 ¤ II ZR 123/94 ¤ AP GmbHG § 11 Nr. 6).

    a) Der Bundesgerichtshof hat in seinem Urteil vom 27. Januar 1997 (- II ZR 123/94 ¤ AP GmbHG § 11 Nr. 10) Ausnahmen von dem dargestellten Grundsatz der sog. Innenhaftung der Gründungsgesellschafter gemacht.

  • BFH, 07.04.1998 - VII R 82/97  

    Haftung der Gesellschafter einer vermögenslosen Vor-GmbH nach Aufgabe der

    Der BGH hat mit Beschluß (Vorlage an den Gemeinsamen Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes) vom 4. März 1996 II ZR 123/94 (NJW 1996, 1210) und Urteil in BGHZ 134, 333, NJW 1997, 1507 seine bisherige Rechtsprechung (vgl. BGH-Urteile vom 9. März 1981 II ZR 54/80, BGHZ 80, 129, 144; vom 7. Mai 1984 II ZR 276/83, BGHZ 91, 148, 152) zur Haftung der Gesellschafter der Vor-GmbH (unmittelbare persönliche Gesellschafterhaftung, aber beschränkt auf die übernommene und noch nicht geleistete Stammeinlage) aufgegeben und festgelegt, daß die Vorgesellschafter für alle Verbindlichkeiten der Gesellschaft zwar unbeschränkt, aber nur mittelbar in Form einer Innenhaftung einstehen müßten.

    Zwar hat der BGH erwogen, wegen der Schwierigkeit, verläßliche tatsächliche Feststellungen über die Aufgabe der Eintragungsabsicht zu treffen, auch in diesen Fällen nur einen als Innenhaftung ausgestalteten Verlustdeckungsanspruch zu gewähren (Vorlagebeschluß vom 4. März 1996 II ZR 123/94, NJW 1996, 1210); er hat diese Frage in der Entscheidung in BGHZ 134, 133, NJW 1997, 1507, unter II. 3. der Gründe aber ausdrücklich dahinstehen lassen (vgl. auch Anm. Goette, DStR 1997, 628).

  • BGH, 04.11.2002 - II ZR 204/00  

    Gesellschaftsrecht - Vorgesellschaft: Grundsätze der Verlustdeckungshaftung

    Die Grundsätze der Verlustdeckungshaftung, die nach dem u.a. auf den Vorlagebeschluß des Senats vom 4. März 1996 an den Gemeinsamen Senat der Obersten Gerichtshöfe des Bundes (II ZR 123/94, ZIP 1996, 590) entwickelten Konzept (BGHZ 134, 333 ff.; BAGE 85, 94 ff.; BAGE 86, 38 ff.; BAGE 93, 151 ff.; BFHE 185, 356; BSGE 85, 192 ff. u. 85, 200 ff.) eine Erscheinungsform der einheitlichen, regelmäßig als Innenhaftung der Gesellschafter gegenüber der Vorgesellschaft (Verlustdeckungshaftung) bzw. gegenüber der eingetragenen GmbH (Unterbilanzhaftung) ausgestalteten Gründerhaftung ist, finden keine Anwendung, soweit die Gesellschafter nach Aufgabe der Eintragungsabsicht, also nach dem Scheitern der Gründung, den Geschäftsbetrieb fortführen.
  • BAG, 22.01.1997 - 10 AZR 908/94  

    Unmittelbare Außenhaftung der Gesellschafter einer vermögenslosen Vor-GmbH

    Leitsätze: » Die Gesellschafter einer Vor-GmbH haften für deren Verbindlichkeiten unmittelbar unter anderem dann, wenn die Vor-GmbH vermögenslos ist (im Anschluß an BGH Urteil vom 4. März 1996 - II ZR 123/94 - AP Nr. 6 zu § 11 GmbHG).«.

    Noch während des Verfahrens vor dem Gemeinsamen Senat hat der Bundesgerichtshof - und zwar der für Fragen des Gesellschaftsrechts zuständige Zweite Zivilsenat - seinerseits dem Gemeinsamen Senat die Frage zur Entscheidung vorgelegt, ob die Gesellschafter einer Vor-GmbH für Verbindlichkeiten dieser Gesellschaft unbeschränkt und grundsätzlich nur im Verhältnis zur Vorgesellschaft haften (Beschluß vom 4. März 1996 - II ZR 123/94 -AP Nr. 6 zu § 11 GmbHG = BB 1996, 1349).

    Abschließende Entscheidung des Rechtsstreits nach den Beschlüssen des Senats vom 23. August 1995 - 10 AZR 908/94 (A) - AP Nr. 4 zu § 11 GmbHG - und vom 10. Juli 1996 - 10 AZR 908/94 (B) - zur Veröffentlichung vorgesehen - sowie Urteil des BGH vom 4. März 1996 - II ZR 123/94 - AP Nr. 6 zu § 11 GmbHG.

  • BAG, 27.05.1997 - 9 AZR 483/96  

    Unmittelbare und unbeschränkte Haftung der Gründungsgesellschafter einer Vor-GmbH

    Danach rechtfertigt § 11 Abs. 1 GmbH-Gesetz vor der Eintragung in das Handelsregister keine Gesellschafterhaftung (BGHZ 47, 25; 72, 45, 46; BGH, Beschluß vom 4. März 1996 - II ZR 123/94 - AP Nr. 6 zu § 11 GmbHG).

    Danach besteht eine einheitliche Gründerhaftung in Form einer bis zur Eintragung der Gesellschaft andauernden Verlustdeckungshaftung und einer an die Eintragung geknüpften Vorbelastungs(unterbilanz-)haftung (BGH, Vorlagebeschluß vom 4. März 1996 - II ZR 123/94 - AP Nr., 6 zu § 11 GmbHG; BGH, Urteil vom 27. Januar 1997 - II ZR 123/94 - NJW 1997, 1507).

    Zwar hat der Bundesgerichtshof erwogen, wegen der in der Praxis auftretenden Schwierigkeit, verläßliche tatsächliche Feststellungen zu treffen, auch in diesen Fällen nur einen als Innenhaftung konstituierten Verlustdeckungsanspruch zu gewähren (Vorlagebeschluß vom 4. März 1996 - II ZR 123/94 - AP Nr. 6 zu § 11 GmbHG).

  • BSG, 08.12.1999 - B 12 KR 10/98 R  

    Haftung der Gesellschafter einer GmbH für rückständige Beiträge im Wege der

    Noch bevor hierüber entschieden war, rief der für Fragen des Gesellschaftsrechts zuständige II. Zivilsenat des BGH seinerseits den Gemeinsamen Senat zur Entscheidung der Frage an, ob die Gesellschafter einer Vor-GmbH für Verbindlichkeiten dieser Gesellschaft unbeschränkt und grundsätzlich nur im Verhältnis zur Vorgesellschaft haften (Beschluß vom 4. März 1996, NJW 1996, 1210).

    Der Senat stimmt daher der Rechtsprechung des BAG und des BFH zu, die unter Bezugnahme auf Erwägungen des BGH (vgl BGH NJW 1996, 1210, 1212 unter II 2 aE und 3 und BGHZ 134, 333, 341, 342 unter III 2 b und III 4) entschieden haben, daß dem Gläubiger ausnahmsweise der unmittelbare Zugriff auf das Vermögen der Gründergesellschafter gestattet ist, wenn die Vor-GmbH vermögenslos ist, insbesondere keinen Geschäftsführer mehr hat und auch ein Konkursantrag keine Aussicht auf Erfolg verspricht oder wenn weitere Gläubiger nicht vorhanden sind (BAGE 85, 94, 100 unter II 2; BFHE 185, 356, 360/361, 362/363 unter II 2 b und 3 a).

  • LAG Köln, 21.03.1997 - 4 Sa 1288/96  

    Haftung des Gründungsgesellschafters einer nicht eingetragenen GmbH

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  • BAG, 10.07.1996 - 10 AZR 908/94  

    Haftung der Gesellschafter einer Vor-GmbH

  • BAG, 25.10.2007 - 8 AZR 921/06  

    Betriebsübergang - Kündigung - Vergütungsansprüche

  • BAG, 25.10.2007 - 8 AZR 918/06  

    Betriebsübergang - Kündigung - Vergütungsansprüche

  • BAG, 25.10.2007 - 8 AZR 920/06  

    Betriebsübergang - Kündigung - Vergütungsansprüche

  • BAG, 25.10.2007 - 8 AZR 919/06  

    Betriebsübergang - Ausbildungsvergütung

  • LSG Sachsen-Anhalt, 14.10.2008 - L 2 B 45/06  
  • LAG Köln, 09.04.1999 - 11 (3) Sa 430/98  

    GmbH; Durchgriffshaftung; Gründungsgesellschaft; Vorgründungsgesellschaft;

  • OLG Celle, 08.05.1996 - 9 U 201/95  
  • LAG Köln, 26.02.2000 - 11 (3) Sa 430/98  
  • BSG, 31.05.1996 - 2 S (U) 3/96  
  • FG Köln, 12.03.1997 - 11 K 2598/95  
  • LG Dresden, 14.09.1998 - 8 O 195/98  
  • LAG Hessen, 07.08.2001 - 2 Sa 106/01  

    Gesellschafter einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts als deren Arbeitnehmer;

  • LAG Hessen, 13.08.2001 - 16 Sa 365/01  

    Vor-GmbH

  • LAG Berlin, 21.01.2005 - 8 Sa 2064/04  

    Haftung der Gesellschafter einer Vor-GmbH

  • OLG Oldenburg, 02.04.2001 - 11 U 39/00  

    GmbH in Gründung: Handelndenhaftung für Verträge bei späterer

  • OLG Dresden, 17.06.1996 - 2 U 546/96  

    GmbHG § 3 Abs. 2

  • LSG Hessen, 29.01.1998 - L 14 KR 1101/96  

    Gesamtsozialversicherungsbeitrag - Haftungsumfang der Gesellschafter einer

  • LAG Berlin, 13.01.2000 - 7 Sa 1760/99  

    Gesellschafterhaftung: Haftung des Gründungsmitgesellschafters für

  • OLG Bremen, 08.06.2000 - 5 U 2/00a  

    Haftung der Gesellschafter einer unechten Vor-GmbH

  • LSG Sachsen, 08.11.2001 - L 2 B 92/00  
  • LSG Sachsen, 17.12.2001 - L 2 U 113/00  
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