Rechtsprechung
| BFH, 19.09.1974 - IV R 95/73 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Jurion
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Kurzfassungen/Presse
- NWB SteuerXpert START (Leitsatz)
Zeitschriftenfundstellen
- BFHE 113, 558
- BStBl II 1975, 141
Wird zitiert von ... (13)
- BFH, 07.06.2006 - IX R 4/04
Steuerrecht - Verträge zwischen nahen Angehörigen
Denn stellt die zivilrechtliche Unwirksamkeit nur ein Beweisanzeichen gegen die Ernsthaftigkeit der getroffenen Vereinbarung dar (vgl. BFH-Urteile vom 30. Januar 1980 I R 194/77, BFHE 130, 265, BStBl II 1980, 449; vom 19. September 1974 IV R 95/73, BFHE 113, 558, BStBl II 1975, 141), so ist angesichts der tatsächlichen Durchführung der Verträge indiziell auch zu würdigen, dass die Parteien nach Erkennen der Unwirksamkeit zeitnah auf eine Genehmigung durch den Ergänzungspfleger hinwirkten. - BFH, 01.07.1982 - IV R 152/79
EStG § 15 (Abs. 1) Nr. 1
Gesellschaftsverträge zwischen Familienangehörigen sind nach ständiger Rechtsprechung des BFH (Urteile vom 19. September 1974 IV R 95/73, BFHE 113, 558, BStBl II 1975, 141; vom 8. August 1979 I R 82/76, BFHE 128, 457, BStBl II 1979, 768) einkommensteuerrechtlich nur dann zu berücksichtigen, wenn sie eindeutig festgelegt und ernsthaft gemeint sind und die Gewähr ihrer tatsächlichen Durchführung bieten.Wer die ernsthafte schenkweise Einräumung einer Unterbeteiligung an seine Kinder steuerrechtlich geltend machen will, muß sein Schenkungsversprechen notariell beurkunden lassen (§ 518 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches - BGB -), um dadurch nachzuweisen, daß der Unterbeteiligte bei einer Auflösung des Beteiligungsverhältnisses einen Anspruch auf Auskehrung des Auseinandersetzungsguthabens auch gegen den Willen des Schenkers gerichtlich durchsetzen kann (BFHE 113, 558, BStBl II 1975, 141, 143).
Ohne eine gebotene notarielle Beurkundung ist einkommensteuerrechtlich keine Einkunftsquelle übertragen; dem Bedachten können in diesem Falle auch keine Gewinnanteile als eigene Einkünfte zugerechnet werden, weil es ebenso wie bei einem vertraglich vorbehaltenen Recht zum jederzeitigen Widerruf der Schenkung (vgl. BFH-Beschluß vom 18. Juli 1974 IV B 34/74, BFHE 113, 226, BStBl II 1974, 740) an einer definitiven, grundsätzlich unentziehbaren Teilhabe am Vermögen fehlt (BFHE 113, 558, BStBl II 1975, 141, 143).
- BFH, 14.05.2003 - X R 14/99
Typisch stille Gesellschaft, minderjährige Kinder
Denn wenn Gegenstand des Schenkungsversprechens die Einlage in eine Innengesellschaft ist, wird dieses Versprechen nicht schon mit der Gutschrift der Einlage in den Büchern vollzogen, weil ein solcher Buchungsvorgang nur die eine schuldrechtliche Verpflichtung durch eine andere schuldrechtliche Verpflichtung ersetzt (BGH-Urteile vom 24. September 1952 II ZR 136/51, BGHZ 7, 174, 179; vom 29. Oktober 1952 II ZR 16/52, BGHZ 7, 378, 380; BFH-Urteile vom 19. September 1974 IV R 95/73, BFHE 113, 558, BStBl II 1975, 141, unter 2. a; vom 1. Juli 1982 IV R 152/79, BFHE 136, 244, BStBl II 1982, 646 unter 1.a; Bordewin, Der Betrieb --DB-- 1996, 1359, 1366).
- BFH, 23.06.1976 - I R 140/75
EStG § 4 Abs. 4; GewStG § 7, § 8 Nr. 1, 3
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BFH, 31.05.1989 - III R 91/87
Darlehen zwischen nahen Angehörigen
Da die Schenkungs- und Gesellschaftsverträge notariell beurkundet worden sind, genügen sie aber den formstrengen Anforderungen der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) auch für den Fall, daß keine Geldbewegung stattgefunden hat, sondern die Einlagen der stillen Gesellschafter durch bloße Umbuchung vom Kapitalkonto des Klägers bewirkt worden sind (vgl. Urteil vom 29. Oktober 1952 II ZR 16/52, BGHZ 7, 378; vgl. hierzu auch BFH-Urteil vom 19. September 1974 IV R 95/73, BFHE 113, 558, BStBl II 1975, 141 unter 2. a). - BFH, 08.03.1984 - I R 31/80
Stille Gesellschaft und partiarisches Darlehen
Es entspricht der ständigen Rechtsprechung des BFH, Verträgen unter nahen Angehörigen die steuerliche Anerkennung zu versagen, wenn sie bürgerlich-rechtlich unwirksam sind (Urteil vom 19. September 1974 IV R 95/73, BFHE 113, 558, BStBl II 1975, 141, weiterhin BFHE 120, 165, BStBl II 1977, 78, und die dort angeführte weitere Rechtsprechung). - BFH, 19.12.1979 - I R 176/77
EStG § 4 Abs. 4, § 20 Abs. 1 Nr. 1; BGB §§ 181, 723, …
Allgemeines Erfordernis für die steuerliche Berücksichtigung ist die Ernsthaftigkeit der getroffenen Vereinbarungen, für die es mindestens ein Indiz ist, daß die Vereinbarungen in einer Form abgeschlossen worden sind, die Zweifel an ihrer zivilrechtlichen Rechtswirksamkeit nicht aufkommen läßt (BFH-Urteil vom 19. September 1974 IV R 95/73, BFHE 113, 558, BStBl II 1975, 141). - BFH, 30.01.1980 - I R 194/77
EStG § 4 Abs. 4, § 12 Nr. 2; FGO § 118 Abs. 2
Für die Ernsthaftigkeit ist es mindestens ein Indiz, daß die Vereinbarungen in einer Form abgeschlossen wurden, die Zweifel an ihrer zivilrechtlichen Rechtswirksamkeit nicht aufkommen läßt (vgl. zu diesem Grundsatz BFH-Urteil vom 19. September 1974 IV R 95/73, BFHE 113, 558, BStBl II 1975, 141). - BFH, 05.06.1985 - I S 4/85 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- BFH, 08.08.1979 - I R 82/76
Zur Frage des wirtschaftlichen Eigentums bei Überlassung eines Grundstücks zur …
Wer die ernsthafte, schenkweise Einräumung einer Unterbeteiligung an Kinder steuerlich geltend machen will, muß diese Schenkung im Hinblick auf die BGH-Rechtsprechung - wie das FG richtig erkannt hat - schon deshalb notariell beurkunden lassen, um dadurch nachzuweisen, daß die Unterbeteiligten bei einer etwaigen Auflösung der Unterbeteiligungsgesellschaft einen Anspruch auf Auskehrung des Auseinandersetzungsguthabens auch gegen den Willen des Inhabers der Beteiligung (gerichtlich) durchsetzen können (vgl BFH-Urteil vom 19. September 1974 IV R 95/73 , BFHE 113, 558 , BStBl II 1975, 141 (143)). - BFH, 23.09.1992 - X R 129/90
- BFH, 14.02.1978 - VIII R 11/75
EStG § 4 Abs. 4, § 20 Abs. 1 Nr. 2
- FG Niedersachsen, 29.09.2011 - 10 K 269/08
Zuwendung einer atypisch stillen Beteiligung
