Rechtsprechung
| BGH, 07.06.1984 - III ZR 37/83 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- IWW
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Annehmung der Interessen eines Dritten gegen den Auftraggeber eines Rechtsanwalts
- Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Aufklärungspflicht des Rechtsanwalts
Verfahrensgang
- OLG Düsseldorf - 8 U 112/82
- BGH, 07.06.1984 - III ZR 37/83
Zeitschriftenfundstellen
- NJW 1985, 41
- MDR 1985, 299
- VersR 1984, 985
- WM 1984, 1426
- BB 1984, 1973
- DB 1984, 2508
Wird zitiert von ... (22)
- BGH, 08.11.2007 - IX ZR 5/06
Rechtsanwälte - Pflicht zur Offenlegung von Mandatsbeziehungen zum Gegner
bb) Eine Offenbarungspflicht hat der Bundesgerichtshof weiter für den Fall angenommen, dass der Rechtsanwalt während des Mandatsverhältnisses in einer anderen Sache einen Dritten gegen den Mandanten vertrat, weil der Mandant in der Regel darauf vertraute, dass der von ihm beauftragte Anwalt nur seine Interessen und nicht auch gleichzeitig die Interessen Dritter gegen ihn wahrnehme (BGH, Urt. v. 7. Juni 1984 - III ZR 37/83, NJW 1985, 41). - BGH, 23.04.2009 - IX ZR 167/07
Zulässigkeit der Vereinbarung der Zahlung einer "Vergleichsgebühr für den Fall …
Ein Anwaltsvertrag kann nach § 627 Abs. 1 BGB gekündigt werden, wenn der Rechtsanwalt das Mandat ungeachtet der Vertretung widerstreitender Interessen fortführt und den Mandanten nicht auf den bestehenden Interessenkonflikt hinweist (BGH, Urt. v. 7. Juni 1984 - III ZR 37/83, NJW 1985, 41).Veranlasst der Rechtsanwalt durch ein vertragswidriges Verhalten die Kündigung des Mandanten, so steht ihm nach § 628 Abs. 1 Satz 2 BGB ein Vergütungsanspruch insoweit nicht zu, als seine bisherigen Leistungen infolge der Kündigung für den Auftraggeber kein Interesse mehr haben (…BGH, Urt. v. 8. Oktober 1981 - III ZR 190/79, NJW 1982, 437, 438; v. 7. Juni 1984 aaO;… MünchKomm-BGB/Henssler, 5. Aufl. § 628 Rn. 22, 26;… Gerold/Schmidt/Madert, RVG 18. Aufl. § 15 Rn. 68).
- BGH, 11.12.2003 - IX ZR 109/00
Rechtsanwälte - Gebühren bei mehreren, obj. zusammengehörigen Angelegenheiten
Sollte die Vorschußanforderung des Klägers sich nach den Feststellungen in der wiedereröffneten Berufungsinstanz als überhöht erweisen, wendet der Beklagte möglicherweise mit Recht ein, deshalb der Sozietät des Klägers nach § 628 Abs. 1 Satz 2 BGB wegen Interessewegfalls an der Leistung des Klägers nichts zu schulden (…vgl. BGH, Urt. v. 8. Oktober 1981 - III ZR 190/79, NJW 1982, 437, 438; v. 7. Juni 1984 - III ZR 37/83, NJW 1985, 41 unter II. 1.; v. 30. März 1995 - IX ZR 182/94, WM 1995, 1288, 1289 unter II. d).
- BGH, 30.03.1995 - IX ZR 182/94
Gebührenanspruch des Prozeßbevollmächtigten nach Notwendigkeit der Mandatierung …
c) Ein vertragswidriges, die Kündigung des Vertragspartners veranlassendes Verhalten im Sinne des § 628 Abs. 1 Satz 2 BGB setzt eine schuldhafte Verletzung einer Vertragspflicht voraus (…vgl. BGH, Urt. v. 7. Oktober 1976 - III ZR 110/74, WM 1977, 369, 371;… v. 8. Oktober 1981 - III ZR 190/79, aaO.; v. 7. Juni 1984 - III ZR 37/83, NJW 1985, 41 ;… Staudinger/Neumann, BGB 12. Aufl. § 628 Rdnr. 25; Pabst MDR 1978, 449, 450 f).d) Das Berufungsgericht hat rechtsfehlerfrei ausgeführt, die vom Kläger erbrachten Leistungen seien infolge der Kündigung für den Beklagten ohne Interesse, weil dieser einen anderen Prozeßbevollmächtigten habe bestellen müssen, für den die gleichen Gebühren entstünden wie für den Kläger (vgl. BGH, Urt. v. 7. Juni 1984 - III ZR 37/83, aaO. m.w.N.).
- OLG Düsseldorf, 03.05.2002 - 23 U 152/01
Steuerberaterhonorar und Steuerberaterhaftung- Pauschalvereinbarung - …
Ein Interessewegfall ist gegeben, wenn der Auftraggeber die Leistungen des Beraters nicht (mehr) wirtschaftlich verwerten konnte oder kann; sie also für ihn nutzlos geworden sind (BGH NJW 1982, 437, 438; NJW 1985, 41 mwN.).Zwar kann eine Leistung eines Beraters für den Auftraggeber auch dann ohne Interesse sein, wenn dieser wegen ihrer Mängel einen anderen Berater bestellen musste, für den die gleichen Gebühren entstanden sind wie für den ersten (BGH NJW 1985, 41; NJW 1095, 1954, 1955; NJW 1997, 188, 189); diese Voraussetzungen sind jedoch ebenfalls nicht dargetan.
- OLG Karlsruhe, 08.03.1994 - 3 U 45/93
Vergütungsanspruch des Rechtsanwalts trotz Mandatsniederlegung
Die Bundesrechtsanwaltsgebührenordnung kann allerdings die Vorschriften des BGB über die Rechtsfolgen der Kündigung eines Dienstvertrages nicht ausschließen (BGH NJW 1982, 437; BGH NJW 1985, 41;… Gerold/Schmidt/Madert, BRAGO, 11. Aufl., § 13 Rdnr. 60).Die von einem Anwalt übernommene Tätigkeit stellt, da sie auf einem besonderen Vertrauensverhältnis beruht, eine Dienstleistung höherer Art i.S. des § 627 Abs. 1 BGB dar (BGH NJW 1985, 41; OLG Düsseldorf BB 1987, 2187;… Palandt/Putzo, BGB, 53. Aufl. § 627 Rdnr. 2).
In Rechtsprechung und Literatur wird als Beispiel hierfür gerade der Fall genannt, dass nach Kündigung eines Mandats für den Mandanten bei der Beauftragung eines anderen Rechtsanwalts dieselben Gebühren noch einmal entstehen (BGH NJW 1982, 437; BGH NJW 1985, 41; HansOLG JurBüro 1981, 1515;… BGB-RGRK-Corts, § 628 Rdnr. 14;… Riedel/Sußbauer/Fraunholz, BRAGO, 6. Aufl., § 13 Rdnr. 49).
- BGH, 29.09.2011 - IX ZR 170/10
Verfahrensrecht - Kündigung des Mandatsverhältnisses durch den Rechtsanwalt
Die Aufwendungen für den zuerst bestellten Prozessbevollmächtigten sind dann für den Auftraggeber nutzlos geworden, der Vergütungsanspruch geht unter (BGH…, Urteil vom 7. Oktober 1976 aaO;… vom 8. Oktober 1981 aaO; vom 7. Juni 1984 - III ZR 37/83, NJW 1985, 41; vom 17. Oktober 1996 - IX ZR 37/96, NJW 1997, 188, 189;… vom 8. November 2007 - IX ZR 5/06, BGHZ 174, 186 Rn. 17). - BGH, 29.03.2011 - VI ZR 133/10
Vertragswidriges Verhalten bei zahnärztlichem Behandlungsvertrag
(2) Das Interesse der Klägerin an der Leistung des Beklagten ist allerdings nur weggefallen, soweit die Klägerin die Arbeiten des Beklagten nicht mehr wirtschaftlich verwerten konnte, sie also für sie nutzlos geworden waren (BGH, Urteil vom 7. Juni 1984 - III ZR 37/83, NJW 1985, 41; BGH, Urteil vom 17. Oktober 1996 - IX ZR 37/96, NJW 1997, 188, 189). - OLG Koblenz, 16.12.2005 - 8 U 229/05 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- BGH, 16.10.1986 - III ZR 67/85
Rechtsfolgen der Kündigung eines Anwaltsvertrages; Herabsetzung eines …
Diese Vorschrift gilt für alle Darlehensverhältnisse (…vgl. MünchKomm/Schwerdtner § 628 Rn. 19. Ihre Anwendung wird entgegen der Auffassung der Revision nicht durch die Bundesgebührenordnung für Rechtsanwälte - BRAGO - ausgeschlossen (vgl. Senatsurteile vom 8. Oktober 1981 - III ZR 190/79 = LM BGB § 611 Nr. 63 = NJW 1982, 437, 438 und vom 7. Juni 1984 - III ZR 37/83 = LM BGB § 628 Nr. 7 = NJW 1985, 41 ). - OLG Düsseldorf, 21.04.2009 - 24 U 48/08
Beweiskraft einer Privaturkunde bei Möglichkeit der Fälschung
- OLG Schleswig, 14.12.2006 - 11 U 21/06
Schadensersatz gegen Rechtsanwalt nach Vergleichsschluss
- OLG Rostock, 12.08.2008 - 1 U 157/08
Anwaltsvertrag: Vergütungsanspruch bei Kündigung des Anwaltsvertrages wegen …
- OLG Frankfurt, 21.09.2010 - 18 U 18/10
Rechtsanwaltsvertrag: Rückforderung gezahlter Vergütung wegen Kündigung des …
- OLG Naumburg, 18.06.2002 - 1 U 147/01
Zur anwaltlichen Hinweis- und Belehrungspflicht auf mögliche Interessenkollision …
- VfGH Österreich, 20.06.2001 - V 30/01
- AGH Mecklenburg-Vorpommern, 08.11.2000 - AGH 5/00
- AGH Baden-Württemberg, 19.05.2001 - AGH 17/01
- OLG Karlsruhe, 15.09.2009 - 4 U 192/07
Gebührenanspruch des Rechtsanwalts bei Kündigung des Mandats während eines …
- KG, 12.10.2001 - 15 U 6025/00
Pflicht eines Rechtsanwalts zur Erteilung von Auskünften und Berichten
- AG München, 28.05.2008 - 222 C 30394/07
Mandatskündigung durch den Rechtsanwalt: Störung des Vertrauensverhältnisses …
- OLG Stuttgart, 09.03.2011 - 12 U 177/10
Anspruch auf Bezahlung von Kosten des neuen Rechtsanwalts nach …
