Rechtsprechung
   BGH, 29.01.2003 - IV ZR 173/01   

Volltextveröffentlichungen (10)

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • Judicialis
  • Jurion

    Schadensersatz wegen eines Verkehrsunfalls - Voraussetzungen der Leistungsfreiheit des Versicherers wegen grob fahrlässiger Herbeiführung des Versicherungsfalls durch einen Rotlichtverstoß - Zum Rechtsbegriff der groben Fahrlässigkeit - Auswirkungen eines objektiven Pflichtverstoßes auf die subjektive Entschuldbarkeit sowie die Beweislast - Berufung auf ein "Augenblicksversagen"

  • RA Kotz (Volltext/Leitsatz)

    Verkehrsunfall aufgrund Nichtbeachtung des Rotlichts grob fahrlässig

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Grob fahrlässige Herbeiführung des Versicherungsfalls durch Nichtbeachten des Rotlichts

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Verkehrsrecht - Rotlichtverstoß: Immer grob fahrlässig?

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (10)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Zu den Folgen eines Rotlichtverstoßes für die Vollkaskoversicherung

  • lexetius.com (Pressemitteilung)

    Bundesgerichtshof zu den Folgen eines Rotlichtverstoßes für die Vollkaskoversicherung

  • Info-Letter Versicherungs- und Haftungsrecht PDF, S. 3 (Kurzinformation)

    Objektiver Pflichtenverstoß und subjektive Vorwerfbarkeit beim Rotlichtverstoß

  • abc-recht.de (Kurzinformation)

    Rotlichtverstoß nicht grundsätzlich grob fahrlässig

  • jurawelt.com (Pressemitteilung)

    Folgen eines Rotlichtverstoßes für die Vollkaskoversicherung

  • schadensversicherungsreport.de (Kurzinformation)

    KFZ-Kaskoversicherung -Rotlichtverstoß und grobe Fahrlässigkeit

  • rechtplus.de (Kurzinformation)

    Vollkaskoversicherung: keine grobe Fahrlässigkeit bei Rotlichtverstoß

  • rp-online.de (Kurzinformation)

    Missachtung einer roten Ampel nicht immer grob fahrlässig

  • versicherungsnetz.de (Kurzinformation)

    Versicherer sind bei Rotlichtverstoß nicht automatisch von der Leistungspflicht befreit

  • versicherungsnetz.de (Rechtsprechungsübersicht)

    Bei Rot über die Ampel

Besprechungen u.ä. (2)

  • IWW (Kurzaufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Muss die Versicherung zahlen? - Rotlichtverstoß nicht immer grob fahrlässig

  • IWW (Entscheidungsbesprechung)

    Kaskoversicherung - Rotlichtverstoß nicht immer grobe Fahrlässigkeit

Sonstiges

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Die "Rotlicht" - Rechtsprechung des BGH in der Vollkasko: Schaltet die Ampel jetzt auf grün?" von RAin Pia Kappus und RA , Notar Hans-Ulrich Poppe, original erschienen in: NJW 2003, 3175 - 3177.

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 2003, 1118
  • MDR 2003, 505
  • NZV 2003, 275
  • VersR 2003, 364



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Wird zitiert von ... (132)  

  • BGH, 26.01.2016 - XI ZR 91/14  

    Zu Beweisgrundsätzen bei streitigen Zahlungsaufträgen im Online-Banking

    (a) Die Regeln des Anscheinsbeweises sind auf den Nachweis der subjektiven Voraussetzungen grober Fahrlässigkeit grundsätzlich dann nicht anwendbar, wenn es sich - wie hier - um ein individuelles Versagen handelt (vgl. BGH, Urteile vom 21. April 1970 - VI ZR 226/68, VersR 1970, 568, vom 7. Mai 1974 - VI ZR 138/72, VersR 1974, 853, vom 29. Januar 2003 - IV ZR 173/01, NJW 2003, 1118, 1119 und vom 21. März 2007 - I ZR 166/04, NJW-RR 2007, 1630 Rn. 20; Bacher in BeckOK ZPO, Stand: 1. September 2015, § 284 ZPO Rn. 96; Staudinger/Georg Caspers, BGB, Neubearb.
  • BGH, 12.07.2005 - VI ZR 83/04  

    Unbeschränkte Haftung von Kapitän, Schiffseigner und Reiseveranstalter für

    Vielmehr erscheint ein solcher Vorwurf nur dann als gerechtfertigt, wenn eine auch subjektiv schlechthin unentschuldbare Pflichtverletzung vorliegt, die das in § 276 Abs. 1 BGB a.F. (jetzt: § 276 Abs. 2 BGB n.F.) bestimmte Maß erheblich überschreitet (st. Rspr. vgl. zuletzt Senatsurteil vom 30. Januar 2001 - VI ZR 49/00 - VersR 2001, 985, 986 und BGH, Urteil vom 29. Januar 2003 - IV ZR 173/01 - VersR 2003, 364).
  • OLG Düsseldorf, 28.10.2008 - 4 U 254/07  

    Grob fahrlässige Herbeifühung des Versicherungsfalls in der Fahrzeugversicherung

    Der Begriff der groben Fahrlässigkeit bemisst sich nach dem Grundgedanken des § 61 VVG, nach dem der Versicherungsnehmer, der sich in Bezug auf das versicherte Interesse völlig sorglos verhält, keine unverdiente Vergünstigung erhalten soll (BGH, Urteil vom 29. Januar 2003, IV ZR 173/01, VersR 2003, 364).

    Für solche Umstände, die einen entsprechend hohen subjektiven Verschuldensmaßstab begründen, ist der Versicherer, der sich auf den Ausschlusstatbestand des § 61 VVG beruft, darlegungs- und beweispflichtig (BGH, Urteil vom 29. Januar 2003, IV ZR 173/01, aaO.; OLG Karlsruhe, Urteil vom 20. November 2003, 12 U 89/03, aaO.).

    Hierbei ist das Nichtbeachten eines roten Ampelsignals wegen der damit verbundenen erheblichen Gefahren für den öffentlichen Straßenverkehr in der Regel als objektiv grob fahrlässig zu bewerten (BGH, Urteil vom 29. Januar 2003, IV ZR 173/01, aaO.; OLG Hamm, Urteil vom 16. Januar 2000, 20 U 166/99, NJW-RR 2000, 1477; OLG Koblenz, Urteil vom 17. Oktober 2003, 10 U 375/03, NJW-RR 2004, 114; OLG Karlsruhe, Urteil vom 20. November 2003, 12 U 89/03, NJW-RR 2004, 389).

    Zwar begründet ein objektiv grober Verstoß nicht regelmäßig die Annahme, dass dem Fahrzeugführer ein besonders hoher, über das gewöhnliche Maß hinausgehender Schuldvorwurf gemacht werden kann, der sein Verhalten auch subjektiv als nahezu unverzeihlich erscheinen lässt (BGH, Urteil vom 29. Januar 2003, IV ZR 173/01, aaO.; Senat, Urteil vom 31. März 1992, 4 U 127/91, aaO.).

    Allerdings kann vom äußeren Geschehensablauf und vom Ausmaß des objektiven Pflichtverstoßes auf innere Vorgänge und deren gesteigerte Vorwerfbarkeit geschlossen werden (BGH, Urteil vom 08. Februar 1989, IVa ZR 57/88, VersR 1989, 582; BGH, Urteil vom 08. Juli 1992, IV ZR 223/91, VersR 1992, 1085), wobei die Grundsätze des Anscheinsbeweises nicht anwendbar sind (BGH, Urteil vom 21. April 1970, VI ZR 226/68, VersR 1970, 568; BGH, Urteil vom 29. Januar 2003, IV ZR 173/01, aaO.; Senat, Urteil vom 31. März 1992, 4 U 127/91, aaO.).

    Denn es liegt eine Konstellation vor, in der die nicht beweisbelastete Partei eine Substantiierungslast trifft, weil der darlegungspflichtige Gegner typischerweise die maßgebenden Tatsachen nicht kennt, während sie der anderen Partei bekannt sind und ihr ergänzende Angaben zuzumuten sind (BGH, Urteil vom 29. Januar 2003, IV ZR 173/01, aaO.).

    Entscheidend für die Frage, ob ihm ausnahmsweise keine grob fahrlässige Herbeiführung des Schadensereignisses vorgeworfen werden kann, ist nämlich immer eine Gesamtwürdigung aller Umstände des Einzelfalls (BGH, Urteil vom 29. Januar 2003, IV ZR 173/01, aaO).

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