Weitere Entscheidung unten: BGH, 21.03.2005

Rechtsprechung
   BGH, 21.03.2005 - II ZR 149/03   

Volltextveröffentlichungen (14)

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  • IWW
  • rws-verlag.de

    Pflicht zur Aufklärung der Kapitalanleger über durch Gesetzesänderung entstandene Durchführungsrisiken ("Göttinger Gruppe")

  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Kündigung der stillen Beteiligung an einer Vermögensanlagegesellschaft wegen Nichtauszahlung des Auseinandersetzungsguthabens in Form von Renten (Göttinger Gruppe): Anspruch auf Rückzahlung der Einlage?II. Schadensersatzanspruch des stillen Gesellschafters gegen Vertragspartner wegen Nichtmitteilung der rechtlichen Bedenken gegen die Durchführbarkeit der Rentenauszahlung infolge einer Gesetzesänderung

  • Deutsches Notarinstitut

    BGB § 280, § 241 Abs. 2, § 311 Abs. 2 n.F.; KWG § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1, § 32 Abs. 1 Satz 1
    Anwendung der Grundsätze der fehlerhaften Gesellschaft bei stiller Beteiligung; Aufklä-rungspflichten bei Beteiligung an einem Kapitalanlagemodell

  • NWB SteuerXpert START
  • FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Rückgewähr der Einlage eines stillen Gesellschafters bei Fehlerhaftigkeit des Gesellschaftsbeitritts; Umfang der Aufklärungspflicht über Nachteile und Risiken einer Kapitalanlage

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Immobilienanlagen - Aufklärungspflichten bei Kapitalanlagemodellen

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    II. Täuschung über die Anlagerisiken bei den Beitrittsgesprächen

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Pflicht zur Aufklärung der Kapitalanleger über durch Gesetzesänderung entstandene Durchführungsrisiken ("Göttinger Gruppe")

Kurzfassungen/Presse (6)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Anlegerschutz bei der Göttinger Gruppe

  • wkdis.de (Kurzinformation)

    Stille Gesellschafter des mit der "SecuRente" kombinierten Anlagemodells der Göttinger Gruppe können ihre nach dem 01.01.1998 gezeichneten Beteiligungen kündigen und ihre Einlagen sofort zurückverlangen

  • zbb-online.com (Leitsatz)

    BGB §§ 280, 241 Abs. 2, § 311 Abs. 2; KWG § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1, § 32 Abs. 1 Satz 1
    Pflicht zur Aufklärung der Kapitalanleger über durch Gesetzesänderung entstandene Durchführungsrisiken ("Göttinger Gruppe")

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  • lw.com (Leitsatz und Kurzinformation)

    Pflicht zur Aufklärung der Kapitalanleger über durch Gesetzesänderung entstandene Durchführungsrisiken

  • kanzlei-klumpe.de , S. 4 (Kurzinformation)

    Das Rentenmodell der Göttinger Gruppe

  • streifler.de (Kurzinformation)

    Anlegerschutz bei der Göttinger Gruppe / Securenta AG

Besprechungen u.ä. (2)

  • finanztip.de (Entscheidungsbesprechung)

    Göttinger Gruppe und Schadensersatz

  • EWiR-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 2,90 €) (Entscheidungsbesprechung)

    Pflicht zur Aufklärung der Kapitalanleger über durch Gesetzesänderung entstandene Durchführungsrisiken ("Göttinger Gruppe")

Zeitschriftenfundstellen

  • ZIP 2005, 763
  • WM 2005, 838
  • BB 2005, 1023
  • BB 2005, 1024
  • DB 2005, 943



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Wird zitiert von ... (39)  

  • OLG Düsseldorf, 28.10.2005 - 16 U 8/05  

    Rückabwicklung einer atypisch stillen Beteiligung an einer Aktiengesellschaft bei

    November 2004 und 21. März 2005 (II ZR 354/02, ZIP 2004, 1706 = NJW-RR 2004, 1407; II ZR 6/03, ZIP 2005, 254; II ZR 140/03, ZIP 2005, 753, II ZR 149/03, ZIP 2005, 763, II ZR 157/03 und II ZR 310/03, ZIP 2005, 759 = NJW 2005, 1784) ausgeführt hat, stehen die Grundsätze der fehlerhaften Gesellschaft einem Anspruch auf Rückgewähr der Einlage aber dann nicht entgegen, wenn der Vertragspartner des stillen Gesellschafters - der Inhaber des Handelsgeschäfts i.S. des § 230 HGB - verpflichtet ist, den stillen Gesellschafter im Wege des Schadensersatzes so zu stellen, als hätte er den Gesellschaftsvertrag nicht abgeschlossen und seine Einlage nicht geleistet (vgl. a. BGH, v. 18.04.2005 - II ZR 224/04, ZIP 2005, 1124, II ZR 195/04 und II 197/04).

    aa) Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs muss einem Anleger für seine Beitrittsentscheidung ein zutreffendes Bild über das Beteiligungsobjekt vermittelt werden, d.h. er muss über alle Umstände, die für seine Anlageentscheidung von wesentlicher Bedeutung sind oder sein können, insbesondere über die mit der angebotenen speziellen Beteiligungsform verbundenen Nachteile und Risiken zutreffend, verständlich und vollständig aufgeklärt werden (vgl. z.B. BGH, v. 07.07.2003 - II ZR 18/01, ZIP 2003, 1536, 1537; v. 19.07.2004 - II ZR 354/02, ZIP 2004, 1706, 1707 = NJW-RR 2004, 1407; v. 21.03.2005 - II ZR 140/03, ZIP 2005, 753, 757, II ZR 149/03, ZIP 2005, 763, 764; II ZR 310/03, ZIP 2005, 759, 761 = NJW 2005, 1784).

    Wie der II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs in seinem nach Erlass der angefochtenen Entscheidung ergangenen Urteil vom 21. März 2005 (II ZR 149/03, ZIP 2005, 763, 765 f.; vgl. a. II ZR 157/03) ausgeführt hat, besteht unabhängig von den Grundsätzen der fehlerhaften Gesellschaft ein Schadensersatzanspruch des stillen Gesellschafters gegen die Beklagte aus Verschulden bei Vertragsschluss, wenn der Gesellschaftsvertrag - wie hier - nach Inkrafttreten der 6. KWG-Novelle am 1. Januar 1998 geschlossen worden ist und die Beklagte den Anleger nicht darauf hingewiesen hat, dass die bankrechtliche Zulässigkeit einer ratenweisen Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens aufgrund der Änderung des Kreditwesengesetzes durch die 6. KWG-Novelle zweifelhaft geworden ist (vgl. a. BGH, v. 18.04.2005 - II ZR 21/04; v. 25.07.2005 - II ZR 343/03, II ZR 377/03, II ZR 383/03, II ZR 389/03 und II 73/04).

    Denn jedenfalls war die Rechtslage mit Inkrafttreten der 6. KWG-Novelle insoweit unsicher geworden (BGH, v. 21.03.05 - II ZR 149/03, ZIP 2005, 763, 765).

    Indem die Beklagte diesen Hinweis unterlassen hat, sind die Anlageinteressenten in den falschen Glauben versetzt worden, die versprochene Rentenzahlung nach dem Ende der jeweiligen Gesellschaftsverträge sei rechtlich unproblematisch, ihr Gelingen hänge allein von dem wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft ab (BGH, v. 21.03.05 - II ZR 149/03, ZIP 2005, 763, 765).

    Selbst wenn die für sie handelnden Personen sich über die Bedeutung der Gesetzesergänzung durch die 6. KWG-Novelle keine Gedanken gemacht haben sollten, ist ihnen doch jedenfalls Fahrlässigkeit vorzuwerfen (vgl. BGH, v. 21.03.05 - II ZR 149/03, ZIP 2005, 763, 765).

    Durch die Erweiterung der Definition des Einlagengeschäfts verbessert der Gesetzgeber die Eingriffsmöglichkeiten der Bankenaufsicht, die in diesem Bereich nicht zuletzt durch die sehr restriktive Auslegung des Begriffs 'Einlagengeschäft durch die höchstrichterliche Rechtsprechung in der Vergangenheit stark beschnitten war" (hierzu BGH, v. 21.03.05 - II ZR 149/03, ZIP 2005, 763, 765 unter Angabe weiterer Literaturstellen).

    Nach der Rechtsprechung sind an einen das Verschulden ausschließenden Rechtsirrtum strenge Anforderungen zu stellen, die hier nicht erfüllt sind (vgl. BGH, v. 21.03.05 - II ZR 149/03, ZIP 2005, 763, 765 und II ZR 157/03).

    Der Bundesgerichtshof hat sich in seiner Entscheidung vom 21. März 2005 (II ZR 149/03, ZIP 2005, 763, 765; vgl. a. II ZR 157/03) bereits mit der von der Beklagten herangezogenen Gesetzesbegründung (Bundesrats-Drucksache Nr. 963/96 v. 20.12.1996) befasst und ist in Auswertung der Gesetzesmaterialien zu der Feststellung gelangt, dass nach der Neufassung des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 KWG die nahe liegende Möglichkeit bestand, dass die Aufsichtsbehörde die hier in Rede stehende Auszahlungsform als ein erlaubnispflichtiges Bankgeschäft ansehen und gegen die Beklagte eine entsprechende Verbotsverfügung erlassen würde.

    dd) Nach der Lebenserfahrung ist davon auszugehen, dass die mangelhafte Aufklärung der Klägerin ursächlich für ihre Anlageentscheidung geworden ist (vgl. BGHZ 79, 337, 346; 84, 141, 148; BGH, v. 28.09.1992 - II ZR 224/91, ZIP 1992, 1561, 1562; v. 29.05.2000 - II ZR 280/98, ZIP 2000, 1296, 1298; v. 21.03.2005 - II ZR 149/03, ZIP 2005, 763, 765).

    (1) Entgegen der Auffassung der Beklagten handelt es sich bei der vereinbarten Rentenzahlung um einen wesentlichen Vertragsbestandteil und nicht nur um eine Auszahlungsmodalität, die für die Anleger von untergeordneter Bedeutung ist (vgl. BGH, v. 21.03.2005 - II ZR 149/03, ZIP 2005, 763, 765; II ZR 140/03, ZIP 2005, 753, II ZR 310/03, ZIP 2005, 759 = NJW 2005, 1784, II ZR 157/03, II ZR 124/03, WM 2005, 841 = ZIP 2005, 766, und II ZR 180/03; v. 18.04.2005 - II ZR 224/04, ZIP 2005, 1124, und II ZR 21/04).

    Die Anleger können nicht erwarten, dass sie bei einer Neuanlage mit gleichzeitig beginnender ratierlicher Rückzahlung eine auch nur annähernd gleich hohe Verzinsung werden erreichen können (BGH, v. 21.03.2005 - II ZR 149/03, ZIP 2005, 763, 765 f.).

    (5) Richtig ist, dass in dem der Entscheidung des Bundesgerichtshof vom 21. März 2005 in der Sache II ZR 149/03 (ZIP 2005, 763) zugrunde liegenden Fall der dort klagende Anleger bereits mit Schreiben von Juli 2000 die Kündigung seines Vertrages über die stille Gesellschaft erklärt hatte.

  • BGH, 03.12.2007 - II ZR 21/06  

    Bankrecht - Aufklärung über Risiken von Kapitalanlagemodell

    Dass den für das Anlageprojekt Verantwortlichen - also auch den Beklagten - diese mit der Neufassung des § 1 KWG durch die 6. KWG-Novelle mit Wirkung ab dem 1. Januar 1998 entstandenen Bedenken bewusst gewesen sein müssen und dass sie darauf jedenfalls diejenigen Anleger haben hinweisen müssen, in deren Verträgen dennoch eine ratierliche Auszahlung vorgesehen worden ist, hat der Senat bereits mit Urteil vom 21. März 2005 - II ZR 149/03 - entschieden (ZIP 2005, 763, 765).

    a) Nach der ständigen Rechtsprechung des Senats entspricht es der Lebenserfahrung, dass ein Prospektfehler für die Anlageentscheidung ursächlich geworden ist (BGHZ 79, 337, 346; Urt. v. 14. Juli 2003 - II ZR 202/02, WM 2003, 1818, 1819 f.; v. 1. März 2004 - II ZR 88/02, WM 2004, 928, 930; v. 19. Juli 2004 - II ZR 354/02, WM 2004, 1823; v. 21. März 2005 - II ZR 149/03, ZIP 2005, 763, 765; für die gesetzliche Prospekthaftung nach § 44 BörsG i.V.m. §§ 13, 8 f, g VerkProspG n.F. gilt eine Beweislastumkehr nach § 45 Abs. 2 Nr. 1 BörsG).

    Danach muss sich der Verpflichtete mit Sorgfalt um die Klärung der zweifelhaften Frage bemüht haben (Sen.Urt. v. 28. September 1992 - II ZR 224/91, WM 1992, 1892; v. 21. März 2005 - II ZR 149/03, ZIP 2005, 763, 765).

  • BGH, 26.09.2005 - II ZR 314/03  

    Kapitalanlagerecht - Kündigung der Stillen Gesellschaft: Einlagenrückerstattung?

    Diese Grundsätze stehen einem Anspruch auf Rückgewähr der Einlage aber nicht entgegen, wenn der Vertragspartner des stillen Gesellschafters verpflichtet ist, diesen im Wege des Schadensersatzes so zu stellen, als hätte er den Gesellschaftsvertrag nicht geschlossen und seine Einlage nicht geleistet (Bestätigung von BGH, Urteile vom 19. Juli 2004 - II ZR 354/02, 29. November 2004 - II ZR 6/03 und 21. März 2005 - II ZR 140/03, II ZR 310/03 und II ZR 149/03).

    Diese Auffassung hat der Senat in den Urteilen vom 21. März 2005 (II ZR 140/03, ZIP 2005, 753, 755; II ZR 310/03, NJW 2005, 1784, 1785; II ZR 149/03, ZIP 2005, 763, 764) zu Parallelfällen aus dem Komplex "G. Gruppe" bestätigt und damit deutlich gemacht, dass er - anders als es in Teilen des Schrifttums gesehen wird - die Grundsätze der fehlerhaften Gesellschaft nicht aufgeben will.

    Wie der Senat in seinen nach Erlass des angefochtenen Urteils ergangenen Entscheidungen vom 19. Juli 2004 (II ZR 354/02, ZIP 2004, 1706), 29. November 2004 (II ZR 6/03, ZIP 2005, 254, 256) und 21. März 2005 (II ZR 140/03, ZIP 2005, 753, 757; II ZR 310/03, NJW 2005, 1784, 1786 f.; II ZR 149/03, ZIP 2005, 763, 764) ausgeführt hat, sind die Grundsätze der fehlerhaften Gesellschaft dann nicht berührt und stehen deshalb einem Anspruch auf Rückgewähr der Einlage nicht entgegen, wenn der Vertragspartner des stillen Gesellschafters - der Inhaber des Handelsgeschäfts i.S. des § 230 HGB - verpflichtet ist, den stillen Gesellschafter im Wege des Schadensersatzes so zu stellen, als hätte er den Gesellschaftsvertrag nicht abgeschlossen und seine Einlage nicht geleistet.

    aa) Nach der ständigen Rechtsprechung des Senats muss einem Anleger für seine Beitrittsentscheidung ein zutreffendes Bild über das Beteiligungsobjekt vermittelt werden, d.h. er muss über alle Umstände, die für seine Anlageentscheidung von wesentlicher Bedeutung sind oder sein können, insbesondere über die mit der angebotenen speziellen Beteiligungsform verbundenen Nachteile und Risiken zutreffend, verständlich und vollständig aufgeklärt werden (BGHZ 79, 337, 344; Urt. v. 21. März 2005 - II ZR 140/03, ZIP 2005, 753, 757; II ZR 310/03, NJW 2005, 1784, 1787; II ZR 149/03, ZIP 2005, 763, 764).

    Dabei wird ggf. auch zu berücksichtigen sein, dass die Beklagten verpflichtet waren, die Anleger bei Vertragsschlüssen ab Anfang 1998 auf die möglichen bankrechtlichen Bedenken gegen die vereinbarte ratenweise Auszahlung der Auseinandersetzungsguthaben hinzuweisen (Sen.Urt. v. 21. März 2005 - II ZR 149/03, ZIP 2005, 753, 763, 765).

    Wenn sie im Wege des Schadensersatzes so gestellt werden wollen, wie sie stünden, wenn sie die Gesellschaftsverträge nicht abgeschlossen hätten, können sie nicht gleichzeitig die Verträge als wirksam behandeln und sich die Möglichkeit offen halten, Vorteile aus diesen Verträgen zu ziehen (vgl. Sen.Urt. v. 21. März 2005 - II ZR 149/03, ZIP 2005, 763, 766).

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  • BGH, 02.03.2009 - II ZR 266/07  

    Immobilienanlagen - Vermutungswirkungen eines Prospekts für einen Immobilienfond

    Das Berufungsgericht hat verkannt, dass bei einer unrichtigen oder unvollständigen Darstellung von für die Anlageentscheidung wesentlichen Umständen eine tatsächliche Vermutung dafür besteht, dass die mangelhafte Prospektdarstellung für die Anlageentscheidung ursächlich war (st.Rspr. BGHZ 79, 337, 346 ; Sen. Urt. v. 3. Dezember 2007 - II ZR 21/06, ZIP 2008, 412 Tz. 16; v. 21. März 2005 - II ZR 149/03, ZIP 2005, 763; v. 19. Juli 2004 - II ZR 354/02, ZIP 2004, 1706; v. 1. März 2004 - II ZR 88/02, ZIP 2004, 1104; v. 15. Dezember 2003 - II ZR 244/01, ZIP 2004, 312; v. 14. Juli 2003 - II ZR 202/02, ZIP 2003, 1651).
  • OLG Braunschweig, 30.11.2005 - 3 U 21/03  

    Bauvertrag - Fristbeginn der Verjährung in Übergangsfällen

    Der Kläger bezieht sich nunmehr auf eine der Entscheidungen des Bundesgerichtshofs vom 21.03.2005 (Geschäftsnummer: II ZR 149/03) und macht geltend:.

    Der Kläger ist von einem vertraglichen Rückzahlungsanspruch ausgegangen und hatte keine Veranlassung, zu einem Schadensersatzanspruch vorzutragen, bevor der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 19.07.2004 (II ZR 357/02 - NJW-RR 2004, 1407) klargestellt hatte, dass die Grundsätze über die fehlerhafte Gesellschaft einem Schadensersatzanspruch des stillen Gesellschafters auf Einlagenrückgewähr nicht entgegenstehen, und weiter mit Urteil vom 21.03.2005 (II ZR 149/03 - BB 2005, 1023) ausgeführt hatte, dass ein Schadensersatzanspruch des stillen Gesellschafters gegen die Beklagte aus Verschulden bei Vertragsschluss besteht, wenn der Gesellschaftsvertrag nach Inkrafttreten der 6. KWG-Novelle am 01.01.1998 geschlossen worden ist und der Anleger nicht auf Bedenken gegen die bankrechtliche Zulässigkeit einer ratenweisen Auszahlung hingewiesen wurde.

    Wie der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 21.03.2005 (ZIP 2005, 763 = BB 2005, 1023 - II ZR 149/03) und darüber hinaus u.a. in weiteren Urteilen vom 25.07.2005 (II ZR 343/03, II ZR 377/03, II ZR 383/03, II ZR 389/03, II ZR 73/04) ausgeführt hat, besteht ein Schadensersatzanspruch des stillen Gesellschafters gegen die Beklagte aus Verschulden bei Vertragsschluss, wenn der Gesellschaftsvertrag nach Inkrafttreten der 6. KWG-Novelle am 01.01.1998 geschlossen worden ist und die Beklagte den Anleger nicht darauf hingewiesen hat, dass die bankrechtliche Zulässigkeit einer ratenweisen Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens aufgrund der Änderung des Kreditwesengesetzes durch die 6. KWG-Novelle zweifelhaft geworden ist.

    Die Beklagte muss den Kläger aber so stellen, wie er stünde, wenn er den Gesellschaftsvertrag nicht abgeschlossen hätte, d.h. sie muss den Vertrag als erloschen behandeln (so auch BGH, Urteil vom 21.03.2005, II ZR 149/03, Seite 13 unter Ziffer 2.; Urteil vom 18.04.2005 - II ZR 21/04 - a.E.).

  • BGH, 01.12.2011 - III ZR 56/11  

    Kapitalanlage - Informationspflichten des Anlageberaters

    Jedenfalls war die Rechtslage mit Inkrafttreten der 6. KWG-Novelle insoweit unsicher geworden (s. dazu BGH, Urteil vom 21. März 2005 - II ZR 149/03, NZG 2005, 476, 478).

    Der II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat die Anlagegesellschaft (Emittentin) daher für verpflichtet gehalten, die Anlageinteressenten darauf hinzuweisen, dass aufgrund der Gesetzesänderung rechtliche Bedenken gegen die ratierliche Auszahlung der Auseinandersetzungsguthaben bestehen könnten (BGH, Urteile vom 21. März 2005 aaO; vom 18. April 2005 - II ZR 21/04, BeckRS 2005, 07047 und vom 26. September 2005 - II ZR 314/03, NJW-RR 2006, 178, 181).

    Die Verletzung dieser Aufklärungspflicht kann, wenn der Gesellschaftsvertrag nach dem Inkrafttreten der 6. KWG-Novelle geschlossen worden ist, eine Schadensersatzpflicht der Anlagegesellschaft (Emittentin) nach sich ziehen (BGH, Urteile vom 21. März 2005 aaO; vom 18. April 2005 aaO und vom 26. September 2005 aaO).

  • BGH, 19.12.2005 - II ZR 234/04  

    Gesellschaftsrecht - Einlagenrückzahlung bei zweigliedriger stiller Gesellschaft

    Beansprucht der Anleger einer zweigliedrigen stillen Gesellschaft als Schadensersatz Rückzahlung der Einlage, steht ihm ein Auseinandersetzungsguthaben gegen die Gesellschaft nicht zu (vgl. BGH, Urteil vom 21. März 2005 - II ZR 149/03).*).
  • OLG Bamberg, 11.05.2009 - 4 U 92/08  

    Bankenhaftung; Gegenstand und Umfang der Beratungspflichten bei einem

    Die Entscheidung BGH WM 05, 838 ("Göttinger Gruppe") betrifft einen grundlegend anders gelagerten Sachverhalt, in dem ein Anlagemodell infolge einer sich abzeichnenden Novellierung der einschlägigen gesetzlichen Vorschriften nicht mehr tragfähig war.
  • BGH, 24.10.2005 - II ZR 234/04  

    Ansprüche des Anlegers bei Rückabwicklung einer zweigliedrigen stillen

    Beansprucht der Anleger einer zweigliedrigen stillen Gesellschaft - wie hier - als Schadensersatz Rückzahlung der Einlage, steht ihm ein Auseinandersetzungsguthaben gegen die Gesellschaft nicht zu (Sen.Urt. v. 21. März 2005 - II ZR 149/03, NZG 2005, 476).
  • OLG Stuttgart, 30.12.2008 - 19 U 94/08  

    Treuhandvermittelter Beitritt zu einer Vermögensfondsgesellschaft: Haftung des

    In dem der Beklagte als Geschäftsführer der Fa. G... GmbH diese Aufklärung und diese Maßnahmen unterlassen hat, hat er (künftige) Treugeber in dem falschen Glauben gelassen, ihre Beteiligung sei rechtlich unproblematisch, ihr Gelingen hänge allein vom wirtschaftlichen Erfolg der Fa. MXX... KG ab (BGH, Urteil v. 21.03.2005, II ZR 149/03, Rn. 17 = ZIP 2005, 763; BGH, Urteil v. 03.12.2007, II ZR 21/06, Rz. 9 = ZIP 2008, 412).

    bb) Dass dem Kläger bei Auszahlung des Schadensbetrags Steuervorteile verbleiben könnten, die im Wege des Vorteilsausgleichs auf den Schadensersatzanspruch anzurechnen wären, ist nicht ersichtlich (BGH, Urteil v. 21.03.2005, II ZR 149/03, Rz. 20 = ZIP 2005, 763), da angesichts der Einkommensart, der die Beteiligung unterfällt, nämlich Einkünfte aus Gewerbebetrieb (vgl. S. 6 des Emissionsprospekts, Bl. 507 d. A.), auch der auf dem Schadensersatzanspruch beruhende Zufluss steuerpflichtig sind (BGH, Urteil v. 30.11.2007, V ZR 284/06, Rz. 11 = NJW 2008, 649).

  • OLG Stuttgart, 23.04.2009 - 19 U 29/09  

    Haftung des Geschäftsführers der Treuhandkommanditistin einer

  • LG Göttingen, 16.06.2005 - 2 O 1063/04  

    Haftung einer Fondsgesellschaft für Kapitalanlagen im Rentenmodell: Verletzung

  • OLG Stuttgart, 28.03.2007 - 14 U 49/06  

    Schadensersatz auf Grund einer Kapitalanlage: Darlegungs- und Beweislast des

  • BGH, 18.04.2005 - II ZR 21/04  

    Gesellschaftsrecht - Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens

  • OLG Hamm, 25.02.2010 - 28 U 78/09  

    Beratungspflichten des Betreibers eines Strukturvertriebs für die Vermittlung von

  • BGH, 25.07.2005 - II ZR 73/04  

    Gesellschaftsrecht - Untersagung der Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens

  • BGH, 13.12.2007 - IX ZR 154/07  

    Zurückweisung eines Prozesskostenhilfeantrags für eine Nichtzulassungsbeschwerde

  • BGH, 25.07.2005 - II ZR 377/03  

    Gesellschaftsrecht - Untersagung der Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens

  • BGH, 25.07.2005 - II ZR 343/03  

    Gesellschaftsrecht - Untersagung der Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens

  • BGH, 25.07.2005 - II ZR 383/03  

    Gesellschaftsrecht - Untersagung der Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens

  • BGH, 25.07.2005 - II ZR 389/03  

    Gesellschaftsrecht - Untersagung der Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens

  • BGH, 07.12.2009 - II ZR 294/08  

    Voraussetzungen für ein Finanzkommissionsgeschäft i.S.d. § 1 Abs. 1 S. 2

  • OLG Hamm, 26.11.2009 - 4 U 224/08  

    Verjährung von Schadensersatzansprüchen gegen einen Anlageberater

  • OLG Stuttgart, 21.06.2011 - 12 U 26/11  

    Schutzwirkung eines Mittelverwendungskontrollvertrages zu Gunsten der Anleger

  • AG Hamburg, 26.04.2006 - 67c IN 312/05  
  • OLG Düsseldorf, 27.04.2006 - 6 U 162/03  
  • OLG Frankfurt, 20.12.2007 - 24 U 98/07  

    Schadensersatz wegen der Verletzung von Beratungspflichten im Zusammenhang mit

  • OLG Frankfurt, 30.08.2012 - 2 U 178/12  
  • AG Hamburg, 12.09.2005 - 67c IN 312/05  
  • LG Würzburg, 31.03.2008 - 62 O 661/07  

    Wertpapierhandel: Vorvertragliche Aufklärungspflichten einer Großbank bei

  • LG Köln, 10.06.2008 - 22 O 276/07  

    Anlagevermittlung - Über eingeschränkte Fungibilität ist aufzuklären

  • OLG München, 20.01.2009 - 5 U 5605/07  

    Schadensersatz wegen Beteiligung an einem Filmfonds: Aufklärungspflichten des

  • OLG München, 16.03.2011 - 20 U 3799/10  

    Haftung bei Kapitalanlageberatung: Verletzung der Pflicht zur Aufklärung über ein

  • OLG Karlsruhe, 26.05.2011 - 4 U 187/09  

    Haftung wegen bedingt vorsätzlicher Schädigung gem. § 826 BGB durch den

  • OLG Hamm, 25.07.2011 - 8 U 54/10  
  • LG Duisburg, 24.03.2010 - 11 O 58/09  
  • OLG München, 09.02.2011 - 20 U 3913/10  

    Mittelverwendungskontrolle: Aufklärungspflicht des Mittelverwendungskontrolleurs

  • OLG München, 17.08.2011 - 20 U 1566/11  

    Haftung des Mittelverwendungskontrolleurs und Prospektprüfers:

  • OLG München, 05.11.2008 - 20 U 2734/08  

    Deliktshaftung bzw. Haftung wegen nicht erlaubten Bankgeschäfts:

Rechtsprechung
   BGH, 21.03.2005 - II ZR 124/03; II ZR 140/03; II ZR 149/03; II ZR 180/03; II ZR 310/03   

Volltextveröffentlichungen (10)

mehr
  • Deutsches Notarinstitut

    BGB § 723 Abs. 1 Satz 2; HGB § 234 Abs. 1 Satz 2
    Sonderkündigungsrecht des stillen Gesellschafters bei Weigerung des Vertragspartners zur Vertragserfüllung

  • NWB SteuerXpert START

    BGB § 723 Abs. 1 Satz 2; HGB § 234 Abs. 1 Satz 2

  • FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
  • rechtsportal.de

    Rechtsstellung des stillen Gesellschafters

  • ibr-online

    Gesellschaftsrecht - Stille Gesellschaft: Auseinandersetzungsguthaben als Rente?

  • Judicialis
  • ZIP-online.de

    Kündigungsrecht des stillen Gesellschafters bei Wegfall der vertraglich vorgesehenen ratierlichen Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens als Rente ("Göttinger Gruppe")

Kurzfassungen/Presse (7)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Anlegerschutz bei der Göttinger Gruppe

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Wieder einmal: Die Göttinger Gruppe

  • wkdis.de (Pressemitteilung)

    Anleger können im Streit mit der Göttinger Gruppe ihre Einlagen zurückfordern

mehr
  • zbb-online.com (Leitsatz)

    BGB § 723 Abs. 1 Satz 2; HGB § 234 Abs. 1 Satz 2
    Kündigungsrecht des stillen Gesellschafters bei Wegfall der vertraglich vorgesehenen ratierlichen Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens als Rente ("Göttinger Gruppe")

  • kanzlei-klumpe.de , S. 4 (Kurzinformation)

    Das Rentenmodell der Göttinger Gruppe

  • lawinfo.de (Pressemitteilung)

    Anlegerschutz bei der Göttinger Gruppe

  • streifler.de (Kurzinformation)

    Anlegerschutz bei der Göttinger Gruppe / Securenta AG

Besprechungen u.ä. (2)

  • finanztip.de (Entscheidungsbesprechung)

    Göttinger Gruppe und Schadensersatz

  • EWiR-online.de (Entscheidungsbesprechung)

    Kündigungsrecht des stillen Gesellschafters bei Wegfall der vertraglich vorgesehenen ratierlichen Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens als Rente ("Göttinger Gruppe")

Verfahrensgang

  • LG Göttingen, 25.04.2002 - 2 O 493/01
  • BGH, 21.03.2005 - II ZR 124/03; II ZR 140/03; II ZR 149/03; II ZR 180/03; II ZR 310/03

Zeitschriftenfundstellen

  • ZIP 2005, 766 (Ls.)
  • WM 2005, 841



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Wird zitiert von ... (5)  

  • BGH, 18.04.2005 - II ZR 224/04  

    Verbraucherrecht - Belehrung über das Widerrufsrecht nach dem HWiG

    Insbesondere reicht dafür der Wegfall der ratierlichen Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens und der Widerruf nach § 1 Abs. 1 HaustürWG nicht aus, wie der Senat bereits in den Urteilen vom 29. November 2004 (II ZR 6/03, ZIP 2005, 254, 255) und 21. März 2005 (aaO) entschieden hat.

    a) Soweit die Rechtsvorgängerin der Beklagten zu 1 sich verpflichtet hatte, die Auseinandersetzungsguthaben als monatliche Renten auszuzahlen - das betrifft die beiden Verträge mit ratenweiser Einlagezahlung vom 9. Oktober 1997 - hat der Kläger wegen des Wegfalls dieser Rentenzahlung ein außerordentliches Kündigungsrecht, wie der Senat in der Entscheidung vom 21. März 2005 in der Sache II ZR 124/03 (z.V.b.) ausgesprochen hat.

  • BGH, 26.09.2005 - II ZR 314/03  

    Kapitalanlagerecht - Kündigung der Stillen Gesellschaft: Einlagenrückerstattung?

    Auch das hat der Senat in den Urteilen vom 21. März 2005 (II ZR 124/03, WM 2005, 841; II ZR 140/03, ZIP 2005, 753, 758; II ZR 310/03, NJW 2005, 1784, 1788) bereits entschieden.
  • BGH, 18.04.2005 - II ZR 197/04  

    Rückabwicklung einer stillen Gesellschaft; Aufhebungspflichten einer

    Sollte das Berufungsgericht in bezug auf die Beklagte zu 1 wiederum zu dem Ergebnis kommen, daß ein Schadensersatzanspruch wegen Aufklärungspflichtverletzung nicht besteht, hat es bei der Entscheidung des gegen die Beklagte zu 1 gerichteten Hilfsantrags auf Erteilung einer Auskunft über das Auseinandersetzungsguthaben die neuere Rechtsprechung des Senats zu dem Kündigungsrecht wegen Wegfalls der ratierlichen Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens zu beachten (Sen.Urt. v. 21. März 2005 - II ZR 124/03, z.V.b.).
mehr
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